Heute vor genau 35 Jahren, am 19. November 1990, wurde die Robert-Havemann-Gesellschaft gegründet. Seitdem sichert, erschließt und vermittelt die RHG die Überlieferung von Opposition und Widerstand gegen die kommunistische Diktatur. Vom Hinterhofhaus in der Schliemannstraße in Prenzlauer Berg über das Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale auf dem Campus für Demokratie führt unser Weg nun weiter: Ab April 2026 zieht die RHG in moderne, archivgerechte Räumlichkeiten in der Klosterstraße in Berlin-Mitte, um dort einen offenen, zukunftsfähigen Ort der Erinnerung und Vermittlung zu schaffen. Mehr über den Umzug und die kommenden Entwicklungen finden Sie in unserer Presseerklärung unter folgendem Link: https://t.co/zu8oYLqc0c
1/Am 9. November 2022 lud BuPrä Steinmeier in seinen Amtssitz ein, um über den 9. November in der deutschen Geschichte zu diskutieren. Ich kam gerade vom Rednerpult, ich referierte über 1989, als mich ein Mitarbeiter des BuPrä vertraulich ansprach und mir mitteilte, dass soeben
Der 1962 geborene Fotograf Robert Conrad begann bereits in den 1980er Jahren die Veränderungen des Stadtbildes in ostdeutschen Städten zu dokumentieren, und machte bei seinen fotografischen Streifzügen durch Ost-Berlin auch heimliche Aufnahmen von der Mauer. Die 1990er Jahre gehörten für seine Arbeit als Fotograf zu seiner produktivsten Zeit. Dabei entstanden umfangreiche Fotoserien über das Zusammenwachsen der geteilten Stadt. Als angehender Architekt interessierten ihn dabei besonders die baulichen Relikte aus der DDR-Zeit. Robert Conrad verstarb 2023.
Auf dem Bild zu sehen: Die Überreste einer Tankstelle in der Kastanienallee am Prenzlauer Berg, aufgenommen von Conrad im Jahr 1987.
Heute ist der Bestand Robert Conrad Teil des Archivs der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft. Mehr Informationen finden Sie unter: https://t.co/jCFSJKQkSX
Berlin feiert in der erste Berlin Freedom Week vom 8. bis 15. November, einer neuen Veranstaltungswoche rund um die Themen Freiheit, Demokratie und Menschrechte. Von Konferenzen mit Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu Zeitzeugengesprächen, Kulturveranstaltungen und interaktiven Formaten: Die Berlin Freedom Week schafft Begegnungsräume für Berlinerinnen und Berliner sowie internationale Gäste.
Die erste Berlin Freedom Week wird initiiert von der Robert-Havemann-Gesellschaft, der Axel Springer Freedom Foundation und dem World Liberty Congress, dem @BAB_Berlin sowie @visitberlin .
Als Mitinitiator veranstaltet die Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. mehrere Veranstaltungen auf dem Campus für Demokratie. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Wann? 8. November – 15. November 2025
Wo? Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie.
Mehr Informationen finden Sie unter: https://t.co/HTqt6QACYx.
Kernaufgabe eines Archivs ist es, Quellen zu sammeln, zu erschließen, zu bewahren - und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So gibt es im Archiv der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft unter anderem mehr als 1 Mio. Fotografien, die Opposition und Widerstand wie auch den Alltag in der DDR sowie deren Aufarbeitung dokumentieren. Was mit diesen Fotos passiert? Von Ausstellungen über Kunstprojekte bis hin zur wissenschaftlichen Forschung werden diese auf verschiedene Weise der Öffentlichkeit offengelegt - so auch im neusten Fotobuch der Robert-Havemann-Gesellschaft, "Im Schwebezustand".
Der Fotoband "Im Schwebezustand - Eine fotografische Zeitreise durch das Jahr 1990" zeigt Bilder von 15 Fotografinnen und Fotografen aus der Zeit von Januar 1990 bis zum Tag der Deutschen Einheit 1990. Die Bilder stellen einen Zeitraum dar, in dem vieles noch nicht vorbei war, das Neue jedoch gleichzeitig noch nicht begonnen hatte: einen Zeitraum im Schwebezustand.
Alle Fotografien im Buch sind Bestandteil des Archivs der DDR-Opposition.
Heute vor 75 Jahren, am 14.10.1950, wurde der damals 18-jährige Oberschüler Hermann Flade mit Protest-Flugblättern erwischt. Darauf zu lesen waren Ausrufe wie „Im Oktober geschieht der unglaublichste Wahlbetrug nach sowjetischem Muster“.
Damit bezog sich Flade auf die ersten Volkskammerwahlen der DDR im Oktober 1950, bei denen jedoch schon vornherein feststand, dass die SED die absolute Mehrheit stellen würde. Gegen diesen offensichtlichen Betrug empörte sich Flade, druckte die Flugblätter, und wird kurze Zeit später beim Verteilen dieser von einer Streife der Volkspolizei erwischt. Flade wehrte sich, zog ein Taschenmesser, und verletzte einen der Polizisten leicht, entkommt jedoch. Zwei Tage später wird er festgenommen und wegen versuchten Mordes in einem Schauprozess zum Tode verurteilt.
