Stellen Sie sich vor:
â Ihre 12-jĂ€hrige Tochter wurde gestern von vier farbigen MĂ€nnern mehrfach vergewaltigt.
â Sie gehen mit ihr zur Polizei und erstatten Anzeige.
â Die Beamten sind nicht bereit, die Anzeige entgegenzunehmen.
â In Ihrer Verzweiflung beschreiben Sie das Vorgefallene in den sozialen Medien.
â Zwei Tage spĂ€ter werden Sie deswegen von der Polizei abgeholt und ins GefĂ€ngnis gesteckt. Ein Richter verurteilt Sie zu einer unbedingten GefĂ€ngnisstrafe.
â Die TĂ€ter werden nicht behelligt.
â Im Parlament wird dieses Vorgehen mit grosser Mehrheit gutgeheissen, weil man nicht islamophob sein wolle.
Das hat sich in Grossbritannien hundertfach so zugetragen, und das Unterhaus in London hat vor wenigen Tagen so entschieden.
@Fuellgraff@KotreLena Wir sind die bĂŒrgerliche Mitte, doch das seht ihr durch eure kommunistisch verschmierten Augen nicht mehr. Ihr erkennt noch nicht einmal Links und Rechts, selbst wenn es euch ins Bein beiĂt.
FĂŒr mich seid ihr Linken nur Faschistenâlight.
@KotreLena Liebe Frau Kotre, (Apostroph gibtâs hier leider keinen) ich wĂŒrde die Abteilung 5 auch gerne leiten.
Die AfD wird viele neue Mitarbeiter benötigen.
@nikitheblogger Die ganzen Kackpratzen werden Lummerland nie verlassen.
Sie wissen - wo anders flieĂt fĂŒr ihr Gesabbel nicht Milch und Honig, dazu sind sie völlig unbekannt. Wer?! Welcher Dieter?!
Merz hat nicht den Verstand verloren. Und es war auch keine Entgleisung. Er hat diese ungeheuerliche LĂŒge, die offensichtlich schriftlich vorformuliert war, gezielt eingesetzt. Er weiĂ ganz genau, dass die AfD nicht in der Tradition der NSDAP steht und niemals den Holocaust betreiben wird.
Trotzdem sagt er es.
Warum? Weil er mit der AutoritĂ€t seines Amtes als Bundeskanzler den BĂŒrgern einprĂ€gen will: Die AfD ist eine mörderische Gefahr fĂŒr Deutschland und den Weltfrieden. Merz weiĂ, dass es Menschen gibt, die seine Worte so verstehen werden, dass eine RegierungsĂŒbernahme der AfD notfalls auch mit Gewalt verhindert werden muss.
Das ist ein mittelbarer Aufruf des Bundeskanzlers zur Gewalt gegen die AfD. Der klassische Fall von Volksverhetzung. Herr Merz, Sie tragen ab sofort die politische und strafrechtliche Verantwortung fĂŒr Gewalttaten gegen Mitglieder und UnterstĂŒtzer der AfD!
Die Deindustrialisierung nimmt Fahrt auf: Der Industrie brechen die AuftrĂ€ge immer stĂ€rker weg. Die Reformverweigerung von Schwarz-Rot fĂŒhrt Deutschland an den wirtschaftlichen Abgrund!
https://t.co/ENu03AhC2V
Wahnsinn: Die EU hat eben entschieden, ZUSĂTZLICHE 2,8 Milliarden Euro an die Ukraine zu ĂŒberweisen!
Nie vergessen: Auch das ist unser Geld durch horrende EU-BeitrÀge Deutschlands!
Stört das echt keinen?
Bin ich der einzige, der KEINEN CENT mehr an die Ukraine verschenken will?
@WolfMalca Schon einige Zeit nicht mehr so einen Mist gelesen, wie das hier.
Ihr habt das Land gestohlen auf dem ihr steht.
Ihr habt den Iran gegen jedes Völkerrecht angegriffen.
## Wenn Professoren die Blockade proben: Der akademische Arm der Antifa ##
An der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin haben sie sich vergangene Woche selbst demaskiert. Nicht versehentlich, nicht im Affekt, sondern mit geradezu stolzer SelbstverstĂ€ndlichkeit. Eine Studentin von âStudis gegen Rechts" stellte sich ans Mikrofon, hielt einen minutenlangen Monolog darĂŒber, wie man am 4. Juli den AfD-Bundesparteitag in Erfurt physisch verhindern will â und fragte dann in den Saal: âSeid ihr bereit, mit nach Erfurt zu fahren und euch zu widersetzen? Dann hebt jetzt gerne einmal die Hand." Die HĂ€nde gingen hoch. Der Applaus brandete auf. Und die Professoren auf dem Podium â Sozialphilosophin, Migrationsforscherin, Verfassungsjurist â nickten.
