Liebe Luisa Neubauer,
deine Großmutter ist Dagmar Reemtsma, die mit dem Hamburger Kaufmann Feiko Reemtsma verheiratet gewesen ist.
Der Vermögen der Familie Reemtsma wird auf 1,45 Milliarden Euro geschätzt.
Dagmar selbst wohnt in einem wohlhabenden Hamburger Elbvorort, was auf eine gewisse finanzielle Sicherheit hindeutet.
Einmal davon abgesehen, dass im Sommer die Temperaturen in Hamburg selten über 25 Grad steigen und die Nordsee für Abkühlung sorgt, verwundert es doch sehr, dass eine wohlhabende alte Dame wie Dagmar Reemtsma nicht in der Lage ist, sich eine Klimaanlage (aka Wärmepumpe nur in kalt) zuzulegen.
Das ist keine soziale Frage, sondern eine recht einfache Antwort.
Wäre ich @Alice_Weidel, ich würde in meiner nächsten Rede vor dem Bundestag einfach einen alten Text von Friedrich Merz nehmen, bevor er Kanzler geworden ist.
Bis das auffällt, hätten sich bereits sämtliche Parteien mit ihren Zwischenrufen blamiert.
Die WM hat begonnen, Mexiko das Eröffnungsspiel gewonnen, und das wird jetzt kein edgy Kulturkampf-Take, aber diese Geschichte hat mich in den letzten Tagen auf eine merkwürdige Art und Weise tief berührt: Während die Welt sich vorrangig über den US-Präsidenten Donald Trump als Gastgeber aufregt, gibt es im Co-Gastgeberland Mexiko eine Art Massenexodus von Menschen, die von Drogenkartellen wie Sinaloa, CJNG, Golf oder Juárez entführt und hingerichtet werden. In Mexiko existieren deshalb Initiativen, bei denen Angehörige jahrelang nach den Überresten ihrer verschollenen Söhne, Töchter, Brüder, Schwestern und Eltern suchen, also: Familienangehörigen, die von jenen Kartellen verschleppt und vermutlich ermordet worden sind. In dem Land werden 130.000 Menschen (!) vermisst, von denen der große Großteil Opfer von Bandenkriminalität geworden sein dürfte, was ich, das nur am Rande, eine völlig absurde Zahl finde.
Wenn du das realisierst und dir vor Augen führst, dass der mittellose mexikanische Vater (der portaitierte Raúl) in Mexiko seit acht Jahren nach seinem verschwundenen Sohn sucht, und dabei jedes Höllenloch, jede Crack-Küche und jeden Drogenbunker durchsucht – in der Hoffnung, irgendwo die aufgelösten Knochen ihrer geliebten Angehörigen zu finden –, dann wird dir schnell bewusst, wie grausam diese Welt und wie furchtbar die Folgen organisierter Kriminalität sein können, allen Pathos (sofern möglich) beiseitegelassen.
Die Tagesschau irritiert mit ihrer Berichterstattung zu den Ausschreitungen in Belfast auf Instagram. Ein sudanesischer Migrant werde für einen Messerangriff „verantwortlich gemacht“, heißt es darin. Zudem hätten rechtsextreme Aktivisten die Menschen vor Ort aufgestachelt.
https://t.co/d14BACWiXU
Die Financial Times behauptet, Kaja Kallas wäre als EU-Außenbeauftragte so d̶u̶m̶m̶ grottenschlecht gewesen, dass Deutschland, Frankreich & paar andere überlegten, zusammen mit ihr gleich das ganze (erst 2009 geschaffene) EU-Außenamt abzuschaffen.
Wie fast jeder in Brüssel weiß, ist das natürlich falsch. Denn es ist nicht der Plan irgendwelcher EU-Mitgliedsstaaten, sondern der vonderLeyens. Nachdem sie Kompetenz & Widerspruch in ihrer Kommission gründlich ausgerottet hat, ist die piefige Deutsche mit dem nervtötenden Hang zum Autoritarismus im siebten Jahr der Amtsausübung nun v̴ö̴l̴l̴i̴g̴ ̴v̴e̴r̴r̴ü̴c̴k̴t̴ ein wenig übermütig geworden:
Sie will den EU-Ratspräsidenten abschaffen, weil sie es selber machen will.
Sie will die EU-Außenbeauftragte abschaffen, weil sie es selber machen will.
Und eigentlich will sie auch das EU-Parlament abschaffen, weil… Sie wissen schon.
