Leben ist wie plötzlich barfuß im Matsch stehen.
Entweder du hast den Spaß deines Lebens oder du fragst dich die ganze Zeit wieso du keine Gummistiefel angezogen hast.
Ich habs endlich geschafft mich wieder bei meiner alten Therapeutin zu melden. Ich hab mir wirklich schwer getan diesen Schritt wieder zu machen, aber eine gute Freundin hat mir gestern die Augen geöffnet. Es ist dringend nötig wieder anzufangen zu reden.
Manchmal hasse ich es wie das Leben so spielt, aber bringt ja alles nix, da muss ich durch. Wird auch wieder besser werden.
Hoffe nur dass meine Motivation dadurch nicht verloren geht
Ich war so motiviert Sport zu machen und wurde so langsam auch wieder richtig fit, doch jetzt häng ich hier seit zwei Wochen mit ner fetten Erkältung rum, die sich zu ner Nasennebenhölenentzündung entwickelt hat und darf nichts machen. Könnte auch gar nicht, bin so kaputt
Immer wenn ich eine Wunde habe bin ich total fasziniert davon, ich liebe den Schmerz und das Blut und kann kaum aufhören mir das anzusehen...meine Zeit der Selbstverletzung ist eigentlich vorbei, aber wenn sowas ist frage ich mich immer ob es wirklich vorbei ist...
Und jetzt kann ich wirklich sagen, dass meine Familie und meine Freunde recht hatten. Sport ist ein super Ausgleich zu meiner Arbeit und ich fühl mich viel ausgeglichener, viel energiegeladener und vor allem viel glücklicher.
Und schon nach der einen Woche hab ich gemerkt wie sich der dunkle Nebel aus meinen Gedanken gelichtet hat und mein Körpergefühl, trotz schlimmen Muskelkaters, viel besser geworden ist. Also hab ich noch eine Woche dran gehängt und noch eine...
Aber dann hab ichs einfach mal ausprobiert. Es war verdammt schwer die Motivation dafür zu finden nach nem anstrengend Frühdienst noch ne halbe Stunde Sport dran zu hängen. Doch ich wollte es erstmal eine Woche durchziehn, bin vor nem Spätdienst sogar extra früher aufgestanden...
Familie und Freunde haben mir alle gesagt, dass ich einen Ausgleich zur Arbeit brauche und das Sport das Beste dafür wäre, aber ich dachte immer 'Wie soll das gehen? Ich arbeite doch täglich körperlich und dann soll ich auch noch in der Freizeit meinen Körper belasten? '
Ende letzten Jahres ging es mir körperlich und psychisch wirklich sehr schlecht. Ich musste viel Arbeiten, konnte nach der Arbeit nicht richtig entspannen und an freien Tagen war ich zu kaputt um irgendwas zu machen...
Nach 4 Wochen Krankenschein ist heute wieder mein erster Arbeitstag. Jetzt sitz ich im Auto aufm Parkplatz vorm Geschäft und muss mich zusammenreißen nicht zu heulen
Ich hab ein zu Hause, genug zu essen und zu trinken, hab eine Familie, die mich immer unterstützt, hab Freunde, die für mich da sind, hab einen festen Job und einen Chef, der mir alles ermöglichen würde...wieso bin ich trotzdem so unzufrieden? Wieso bin ich so undankbar?