Nach 3 zusätzlichen Tagen auf See sind wir endlich in Taranto angekommen! Gestern wiesen uns die italienischen Behörden in letzter Minute einen noch weiter entfernten Hafen zu. Jeder weitere Tag auf See verlängert unnötig die Notlage der Überlebenden. Alles Gute für sie!
Gute Nachrichten: 101 Menschen sind an Bord der Sea-Watch 5! Unsere Crew hat gerade weitere 36 Menschen gerettet, darunter Kinder & Schwangere. Gemeinsam fahren Überlebende & Crew nach Crotone – der von 🇮🇹 zugewiesene Hafen ist zwar Tage entfernt, doch heute feiern wir 101 Leben!
🚨 Mehr als 30 Menschen ins Wasser gedrängt! Heute morgen rettete die Crew unserer Sea-Watch 5 65 Menschen aus Seenot - während der Rettung bedrängte sechs bewaffnete Männer auf einem Schnellboot die verbleibenden Menschen auf dem das Boot, woraufhin diese ins Wasser sprangen!
Unsere Crew barg alle Personen aus dem Wasser und suchte die Gegend mehr als 1,5 Stunden ab, um sicherzustellen, dass niemand fehlte. Die maskierten Männer zogen indes das leere Boot mit sich zurück, vermutlich nach Libyen.
🚨 Mehr als 30 Menschen ins Wasser gedrängt! Heute morgen rettete die Crew unserer Sea-Watch 5 65 Menschen aus Seenot - während der Rettung bedrängte sechs bewaffnete Männer auf einem Schnellboot die verbleibenden Menschen auf dem das Boot, woraufhin diese ins Wasser sprangen!
Die bewaffneten Männer bedrohten die Menschen auf dem Boot und befahlen ihnen, von Bord zu gehen. Voller Angst sprangen mindestens dreißig Menschen ins Wasser, wodurch eine lebensgefährliche Situation entstand.
Gute Nachrichten: Unsere Aurora-Crew hat am Wochenende 15 Menschen gerettet. Wir konnten alle Überlebenden nach Lampedusa bringen. Nach dem Tanken werden wir bald wieder zurück auf See sein!
Nach 3 zusätzlichen Tagen auf See sind wir in Civitavecchia angekommen. 150 Überlebende gingen dort von Bord, 1 Person wurde zuvor medizinisch evakuiert. Wir wünschen allen alles Gute! Italien wies uns den 900km Hafen zu, um so Seenotrettung zu behindern – aber wir machen weiter!
227 MENSCHEN IN 48 STUNDEN von Sea-Watch 5 & Aurora 2 GERETTET! Unsere Crews wurden von Schiffen bedrängt, eine angebliche libysche Marine drohte mit Strafverfolgung. Italien wies uns einen Hafen zu – drei Tage entfernt. Hört auf, Rettungen zu behindern! https://t.co/R9qTnQSgIR
Italien hat uns den 900km entfernten Hafen von Civitavecchia zugewiesen – etwa DREI TAGE Fahrtzeit! Die italienischen Behörden nutzen die Entfernung bewusst als Waffe, um die Rettung von Menschen zu verhindern. Wir fordern einen näher gelegenen Hafen!
📸 Adrian Pourviseh
Unsere Sea-Watch 5 hat heute früh eine dritte Rettungsaktion abgeschlossen! Nachdem wir von einem Akteur bedroht wurden, der sich als „libysche Marine“ ausgab, konnten wir weitere 72 Menschen in der Nähe einer Ölplattform retten. Wir haben nun 151 Menschen an Bord!
🚨 Gestern Abend umkreiste ein unbekanntes Milizschiff die Sea-Watch 5, Crew & Gäste mussten ins Innere, das Schiff zog ab. Später rettete die Crew nach einem @alarm_phone Notruf 51 Menschen, darunter eine Schwangere, aus einem sinkenden Boot. Viele haben schwere Verbrennungen.
🔴Unser Schiff Sea-Watch 5 hat soeben 28 Menschen aus Seenot gerettet, über die Hälfte Minderjährige. Das Schlauchboot wurde aus der Luft von @sosmedintl gesichtet. Wir sind erleichtert, dass sie den Schrecken der libyschen Haft entkommen und in Sicherheit sind!
Unsere Aurora hat gestern Nacht 17 Überlebende sicher in Catania an Land gebracht. Die italienischen Behörden schickten uns statt nach Lampedusa nach Sizilien – das kostete wertvolle Rettungsstunden. Doch wir lassen uns nicht aufhalten! Solidarität treibt uns an.
Milizen, die in Menschenhandel verwickelt sind, beuten Menschen aus, profitieren von deren Ausreise, fangen sie dann ab und kassieren erneut Geld von der EU. So funktioniert dieser widerwärtige Kreislauf der Ausbeutung. Diese EU-Kooperation muss gestoppt werden!
EIL: Unser Flugzeug Seabird hat das Schiff TBZ9 der Tareq Ben Zeyad Miliz vor der Ostküste Libyens gesichtet, nachdem es Menschen auf der Flucht abgefangen hatte. Wir sind die einzigen Augen der Zivilgesellschaft vor Ort.
📸 Tom Lyon
All das ist kein Zufall. Die EU pumpt Geld in Ostlibyen, um das System zu kopieren, das sie bereits in Westlibyen aufgebaut hat. Europa kauft sich eine zweite Küstenwache aus Milizen.
Wir haben @FranceskAlbs anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten zum Schiffsunglücks vom 3. Oktober 2013 auf Lampedusa getroffen. Gemeinsam haben wir besprochen: Was ist die Verbindung zwischen dem Völkermord in Palästina & den Menschenrechtsverbrechen im Mittelmeer?
@FranceskAlbs Später kam sie an Bord unseres Rettungsschiff Aurora. Gemeinsam reflektierten wir darüber, wie Solidarität auf See kriminalisiert wird und wie diejenigen, die sich der Unterdrückung widersetzen, Repressionen ausgesetzt sind.