Top Tweets for #technorama
High voltage. One balloon. An inevitable ending. ⚡🎈
The power of science on full display at Technorama, Switzerland.
#Technorama #Lightning #Science #Physics #Switzerland
Neues aus dem #Technorama.
Viel Wasser fällt auf eine Halfpipe.
Ich bin nur marginal nass geworden.
Das Wasser kann höher geschleudert werden als seine Ausgangshöhe. Denkt mal über #Impulserhaltung nach!
Die Nebelkammer im #Technorama.
"Kontemplativ" ist wohl das richtige Wort.
Aber Achtung: Der Knall am Ende des Videos ist vom explodierenden Knallgasballon im Nebenraum.
Das Chembongo, auch keltischer Wackelstein genannt. Der will sich nur in seine Vorzugsrichtung (hier: gegen den Uhrzeigersinn) drehen. Anders herum "bockt" er.
Im #Technorama ist er aus Messing, die Unterlage aus Stein.
Hier ist keine Geduld nötig. Sie nützt auch nichts. Je mehr man gewaltvoll falsch herum drehen will, desto mehr wackelt er quer!
Fast menschlich.
Ein Kreisel, der minutenlang läuft – pure Physik-Magie! Doch kaum jemand bleibt bis zum Ende. Keine Zeit? Keine Geduld? Keine Neugier? Wenn wir selbst nicht mehr staunen, wie sollen unsere Kinder lernen, sich zu vertiefen?
#Technorama
Wenn die zukünftigen Menschen nicht mehr in der Lage sind, sich lange und intensiv in eine Sache zu vertiefen, dann hat die Menschheit ein Problem.
Dass diese Vertiefung im #Technorama stattfindet, das auf viele Gäste in kurzer Zeit angewiesen ist, ist allerdings wirklich zu viel erwartet. Das ist mir klar.
Leider verschärft genau das aber das Problem!
Warum lässt die Antworterin im #Technorama Winterthur die Aussage, Atome könnten Kriege auslösen, einfach so stehen?
Atome sind Gedankenmodelle, entwickelt und angewandt durch den Menschen.
Menschen lösen Kriege aus.
Atome nicht!

Geht ins #Technorama in #Winterthur! Nehmt euch die Versuche vor! Jeden einzelnen! Wirklich! Bitte!
Ich bin nun im Schnitt zweimal pro Woche für jeweils 2-3 Stunden dort. Ich werde noch viel öfter dorthin gehen, um einen wirklich tieferen Einblick in all diese wundervollen Experimente zu bekommen, wie ich sie niemals in meinem Physikraum aufbauen könnte! Von den Laboren und Sonderausstellungen rede ich gar nicht! Ich bin einfach nur hin und weg von der Qualität und dem Potenzial! Ich freue mich darauf. Ich bin glücklich, mir eine Jahreskarte gegönnt zu haben!
Aber ich bin nicht wunschlos glücklich. Da ist ein großer Wermutstropfen, der mich als Lehrer der Naturwissenschaft sehr ratlos und besorgt zurücklässt.
Das Zeitproblem
Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet 34 Fr. (Kinder ab 6 Jahren: 21 Fr.), so dass Familien für den Tag viel Geld investieren müssen. Geöffnet ist von 10 Uhr bis 17 Uhr. Wenn man in diesen sieben Stunden alle 529 Experimente besuchen möchte, hat man im Schnitt 47 Sekunden für jedes. Dabei sind die Fußwege von einem zum anderen gar nicht enthalten, auch nicht die Sondervorführungen und Aktivitäten in den Labors. Rein psychologisch möchte man ja für diesen relativ hohen Eintrittspreis möglichst viel sehen, so dass sehr viele Menschen wirklich von einer Station zu anderen hetzen. Andere lassen sich - von der Vielfalt überwältigt - einfach treiben und drücken mal hier und schauen mal dort, ohne wirklich etwas zu erleben bzw. zu sehen. An vielen Stationen gibt es erst nach einigen Sekunden (manchmal Minuten!) überhaupt etwas zu sehen und bei anderen muss man wirklich sehr genau hinschauen, um den Effekt überhaupt wahrnehmen zu können. Mache Exponate faszinieren so sehr, dass man bleiben möchte, aber man muss schnell weiter, weil man ja sonst etwas verpassen könnte. Besonders für Kinder ist das frustrierend, wenn sie sich losreißen müssen, weil die Familie weiter will.
