#BeMyPlayerTwo Staffel 1
Review ⭐️⭐️⭐️⭐️
'Be My Player Two' startet als herrlich chaotische Gaming-RomCom und macht besonders in der ersten Hälfte erstaunlich viel Spaß. Im Mittelpunkt steht Gaming-Influencer Thi, der während eines Livestreams ausgerechnet vom unbekannten Spieler „DeryaMK12“ besiegt wird. Hinter dem Namen steckt der schüchterne Student Zo, den Thi zunächst zur Revanche herausfordert und anschließend unbedingt für sein E-Sports-Team BS Brothers gewinnen möchte – wobei aus der Rivalität natürlich ziemlich schnell mehr wird. Gerade die virtuellen Gaming-Sequenzen gehören zu den witzigsten Ideen der Serie. Statt aufwendiger Avatare werden die Darsteller einfach selbst in die Spielwelt verfrachtet, wodurch This vollkommen überdrehte Jagd auf Zo herrlich absurd wirkt. Besonders süß wird es, als Thi sogar ein eigenes Spiel erschafft, nur damit er und Zo darin miteinander Zeit verbringen und flirten können. Die größte Überraschung ist für uns Maxky Ratchata Pichetshote, der Thi mit einer völlig überdrehten Energie spielt. Er schreit, schmollt, lacht beim Zocken wie ein wahnsinniger Bösewicht und liefert mit seinen Gesichtsausdrücken und seinem Timing einen Großteil des Humors. Umso schöner funktioniert der Kontrast zu Bas Hatsanat Piniwat, dessen Zo ruhig, unsicher und einfach unglaublich liebenswert ist. Allein seine Lösung, bei einem Livestream einen riesigen Bärenkopf zu tragen, weil er nicht erkannt werden möchte, beschreibt seinen Charakter eigentlich perfekt. Noch besser gefällt uns, dass die Serie Thi und Zo nicht bis zur letzten Episode umeinander herumschleichen lässt. Die beiden werden relativ früh ein Paar, sodass wir sie tatsächlich als Freunde erleben dürfen. Dabei entsteht einer der charmantesten Running Gags der Serie: Thi kann gegenüber allen anderen vollkommen durchgeknallt sein, doch sobald Zo auftaucht, wird aus ihm praktisch ein anderer Mensch. Zo muss sich nicht einmal besonders anstrengen, um ihn unter Kontrolle zu bekommen. Leider verliert 'Be My Player Two' in der zweiten Hälfte etwas von dieser Leichtigkeit. Das E-Sports-Turnier nimmt immer mehr Raum ein, während die Rivalität zwischen Thi und seinem ehemaligen Freund Ten zunehmend aus Geschrei und aggressiven Konfrontationen besteht. Auch die angedeutete Romanze zwischen Jack und Ten überzeugt uns weder erzählerisch noch durch die Chemie der Darsteller und wirkt neben Thi und Zo entsprechend blass. Trotzdem bleibt 'Be My Player Two' eine ausgesprochen unterhaltsame Gaming-RomCom, deren Handlung sicherlich keinen Preis gewinnen wird, die aber genau weiß, womit sie uns bei Laune hält: viel Humor, kreative Gaming-Momente und vor allem zwei Hauptdarsteller, die wunderbar miteinander funktionieren. Maxky dreht vollkommen durch, Bas ist wie immer zum Knuddeln – und gemeinsam sind sie eindeutig das beste Argument für die Serie. #LGBTQ