Unter dem Druck der entstehenden Proteste sah sich die SED genötigt, das Todesurteil aufzuheben, 19 Tage später verkündete man die neue Strafe: 15 Jahre Zuchthaus.
Auch das Archiv der DDR-Opposition der Havemann-Gesellschaft hat Materialien zu Hermann Flade in seinen Beständen, einen Ausschnitt davon oben im Bild zu sehen.
Mehr Informationen zu Flade finden Sie unter: https://t.co/Yx9no3VHZI, Informationen zur Recherche in unserem Archiv unter: https://t.co/IiLbu6pv7v
Auch wir waren in den vergangenen Tagen zum Tag der Deutschen Einheit in Saarbrücken vertreten. An unserem Stand beim Einheitsfest führten wir viele anregende Gespräche, knüpften neue Kontakte und entwickelten Ideen für künftige Kooperationen. Im Gespräch mit den Besucherinnen und Besuchern standen die Themen Deutsche Einheit und Friedliche Revolution im Mittelpunkt. Besonderes Interesse fand unser neuer Bildband zum Jahr 1990 „Im Schwebezustand“ mit Fotografien aus dem Archiv der DDR-Opposition. Mehr Informationen dazu gibt es bald!
Zu unseren Gästen zählte auch die Ostbeauftragte der Bundesregierung @Ost_Beauftragte, Elisabeth Kaiser. Ein herzliches Dankeschön an Saarbrücken – wir freuen uns schon auf das kommende Jahr, wenn die Feierlichkeiten in der Hansestadt Bremen stattfinden!
#tagderdeutscheneinheit #saarbrücken #TDE25 #Saarland #EinheitFeiern
Wenige Tage vor dem Tag der Deutschen Einheit blicken wir mit unserer Veranstaltung „Widerstand erinnern – Demokratie verteidigen“ auf den Herbst 1989 zurück, und damit auf die Ereignisse, die den Weg zum Mauerfall und zur Wiedervereinigung bereiteten. Im Mittelpunkt stehen die gewaltsamen Übergriffe durch das DDR-Regime am 7. & 8. Oktober gegen die Menschen, die friedlich für demokratische Reformen protestierten, sowie der 9. Oktober in Leipzig, an dem 70.000 Demonstrierende der Staatsmacht trotzten und damit einen Wendepunkt schufen, der der Friedlichen Revolution unwiderruflich Kraft verlieh und wenige Wochen später zum Fall der Mauer führte.
Gemeinsam diskutieren wir, welche Bedeutung diese Ereignisse für die deutsche Erinnerungskultur haben, warum Orte wie das Forum Opposition und Widerstand wichtig sind und welche Rolle die Friedliche Revolution für die Nachwendegeneration spielt.
Über die historische Perspektive berichten die Zeitzeugen Dr. Bernd Florath, Stefan Müller und Aram Radomski. Anschließend diskutieren der Bürgerrechtler Uwe Schwabe sowie Evelyn Zupke, Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, aktuelle und zukünftige Perspektiven zur Thematik. Luisa Bäde aus dem Netzwerk Nachwendekinder bringt zudem die Perspektive der jüngeren Generation ein.
Wo? Mittwoch, 8. Oktober 2025, 18.30 Uhr
Wann? „Haus 22“, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Eine Veranstaltung der Robert-Havemann-Gesellschaft.
🌟Veranstaltungshinweis🌟
🎸 Stones, Maffay, Springsteen & ihre Fans – Die Stasi contra „Westmusik“
📅 Sa, 27.9.25 | 14 Uhr
📍 Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig
Multimedialer Vortrag von Thomas Purschke über Fans, Überwachung & Rockmusik in der DDR.
Die Robert-Havemann-Gesellschaft trifft das Menschenrechtszentrum Cottbus:
Nach der jährlichen Klausurtagung am Montag in Cottbus ging es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Robert-Havemann-Gesellschaft am Dienstag zum Menschenrechtszentrum Cottbus, um sich dort mit den Kolleginnen und Kollegen der Institution auszutauschen und die weitere Zusammenarbeit zu stärken. Nach einer gemeinsamen Gespr��chsrunde mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte folgte eine Führung über das Gelände der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, durchgeführt von Zeitzeuge und wissenschaftlichem Mitarbeiter der Einrichtung Peter Keup.
Ein großer Dank an die das Team des Menschenrechtszentrums unter Leitung von Heide Schinowsky für die Einblicke in ihre Arbeit und für die informative und engagierte Führung. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit: auf gemeinsame Projekte, auf vertiefte Forschung und auf Initiativen, die unsere jeweiligen Ziele und Perspektiven verbinden.