DU SOLLST KEINE PRÄSIDENTIN HABEN NEBEN MIR!
… soll der offizialisierte Wahlspruch & das erste Gebot im demokratisch-europäischen Neofeudalismus sein.
VonderLeyen sieht sich tatsächlich als eine Art Queen: Sie hat sich vorgenommen, lustige Hüte aufzusetzen und im Amt zu sterben.
Und es mag ja sein, dass Deutschland und Frankreich das unterstützen. Aber damit unterstützen sie nicht die Kritik an der falschen Ausrichtung, Ineffizienz oder Dummheit irgendeiner Institution oder estnischen EU-Beamtin, sondern die weitere Entmündigung der EU-Bürger, die weitere Zentralisierung von Entscheidungsgewalt in einer demokratisch nicht (hinreichend) legitimierbaren EU-Struktur und vonderLeyens absolutistischen Würgegriff nach der (total totalitären) Macht.
Allein, dass sie offen ein derartiges Ansinnen verfolgen kann, ohne hochkant aus dem Amt zu fliegen, zeigt, was für ein kranker Alp aus dem Fiebertraum einer „europäischen Demokratie“ geworden ist.
Und lassen Sie sich Folgendes von einem sagen, der alles gesehen hat & es daher wissen muss:
„Seien Sie vorsichtig. Wenn eine Demokratie krank ist, kommt der Faschismus an ihr Bett, aber nicht, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen.“
(Albert Camus)
Durch Corona habe ich einige Wissenschaftler weltweit kennengelernt, die diese Bezeichnung verdienen. Die Epidemiologin Prof. Gupta zählt eindeutig dazu. Sie beharrte auf Wissenschaftlichkeit, Evidenz und Debatte, obwohl sie dafür massiv angegriffen wurde. Während ein Großteil der sogenannten Wissenschaft aufgrund ihrer Rolle während des Corona-Geschehens einen extremen, selbstverschuldeten Vertrauensverlust hinnehmen musste, haben einige wenige Wissenschaftler gezeigt, dass sie standhaft bleiben, Rückgrat beweisen und weiterhin wissenschaftlich arbeiten und kommunizieren.
Gupta hatte den Vorteil, in armen Verhältnissen in Kalkutta aufgewachsen zu sein, wodurch sie ein Verständnis dafür entwickelt hat, was Lockdowns für arme Menschen bedeuten. Die Laptop-Klasse hatte keinen blassen Schimmer, wie es sich anfühlt, zu hungern, weil es verboten war, der eigenen Arbeit nachzugehen.
Meine Partei Die Grünen organisiert Busse zur Verhinderung des AfD-Parteitags. Ich schäme mich.
Es gibt Momente, in denen man als Parteimitglied der @Die_Gruenen innehält und denkt: Meinen die das ernst?
Mein Kölner Kreisverband meint es ernst. Per Rundmail werden Mitglieder aufgerufen, in Bussen nach Erfurt zu fahren – nicht zum Protestieren, sondern um den Bundesparteitag der #AfD zu verhindern. Tickets werden bereitgestellt. Busse werden organisiert. Die Grünen als Reiseveranstalter für den Angriff auf demokratische Grundrechte.
Der Text lautet wie folgt: "Gemeinsam nach Erfurt: AfD-Bundesparteitag verhindern
Aus Köln fahren mehrere Busse zum AfD-Bundesparteitag am 4. und 5. Juli, um ein Zeichen zu setzen: AfD-Bundesparteitag verhindern..."
Man muss das sacken lassen.
Eine Partei, die sich Hüterin der Demokratie nennt, ruft dazu auf, einer anderen Partei ihren Bundesparteitag unmöglich zu machen. Nicht verboten. Nicht vom Bundesverfassungsgericht untersagt. Legal. Verfassungsrechtlich geschützt. Einfach unerwünscht – und das reicht offenbar.
Das ist keine Grauzone. Art. 21 Grundgesetz schützt die Freiheit politischer Parteien. Art. 8 schützt die Versammlungsfreiheit. Auch die der AfD-Delegierten. Wer einen Parteitag aktiv verhindert, riskiert Strafbarkeit wegen Nötigung. Und wer als Parteiorganisation dafür Busse bucht, macht sich zum Organisator dieses Rechtsbruchs.
Aber das Rechtliche ist vielleicht noch das Kleinere. Das Eigentliche ist die Denkweise dahinter.
