Kennt ihr #Foodsharing ??
Wenn ja, nutzt ihr es? Ob zum geben oder nehmen, ist ja egal. Hauptsache man nutzt es ❗
#Lebensmittel gehören in den Bauch❗ nicht auf den Müll ❗
#Mindesthaltbarkeit tötet nicht!
Ein deutscher Arbeitgeber hat 100€, die er einem Arbeitnehmer zur Verfügung stellen will. Nach AG-Anteil und AN-Anteil an Sozialabgaben und Einkommenssteuer sind für den AN noch ca. 53€ übrig (OECD Daten für Durchschnittsgehalt in Deutschland bei Single ohne Kinder). Von diesen 53€ kauft er E10-Benzin für seinen Kleinwagen, mit dem er jeden Tag zur Arbeit fährt. Bei einem Spritpreis von aktuell 1,79€ bekommt er 29,6 Liter. Von den 53€ gehen 8,47€ an den Staat in Form der Mehrwertsteuer. Durch die Energiesteuer gehen weitere 19,36€ an den Staat. Die CO2-Steuer, die natürlich auch an den Staat fließt, liegt bei 29,6 Litern Benzin bei 2,49€.
Rechnen wir nun zusammen: Von 100€ gingen insgesamt 77,32€ an den Staat.
Und Linke denken, dass die Steuern zu gering sind.
@Lauraundjean@derspiegel Ich finde sie natürlich schön. Endlich mal keine dieser mit Botox glattgebügelten, mit Silikon vollgepumpten Insta Barbies und schwanztragenden Möchtegern - Frauen in Kleidchen 🤷♀️😏
@Veritaequita@MIGO_Offiziell Ohne eine detaillierte Aufschlüsselung, welche Menschen BG beziehen um dann heraus zu filtern, wer wirklich arbeiten kann, ist die Aussage (teilweise) unsinnig.
@MIGO_Offiziell Es braucht Wohnraum für alle Menschen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen. Menschen zu entwurzeln um Platz zu schaffen, ist der falsche Weg. Aber der Staat sieht wieder eine einfache Lösung. Wie so oft, auf den Rücken derjenigen, die sich kaum wehren können.
@MIGO_Offiziell Es ist, als würde man den suchenden Familien noch vorwerfen, nicht hart genug in geil bezahlten Job zu arbeiten, um sich große teure Wohnungen zu suchen. Die Wurzel des Übels liegt weder an den Alten noch den Familien, sondern am versagenden Staat. 1/
@ainyrockstar Wie wahr. Und dann liest man Artikel wie diesen hier, über falsche Väter, die die Vaterschaft anerkennen und Fett kassieren 🤮
Und ganz ohne Bezahlkarte natürlich.
https://t.co/WfPJ0YzMns
Alles in allem, war es ein mieses Jahr gewesen. Geeignet mit einem Streich, dass Lächeln aus dem Gesicht und schlimmer, aus dem Herz zu wischen.
Großer Gott, geht es Celestine durch den Kopf, was für pompöse Gedanken zu schnöden Katastrophen, stellt sich vor den Spiegel und sieht sich an, wie man einen Fremden ansieht, und versucht sich in einem Lächeln, das sie an eine Maske erinnert.
„That`s the way. Wer braucht das schon.“
Mehr Antwort als Frage und Celestine geht noch einmal mit den Fingern durch die Haare, findet das Äußere o.k, auf alle Fälle ausreichend für die Betriebsweihnachtsfeier, die sie nötigt durch die lichter geschmückte Stadt zu gehen.
Die Läden haben schon geschlossen und die Menschen hasten und drängen nicht mehr durch die Fußgängerzone.
Am Schaufenster eines Spielzeugladens steht ein kleiner Junge, und drückt sich an der Scheibe die Nase platt.
Wahrscheinlich schreibt er innerlich einen Wunschzettel, oder hofft, dass an Heilig Abend etwas davon in Erfüllung geht.
