Umberto Eco, who owned 50,000 books, had this to say about home libraries: "It is foolish to think that you have to read all the books you buy, as it is foolish to criticize those who buy more books than they will ever be able to read. It would be like saying that you should use all the cutlery or glasses or screwdrivers or drill bits you bought before buying new ones.
There are some things in life that we need to always have in plenty, even if we will only use a small portion. If, for example, we consider books as medicine, we understand that it is good to have many at home rather than a few: when you want to feel better, then you go to the 'medicine closet' and choose a book. Not a random one, but the right book for that moment. That's why you should always have a nutrition choice!
Those who buy only one book, read only that one and then get rid of it - they simply apply the consumer mentality to books- that is, they consider them a consumer product, a good. Those who love books know that a book is anything but a commodity."
"Sie standen noch vor Anbruch der Dämmerung auf und traten hinaus in die mondlose, sternenklare Nacht."
Wenn der Himmel sich teilt |
Nicholas Evans
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Quienes no leen, nunca entenderán lo que se siente encontrar una frase tan perfecta que tienes que cerrar el libro un momento, sonreír como un idiota y quedarte en silencio antes de seguir leyendo
"Das erste Foto erreicht mich an demselben Tag, als mein Mann zur Verleihung der Ehrenmedaille im Fernsehen erscheint."
Träume wie Sand und Meer |
Beatriz Williams
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"Vor dem von Doppelsäulchen getragenen Rundbogen des Klostereinganges von Mariabronn, dicht am Wege, stand ein Kastanienbaum, ..."
Narziss und Goldmund |
Hermann Hesse
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"Die Hitze, die vom Asphalt aufstieg, schien zwischen den Hecken gefangen, die über ihren Köpfen aufragten wie Zinnen."
Lebenslügen | Kate Atkinson
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Hermann Hesse schrieb einmal darüber, dass ihm die Tage zwischen den Fingern verrinnen und sinnlos dahinfließen würden, wenn er nicht sein kleines tägliches Tagwerk verrichtet hätte. Und ich kann das nur zu gut verstehen.
Denn viele Menschen verstehen Arbeit nur noch als Leistung, Erfolg oder Optimierung. Und am Ende des Tages zählt dann das, was am meisten Gewinn bringt.
Aber vielleicht gibt es auch eine stillere, schönere (und vielleicht sinnvollere) Form des Arbeitens.
Ein paar Seiten schreiben.
Ein Bild malen.
Im Garten arbeiten.
Ein Kapitel lesen.
Etwas Langsames erschaffen, das den Tagen seine Form gibt.
Denn ein gutes Leben besteht nicht nur aus Erfolgen und großen Ereignissen.
Sondern aus den vielen kleinen Dingen, die verhindern, dass die Tage still und namenlos im Nebel verschwinden.
Uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel.
(Theodor Fontane)
Vielleicht vergessen wir das heute manchmal.
Dass ein ruhiger Abend, ein gutes Buch, ein Gespräch oder eine Tasse Kaffee bereits genug sein können, um einen Tag wertvoll zu machen.
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Mit 40 ging Franz Kafka, der nie geheiratet hat und keine Kinder hatte, durch den Park in Berlin, als er ein Mädchen traf, das weinte, weil sie ihre Lieblingspuppe verloren hatte. Das Mädchen und Kafka suchten erfolglos nach der Puppe. Kafka schlug ihr vor, sich dort am nächsten Tag wieder zu treffen, um gemeinsam weiter nach der Puppe zu suchen.
Am nächsten Tag, nachdem sie die Puppe immer noch nicht gefunden hatten, reichte Kafka dem Mädchen einen Brief, der von der Puppe "geschrieben" wurde. Darin stand: "Bitte weine nicht. Ich mache eine Reise, um die Welt zu sehen. Ich werde dir schreiben und dir von meinen Abenteuern erzählen. "
So begann eine Geschichte, die bis zum Lebensende Kafkas andauerte.
Während ihrer Treffen sprach Kafka über die Abenteuer der Puppe und las dem Mädchen die sorgfältig geschriebenen Briefe der Puppe vor, welche das kleine Mädchen entzückend fand.
Schließlich brachte Kafka die Puppe zurück (er kaufte eine), die nach Berlin zurückgekehrt war.
"Sie sieht überhaupt nicht wie meine Puppe aus", sagte das kleine Mädchen. Kafka reichte ihr dann einen weiteren Brief, in dem die Puppe schrieb:
"Meine Reisen haben mich verändert." Das kleine Mädchen umarmte die neue Puppe und nahm sie glücklich mit nach Hause.
Im folgenden Jahr starb Kafka.
Viele Jahre später fand das Kind, das jetzt erwachsen war, eine Nachricht in der Puppe. In dem von Kafka unterzeichneten kurzen Brief stand geschrieben:
"Alles, was du jemals liebst, wird wahrscheinlich irgendwann verloren gehen, aber am Ende wird die Liebe auf andere Weise zurückkehren."
("Kafka und die reisende Puppe" von Jordi Sierra I Fabra)
Warum lesen wir heute noch die Klassiker? Natürlich, ich lese auch gerne moderne Romane. Manche davon sind wunderbar geschrieben und ein Genuss. Aber bei den großen Klassikern spürt man oft etwas anderes.
Diese Bücher wurden nicht deshalb zu Klassikern, weil irgendwann jemand beschlossen hat, sie in Schulen zu lesen oder immer wieder aufzulegen.
Sondern weil sie über Generationen hinweg Menschen berührt haben. Weil sie etwas so klar und menschlich ausdrücken, dass ihre Worte auch nach hundert oder zweihundert Jahren noch lebendig wirken.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Kunst großer Literatur:
Dass sie Dinge ausspricht, die Menschen seit Jahrhunderten fühlen, aber nur selten so klar in Worte fassen können.
Ich merke das gerade wieder bei »Anna Karenina«. Manche Sätze wirken, als wären sie erst gestern geschrieben worden. Und gleichzeitig tragen sie etwas in sich, das weit über unsere eigene Zeit hinausreicht.
"Die Frau lag verborgen in einer Einbuchtung der Klostermauer, ohnmächtig und halb erfroren."
Das verborgene Paradies |
Luca Di Fulvio
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