@mario_lochner Ich bin auch ein Fan von Outdoor Klimaanlagen. Hab ich zum ersten Mal 2016 in Las Vegas erlebt in einer Bar. In dieser Bar gab es sogar ein deutsches Weizenbier… für 10 USD… ein Franziskaner… 0,3L.
Wie Dich Mental Accounting Rendite kostet
Hier zeige ich Dir, wie Dein Gehirn Geld in Schubladen sortiert und warum genau das Deine Performance ruiniert.
1. Was ist Mental Accounting ?
Mental Accounting beschreibt unsere Tendenz, Geld in mentale Schubladen zu sortieren, statt es als eine einzige Summe zu betrachten. Das Konzept wurde von Nobelpreisträger Richard Thaler beschrieben und gilt als einer der wichtigsten Denkfehler im Behavioral Finance.
Die Folge: Du behandelst 1.000 Euro Lohn anders als 1.000 Euro Steuerrückzahlung, obwohl beide identisch sind. Geld ist eben nicht gleich Geld für Dein Gehirn.
2. Spielgeld im Depot
Viele Trader führen ein separates Konto für Spekulation und nennen es Spielgeld. Verluste fühlen sich dort weniger schlimm an, weil das Geld ja eh dafür gedacht war. Studien zeigen, dass auf solchen Konten die Risikobereitschaft um bis zu 40 % steigt.
Doch Dein Vermögen interessiert sich nicht für Etiketten. Ein Verlust von 5.000 Euro im Spielgeld-Topf ist exakt derselbe Verlust wie im Altersvorsorge-Topf.
3. GuV Asymmetrisch verbuchen
Ein typischer Fall: Du realisierst Gewinne früh, weil Du sie als sicheren Bonus verbuchst. Verluste lässt Du laufen, weil Du sie als noch nicht real wahrnimmst, solange die Position offen ist.
Das ist die direkte Verbindung zum Dispositionseffekt. Das Ergebnis sind kleine Gewinne und große Verluste, also das exakte Gegenteil einer profitablen Trading-Strategie.
4. Die Dividenden-Illusion
Viele Anleger geben Dividenden bereitwillig aus, würden aber niemals die zugrunde liegende Aktie verkaufen, um denselben Betrag zu konsumieren. Ökonomisch ist das identisch, denn jede Ausschüttung reduziert den Kurs um genau diesen Betrag.
Dein Gehirn verbucht Dividenden als Einkommen und Kursgewinne als Vermögen. Diese künstliche Trennung führt dazu, dass Du Dein eigenes Kapital anders bewertest als der Markt es tut.
5. So entgehst Du der Schubladen-Falle
Betrachte Dein gesamtes Vermögen als ein einziges Portfolio. Jeder Euro ist gleich viel wert, egal ob er aus dem Gehalt, einem Trade oder einer Dividende stammt. Bewerte jede Entscheidung anhand des Gesamtrisikos, nicht anhand des Topfes.
Führe ein einheitliches Risikobudget pro Trade, etwa 1 % des Gesamtkapitals. Damit zwingst Du Dich, rational zu handeln und Dein Gehirn auszutricksen.
Warum Du Deine Verlierer nicht verkaufst
Hier zeige ich Dir, wie Dich der Endowment Effect (Besitztumseffekt) davon abhält, Deine Verlierer-Aktien zu verkaufen.
1. Was ist der Endowment Effect
Sobald Du eine Aktie besitzt, bewertest Du sie höher als vor dem Kauf. Studien von Kahneman und Thaler zeigen: Verkaufspreise liegen im Schnitt rund doppelt so hoch wie Kaufpreise für identische Güter.
Für Dein Depot heißt das: Du klebst an Positionen, die Du heute nie wieder kaufen würdest. Besitz verzerrt Deinen Blick auf den fairen Wert.
2. Der Verlustaversions-Hebel
Verluste schmerzen rund 2 mal stärker als Gewinne gleicher Höhe Freude bringen. Verkaufst Du Deine Verlierer, machst Du den Schmerz real und das will Dein Gehirn um jeden Preis vermeiden.
Also hältst Du, hoffst und kaufst sogar nach. Der Endowment Effect liefert Dir die Ausrede: Diese Aktie ist ja immer noch gut, sie gehört mir.