Das ist kein akademischer Diskurs mehr. Das ist eine Mobilisierungsveranstaltung mit Lehrauftrag.
Nennen wir das Kind beim Namen: Was an der Ă€ltesten UniversitĂ€t Berlins stattgefunden hat, war die institutionelle Aufwertung von Blockadeaktionen gegen eine demokratisch gewĂ€hlte, zugelassene, mit fast sieben Millionen WĂ€hlerstimmen ausgestattete Partei. Das Ganze verpackt in das intellektuell klingende Gewand einer âAktionswoche", mit dem schönen Titel âWissenschaft gegen Faschismus". Ăber 70 Hochschulen, mehr als 240 Veranstaltungen, 500 unterzeichnende Wissenschaftler. Das ist kein RandphĂ€nomen. Das ist der Mainstream des deutschen UniversitĂ€tsbetriebs, der sich in einen politischen Kampfverband verwandelt.
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Man muss sich kurz die Konstruktion dieses Abends vor Augen fĂŒhren, um das ganze AusmaĂ an intellektueller Unredlichkeit zu erfassen. Das Podium hieĂ âVerantwortung der Wissenschaft in Zeiten faschistischer Gefahr". Faschistische Gefahr. In Deutschland. Im Jahr 2026. Eine Partei, die bei der letzten Bundestagswahl zur stĂ€rksten Kraft aufgestiegen ist, wird einfach kurzerhand als faschistisch etikettiert â und schon ist die Grundlage gelegt, um alles Folgende als Notwehr zu verbuchen. Das ist kein Zufall, das ist Methode.
Rahel Jaeggi, Professorin fĂŒr Praktische Philosophie an ebenjener Humboldt-UniversitĂ€t und Vertreterin der Kritischen Theorie Frankfurter Schule, befeuert das noch: Man habe sich zu lange um den Begriff Faschismus gedrĂŒckt, sagt sie. Jetzt sei es Zeit fĂŒr Klarheit. Naika Foroutan, Migrationsforscherin, vergleicht amerikanische Einwanderungsbehörden mit Mussolinis Schwarzhemden. Maximilian Steinbeis, GrĂŒnder des Verfassungsblogs â ausgerechnet ein Jurist â, sitzt daneben und lĂ€sst das alles nicht nur widerspruchslos ĂŒber sich ergehen, sondern signalisiert Bereitschaft zur Teilnahme an den Protesten.
Man fragt sich wirklich: Was wird an diesen Instituten eigentlich noch gelehrt? Die FĂ€higkeit zum Argument? Zur Differenzierung? Zur Falsifizierung? Oder nur noch die Kunst, den richtigen Feind zur richtigen Zeit laut genug zu benennen?
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Und dann ist da noch der historische Vergleich, den die Studentin bemĂŒht. Es sei âziemlich krass", dass der Parteitag genau â100 Jahre nach dem ersten groĂen Reichsparteitag der NSDAP" stattfinde â das sei âkein Zufall", das sei âeine Botschaft der Faschisten". Man kann das kaum kommentieren, ohne in GelĂ€chter auszubrechen. Oder in Wut. Ich wĂ€hle die Wut.
Die AfD hĂ€lt ihren Bundesparteitag am 4. Juli in Erfurt ab â weil dort eine geeignete Halle ist. Punkt. Dass irgendjemand daraus eine symbolische KontinuitĂ€t zum Nationalsozialismus konstruiert, sagt alles darĂŒber aus, mit wie viel intellektuellem Gewissen in diesen Kreisen operiert wird. Und die Professoren im Saal â beamtete Staatsangestellte, bezahlt vom Steuerzahler, verpflichtet zu politischer MĂ€Ăigung â sitzen dabei und heben die Hand. Das ist nicht nur politisch beschĂ€mend. Das könnte dienstrechtliche Konsequenzen haben. Könnte. In einem Land, in dem solche MaĂstĂ€be noch gelten wĂŒrden.
