Die Relativierer dieser Leihmutterschaft widern mich ebenso an.
Wenn ich lese, es handele sich lediglich um einen „Perspektivwechsel“, der legitim sei, sobald es die Grundlagen des eigenen Lebens und der eigenen Beziehung betrifft, bleibt nur noch Fassungslosigkeit.
Genau das ist die perfide Doppelstandards-Logik der politischen Elite: Dem deutschen Volk wird ein Perspektivwechsel in zentralen Fragen verweigert – sei es bei der Migration, der Klima- und Energiepolitik, der Atomkraft oder anderen Themen, die Deutschland nachhaltig schaden.
Hier gilt das eiserne „Weiter so“. Jede grundsätzliche Alternative wird als rückwärtsgewandt oder populistisch diffamiert.
Sobald jedoch das private Glück eines CDU-Spitzenpolitikers auf dem Spiel steht, werden plötzlich alle Grundsätze relativierbar.
Dann ist auf einmal alles eine hochkomplexe, persönliche Abwägung, bei der man „milder urteilen“ müsse.
Diese Heuchelei ist mit intellektueller Redlichkeit nicht mehr zu vereinbaren.
Man predigt dem Volk Stabilität und Prinzipientreue, während man sich selbst das Recht auf lebenslange Positionswechsel vorbehält – je nachdem, wie es gerade ins eigene Leben passt.
Das ist moralischer Relativismus der bequemsten Sorte: starr und dogmatisch für die anderen, flexibel und opportunistisch für sich selbst.
Eine solche Haltung entlarvt nicht nur die Doppelmoral einzelner Politiker, sondern das innere Wesen einer Partei, die ihre eigenen Werte nur noch als Verhandlungsmasse betrachtet.
Kein Wunder, dass dieser Zynismus bei vielen Bürgern nur noch Abscheu hervorruft.
🤨👇🤬