Auf den Spuren der alten Gelehrsamkeit und ihrer Lese-, Forschungs-, Schreibpraktiken: Materialreiche & anregende Essays zu Philo, Eusebius, Damaskios, R. Bacon, Lull, Ibn Haldun, Ficino, Cardano, Löw, Ricci, Alsted, Becher, Gruber und William Hamilton.
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Kein Hermelin, nirgends: Wer Angela Merkels Porträt als royale Selbstinszenierung liest, übersieht die eigentlichen Zeichen https://t.co/qF4j94JOuI @KaiDiekmann
Vor 67 Jahren wurde Heinrich Lübke Bundespräsident. Mit ihm endete auch die Zeit der Witwer in höchsten Staatsämtern, denn seine Frau Wilhelmine übernahm die Rolle der #Firstlady. Das machte sie zuweilen derart resolut, dass man in Bonn vom Wilhelminischen Zeitalter sprach.
Ich bin weder Freund des Turbokapitalisten Peter Thiel noch Fan des adligen Plagiators Guttenberg.
Trotzdem überzeugt mich die Correctiv-Recherche nicht richtig.
Zu oft reist der Verdacht über Bande: A kennt B, B kennt C, C ist fragwürdig – also fällt ein Schatten auf A.
Das ist Kontaktschuld im Recherchegewand. Verbindungen sind Spuren. Noch keine Beweise.
Die harte Frage an Guttenberg bleibt: Welche Interessen vertritt er heute, wer bezahlt ihn dafür, welche politischen Türen öffnet er, und welche Rollen verschweigt er dem Publikum? Dafür braucht es weniger Milieuframing. Mehr Präzision.
#Guttenberg #Correctiv #PeterThiel #Medienkritik #Rhetorik #Kontaktschuld #Journalismus #Recherche #PolitischeKommunikation https://t.co/8EtWGHhCSG
Kein gutes Zeichen: Frölich & Kaufmann verramscht Matthes & Seitz ›Überraschungspakete‹.
»Matthes & Seitz zählt zu den aktuell spannendsten Verlagen« …
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Wer kauft das, ohne zu wissen, was das für Bände sind?
Der Nahe Osten ordnet sich gerade komplett neu. Vermeintlich traditionelle Feindstaaten Israels wie Saudi-Arabien, Syrien oder Libanon haben heute faktisch die gleichen Interessen wie Israel.
Interview mit @welt TV
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Friedrich Merz ist im Amt, die Erwartungen sind zerbröselt, die Zufriedenheit mit der Regierung liegt im Keller. Niklas Luhmann hätte trocken gelächelt: Der neue Chef ist kein Erlöser. Er ist ein Organisationsproblem mit Terminkalender.
#Merz#Luhmann#Bundespolitik@Bundeskanzler https://t.co/EtbEWQMOCk
Der Rohstoffschatz liegt im Bauschutt #Kreislaufwirtschaft https://t.co/W8rZm3tVPx Deutschland diskutiert Kreislaufwirtschaft gern am Beispiel von Joghurtbechern, Getränkekartons und Aludeckeln. Dort wurde viel erreicht. Die dualen Systeme haben Sortierung, Nachweisführung und Verwertung professionalisiert.
Die große Rohstoffbilanz entscheidet sich jedoch woanders.
Jährlich fallen in Deutschland mehr als 200 Millionen Tonnen mineralische Abfälle an. Straßen, Brücken, Schulen, Verwaltungsgebäude und Wohnquartiere liefern Material, das viel zu oft in Verfüllungen, Deponiebau oder minderwertigen Anwendungen endet.
Dort liegt der Rohstoffschatz.
Öffentliche Beschaffung kann diesen Schatz heben. Der Staat ist einer der größten Materialkunden des Landes. Was in Leistungsverzeichnissen steht, prägt Märkte. Was Auftraggeber zulassen, wird geplant, geprüft, versichert und produziert.
RC-Beton, Recyclingstahl und mineralische Ersatzbaustoffe sind keine Exoten für Sonntagsreden. Der Rechtsrahmen erlaubt längst mehr, als die Praxis nutzt. § 45 Kreislaufwirtschaftsgesetz und § 13 Bundes-Klimaschutzgesetz geben der öffentlichen Hand klare Spielräume. Das Vergaberecht regelt das Verfahren. Die ökologische Zielrichtung des Auftrags kann die öffentliche Hand bestimmen.
Zum 1. Juli 2026 tritt das Vergabebeschleunigungsgesetz in Kraft. Schnellere Verfahren helfen nur, wenn sie die richtigen Materialströme anstoßen. Sonst fließt öffentliches Geld bloß schneller in Primärrohstoffe, lange Transporte und neue Abhängigkeiten.
Rohstoffsicherheit beginnt in Ausschreibungen. In Mustertexten. In Lebenszykluskosten. In Gütezeichen. In klaren Zuschlagskriterien. In der Frage, ob jedes öffentliche Bauprojekt zuerst prüft, welche Recyclingrohstoffe technisch geeignet sind.
Deutschland braucht weniger Verpackungsfolklore und mehr Materialintelligenz im Bau.
Aus Bauschutt kann Versorgungssicherheit werden. @schneidercar@DirkMessner
#Kreislaufwirtschaft #Beschaffung #Bauwende #Rohstoffsicherheit #Recyclingbeton #Vergaberecht #CircularEconomy #Infrastruktur
Mein Vortrag im Rahmen des Colloquium Fundamentale „Mit erhobenem Zeigefinger? Wenn Moral den Diskurs bestimmt“ am Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist nun online. 👇🏻 Leider ohne die spannende und sehr lebhafte Diskussion.
https://t.co/T8my5mVljL
Sönke Neitzel spricht eine unbequeme Wahrheit aus:
Deutschland hat 30 Jahre auf Dialog, Diplomatie und wirtschaftliche Verflechtung gesetzt. Niemand kann ernsthaft behaupten, man habe es nicht versucht. Die Lehre daraus ist nicht weniger Diplomatie, sondern die Erkenntnis, dass Diplomatie ohne glaubwürdige Abschreckung oft wirkungslos bleibt. Das sollte endlich anerkannt werden.
Europa hat Wissen, Kapital, Forschung, Industrie und Technologie. Was fehlt, ist erlaubte Möglichkeit.
Japan, USA, Mu, Prometheus, Compliance-Ordner – und die Frage, ob Europa KI weiter nur verwaltet oder endlich Möglichkeitsräume öffnet.
https://t.co/7BSc7ABXnx #KI#AI #Innovation #Europa #Japan #Wirtschaft #Philosophie
Beides auf den Verlagsseiten (Barbara Budrich & Nomos) zum freien Download verfügbar:
"Vom Antijudaismus zum Hass auf #Israel: Interventionen zur Kritik des Antisemitismus"
"Projektiver Antizionismus: #Antisemitismus gegen Israel vor & nach dem 7. Oktober"
Klassenkampf gegen die Bourgeoisie war lange das politische Fundament der Linken. Heute sprechen viele Linke lieber über Identität, Herkunft und Sprache. Gibt es Klassen also nicht mehr? Philosoph @hanno_sauer verneint: Klassen sind gerade nicht verschwunden.
Neben Geld seien Sprache, Status und kulturelle Zugehörigkeit Zeichen von Klassen. Wer die richtigen Codes kennt, gehört in Unis, Medien oder Politik dazu – wer nicht, bleibt draußen.
Diese Klassenunterschiede überdauern Jahrhunderte, so Sauer. Ob Politik an dieser Ungleichheit jemals etwas ändern könnte? Er ist skeptisch.
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