@HannaHansen Wir Muslime müssen damit aufhören Individualisten zu sein. Die Angelegenheiten der Ummah müssen auch unsere werden. Wer soll sich denn darum kümmern, wenn wir es nicht tun.
@HannaHansen Das die Menschen darauf reinfallen ein Kopftuch verbot als Freiheit zu bezeichnen zeigt doch auf wie voreingenommen diese gegenüber dem Islam sind. Es geht ihnen nicht um die Freiheit sondern darum den Islam so weit wie möglich einzugrenzen.
Merz, ist das ein Scherz?
Wenn nicht, braucht es schon eine bemerkenswerte Portion Geschichtsvergessenheit, um die Trümmer amerikanischer Kriege und Interventionen unter den wohlklingenden Etiketten „Freiheit, Demokratie und Respekt“ verschwinden zu lassen.
Freiheit: Wie in Vietnam, Irak, Afghanistan oder Libyen?
Demokratie: Wie bei jahrzehntelangen Interventionen, Regimewechseln und Stellvertreterkriegen, deren Folgen Millionen Menschen mit Tod, Flucht und zerstörten Lebensgrundlagen bezahlt haben?
Respekt: Wie damals, als Madeleine Albright auf die Frage nach Hunderttausenden toten irakischen Kindern antwortete, der Preis sei es „wert“ gewesen?
Oder meinen Sie die heutigen „Werte“: Grönland öffentlich zum Objekt amerikanischer Übernahmefantasien machen und gleichzeitig Israel politisch und militärisch unterstützen, während aus höchsten Regierungskreisen Vertreibungsforderungen kommen, von „Amalek“ gesprochen wird und Großisraelvorstellungen öffentlich propagiert werden?
Freiheit. Demokratie. Respekt.
Große Worte angesichts einer ziemlich langen Blut- und Trümmerspur.
Oder ist genau das der viel beschworene „Wertewesten“: Freiheit für uns, Bomben für die anderen und danach noch eine Rede über Respekt?
@DanielHlstein Ein Werk kann gerettet werden – aber wer spricht mit derselben Dringlichkeit über die Palästinenser , die ihr Leben, ihre Familien und ihre Zukunft verloren haben?
„Gerettet“, was für ein wohltuendes Wort. Da kann der deutsche SPIEGEL-Leser direkt beruhigt aufatmen: Nicht etwa Menschenleben, nicht Moral, nicht Völkerrecht, nein, gerettet ist die weitere Verflechtung Deutschlands mit Israels Rüstungsindustrie.
Während Gaza verwüstet wird, ein nach Einschätzung zahlreicher Völkerrechtsexperten offenkundiger Vernichtungsgenozid vor den Augen der Welt vollzogen wird und Deutschland wegen seiner Unterstützung Israels und insbesondere seiner Waffenlieferungen selbst vor dem Internationalen Gerichtshof steht, liefert der SPIEGEL die passende Wohlfühlüberschrift: „Werk gerettet.“
Wie tröstlich. Was den Menschen in Gaza angetan wurde und wird, dürfte als eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte in Erinnerung bleiben. Aber keine Sorge: Die politische Rückendeckung, die wirtschaftliche Verflechtung und die materielle Unterstützung sind weiterhin gewährleistet.
Manche würden das Mitverantwortung nennen. Beim SPIEGEL heißt es offenbar lieber ganz harmlos: „gerettet“.
#vw #wertepartner
@ahmtamim9 Wenn politische Antworten fehlen, wird schnell ein Feindbild zur Antwort. Interessant ist deshalb weniger, warum der „politische Islam“ verboten werden soll, sondern welche konkreten Probleme dieses Verbot eigentlich lösen soll. Was genau wird dadurch besser?
@ahmtamim9 Aus Österreich kam weit mehr als nur Hass gegen Minderheiten.
Es gab dort tatsächlich eine Person, die diesen Hass personifizierte.
Wenn man keine Antworten auf die prekäre Lage des Landes in Bezug auf Demografie und Wirtschaft hat, sollte man am besten schweigen👍🏻
Islam-Bashing ist mittlerweile der deutlichste Marker für Politikversagen und die Unfähigkeit, die großen Herausforderungen der Zeit zu stemmen.
#FPÖ#Islam
@Milauten@DanielHlstein@AhmadMansour__ Genau da liegt das Problem: Du entscheidest pauschal für muslimische Frauen, was ihr Kopftuch bedeutet. Für Musliminnen ist es eine religiöse Entscheidung.
@AlexFrankfurt6@HannaHansen „Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass Einschränkungen erst dann relevant sind, wenn sie alle Erwachsenen betreffen. Auch Eingriffe bei Minderjährigen oder bestimmten Gruppen sind Einschränkungen.“
@AlexFrankfurt6@HannaHansen Wir leben in einem Land, das sich auf die Religionsfreiheit beruft. Fraglich ist jedoch, warum diese Freiheit offenbar gerade dann ihre Grenzen findet, wenn es um den Islam geht. Du bist mit deiner Aussage ein Paradebeispiel für genau diesen Widerspruch.
@HannaHansen Diese Übersicht verdeutlicht, dass der angebliche „Schutz“ der Mädchen offenbar keine zentrale Rolle spielt. Vielmehr der Hass gegenüber dem Islam und der Versuch, uns unsere islamische Identität zu nehmen.
Das ist ein schlechter Witz. An dieser Darstellung wird einmal mehr deutlich, worum es beim sogenannten #Kopftuchverbot tatsächlich geht: nicht um Neutralität, sondern um die gezielte Ausgrenzung des Islams.