Staunen im Überfluss erstickt
Wer den Menschen kennt, weiß, dass er nur eine geringe Zeit der völligen Aufmerksamkeit hat, in der er sich intensiv auf neue Sachen einlassen kann. Und wer Kinder kennt, weiß, dass sie sich stundenlang mit ein- und derselben Sache beschäftigen und dabei so eintauchen können, dass sie Zeit und Raum völlig ausblenden können. Beides ist für das Lernen unabdingbar.
Im Technorama sind beide Bedingungen offensichtlich nicht erfüllt: Die Vielfalt an Neuem und die Kürze der Zeit, sich mit einem einzigen Experiment zu beschäftigen, verhindern effektiv das Lernen. Übrig bleibt nur die Reizüberflutung und ein Verlieren im Übermaß, das die Schwelle zum echten Staunen in unerreichbar hohe Gefilde hebt. Und Staunen ist der Antrieb aller Forschung!
Erklärende Väter
Um die Sache noch schlimmer zu machen, wird der Drang, sich mit der Wissenschaft zu verbinden - besonders bei Jungs - oft noch gebremst, wenn sie mit ihren Vätern kommen. Offenbar haben einige - nicht alle, muss ich betonen! - das Bedürfnis, ihrem begeistert auf ein Experiment zustürmenden Sprössling eine Physikstunde zu erteilen. Sie nehmen ihnen ihre Eigenaktivität, indem sie ihnen vormachen, wie sie es machen müssen und ihnen dann auch noch ungefragt - manchmal sogar falsch! - erklären, auf welchem physikalischen Prinzip das beruht. Ja, einige werden sogar richtig ungeduldig und flößen so ihrem Kind auch noch ein schlechtes Gewissen ein. Dabei wollen und brauchen insbesondere kleine Kinder keine abstrakten Erklärungen!
So habe in der kurzen Zeit schon einige völlig abgelöschte Kinder lustlos an mancher Station stehen sehen. Merkwürdigerweise noch kein Mädchen. Auch hat bis jetzt noch keine Mutter solch eine unselige Rolle für mich sichtbar eingenommen.
Materialismus
In der Atomphysik-Abteilung wird suggeriert, man sähe tatsächlich Atome im Okular eines beeindruckend komplizierten Gerätes, das für den interessierten Laien nicht direkt erläutert wird. Zu sehen sind kleine Lichtpünktchen, was nach der Erklärung, ein Staubteilchen bestünde aus vielen Millionen Milliarden Atomen, einfach nicht glaubwürdig ist.
Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Einrichtung, die sich auf das Verständnis der Naturwissenschaft beruft, eine große Verantwortung für das Verständnis der Natur überhaut hat. So muss sie einfach das Konzept "Modellvorstellung" und "Theorie" erwähnen und erläutern. Auch das Zurückführen von Immateriellen wie z.B. Gefühle auf Materie ("komplexe Prozesse im Gehirn") finde ich unverantwortlich und sehr gefährlich. Es ist wichtig, dass Menschen die Not der Physiker verstehen, wahrnehmbare Effekte mit nicht erkennbarer Ursache durch ständig feiner werdende Theorien "erklären" zu müssen, Gedankenmodelle zu kreieren! So wie es hier herüberkommt, bekommen die Besucher*innen den Eindruck, Atome wären komplett erforschte materielle Tatsachen und werden so zu Materialisten. Gerade hier ist in der Physik noch viel Klärungsbedarf, und das sollte deutlich werden!
Hintergründe verstehen
Gut finde ich die Erklärungen auf den Karten neben den Versuchen. So wird nicht gleich alles erklärt, und man hat die Gelegenheit, sich wirklich zu fragen, welche Ursache die Phänomene haben. Man ist überhaupt nicht genötigt, alles zu verstehen. Das Verstehen kommt nämlich NUR durch die Beschäftigung mit der Sache, durch Tun, und NICHT durch Erklärungen allein.
Bei vielen meiner Schüler*innen stelle ich oft fest, dass ihnen das Phänomen allein genug ist und sie sich nicht weiter damit beschäftigen wollen, weil es sie einfach nicht interessiert. Das ist nun allerdings in der Schule nicht genug, um die Leistungsanforderungen zu erfüllen. Kann es sein, dass Reizüberflutung ein großes Problem unserer Zeit ist?
