Er war ein deutscher Offizier, der seine eigenen Kameraden beim Töten von Kindern sah. Er meldete das Verbrechen und wurde dafür erschossen. Erst 67 Jahre später wurde sein Name in Deutschland rehabilitiert.
Michael Kitzelmann wurde 1916 in Horben im Allgäu geboren. Er wuchs in einer katholischen Familie auf, wollte ursprünglich Theologe werden, entschied sich dann aber für den Militärdienst.
1937 trat er in die Wehrmacht ein. Diszipliniert, gläubig, mutig – all das machte ihn zu einem idealen Offizier für das nationalsozialistische Regime. Doch hinter dieser Fassade wuchs in ihm etwas, das später als Verrat galt: ein Gewissen.
Als Deutschland 1941 die Sowjetunion überfiel, diente Kitzelmann als Leutnant an der Ostfront. Zunächst glaubte er, er verteidige sein Vaterland.
Doch was er dort erlebte, war kein Krieg im klassischen Sinn.
Er sah, wie Zivilisten, ganze Dörfer, jüdische Familien und Kinder systematisch ermordet wurden. Er schrieb nach Hause, dass dies keine Schlacht sei, sondern ein Verbrechen. Seine Briefe zeugen von einem tief erschütterten Glauben, von einem Menschen, der nicht mehr mit dem, was er sah, leben konnte.
Kitzelmann begann, die nationalsozialistische Ideologie offen zu kritisieren. Er sprach über das Töten Unschuldiger, über die Schuld, die auf allen lastete. In einer Armee, die Gehorsam über alles stellte, war das ein Todesurteil. Einer seiner Kameraden denunzierte ihn. Das Militärgericht verurteilte ihn wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode.
Im Frühjahr 1942 wurde er in Orel inhaftiert. In seinen letzten Briefen schrieb er, dass er vergeben wolle, auch dem Mann, der ihn verraten hatte. Er betete, schrieb über seine Zweifel und sein Vertrauen in Gott, und blieb bis zuletzt gefasst. Am 11. Juni 1942, im Alter von nur 26 Jahren, wurde Michael Kitzelmann von einem Erschießungskommando hingerichtet.
Er hatte keine Waffe gegen das Regime erhoben, keine Revolution angeführt, keinen Anschlag geplant. Sein Widerstand bestand darin, die Wahrheit auszusprechen. In einem System, das jede moralische Regung erstickte, war das vielleicht die gefährlichste Tat überhaupt.
Nach dem Krieg blieb sein Name weitgehend vergessen. In den Akten der Wehrmacht stand weiterhin, er sei wegen Wehrkraftzersetzung erschossen worden, als hätte er versagt, nicht als hätte er Mut gezeigt. Seine Familie lebte Jahrzehnte lang mit dieser Schande. Erst viele Jahre später begann man, seine Geschichte neu zu betrachten.
Erst 2009, also 67 Jahre nach seiner Hinrichtung, wurde sein Urteil offiziell aufgehoben. Die Bundesrepublik Deutschland erkannte an, dass Männer wie Kitzelmann Opfer der NS-Militärjustiz waren – Menschen, die nicht aus Schwäche, sondern aus Gewissen handelten. Es war eine späte, aber wichtige Rehabilitierung.
Heute erinnern Kirchen und Schulen im Allgäu an ihn. In Dillingen trägt eine Gedenktafel seinen Namen. Sie erzählt nicht von Heldentaten im klassischen Sinn, sondern von der Kraft, Nein zu sagen, wenn alle anderen Ja schreien.
Er hätte einfach schweigen können, wie Millionen andere Soldaten. Er hätte überleben, nach Hause zurückkehren, eine Familie gründen können. Stattdessen entschied er sich, die Wahrheit zu sagen und bezahlte mit seinem Leben.
Sein Mut änderte damals nichts an den Gräueltaten. Er konnte den Krieg nicht stoppen, keine Kinder retten, kein Dorf verschonen. Und doch hat sein Handeln Bedeutung. Denn er zeigte, dass auch im dunkelsten Kapitel der Geschichte Menschen existierten, die Grenzen zogen, wo Moral endete.
Er erinnert uns daran, dass Schweigen immer eine Entscheidung ist. Wer Unrecht sieht und nichts sagt, steht nicht außerhalb davon. Er steht mittendrin. Und manchmal reicht ein einzelnes Wort, um zu zeigen, dass das Gewissen stärker sein kann als Angst.
Es gibt keine späte Gerechtigkeit für ihn persönlich. Doch es gibt ein Vermächtnis, das bleibt. Es lehrt uns, dass Menschlichkeit auch dann möglich ist, wenn sie alles kostet.
„Schade, daß sie den Hund nicht erwischt haben, dann wäre der Krieg wenigstens aus. (…) Na, vielleicht klappt’s das nächste Mal.”
So kommentierte die Fabrikarbeiterin Gerda Boenke in Berlin das mißlungene Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Von ihren Arbeitskolleginnen denunziert, wurde die Mutter von drei Kindern zum Tode verurteilt.
Die sei „die allein schuldangemessene Sühne“ für ihre Äußerung über „den Führer, den Garanten unseres Sieges“, so hieß es in der Urteilsbegründung, die u.a. von Richter Hans-Joachim Rehse unterschrieben wurde. Rehse wurde 1956 wieder Richter. Ein Urteil gegen ihn wegen Beihilfe zum Mord wurde vom BGH 1967 aufgehoben.
Über die Hinrichtung von Gerda Boenke mit dem Fallbeil in Plötzensee am 10. November 1944 vermerkt das Protokoll: „Die Vollstreckung dauerte von der Vorführung bis zur Vollzugsmeldung 8 Sekunden.“
Gerda Boenke war 31 Jahre alt. R.I.P.
#SayHerName #WirVergessenNicht #OTD
Was darf Satire?
"Der Meeresspiegel auf der Erde steigt – und zwar so schnell wie seit mindestens 4000 Jahren nicht mehr. Das zeigt eine neue Studie von Forschern der Rutgers University in den USA und der Peking University in China." 🧐🤭🤣
November 9th, 2022. My daughter woke up in the morning, said she didn't feel well and was going to lie back down. She never woke up again. We didn't know it at the time, but she had gotten the @pfizer mRNA covid injection batch fn2908 and it had destroyed her organs. Today at 5:05pm will be exactly three years sense her heart beat its last beat on this Earth. She was barely 18. #HerNameWasTrista
@eckert_official Dann gehören Sie ja auch zu diesem "Volk".
Offensichtlich gibt es niemanden/zuwenige, die wirksam etwas unternehmen.
Sehr schwach, ist aber in der Schweiz dasselbe!