3. So killt er Deine Rendite
Eine Analyse von Odean (1998) über 10.000 Trader-Konten zeigt: Anleger verkaufen Gewinner rund 50 % häufiger als Verlierer, obwohl die gehaltenen Verlierer in den Folgemonaten schlechter laufen.
Du schneidest also Deine Blumen ab und gießt das Unkraut. Genau das Gegenteil von dem, was Profis tun.
4. Der Reset-Test
Frag Dich bei jeder Position ehrlich: Würde ich diese Aktie heute zum aktuellen Kurs neu kaufen, wenn ich sie nicht besitzen würde?
Lautet die Antwort Nein, ist Dein Halten keine Investmententscheidung mehr, sondern reine Besitzbindung. Dann gehört die Position raus oder zumindest auf den Prüfstand.
5. Deine Gegenstrategie
Definiere vor dem Kauf Deinen Ausstieg: Stop-Loss, Zielkurs, maximale Haltedauer. Schreib es auf, bevor Du emotional involviert bist.
Führe ein Trade-Journal und prüfe Dein Depot monatlich mit dem Reset-Test. So trennst Du Analyse von Besitz und holst Dir die Kontrolle über Deine Entscheidungen zurück.
Nach den starken Arbeitsmarktdaten und der gestiegenen Wahrscheinlichkeit auf Zinserhöhungen, stehen in der neuen Handelswoche die Inflationsdaten besonders im Fokus
🔸Am Montag, dem 8. Juni, wird die Umfrage der New York Fed zu den Inflationserwartungen der Verbraucher veröffentlicht. Diese Daten sind wichtig, weil die Fed sehr genau beobachtet, ob sich höhere Inflationserwartungen in der Bevölkerung verfestigen.
🔸Am Mittwoch, dem 10. Juni, folgen die US-Verbraucherpreise für Mai. Der Consumer Price Index, kurz CPI, ist einer der wichtigsten Inflationsberichte überhaupt. Besonders relevant ist dabei nicht nur die Gesamtinflation, sondern auch die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel. Sollte diese stärker ausfallen als erwartet, könnte das die Zinssorgen erneut verstärken.
🔸Am Donnerstag, dem 11. Juni, werden dann die US-Erzeugerpreise veröffentlicht. Der Producer Price Index, kurz PPI, zeigt, wie sich die Preise auf Produzentenebene entwickeln. Steigende Erzeugerpreise können später auf die Verbraucherpreise durchschlagen und sind deshalb ein wichtiger Frühindikator für Inflationsdruck.
🔸Ebenfalls am Donnerstag erscheinen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Auch diese Daten werden nach dem starken Arbeitsmarktbericht aufmerksam beobachtet.
🔸Am Freitag rückt außerdem der vorläufige Index zum Verbrauchervertrauen der University of Michigan in den Fokus, insbesondere die darin enthaltenen Inflationserwartungen.
Google soll monatlich fast 1 Milliarde Dollar an SpaceX zahlen, um Zugriff auf Nvidia-GPUs zu erhalten.
Wohlgemerkt: Google entwickelt eigene TPUs und betreibt eine der größten Cloud-Infrastrukturen der Welt. Trotzdem scheint der Bedarf an KI-Rechenleistung inzwischen so groß zu sein, dass selbst Google zusätzliche Kapazitäten einkaufen muss.
Das wirft eine spannende Frage auf:
Ist die Nachfrage nach KI-Computing explodiert? Oder hat SpaceX im Hintergrund eine Infrastruktur aufgebaut, die viele bislang unterschätzt haben?
Wahrscheinlich steckt von beidem etwas drin.
Fest steht: Die Summen, die aktuell in KI-Rechenzentren fließen, sind gigantisch. Und was wir öffentlich sehen, ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs.
In Marktphasen wie der aktuellen, wird mir wieder bewusst, wie schön es ist, dass es auch noch Märkte wie Kaffee, Sojabohnen oder Weizen gibt, die sich ausgezeichnet traden lassen.
German Stock Market just formed a Golden Cross for the first time since December 2023 🚨 The last one sent German stocks soaring 53% over the next 2 years 📈📈