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Schauen wir auf das BĂŒndnis, zu dessen Blockaden da mobilisiert wird. âWidersetzen" hat offen erklĂ€rt, dass man den Parteitag der AfD âgĂ€nzlich verhindern" will. Nicht begleiten. Nicht protestieren. Verhindern. Durch Massenblockaden der Zufahrtswege, durch die sogenannte FĂŒnf-Finger-Taktik, durch schiere Menschenmasse, die die Polizei rechnerisch nicht mehr rĂ€umen kann. Das BĂŒndnis hat seine Vorbereitungskonferenz bereits im April abgehalten â konspirative Planungen inklusive â und will auĂerdem 60.000 Erfurter Haushalte mit HaustĂŒrkampagnen bearbeiten. Heidi Reichinnek von der Linken wirbt offen fĂŒr das BĂŒndnis und sammelt Spendengelder.
Eine Strafanzeige gegen den BĂŒndnissprecher Noa Sander? Wurde von der Staatsanwaltschaft Erfurt beiseitegelegt. Kein Anfangsverdacht. Man fragt sich, ab wann in diesem Land das öffentliche AnkĂŒndigen, eine Veranstaltung einer Partei mit Menschenmassen zu blockieren, als das gilt, was es ist: nĂ€mlich als Aufruf zur Nötigung und zur Behinderung demokratischer Prozesse. Offenbar nie. Jedenfalls nicht, wenn es die Richtigen trifft.
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Das Entscheidende an diesem Abend in der HU Berlin ist nicht der aufgedrehte Ton der Studentin. Das ist das Erwartbare. Das Entscheidende ist der institutionelle Rahmen, in dem das alles stattgefunden hat. Eine Bundeswoche ĂŒber mehr als 70 Hochschulen. Ein prominentes Podium. UnterstĂŒtzung von der Freien UniversitĂ€t Berlin, der Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt, der UniversitĂ€t Göttingen, dem Zentrum fĂŒr Antisemitismusforschung der TU Berlin. Der AStA der HU Berlin als organisatorischer TrĂ€ger. Das ist nicht eine handvoll Aktivisten, die in einem Hinterzimmer PlĂ€ne schmieden. Das ist die Institutionalisierung politischen Extremismus im Gewand der Wissenschaft.
Und das ist das eigentliche Skandalon â nicht die Studentin, die naiv und aufgeregt ihre Hand hebt. Sondern die Professoren, die es ihr vormachen, und die UniversitĂ€tsleitungen, die dafĂŒr RĂ€ume, Ressourcen und akademisches Prestige bereitstellen. Mit Steuergeldern. Von Menschen, die zum Teil AfD wĂ€hlen. Von Menschen, deren demokratisch geĂ€uĂerter Wille hier als âfaschistisch" abgetan und physisch verhindert werden soll.
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Was hier passiert, ist in seiner Logik eisern konsequent: Wer eine Partei zum Faschismus erklĂ€rt, muss sie nicht mehr politisch bekĂ€mpfen. Er darf sie blockieren, ausgrenzen, zum Schweigen bringen â und nennt das dann âdemokratischen Widerstand". Es ist die Ă€lteste und gefĂ€hrlichste Denkfigur im Arsenal der politischen Intoleranz: die Ausnahme, die angeblich keine Demokratie mehr verdient. Und wer darĂŒber befindet, welche Partei in diese Kategorie fĂ€llt? Ein Podium an der Humboldt-UniversitĂ€t. Eine Studentin mit erhobenem Zeigefinger. FĂŒnfhundert Wissenschaftler, die den Aufruf unterschreiben.
Die AfD ist die stĂ€rkste Partei in Deutschland. Millionen Menschen haben sie gewĂ€hlt. Einen Parteitag dieser Partei zu blockieren ist kein antifaschistischer Akt. Es ist ein Angriff auf die demokratische Grundordnung. Und wer das von HörsĂ€len und Podien aus organisiert, hat seinen Anspruch auf den Titel âWissenschaftler" verwirkt â und möglicherweise mehr.
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Man wird sehen, was am 4. Juli in Erfurt passiert. Man wird sehen, wie viele HĂ€nde dann wirklich auftauchen. Und man wird sehr genau hinsehen mĂŒssen, was Polizei, Staatsanwaltschaft und Politik daraus machen. Denn wenn Blockaden gegen den Parteitag der stĂ€rksten deutschen Partei folgenlos bleiben, wĂ€hrend Gegendemos auf der anderen Seite des politischen Spektrums mit dem Verfassungsschutz endet â dann ist die Frage nach dem Rechtsstaat keine rhetorische mehr.