Wie das Technorama sein Potenzial entfalten könnte
Es gibt keinen Zweifel: Das Technorama ist eine Goldmine des Staunens. Die Experimente sind hervorragend durchdacht, die Räume ruhig, es gibt Rückzugsmöglichkeiten, und wer sich Zeit nehmen will, hat alle Möglichkeiten dazu. Dazu kommen die hervorragend ausgestatteten Besucherlabore für Biologie und Chemie – ein Angebot, das in dieser Form seinesgleichen sucht. Doch genau hier liegt das Dilemma: Wie oft nehmen sich die Besucher*innen diese Zeit wirklich?
1. Zeitdruck entschärfen: Die Lösung liegt nicht nur in der Jahreskarte – denn wer nicht in der Nähe wohnt, profitiert davon wenig. Flexible Mehrtagestickets oder ein "Come-Back-Rabatt" könnten Familien und Schulklassen ermutigen, sich nicht in einem einzigen Tag zu überfordern.
2. Erlebnispfade statt Vollständigkeitswahn: Statt sich von Station zu Station zu treiben, könnten thematische Rundgänge helfen – etwa eine "Physik-Vertiefungstour" oder eine "Slow-Science-Route" für jene, die sich intensiv mit wenigen Stationen beschäftigen möchten. Warum nicht ein System, das Besucher*innen anleitet, sich bewusst auf einige wenige Experimente einzulassen, statt möglichst viele abhaken zu wollen?
3. Eltern als Begleiter stärken: Kinder lernen am besten, wenn sie selbst entdecken dürfen – doch viele Erwachsene neigen dazu, ihnen unaufgefordert Erklärungen zu liefern oder Experimente für sie zu übernehmen. Das Technorama könnte hier sanfte Impulse setzen, ohne zu belehren: Eine kurze Handreichung am Eingang oder kleine Hinweise an den Stationen mit dem Motto "Lass dein Kind zuerst ausprobieren – das Staunen kommt von selbst!" könnten Eltern ermutigen, sich zurückzunehmen und ihre Kinder wirklich entdecken zu lassen.
4. Den Wert der Langsamkeit kommunizieren: Das Problem ist nicht das Technorama – es ist die innere Haltung, mit der viele Besucher*innen kommen. Wer in einem einzigen Tag 500 Experimente "mitnehmen" will, wird wenig mitnehmen. Vielleicht müsste das Technorama stärker vermitteln: Es geht nicht um Quantität, sondern um Tiefe. Vielleicht durch bewusst gesetzte Impulse in den Räumen, vielleicht durch ein sichtbares Motto: "Weniger sehen. Mehr verstehen."
5. Laborerfahrung für Schulen verbilligen: Die Besucherlabore sind ein absolutes Highlight – hier kann man selbst forschen und nicht nur beobachten. Doch der Zugang ist für Schulklassen oft teuer. Könnte es gezieltere Förderungen oder kostengünstigere Programme geben, um mehr Schüler*innen diese Erfahrung zu ermöglichen? Ein Ort, der "die Forscher*innen von morgen" inspirieren will, sollte auch denen offenstehen, die nicht aus wohlhabenden Schulen kommen.
Das Technorama gibt alles, was man braucht, um sich in Naturwissenschaft zu verlieren – im besten Sinne. Doch vielleicht braucht es noch ein wenig mehr Unterstützung, um den Besucher*innen klarzumachen, dass Wissenschaft kein Feuerwerk ist, sondern ein langsames, gründliches, oft unspektakuläres Ergründen der Welt.
Am Ende bleibt die Frage: Können wir als Gesellschaft lernen, Wissenschaft nicht als schnellen Kick, sondern als tiefgehendes Abenteuer zu begreifen?
Ich jedenfalls werde weiterhin ein- bis zweimal die Woche dort einige wenige Stationen besuchen. Toll!
Geht ins #Technorama in #Winterthur! Nehmt euch die Versuche vor! Jeden einzelnen! Wirklich! Bitte!
Ich bin nun im Schnitt zweimal pro Woche für jeweils 2-3 Stunden dort. Ich werde noch viel öfter dorthin gehen, um einen wirklich tieferen Einblick in all diese wundervollen Experimente zu bekommen, wie ich sie niemals in meinem Physikraum aufbauen könnte! Von den Laboren und Sonderausstellungen rede ich gar nicht! Ich bin einfach nur hin und weg von der Qualität und dem Potenzial! Ich freue mich darauf. Ich bin glücklich, mir eine Jahreskarte gegönnt zu haben!
