"Also wahrscheinlich meint er sich ja selbst damit, wenn er ursupiert meint, muss er sich da selbst damit gemeint hat haben."
So reagiert Chrupalla auf Höckes Versuch, das Overton-Fenster ein entscheidendes bisschen nach rechts zu verschieben.
Unterirdisch - in jeder Hinsicht.
"Die gesamtdeutsche Nation darf nicht länger in rheinisch-hanseatischer Geiselhaft gehalten werden!" Den Satz hänge ich mir übers Bett! 💪
Starker Faden: 👇
Ja, die Mitteldeutschen sind - im Durchschnitt - noch stärker als die Westdeutschen von kulturellen Praktiken bzw. Denkmustern geprägt, die gemeinhin als deutsch gelten und insofern tatsächlich die besseren Deutschen. Aber jetzt kommt's: Auch die Österreicher und Südtiroler
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Höckes Auftritt bei Köppel bietet das, was ich in seinem Gespräch mit Ben Berndt schmerzlich vermisst habe: Einen normiefreundlich aufbereiteten Schnellkurs "Neurechts 101", in dem er dutzende Hundepfeifen zum Klingen bringt.
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https://t.co/J0ISXfl4Zv
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die unverdiente Deutungshoheit darüber, wo Deutschland sei und was eigentlich deutsch sei, zu entziehen und sie anzuleiten, sich zu besseren Deutschen zu entwickeln. Die gesamtdeutsche Nation darf nicht länger in rheinisch-hanseatischer Geiselhaft gehalten werden!
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dem der Keim der Reeducation austreiben und den anglisierten Postdeutschen mit seinen flachen Wurzeln hervorbringen konnte, den man leicht aus der Erde reißen konnte.
Es wird in Zukunft entscheidend darauf ankommen, diesen Postdeutschen aus dem urbanen Nordwestdeutschland
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Und mal abgesehen von Weidels schnippischem Kommentar und ihrem hämischen Grinsen danach: Was soll "ursupiert" in diesem Kontext überhaupt bedeuten? Hat das was mit dem "Ursus" aus dem Lateinunterricht zu tun? Mit diesem Personal an der Spitze ist eine Tendenzwende unmöglich.
@reservatiomen Teils, teils. Bspw. wird "Preußentum und Sozialismus" konkret genannt, ein zentraler Gedanke aus "Land und Meer" paraphrasiert und zweimal von der "Auflösung aller Dinge" gesprochen, was ich als Dog Whistle deute.
@Tyrambo@BjoernHoecke Wieder ein schöner Text von dir. Der Kaiser hat in der Wiener Hofburg zu residieren, der Reichskanzler sollte sich mit der restlichen Regierung in räumlicher Nähe aufhalten, um die Einheit des Reiches zu gewährleisten. Der Standort der Schwatzbude ist mir ziemlich gleich.
Gutes Interview, vielleicht noch sehenswerter als das bei Ben, da Köppel etwas tiefer zu fragen weiß.
Eine Frage Köppels die, die sich @BjoernHoecke hoffentlich bei der Manöverkritik nochmal anschaut, ist die Stelle um Minute 54, wo Köppels nach der tieferen 'deutschpsychologischen' Bedeutung des Regierungsumzugs nach Berlin "in die alten Gehäuse" fragt. Höcke antwortete dafür leider nur Blick auf Altparteienfunktionäre, die eben auch in Berlin nicht regieren können. Das stimmt, ist aber nicht gewesen, was Köppel meinte.
Es spielt eine große Rolle, aus welcher Stadt, aus dem Geist welcher Stadt, man ein Land regiert. Russland aus St. Petersburg oder Moskau, die Türkei aus Istanbul oder Ankara, Brasilien aus Rio aus Brasilia, Deutschland aus Kaiserpfalzen, Wien, Frankfurt, Berlin - das macht einen Unterschied. Indonesien hat sich gerade (wenn auch aus tektonischen Gründen) eine neue Hauptstadt gebaut. Aus dieser, auf Borneo gelegen, wird das Land ein etwas anderes sein als mit einer Regierung in Jakarta. Die nationale Einigung Italiens verlief der Deutschen sehr ähnlich, militärisch, und "der Einiger" (Piemont-Sardinien) machte seine eigene Residenzstadt Turin zur Hauptstadt des ganzen Landes. Das ist sie heute nicht mehr (aus Gründen), aber das erste italienische Parlament ist dort noch zu besichtigen.