Stellt euch ruhig vor, was es bedeuten wĂŒrde, wenn Konservative die Parteitage der Linken, der GrĂŒnen oder der SPD mit Massenblockaden verhindern wĂŒrden. Die Empörung wĂ€re apokalyptisch. Die Ermittlungen wĂ€ren sofort eingeleitet. Und das Podium an der HU Berlin wĂŒrde darĂŒber senden â als Beweis fĂŒr genau das, was sie fĂ€lschlicherweise bei anderen sehen.
Der Spiegel, den sie anderen vorhalten, zeigt das eigene Gesicht.
https://t.co/ExETVc9nxT
# Das System zeigt sein wahres Gesicht
Der Satz steht da wie ein GestĂ€ndnis. Schwarz auf weiĂ, im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst, aus dem Mund von Sven Rebehn, BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen Richterbundes: Das ministerielle Weisungsrecht gegenĂŒber den Staatsanwaltschaften sei bisher âkein gröĂeres Problem" gewesen, weil die Politik âverantwortungsvoll" damit umgegangen sei.
Bitte kurz innehalten. Genau lesen. Noch einmal.
Dieser Mann â der oberste FunktionĂ€r der deutschen Richterschaft â rĂ€umt öffentlich ein, dass deutsche Staatsanwaltschaften seit Jahrzehnten politisch weisungsgebunden arbeiten. Dass Justizminister rechtlich die Möglichkeit haben, in konkrete Strafverfahren hineinzuregieren. Dass einzelne Ermittler angewiesen werden könnten, âin die eine oder andere Richtung zu ermitteln." Und dass das alles â wohlgemerkt â kein Problem war.
Solange die richtigen Leute das Sagen hatten.
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## Sieben Jahre Schweigen, ein Wahlzettel als Weckruf
Das ist keine Spekulation. Das ist Rechtslage. Der EuropĂ€ische Gerichtshof hat das Weisungsrecht der deutschen Justizministerien gegenĂŒber Staatsanwaltschaften bereits im Mai 2019 als europarechtswidrig eingestuft â jedenfalls dort, wo es um EuropĂ€ische Haftbefehle geht. Die deutschen Staatsanwaltschaften dĂŒrfen seitdem keine solchen Haftbefehle mehr ausstellen, weil ihnen die dafĂŒr notwendige UnabhĂ€ngigkeit von der Exekutive fehlt. Rund 5.000 bereits ausgestellte Haftbefehle mussten damals ersetzt werden.
Sieben Jahre ist das her. Sieben Jahre, in denen diese StrukturschwĂ€che des deutschen Rechtsstaats bekannt war. Sieben Jahre, in denen sowohl SPD- als auch CDU-gefĂŒhrte Justizministerien auf Bundes- und Landesebene die Möglichkeit gehabt hĂ€tten, das Weisungsrecht zu reformieren oder abzuschaffen. Es wĂ€re richtig gewesen. Es wĂ€re geboten gewesen. Es wĂ€re ein Gebot der Gewaltenteilung gewesen.
Es ist nicht passiert.
Und jetzt, plötzlich, im Juni 2026, fĂ€llt dem Deutschen Richterbund ein, dass das alles ein Problem ist. Nicht wegen des EuGH-Urteils. Nicht wegen des verfassungsrechtlichen Prinzips der Gewaltenteilung. Nicht wegen der Rechtsstaatlichkeit an sich. Sondern â man muss Rebehn hier beim Wort nehmen, denn er sagt es explizit â wegen der Erfolge der AfD.
Das ist keine Reform. Das ist Panik.
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## Verantwortungsvoller Umgang â mit politisch gelenkter Justiz
Die eigentliche Bombe in Rebehns Aussage ist die BeilĂ€ufigkeit, mit der er das bisherige System verteidigt. Die Politik sei âverantwortungsvoll" mit dem Weisungsrecht umgegangen. Das klingt zunĂ€chst harmlos. Aber was bedeutet das konkret?
Es bedeutet: Die Staatsanwaltschaften haben getan, was die Justizminister wollten. Und das war offenbar akzeptabel, weil es die richtigen Justizminister waren. Wer die Instrumente der politischen Kontrolle ĂŒber die Anklagebehörden fĂŒr Jahrzehnte in der Hand hĂ€lt und sie als unproblematisch bezeichnet, der kann sich nicht gleichzeitig zum HĂŒter der JustizunabhĂ€ngigkeit aufwerfen. Das ist ein logischer Widerspruch, der so offensichtlich ist, dass man sich fragt, ob Rebehn selbst nicht bemerkt, was er da eingesteht.