Aber ich bin nicht wunschlos glücklich. Da ist ein großer Wermutstropfen, der mich als Lehrer der Naturwissenschaft sehr ratlos und besorgt zurücklässt.
Das Zeitproblem
Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet 34 Fr. (Kinder ab 6 Jahren: 21 Fr.), so dass Familien für den Tag viel Geld investieren müssen. Geöffnet ist von 10 Uhr bis 17 Uhr. Wenn man in diesen sieben Stunden alle 529 Experimente besuchen möchte, hat man im Schnitt 47 Sekunden für jedes. Dabei sind die Fußwege von einem zum anderen gar nicht enthalten, auch nicht die Sondervorführungen und Aktivitäten in den Labors. Rein psychologisch möchte man ja für diesen relativ hohen Eintrittspreis möglichst viel sehen, so dass sehr viele Menschen wirklich von einer Station zu anderen hetzen. Andere lassen sich - von der Vielfalt überwältigt - einfach treiben und drücken mal hier und schauen mal dort, ohne wirklich etwas zu erleben bzw. zu sehen. An vielen Stationen gibt es erst nach einigen Sekunden (manchmal Minuten!) überhaupt etwas zu sehen und bei anderen muss man wirklich sehr genau hinschauen, um den Effekt überhaupt wahrnehmen zu können. Mache Exponate faszinieren so sehr, dass man bleiben möchte, aber man muss schnell weiter, weil man ja sonst etwas verpassen könnte. Besonders für Kinder ist das frustrierend, wenn sie sich losreißen müssen, weil die Familie weiter will.
Staunen im Überfluss erstickt
Wer den Menschen kennt, weiß, dass er nur eine geringe Zeit der völligen Aufmerksamkeit hat, in der er sich intensiv auf neue Sachen einlassen kann. Und wer Kinder kennt, weiß, dass sie sich stundenlang mit ein- und derselben Sache beschäftigen und dabei so eintauchen können, dass sie Zeit und Raum völlig ausblenden können. Beides ist für das Lernen unabdingbar.
Im Technorama sind beide Bedingungen offensichtlich nicht erfüllt: Die Vielfalt an Neuem und die Kürze der Zeit, sich mit einem einzigen Experiment zu beschäftigen, verhindern effektiv das Lernen. Übrig bleibt nur die Reizüberflutung und ein Verlieren im Übermaß, das die Schwelle zum echten Staunen in unerreichbar hohe Gefilde hebt. Und Staunen ist der Antrieb aller Forschung!
Erklärende Väter
Um die Sache noch schlimmer zu machen, wird der Drang, sich mit der Wissenschaft zu verbinden - besonders bei Jungs - oft noch gebremst, wenn sie mit ihren Vätern kommen. Offenbar haben einige - nicht alle, muss ich betonen! - das Bedürfnis, ihrem begeistert auf ein Experiment zustürmenden Sprössling eine Physikstunde zu erteilen. Sie nehmen ihnen ihre Eigenaktivität, indem sie ihnen vormachen, wie sie es machen müssen und ihnen dann auch noch ungefragt - manchmal sogar falsch! - erklären, auf welchem physikalischen Prinzip das beruht. Ja, einige werden sogar richtig ungeduldig und flößen so ihrem Kind auch noch ein schlechtes Gewissen ein. Dabei wollen und brauchen insbesondere kleine Kinder keine abstrakten Erklärungen!
So habe in der kurzen Zeit schon einige völlig abgelöschte Kinder lustlos an mancher Station stehen sehen. Merkwürdigerweise noch kein Mädchen. Auch hat bis jetzt noch keine Mutter solch eine unselige Rolle für mich sichtbar eingenommen.
Materialismus
In der Atomphysik-Abteilung wird suggeriert, man sähe tatsächlich Atome im Okular eines beeindruckend komplizierten Gerätes, das für den interessierten Laien nicht direkt erläutert wird. Zu sehen sind kleine Lichtpünktchen, was nach der Erklärung, ein Staubteilchen bestünde aus vielen Millionen Milliarden Atomen, einfach nicht glaubwürdig ist.
Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Einrichtung, die sich auf das Verständnis der Naturwissenschaft beruft, eine große Verantwortung für das Verständnis der Natur überhaut hat. So muss sie einfach das Konzept "Modellvorstellung" und "Theorie" erwähnen und erläutern. Auch das Zurückführen von Immateriellen wie z.B. Gefühle auf Materie ("komplexe Prozesse im Gehirn") finde ich unverantwortlich und sehr gefährlich. Es ist wichtig, dass Menschen die Not der Physiker verstehen, wahrnehmbare Effekte mit nicht erkennbarer Ursache durch ständig feiner werdende Theorien "erklären" zu müssen, Gedankenmodelle zu kreieren! So wie es hier herüberkommt, bekommen die Besucher*innen den Eindruck, Atome wären komplett erforschte materielle Tatsachen und werden so zu Materialisten. Gerade hier ist in der Physik noch viel Klärungsbedarf, und das sollte deutlich werden!
Hintergründe verstehen
Gut finde ich die Erklärungen auf den Karten neben den Versuchen. So wird nicht gleich alles erklärt, und man hat die Gelegenheit, sich wirklich zu fragen, welche Ursache die Phänomene haben. Man ist überhaupt nicht genötigt, alles zu verstehen. Das Verstehen kommt nämlich NUR durch die Beschäftigung mit der Sache, durch Tun, und NICHT durch Erklärungen allein.
Bei vielen meiner Schüler*innen stelle ich oft fest, dass ihnen das Phänomen allein genug ist und sie sich nicht weiter damit beschäftigen wollen, weil es sie einfach nicht interessiert. Das ist nun allerdings in der Schule nicht genug, um die Leistungsanforderungen zu erfüllen. Kann es sein, dass Reizüberflutung ein großes Problem unserer Zeit ist?
Wie das Technorama sein Potenzial entfalten könnte
Es gibt keinen Zweifel: Das Technorama ist eine Goldmine des Staunens. Die Experimente sind hervorragend durchdacht, die Räume ruhig, es gibt Rückzugsmöglichkeiten, und wer sich Zeit nehmen will, hat alle Möglichkeiten dazu. Dazu kommen die hervorragend ausgestatteten Besucherlabore für Biologie und Chemie – ein Angebot, das in dieser Form seinesgleichen sucht. Doch genau hier liegt das Dilemma: Wie oft nehmen sich die Besucher*innen diese Zeit wirklich?
1. Zeitdruck entschärfen: Die Lösung liegt nicht nur in der Jahreskarte – denn wer nicht in der Nähe wohnt, profitiert davon wenig. Flexible Mehrtagestickets oder ein "Come-Back-Rabatt" könnten Familien und Schulklassen ermutigen, sich nicht in einem einzigen Tag zu überfordern.
2. Erlebnispfade statt Vollständigkeitswahn: Statt sich von Station zu Station zu treiben, könnten thematische Rundgänge helfen – etwa eine "Physik-Vertiefungstour" oder eine "Slow-Science-Route" für jene, die sich intensiv mit wenigen Stationen beschäftigen möchten. Warum nicht ein System, das Besucher*innen anleitet, sich bewusst auf einige wenige Experimente einzulassen, statt möglichst viele abhaken zu wollen?
3. Eltern als Begleiter stärken: Kinder lernen am besten, wenn sie selbst entdecken dürfen – doch viele Erwachsene neigen dazu, ihnen unaufgefordert Erklärungen zu liefern oder Experimente für sie zu übernehmen. Das Technorama könnte hier sanfte Impulse setzen, ohne zu belehren: Eine kurze Handreichung am Eingang oder kleine Hinweise an den Stationen mit dem Motto "Lass dein Kind zuerst ausprobieren – das Staunen kommt von selbst!" könnten Eltern ermutigen, sich zurückzunehmen und ihre Kinder wirklich entdecken zu lassen.
4. Den Wert der Langsamkeit kommunizieren: Das Problem ist nicht das Technorama – es ist die innere Haltung, mit der viele Besucher*innen kommen. Wer in einem einzigen Tag 500 Experimente "mitnehmen" will, wird wenig mitnehmen. Vielleicht müsste das Technorama stärker vermitteln: Es geht nicht um Quantität, sondern um Tiefe. Vielleicht durch bewusst gesetzte Impulse in den Räumen, vielleicht durch ein sichtbares Motto: "Weniger sehen. Mehr verstehen."
