@JuergenZimmerer Natürlich darf man diese Meinung vertreten; die Frage ist nur, ob das eine wissenschaftlich begründete Meinung ist. Und ob dies ein Beitrag zur Literaturwissenschaft, neueren Geschichte oder zur Pädagogik sein soll.
@JuergenZimmerer Eine Anmerkung: Wissenschaft meint die diskursive und vor allem interdisziplinäre Auseinandersetzung mit einem Phänomen und nicht die permanente Wiederholung einer Perspektive. Letzteres wäre genau das Gegenteil und der Nukleus der Ideologie.
@JuergenZimmerer Die saisonale Wiederholung dieser unhistorischen These macht sie auch nicht interessanter. Mal abgesehen davon das Ästhetik und Ethik nicht dasselbe sind.
@JuergenZimmerer@LIZ_de Der „koloniale Superheld“ wir vor allem in den symbolistischen Texten wie „Ardistan und Dschinnistan“ radikal dekonstruiert. Vgl. auch „Et in terra pax“
@JuergenZimmerer@LIZ_de Das ist so nicht richtig-wenn man die gesamte Werkgeschichte betrachtet, kann sehr wohl von einer differenzierten, kritischen und sich wandelnden Auseinandersetzung sprechen.
@JuergenZimmerer@LIZ_de Karl Mays Texte sind durch den Kolonialismus gepr��gt (was unstrittig ist), setzten sich damit aber differenziert auseinander. Sie enthalten dezidiert antikoloniale Positionen.
@ul_rikeW@JuergenZimmerer Wenn man den Satz historisch einordnet, irritiert er die damaligen Normalitätsvorstellungen. Der Text reflektiert die koloniale Situation und kommt zu neuen Ergebnissen. Er ist auch heute als progressiv einzustufen und insofern bildungsrelevant. Winnetou ist kein Preuße!
@JuergenZimmerer@ul_rikeW@ndaktuell Und noch ein Punkt: Gesellschaft ist komplex und lässt sich nicht in ein Rechts/Links Schema einteilen. Das zeigt der documenta 15 Diskurs deutlich.
@JuergenZimmerer@ul_rikeW@ndaktuell Der Beitrag erläutert Ihre Position nachvollziehbar. Dennoch: die Reflexion ist unterkomplex und ignoriert das Gesamtwerk in seiner Entwicklung. Außerdem: was wäre denn geeignete Kinder- und Jugendliteratur?
@JuergenZimmerer@zeitonline Ich fürchte, Sie verkennen er die Arbeitsweise, Wirkung und Funktion von Literatur. Des Weiteren beziehen Sie sich auf die bearbeiten Ausgaben der 1960er Jahre. Sonst hätten Sie erkennen können, dass Karl May die koloniale Situation vermutlich ähnlich eingeschätzt hätte wie Sie.