Die Gewaltenteilung ist kein Instrument, das man dann anruft, wenn man selbst in der Minderheit ist. Sie ist entweder ein Prinzip â oder sie ist eine Waffe.
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## Die ârichtige Haltung" â Willkommen in der politisierten Justiz
Noch frappierender ist, was Rebehn am Ende fordert. Gesetze allein reichten nicht, sagt er. Die BeschĂ€ftigten in der Justiz mĂŒssten auch bereit sein, die richtige âHaltung" zu zeigen, um dem âRĂŒckbau des Rechtsstaats entgegenzutreten".
âHaltung" in der Justiz. Denkt man einen Moment darĂŒber nach, was das bedeutet, steht einem die Luft weg. Ein Staatsanwalt ist kein politischer Akteur. Er hat keine Haltung zu zeigen, die ĂŒber die strikte Gesetzesbindung hinausgeht. Er ermittelt, klagt an oder lĂ€sst es, nach Recht und Aktenlage. Wer von JustizbeschĂ€ftigten eine politische âHaltung" einfordert â und sei es gegen eine Partei, die er fĂŒr gefĂ€hrlich hĂ€lt â, der schreibt gerade die Blaupause fĂŒr genau das, was er vorgibt verhindern zu wollen: eine politisierte Justiz.
Nur diesmal mit dem richtigen Vorzeichen. Seiner.
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## Das Polen-Argument â eine Chuzpe erster GĂŒte
Als Vorbild fĂŒr widerstandsfĂ€hige Richterschaft bemĂŒht Rebehn ausgerechnet Polen. Polnische Richter hĂ€tten den Mut gehabt, dem âRĂŒckbau des Rechtsstaats entgegenzutreten."
Das ist eine bemerkenswerte Geschichtsklitterung. Was in Polen unter der PiS-Regierung tatsĂ€chlich passiert ist, war ein handfester Machtkampf darum, wer die Justiz kontrolliert â und nach dem Regierungswechsel zu Tusk hat die neue Koalition ihrerseits staatliche Medien und Institutionen mit einer AggressivitĂ€t umgebaut, die selbst EU-kritische Beobachter alarmiert hat. Das polnische Beispiel als leuchtendes Vorbild fĂŒr JustizunabhĂ€ngigkeit anzufĂŒhren, ist entweder naiv oder verlogen. Beides disqualifiziert es als seriöses Argument.
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## Spielregeln Àndern, wenn man zu verlieren droht
Was der Richterbund hier betreibt, fĂŒgt sich in ein Muster, das in den letzten Jahren immer deutlicher wird: Institutionen, die jahrzehntelang komfortabel im Windschatten der etablierten Parteien operiert haben, beginnen ihre Spielregeln zu Ă€ndern, sobald der demokratische Wind dreht.
Das Bundesverfassungsgericht wurde mit Zweidrittelmehrheit im Grundgesetz verankert â kurz bevor die nötige Mehrheit zu bröckeln drohte. Die RundfunkgebĂŒhr wurde reformiert, damit kein unliebsames Bundesland mehr mitentscheiden kann. Und jetzt soll das Weisungsrecht abgeschafft werden â nicht weil es falsch ist, sondern weil die Partei, vor der man sich fĂŒrchtet, es eines Tages nutzen könnte.
Das ist keine Demokratie, die ihre Institutionen stĂ€rkt. Das ist eine politische Klasse, die ihre PfrĂŒnde einmauert.
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## Was wirklich zu tun wÀre
Dabei wĂ€re die Abschaffung des ministeriellen Einzelfall-Weisungsrechts gegenĂŒber Staatsanwaltschaften tatsĂ€chlich richtig. Der EuGH hat es 2019 gesagt. Rechtswissenschaftler fordern es seit Jahren. Es ist eine echte Schwachstelle der deutschen Gewaltenteilung, die in einem Rechtsstaat nichts zu suchen hat.
Aber wenn diese Reform jetzt kommt â ausgerechnet jetzt, mit dieser BegrĂŒndung, von diesen Leuten â, dann ist sie das Gegenteil von dem, was sie zu sein vorgibt. Sie ist kein Akt der Prinzipientreue. Sie ist ein Akt der Selbstimmunisierung einer politischen Klasse gegen das Votum des SouverĂ€ns.
Und das, Herr Rebehn, ist der eigentliche Angriff auf den Rechtsstaat: Wenn man ihn nicht reformiert, weil es richtig ist â sondern weil man Angst vor den WĂ€hlern hat.
https://t.co/wuKrdYf6M1