@blauer_gamer Wenn das Stampfen von tausend Mastochsen die Erde plötzlich bräch' zum Beben, zu gleicher Zeit – das wäre gleich der Wucht des Fleischgeborenen; Jetzt bin ich Ork geworden, der Kracher der Gewichte.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Außerdem ist der Knackpunkt doch: Du meinst, formlose Zivilisationen können nicht expandieren, Gallien aber beweist das Gegenteil. Ob nun rein physisch unter Caesar oder kulturell unter seinen Nachfolgern.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Von der römischen Elite war sie nicht gewünscht. Außerdem pickst du dir Italien heraus, was ein völlig anderer Fall ist. Es musste als Soldatenreservoir dienen und wurde folglich anders beherrscht als die Provinzen, worübne wir ja eigentlich redeten.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Die Romanisierung in der Republik beschränkte sich auf Küstenregionen und schritt vor allem in der späten Phase voran. Wie bereits gesagt, war sie vor der Kaiserzeit auch gar nicht erwünscht. Eroberung und Eingliederung Galliens wiederum sind reine Produkte des Cäsarismus.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Eben ging es dir noch kulturelle Expansion, worauf ich entgegnete, dass die erst in der Kaiserzeit realisiert wurde. Und Cäsars Unterwerfung Galliens als rep. Eroberung zu betrachten, heißt völlig die Zeichen zu verkennen. Mit Cäsar bricht final die formlose Gewalt heran.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Strohmann; davon war nicht die Rede. Die Sätze sind getrennt, falls dir das entgangen ist. Ist auch ziemlich schwach, auf einmal so zu kommen, weil deine Argumente ins Leere laufen.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Britannien war fast 400 Jahre lang unter Kontrolle. Zudem war flächendeckende Romanisierung vor allem ein Werk der Kaiserzeit. Liegt auch im Wesen der Sache als Stadtstaat; die Eroberungen waren bis Augustus Kolonien zum Ausbeuten, ein Kulturexport war gar nicht erwünscht.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Das ist aber doch gar nicht der Punkt. Es ging um Expansion oder Konsolidierung und das ist Expansion in Reinstform. Zumal der tatsächliche Provinzialisierungsakt in der Republik meist sogar noch mehr Eingliedern von Vasallen war.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Die Unterwerfung Britanniens und insbesondere Trajans Partherkrieg sind mitnichten Konsolidierung, der strebte gar Alexander, dem, größten Eroberer antiker Kultur, noch einmal nach.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Nein, Konsolidierung lief unter Hadrian. Das ist reine Expansion. Sogar verschieden vom Punischen Krieg, wo Expansion nie der Zweck war. Im Gegenteil, man wollte den Rivalen vernichten, aber nicht erobern. Die Provinzialisierung lief in der Republik höchst widerwillig ab.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Nein, wie kommst du darauf, wir hätten das etabliert? Die röm. Cäsaren widersprechen dem doch auch total, allein unter Augustus expandierte das Reich wie zu keinem anderen Zeitpunkt. In den anderen Vergleichskulturen sieht es nicht anders aus.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Warum? Er redet ja gerade nicht von einem Zurück zu alter Form, sondern von Machtprojektion und die ist logischerweise mit dem Cäsarismus möglich, wenn nicht gar obligatorisch.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Richtig. Aber auch für uns wird es eben analog kein Zurück zur Form mehr geben. Schon gar nicht für Deuzschland, der Preuß. Sozialismus als Gestaltungskraft ist spätestens im 2. Weltkrieg mituntergegangen.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Ja, richtig. Aber es gibt aus der Formlosigkleit auch keinen Ausweg, keine Restitution mehr. Nur der Cäsarismus als gänzlich formlose Gewalt.
@Oldenburgsachse@blauer_gamer Es hat nicht mehr gepasst, weil die Form aufgebraucht wurde. Spengler sagt genau dies: "In der gracchischen Revolution, (...): das sind der erste Prinzeps und der erste Tribun als die politischen Mittelpunkte einer formlos gewordenen Welt."