Zum Internationalen Tag des Friedens erinnern wir an eine Gruppe, die sich zur Zeit der DDR offensiv dem Thema Menschenrechte zuwandte: Die Initiative Frieden und Menschenrechte (IFM) argumentierte, dass ein dauerhafter Frieden in Europa nur zu erreichen sei, wenn sich in den Staaten des Ostblocks Demokratien etablieren würden, was umfassende politische Reformen in allen kommunistischen Diktaturen voraussetzte.
Die IFM unterschied sich von anderen Oppositionsgruppen, indem sie auf eine Anbindung an die Kirche und damit auf deren Schutz verzichtete. Schon im Juni 1986 kam es zur Erstausgabe der illegalen Zeitschrift "grenzfall". Die Beteiligten beugten sich nicht dem staatlichen Informationsmonopol und beriefen sich dabei auf Meinungs- und Pressefreiheit als Grundrechte. Auch der “grenzfall” wurde, im Gegensatz zu anderen kritischen Publikationen, ohne offizielle kirchliche Unterstützung hergestellt und verbreitet.
Akteurinnen und Akteure der IFM prägten die Revolution von 1989 wesentlich und gewannen schnell an großem Einfluss auf die oppositionelle Szene der DDR.
Mehr Informationen, inklusive Interview, finden Sie unter: https://t.co/mfbulXqOg6 & https://t.co/PC33MVQrrF
Vor dem Fall der Berliner Mauer bezogen westdeutsche Handelsunternehmen wie ALDI diverse Produkte aus der DDR. Dazu zählten auch Damenstrumpfhosen, die unter den Markennamen „Iris“ und „Sayonara“ im Billigsegment verkauft wurden. Ein Teil dieser Produktion fand im Frauengefängnis Hoheneck statt. Die häufig aus politischen Gründen inhaftierten Frauen arbeiteten zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen.
Am 17. September beleuchtet Historiker Peter Keup bei einem Vortrag zu diesem Thema die historischen Hintergründe dieser Handelsbeziehungen und die Frage, wie Unternehmen heute mit dieser Vergangenheit umgehen sowie ihre Auswirkungen auf die Betroffenen. Gefolgt wird der Vortrag von einem Zeitzeuginnengespräch mit Prof. Dr. Karin Sorger.
Wann? 17. September, 18.00 Uhr
Wo? Gedenkstätte Hohenschönhausen
Um eine Anmeldung über das Kontaktformular der Gedenkstätte oder Mail an [email protected] wird gebeten.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der @UOKGeV und der Robert-Havemann-Gesellschaft.
Wo einst das Ministerium für Staatssicherheit die Überwachung und Verfolgung der DDR-Bürgerinnen und -Bürger organisierte, öffnen sich dieses Wochenende die Türen für Geschichte und Erinnerung. Am 13. September 2025 lädt die Robert-Havemann-Gesellschaft gemeinsam mit ihren Partnern zum Tag des offenen Denkmals in der ehemaligen Stasi-Zentrale in Lichtenberg ein.
📷 Programm-Highlight: 13 & 15 Uhr: Führung durch die Open-Air-Ausstellung „Revolution und Mauerfall“ mit Zeitzeuge Tim Eisenlohr.
📷 Ganztägig geöffnet: Open-Air-Ausstellung “Revolution und Mauerfall”, Archivausstellung „Einblick ins Geheime“, Ausstellung „Franz Kräft. Fotos aus sechs Jahrzehnten“ sowie das Stasimuseum (Haus 1).
Kommen Sie vorbei und entdecken Sie ein Stück Geschichte. Mehr Infos unter: https://t.co/rFQYLXeZoB
@StasiArchiv@StasiMuseum
Im September 1990 besetzten Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler die ehemalige Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Sie forderten die Öffnung und Bewahrung der Akten und machten ihren Wert für Aufarbeitung, Forschung und Demokratiebildung deutlich. In diesem Bewusstsein entstanden bereits zuvor und in den folgenden Jahren Bürgerrechtsarchive, die die Erfahrungen von Opposition und Widerstand aus eigener Perspektive bewahrten und zugänglich machten.
Wir fragen, wie solche Archive zu Orten demokratischer Selbstverständigung geworden sind – und welche Rolle sie heute für Erinnerung, Forschung, Bildungsarbeit und die gegenwärtige Demokratiegestaltung spielen. Neben deutschen Bürgerrechtsarchiven und staatlichen Institutionen rücken wir auch die russische Menschenrechtsorganisation MEMORIAL in den Fokus, die heute im Exil von Deutschland aus über die sowjetische Diktatur aufklärt und für ein demokratisches Russland eintritt. Alle Einrichtungen stellen sich und ihre Materialien in einem geführten Rundgang vor.
📍Wo? „Haus 22“, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
📅Wann? 18. September 2025, 18.30 Uhr
Mit vertreten: @je_leipzig , @BAufarbeitung, @StasiArchiv , Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Thüringer Archivs für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk" & Zukunft MEMORIAL e. V.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Eine Veranstaltung der Robert-Havemann-Gesellschaft.