#Österreich#Religionsfreiheit#Islam#Doppelmoral
Dieser weiße deutsche Hoheitsanspruch und das ständige Herabsetzen von Muslimen kommt nicht von ungefähr.
@UlrichSiegmund sprach davon, Geschichte schreiben zu wollen und @Alice_Weidel wäre als Kanzlerin die Vollstreckerin dafür.
Wofür genau? Um die angebliche „islamistische Unterwanderung“ Europas unter allen Umständen zu stoppen.
Im Parteiprogramm der selbsternannten Patrioten heißt es schließlich Sinngemäß, dass islamische Werte nicht mit den Werten des europäischen Abendlandes vereinbar seien.
Stimmt.
Die islamischen Werte sind universelle Werte.
Die westlichen Werte hingegen bedienen vor allem Egoisten, Kapitalisten, Individualisten und alle Unterkategorien davon.
Werte, die zum Zerfall der Gesellschaft beigetragen haben.
@Alice_Weidel wird „Geschichte schreiben“, indem sie die einzige echte Lösung für Europas Stagnisierende Geburtenrate aus dem Land verbannt.
Man muss die Zukunft Europas wohl genauso sehr verabscheuen wie uns Muslime
#Islam #Afd #AliceWeidel #Blau #SachsenAnhalt
Murat Kayman kritisiert eine innerreligiöse sowie sozialpsychologische Praxis und behandelt sein Ergebnis, als ließe sich daraus direkt eine staatliche Verbotsbefugnis ableiten.
Zwischen seinem eigentümlichen Befund - das Kinderkopftuch sei theologisch verfehlt, nehme eine Sexualisierung vorweg und entstehe durch familiären sowie gemeindlichen Druck - und dem Schluss, der Staat dürfe es im Klassenzimmer verbieten, fehlt jedoch die rechtliche Brücke.
Zuerst macht er Theologie zur Staatslehre. Dass das Bedeckungsgebot erst mit der Geschlechtsreife greife, ist eine Lesart. Art. 4 GG schützt nicht die „richtige“ Sure, sondern eine plausible Glaubenspraxis. Familien, die das Tuch als frühe Sittsamkeit verstehen, bleiben im Schutzbereich. Der Staat darf Kaymans Exegese teilen. Er darf sie nicht amtlich feststellen und darauf ein Verbot stützen. Danach umgeht er sein eigenes Zugeständnis. Er sagt selbst, das Tuch erreiche keine Kindeswohlgefährdung und Art. 6 GG trage kein Kleiderverbot. Denselben Eingriff holt er über Art. 7 wieder. Was das Wächteramt nicht darf, soll die Schulaufsicht trotzdem dürfen. Das ist kein neues Argument, sondern ein Zuständigkeitswechsel: Die Schule wird zum Umweg um das Elternrecht.
Die Sexualkunde-Analogie soll diesen Umweg legitimieren und trägt ihn nicht. 1977 erlaubt das Bundesverfassungsgericht Unterricht - Reden unter Gesetzesvorbehalt, ohne Indoktrination. Daraus folgt nicht, der Staat dürfe einem Kind die religiöse Praxis am Körper verbieten. Sprechen über Sexualität und Zwang gegen die Person sind keine Stufen derselben Intensität.
Das Verbot ist der härtere Eingriff, nicht der „schwächere“. Hinzu kommt eine falsche Zurechnung. Die Kopftuch-Rechtsprechung gilt für Lehrkräfte, weil ihr Auftreten dem Staat zugerechnet werden kann. Das Tuch einer Schülerin ist privates Bekenntnis im Pflichtraum. Kayman behandelt es so, als spreche durch das Mädchen der Staat eine Sexualmoral aus und verbietet das Symbol wegen einer Bedeutung, die erst er ihm beilegt. Auch die „Entlastung“ ist parteilich. Die Regel hilft dem Mädchen, das ablegen will. Die andere tauscht den familiären Vormund gegen den staatlichen. Kayman beschreibt diesen Tausch und bejaht ihn trotzdem. Das ist Paternalismus, keine Autonomie.
Schließlich läuft er in die Neutralitätsfalle, die er selbst aufmacht. Trifft die Regel nur das Kopftuch, ist sie verfassungswidrig. Trifft sie auch die Kippa, ist sie in Deutschland politisch tot und dem Modell offener Neutralität fremd. Beides zeigt: Tragender Grund ist nicht Kinderschutz, sondern eine Entscheidung darüber, welche religiöse Sichtbarkeit im Klassenzimmer erwünscht ist.
Kayman widerlegt eine vermeintliche Gemeindepraxis und tut so, als habe er eine Staatsaufgabe bewiesen.
Fehlende Introspektion: Ausgerechnet Kaddor warnt vor einem aufkommenden Generalverdacht gegen Muslime und hat mit ihrer Islamismus-Definition selbst die Bruchlinie gezogen, die ihn trägt.
Nach ihrer Vorstellung könne bereits dann von Islamismus gesprochen werden, wenn in der Abwägung zwischen vermeintlicher Vernunft und konkretem Textbeleg der kodifizierte Beleg befolgt wird. Die Ratio müsse als Deutungsrahmen Vorrang haben.
Genau diese Haltung erzeugt die Trennlinie zwischen „vernunftgemäß“ und „texttreu“. Jetzt beklagt Kaddor Verdacht einen, den die eigene Definition mitproduzier hat!