Berlin als Hauptstadt ist von der "Logik der Hauptstadtwerdung" im 19. Jahrhundert das Turin Deutschlands. Nicht zufällig spielt unsere Nationalmannschaft - trotz der schwarzrotgoldenen Nationalfarben - in Preußens Farben, was außer uns nur Italien macht. Das im Blau Piemont-Sardiniens antritt.
Berlin ist anders als Turin eine auf Ostsiedlungsgebiet gelegene Postenstadt mit slawischem Namen. Es ist viel weniger genuin als urdeutsche "Kern-Städte" wie Nürnberg, Speyer oder Regensburg. Wollte man Berlin mit den USA vergleichen, würde das Land aus Kansas City regiert.
Der Kulturboden Berlins ist, ganz deskriptiv und vorsichtig, einer der Expansion und des Ausgreifens, und aufgrund seiner Prägung taugt Berlin auch zu hilfsimperialen Akten, wie die Gegenwart zeigt. Und zu imperialem Universalismus. Man hat seit dem Hauptstadtumzug gelegentlich von linkem Wilhelminismus gesprochen. War die Schlappe der BRD in der UNO dieser Tage unter dem Präsidium einer Frau Baerbock nicht genau das? Halten die tauruswütigen Ostkrieger keine Hunnenreden? Und ist der Grund dafür - das ist der Punkt - nicht vorbundesrepublikanisch? Ein Zelensky zum Geldabholen in Berlin ist ein paar Grade weniger provokant als er es Aachener Dom oder auf der Wartburg wäre, oder?
Es spricht viel dafür, Berlin, und mit einigen eingestandenen Unschärfen, die imperiale Hauptstadt Deutschlands zu nennen. Hatte die frühe BRD - wie immer man darüber denkt - nicht goldig darauf geachtet, diese Traditionslinie dort, wo sie schwierig ist versucht zu hemmen? Ausdrücklich nicht bei Spengler, nicht bei den Schwarzweißen Trikots, nicht bei Preußens fritzischem Schneid, aber in diesem Unruhigen, Ausgreifenden, Selbst- oder nun heute Auxiliarexpansiven...
Man setzte das ZDF auf kurmainzischen Erzamts-Boden, damit er abfärbe, und nicht etwas in des Epizentrum des deutsche Calvinismus nach Heidelberg, wo sich die Amerikaner so wohl fühlten.
Die Staatskanzlei, in die Höcke hoffentlich bald einzieht, ist die Kurmainzische Statthalterei. Auch Gebäude haben Wirkung. Ein Ministerpräsident Höcke wird in diesem Gebäude ganz intuitiv ein paar Schwingungen "katholischer" sein als er es in einem Gebäude des preußischen Klassizismus mit einer Moltkestatue vornedran machen würde.
Und wenn man ein solchen Effekt bei Gebäuden sieht, erahnt man ihn doch auch bei ganzen Städten.
Das ist, worauf Köppel zeigte. Man kann so gesehen durchaus die Frage stellen, und sie deutschlandpolitisch sogar sehr relevant, wenn man sie sieht, gerade auch als Fan von Spengler, der Ordensritter und der preußischem Tugenden, ob es eine gute Idee ist, ein Deutschland, das seine Wurzeln (!) wiederfinden muß, während der Versuch gemacht wird, es hilfsimperial vor fremde Pferde zu spannen, ausgerechnet aus Berlin zu regieren als wäre nichts. In wessen Interesse eigentlich?
Darauf spielte Köppel an. Höcke fällt dieser Punkt vermutlich emotional nicht leicht, fairerweise. Er nimmt der CDU als Preußenfan das Eichsfeld ab und und hat als Ostpreuße ganz klar mehr "ritterlichen Frontier Spirit" an der Spitze der kulturbringenden Siedlungsbewegung als ein Rheinländer oder Schwabe.
Dennoch hat Köppel da auf etwas gezeigt, das für Deutschland Bedeutung hat: Ist Berlin der richtige Ort?
Höckes Auftritt bei Köppel bietet das, was ich in seinem Gespräch mit Ben Berndt schmerzlich vermisst habe: Einen normiefreundlich aufbereiteten Schnellkurs "Neurechts 101", in dem er dutzende Hundepfeifen zum Klingen bringt.
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