@Psy_cholo@linnair Ja. Man kann es sich leisten, darauf zu verzichten. Man muss es sogar. Wer nicht sieht, dass das Vorlegen eines FB selbst eine Intervention ist und es daher in der Verantwortung des Therapeuten stehen muss, ob das angezeigt ist oder nicht, hat von Psychotherapie keine Ahnung.
@Psy_cholo Das ist völliger Irrsinn und zerbricht jede Möglichkeit psychotherapeutisch im eigentlichen Sinne zu arbeiten. Es wird völlig übersehen, mit welchen unausgesprochenen Implikationen die Patienten durch eine solche Handhabung belastet werden.
@ver_linkt@HansL16 Und 3 Jahre ist echt harte Untergrenze. Du kannst es drehen und wenden wie du willst. Was Mediziner da machen ist nicht anders als durch schlechte Qualität zu erklären.
@ver_linkt@HansL16 Ein Jahr für eine Dissertation ist in jedem ernsthaften Fach eine lächerlich geringe Zeit. Typischerweise werden 3 - 5 Jahre in Vollzeit dafür aufgebracht um ernsthafte wissenschaftliche Erkenntnisse zu produzieren.
@ver_linkt@HansL16 Schlechtere Seminararbeit. Und es muss einem Leid tun, für alle, die eine ordentliche Arbeit schreiben. Gleichzeitig kann ich aber auch kein Studienfach Ernst nehmen, dass Promotionsarbeiten zulässt, wenn man noch nicht mal graduiert ist. Das lässt an der Qualität zweifeln.
@HansL16@ver_linkt In so ziemlich allen Disziplinen werden hohe Anforderungen an den Dr. gestellt. 3 Paper in peer reviewed Verfahren zu publizieren ist mit Schrott nicht zu machen.
@ver_linkt@HansL16 Ist halt die Frage wozu man ein Qualifikationszeichen benötigt, das keine Qualifikation mehr nachweist. Dann hat das ja nur noch folkloristischen Charakter.
@HansL16@ver_linkt Und im internationalen Kontext ist der Dr. med. so wenig anerkannt, dass er teils von bestimmten Förderungen ausgeschlossen wird... Kein Qualitätszeichen halt.
@HansL16@ver_linkt Nein. Es tut einem dann um die Kollegen Leid, die sich wirklich hingesetzt haben, und was gerissen haben. Aber das Label "Dr. med." kann das nicht mehr garantieren. Es garantiert halt nur noch eine lächerliche Leistung.
@ver_linkt@HansL16 So ist das eben mit Qualitätssiegeln: Wenn sie keine Qualität mehr garantieren, muss derjenige, der sich mit einem Schrott-Siegel schmückt eben damit leben, dass er/sie nur noch mit dem garantierten Niveau (d. h. in diesem Fall halt Schrott) assoziiert wird.
@HansL16@ver_linkt Da gibt es keine sauberen Westen. Jeder weiß, dass das Schmu ist. Und die Medizin arbeitet so konsequent an ihrer akademischen Nivellierung. Das ist schade, aber die Versuchung ist für alle Seiten eben zu groß.
@HansL16@ver_linkt In den allermeisten Wissenschaftsbereichen orientiert sich die wissenschaftliche Fragestellung auch an praktischer Relevanz. Das entbindet auch in anderen Wissenschaftsbereichen aber nicht davon, saubere Arbeit abzuliefern und dafür entsprechend Zeit aufzuwenden.