Sie lautet: Wir wissen, was demokratisch ist – und deshalb dürfen wir demokratische Regeln brechen. Wir verteidigen den Rechtsstaat – und deshalb nehmen wir das Recht selbst in die Hand. Wir sind die Guten – und das legitimiert alles.
Diese Logik hat einen Namen: Der Zweck heiligt die Mittel. Sie ist nicht neu. Und sie ist nicht links.
Wer heute den Parteitag des politischen Gegners verhindert, hat das Argument verloren. Er hat nicht die AfD besiegt – er hat ihr das stärkste Opfernarrativ des Jahres geliefert. Frei Haus. Mit Busservice.
Ich bin Grüner und ich bleibe es. Aber ich weigere mich, so zu tun, als wäre das hier normal.
Es ist nicht normal. Es ist beschämend.
Es ist der klassische Move aus dem Pharma-Lehrbuch: Wenn die Beweislage erdrückend wird und ein Geschworenenprozess droht, zückt man das Scheckbuch und macht das Problem weg. Genau das ist jetzt im Jahrhundertprozess Robi v. Merck passiert.
https://t.co/59CWxtxw34
Warum verschweigt die @tagesschau, dass von Linken auf CDU und AFD Wahlplakate geschmierte Hakenkreuze als "rechte Straftat" gewertet werden? #OerrBlog
In der verlinkten Publikation haben die
ForscherInnen (Gendern absichtlich, da fast alle Autoren Frauen sind!) aus dem Robert-Koch-Institut (!) und der WHO (!!!) ihre eigenen bzw. ihrer nächsten Kollegen Impf-Studien unter die Lupe genommen und gezeigt, dass 92% dieser Studien de facto „Schrott“ sind. Eine Selbstkritik in einem solchen Ausmaß ist ungewöhnlich.
@BBarucker
https://t.co/OLTmJRbo1W
Es sind nicht die tausend Kilometer falsch verlegtes Kabel, die beunruhigen. Es ist das, was sie sichtbar machen.
Deutschland wurde nie für seinen Reichtum bewundert, sondern für seine Verlässlichkeit. Gründlichkeit war hier keine Tugend unter vielen – sie war das Versprechen, auf das man sich verlassen durfte. Wer „Made in Germany” sagte, meinte nicht ein Etikett, sondern eine Haltung: Es wird funktionieren.
Das eigentliche Unbehagen ist also kein nostalgisches. Es ist die Ahnung, dass ein Land seine Bewunderung verliert, lange bevor es seinen Wohlstand verliert. Denn Bewunderung ruht auf Zutrauen – und Zutrauen ist das Erste, was zerbricht, wenn aus einem Vorzeigeprojekt eine „Lachplatte” wird.
Man verlernt nicht das Bauen. Man verlernt den Glauben daran, dass man es noch kann.
Zu den schönsten Erfahrungen denkender Menschen gehört es, den eigenen, nicht alltäglichen Gedanken bei jemand anderem wiederzuentdecken, dort aber in dessen eigenen Worten formuliert. Vor Kurzem habe ich hier auf X geschrieben, dass es sich bei der berechnenden Klimawissenschaft nicht um Naturwissenschaft, sondern um Hermeneutik (die Lehre vom Verstehen) handle; dass also die Vergangenheit anhand von Proxydaten aus dem Lichte der Gegenwart interpretiert und zurückgerechnet wird, um auf diese Weise zu einer vermeintlich „hart wissenschaftlichen“ Rekonstruktion der globalen Klimageschichte zu gelangen. Diese Darstellung Anfang der Nullerjahre ist der Beginn der heutigen Klimapolitik.
Der Publizist Andreas Tiedtke ist jedoch bereits 2017 auf im Grundsatz denselben Gedanken gekommen. Er führt ihn in seinem Aufsatz mit großer Grundsätzlichkeit und Bestimmtheit aus. Mit Bezug auf die berechnende Klimatologie schreibt er: „Sofern konstante Relationen – wie bei den Naturwissenschaften – nicht festgestellt werden können, wie etwa bei der Interpretation von Geschichtsdaten oder bei der Voraussage künftiger Ereignisse (also der Geschichte der Zukunft), wenden Menschen die Methoden des spezifischen Verstehens an.“
Und weiter: „Da Verstehen das Interpretieren historischer Ereignisse ist, kann es niemals Ergebnisse hervorbringen, die von allen Menschen akzeptiert werden (müssten). Selbst wenn zwei Personen völlig darüber übereinstimmen, dass die Daten korrekt sind und ihr Denken nicht den Lehren der anderen Wissenschaften widerspricht, so können sie doch in ihrem Verstehen der Daten zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen.“
Tiedtke spricht in seinem Aufsatz insbesondere über zukunftsgerichtete Prognosemodelle. Doch dieselbe Methode wird eben auch rückwärts angewandt. Im Grundsatz beruht Michael E. Manns IPCC-Hockeyschläger auf derselben Hermeneutik des Verstehens wie jene Modelle des UN-Klimarats, die zuletzt mit RCP 8.5 peinlich gescheitert sind.