5. Laborerfahrung für Schulen verbilligen: Die Besucherlabore sind ein absolutes Highlight – hier kann man selbst forschen und nicht nur beobachten. Doch der Zugang ist für Schulklassen oft teuer. Könnte es gezieltere Förderungen oder kostengünstigere Programme geben, um mehr Schüler*innen diese Erfahrung zu ermöglichen? Ein Ort, der "die Forscher*innen von morgen" inspirieren will, sollte auch denen offenstehen, die nicht aus wohlhabenden Schulen kommen.
Das Technorama gibt alles, was man braucht, um sich in Naturwissenschaft zu verlieren – im besten Sinne. Doch vielleicht braucht es noch ein wenig mehr Unterstützung, um den Besucher*innen klarzumachen, dass Wissenschaft kein Feuerwerk ist, sondern ein langsames, gründliches, oft unspektakuläres Ergründen der Welt.
Am Ende bleibt die Frage: Können wir als Gesellschaft lernen, Wissenschaft nicht als schnellen Kick, sondern als tiefgehendes Abenteuer zu begreifen?
Ich jedenfalls werde weiterhin ein- bis zweimal die Woche dort einige wenige Stationen besuchen. Toll!
Gestern war ich das erste Mal in meinem Leben im #Technorama in Winterthur, für das ich mir gleich eine Jahreskarte besorgt habe.
Wahnsinn! Das #DeutscheMuseum in München ist zwar etwas größer, aber es ist ein Museum, in dem man die meisten Ausstellungsstücke anschaut und dann weitergeht. Nur wenige Bereiche sind interaktiv.
Das Technorama besteht jedoch zu 100% aus Experimenten zum Selbst-Machen! Drei große Etagen! Und das ist auch schon der größte Nachteil: Weil es 34 Fr. Eintritt kostet und die Auswahl schier unendlich ist, fühlen sich die Besucher genötigt, wie Schneeflocken von einem Versuch zum anderen zu schweben, meist ohne etwas davon mitzunehmen oder sogar zu begreifen! Oft wartet man gar nicht ab, was wohl passiert. Das, was ich im Deutschen Museum schon festgestellt habe, trifft hier noch extremer zu: Man drückt auf Knopfe, schaut durch Okulare, dreht an Kurbeln, zieht an Seilen - und geht schnell weiter. Schließlich müssen ja alle Abteilungen an diesem Tag abgehakt werden. Besonders für Kinder ist das eine Overload-Katastrophe!
So wird aus toller erlebbarer Naturwissenschaft ein Tages-Event ausschließlich zur reinen Unterhaltung! Wie Fernsehen. Das Eintauchen in die Materie wird so sogar aktiv verhindert!
Für mich ist das ein Dilemma: Einerseits sind im Technorama all die aufwändigen und komplizierten, toll abgestimmten und sehr beeindruckenden Versuche bereits aufgebaut und funktionieren, die ich im Physikraum gar nicht aufbauen könnte, sei es weil ich die Sachen gar nicht habe, sei es, weil ich Tage für einen Versuch brauchen würde. Andererseits gibt es tatsächlich überhaupt keinen anderen Weg, Schüler_innen die Wissenschaft nahezubringen, ohne sie solche großen Versuche selbst erleben zu lassen!
Leider ist das Technorama am genau anderen Ende der Stadt als die Schule!
Ich überlege nun, wie ich diese Goldgrube in meinen Unterricht einbauen kann.
名古屋栄店です💁♀️中判パノラマカメラが入荷しました。リンホフ テクノラマ612PC IIです。レンズ2本とボディのセット販売になります📷ご興味がございましたら是非お立ち寄り下さい!オンラインの掲載はしばらくお待ちください。買取のご来店もお待ちしております!#リンホフ #TECHNORAMA #レモン社



Drei, zwei eins!
물폭탄 투하! 😂
Swiss Science Center
#Technorama
🎙️ Speaking at @TechoramaBE in May!
Don’t miss getting a ticket and the Fun Fair Edition celebrating 10th anniversary of #Technorama
🔗 https://t.co/iarOoiMcX2
See you there! 🇧🇪
As expected, last week brought us an incredible surge in ticket sales 🎉 We now have less than 100 tickets left before we reach full capacity and close registrations. Secure your spot now and join over 1800 professionals at Techorama 2024! https://t.co/FVBKfKzg7v
#techorama



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