@Frohnmaier_AfD, inzwischen liefert die AfD BMW beinahe im Stundentakt nachträglich Argumente dafür, weshalb ein Weltkonzern zu dieser Partei größtmöglichen Abstand halten könnte.
BMW zieht EIN Leasingangebot zurück. Einen Grund nennt der Konzern bis heute nicht.
Was folgt?
Rausch empört sich öffentlich. Siegmund greift BMW an. Du erklärst daraus einen Angriff auf den „Wählerwillen“. Beatrix von Storch ruft praktisch bei Elon Musk nach Ersatz. Aus einer geschäftlichen Entscheidung wird eine systematisch wirkende politische Kampagne gegen einen deutschen Weltkonzern.
Und dann fragt ihr ernsthaft, weshalb BMW möglicherweise Berührungsängste mit der AfD haben könnte?
Vielleicht einmal die Gegenprobe:
BMW beschäftigt Menschen aus mehr als 110 Nationen, bezeichnet Vielfalt als Erfolgsfaktor, unterstützt ausdrücklich queere Beschäftigte und betreibt internationale PRIDE-Netzwerke. Das Unternehmen sagt selbst, dass alle unabhängig von sexueller Orientierung und Identität willkommen sind.
Die AfD Sachsen-Anhalt schreibt dagegen in ihr Regierungsprogramm: Die Anwerbung „kulturfremder Fachkräfte“ führe zu „unerwünschten Folgeproblemen“. Ausgerechnet im Gesundheits- und Pflegesektor behauptet sie daraus Gefahren für Patienten.
Besonders grotesk: Mehr als ein Viertel der Krankenhausärzte in Sachsen-Anhalt hat keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das Land ist auf internationale Fachkräfte angewiesen, während die AfD sie politisch als „kulturfremd“ problematisiert.
Und beim Umgang mit queeren Menschen?
Der inzwischen für die AfD ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählte Julian Adrat erklärte: „Transgenderismus gehört ausgerottet.“ Regenbogenflaggen stünden für die „Verachtung der normalen, ehrlichen und anständigen Bürger dieses Landes“. Der rbb dokumentiert zudem weitere homo- und transfeindliche Äußerungen.
Und weil das Niveau offenbar noch nicht erreicht war, dokumentiert sogar das Bundestagsprotokoll einen Adrat-Post mit dem Satz: „Mir ist egal, wenn Milliardäre im Privatjet Sex mit Minderjährigen haben.“ Das ist ein dokumentiertes Zitat; daraus folgt selbstverständlich nicht die Behauptung, Adrat selbst habe entsprechende Taten begangen.
Man muss BMWs Motiv also gar nicht erfinden. Die viel interessantere Frage ist:
Warum sollte ein globales Unternehmen, das von internationalen Teams, offenen Märkten, Diversität und LGBTQ+-Akzeptanz lebt, besonderen Wert auf politische Nähe zu einer Partei legen, aus deren Reihen genau diese Dinge regelmäßig bekämpft und verächtlich gemacht werden?
Und jetzt kommt die Pointe, Herr Frohnmaier:
Ihr predigt Vertragsfreiheit.
Ihr predigt unternehmerische Freiheit.
Ihr predigt weniger politische Einmischung in Unternehmen.
BMW trifft eine unternehmerische Entscheidung – und plötzlich soll ein Wahlergebnis einen Anspruch auf einen Leasingvertrag begründen.
43,8 Prozent der Zweitstimmen sind kein BMW-Gutschein. Demokratie verpflichtet Bürger zur Anerkennung eines Wahlergebnisses – aber keinen Automobilkonzern zum Abschluss eines Vertrages.
Und wenn die Antwort auf eine unerwünschte Unternehmensentscheidung anschließend öffentliche Angriffe, Empörung und politischer Druck sind, widerlegt ihr BMW nicht.
Ihr demonstriert ziemlich eindrucksvoll, warum Distanz zur AfD für ein internationales Unternehmen eine nachvollziehbare unternehmerische Entscheidung sein kann.
Die AfD wollte BMW zum Skandal erklären.
Am Ende erklärt sie vor allem sich selbst.
#BMW #AfD #TobiasRausch #MarkusFrohnmaier #SachsenAnhalt #Diversität #LGBTQ #Faktencheck
Do you know why you know the names of the
Cornell 7?
Because Cornell Daily Sun Editor-in-Chief Sophia Dasser ’28, Associate Editor Sophia Romanov Imber ���28 and Opinion Editors Zara Cheek ’28 and Rayen Zhou '29 conducted on-point reporting and then stood ten-toes down, stared their own university straight in the face, hit “publish” and said,
“Cornell Won’t, We Will.”
And signed their names to it.
@ArtoisLibra Als derjenige der einstellt, wäre meine Perspektive: Studium super - danach im Schnitt keine vier Jahre je Arbeitgeber. Finde zumindest die Frage berechtigt.