Es handelt sich um die Vorgehensweise falscher Propheten, die bei Lichte betrachtet weder in die Vergangenheit noch in die Zukunft schauen können – auch wenn sie die Glaskugel vermeintlich durch Mathematik ersetzt haben.
"...dass es nicht gestattet sei, an den Gebäuden des Bundestags „Spruchbänder oder Transparente zu entfalten, Informationsmaterial zu zeigen oder zu verteilen“ und beruft sich auf Paragraf 4 Absatz 2 der Hausordnung des Deutschen Bundestags."
Unter was davon fällt denn das Schwenken der Deutschen Nationalfahne? Informationsmaterial?
WELT: "Als Sozialdemokrat wolle er (Lars Klingbeil) Obergrenzen bei den Mietpreisen einführen, um die „Preistreiberei in den Städten“ einzudämmen."
Ich erkläre es so, dass es auch ein Schulkind versteht:
Preisobergrenzen, wie sie bei Mietpreisbremsen oder Mietendeckeln eingesetzt werden, zielen kurzfristig auf die Entlastung von Mietern ab.
Ökonomisch betrachtet führen sie jedoch langfristig zu negativen Auswirkungen, da sie den Preismechanismus außer Kraft setzen, der normalerweise Angebot und Nachfrage ausgleicht.
Hier sind die zentralen Gründe für diese negativen Effekte:
1. Rückgang des Wohnungsangebots
Wenn die Miete künstlich unter dem Marktgleichgewicht gehalten wird, sinkt der Anreiz für Investoren und Wohnungsbaugesellschaften, in neuen Wohnraum zu investieren. Da die Renditeerwartungen sinken, werden Bauprojekte gestoppt oder gar nicht erst geplant. Dies verschärft den ohnehin bestehenden Wohnungsmangel langfristig massiv.
2. Vernachlässigung der Instandhaltung
Vermieter haben bei gedeckelten Mieten kaum Spielraum, um notwendige Investitionen in die Modernisierung oder Instandhaltung ihrer Gebäude zu refinanzieren. Dies führt über die Zeit zu einem Qualitätsverlust der Bausubstanz. Vermieter beschränken sich oft auf das absolut Notwendige, da sie die Kosten nicht über die Miete decken können.
3. Entstehung von „Schwarzmärkten“ und Ineffizienz
Da die Nachfrage bei niedrigen Preisen das Angebot übersteigt, entsteht ein Mangel. Dies führt zu:
- Wartelisten und hohen Hürden: Wohnungen werden nicht mehr nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ oder finanzieller Eignung vergeben, sondern nach intransparenten Kriterien (Vitamin B, Ablösesummen für Möbel).
- Fehlallokation: Personen bleiben in Wohnungen wohnen, die sie eigentlich nicht mehr benötigen (z. B. eine einzelne Person in einer riesigen Familienwohnung), nur weil die Miete aufgrund der Deckelung so günstig ist. Dies blockiert Wohnraum für jene, die ihn dringender bräuchten.
Fazit:
Preisobergrenzen bekämpfen nicht die Ursache – das zu geringe Angebot –, sondern verschärfen diese langfristig durch Investitionsstau und ineffiziente Nutzung des vorhandenen Wohnraums.
Wegzug. Jeder Deutsche hat das grundrechtliche verbürgte Recht, das Land ohne Angaben von Gründen zu verlassen (Art. 2 Abs. 1 GG). Auch das EU-Recht gewährt diese Freizügigkeit. Eine "Wegzugssteuer" (was für ein Begriff!) oder Ähnliches darf jedenfalls nicht so ausgestaltet sein, dass sie prohibitiven, knebelnden Charakter gewinnt. Der Staat darf weder eine physische noch eine finanzielle "Mauer" errichten, um seine Bürger im Land zu halten.