Die Mutter des Jungen nimmt ihn bei der Hand und zieht ihn mit sich fort.
Als beide um die Ecke verschwunden sind, nimmt Celestine den Platz des Jungen ein und sieht in das Ladeninnere.
„Sie sind zu hoch...viel zu hoch droben...“ tönt eine Stimme neben ihr.
Celestine schaut nach rechts, um zu sehen wer sie da als viel zu hoch droben einstuft, und sieht einen Clochard.
Ein Clochard mit all seinen Habseligkeiten auf dem Fahrrad, mit einem Rauschebart graubraun meliert und buschigen Augenbrauen, die fast die dicke schwarze Pudelmütze berühren.
Der Clochard „parkt“ sein Fahrrad, tariert es aus, damit es nicht mit all seinen Habseligkeiten umkippt, und stellt sich neben Celestine.
„Schaun sie, so müssen sie das machen“ und dabei geht der Clochard langsam in die Knie und als er unten ist, presst er die Nase an die Scheibe und legt beide Hände neben seinen Kopf an das Fensterglas.
Ein merkwürdiges Bild, wie er da so in der Hocke sitzt, mit dem verschlissenen, grauen Mantel und in das Ladeninnere starrt.
„Nun kommen sie schon“ fast liegt da ein bisschen Ungeduld in der Stimme und auffordernd sieht er zu Celestine nach oben. „ Nun kommen sie schon runter...“
Celestine sieht sich ein paar mal um, unauffällig wie sie meint, wär ja nicht auszudenken, wenn ausgerechnet jetzt die Arbeitskollegen - und geht langsam in die Knie, nach unten, und als sie gleich auf gleich mit dem Clochard ist, presst sie ihre Hände und die Nase an die Schaufensterscheibe und starrt in das Innere des Ladens.
„So, und nun machen sie die Augen groß, und das Herz weit - sonst bleibt ein Schaukelpferd ein Schaukelpferd, und wird niemals mehr ein Pferd, dass einen überall hinträgt, wo man hin will.“
Celestine sieht den Clochard verständnislos an, der schüttelt darüber den Kopf „etwas langsam sind sie ja schon. Also nochmal: Augen und Herz groß und jetzt staunen sie hinein, in ihre großen Träume aus kleinen Tagen...“
Celestine starrt in das Ladeninnere, findet immer noch, dass alles so aussieht wie vorhin, als sie höher war - obwohl, die Sachen wirkten etwas größer von hier unten. Oh, und da war ein Engelsspiel, dass hatte sie vorhin gar nicht gesehen und gleich dahinter ein Teddybär, der fast so aussah wie ihr Teddybär aus alten Tagen.
Meine Güte was hatte sie ihm damals die Ohren zerzaust, vor Liebe, vor Wut, vor Traurigkeit und was hatte sich dieser Teddy alles anhören müssen, die ganze Spannbreite derer ein kleines Mädchen fähig ist. Irgendwann hatte sie ihn verloren, den Teddy, und es war ihr gar nicht aufgefallen.
Als Celestine ihre Augen weiter schweifen lässt, sieht sie ganz hinten ein Kettcar stehen, grün, und Celestine macht die Augen groß, presst die Hände fester an die Scheibe, als ihr einfällt, dass das mal ihr größtes Sehnen war, ein Kettcar, um Welten zu bereisen.
Ein Kettcar das Raumschiff und Zeitmaschine war, ein Kettcar das einen Rennfahrer sein ließ, oder auch Ben Hur.
Quo vadis – zeitloser Dauerbrenner in der schwarzweißen Flimmerkiste, und Celestine staunt und staunt, wie sie das alles nur vergessen konnte, drückt sich die Nase an der Scheibe platt, hört den zarten Klang des Engelsspiels, riecht das warme Kerzenwachs im goldenen Lichterschein und fühlt die Unbeschwertheit der vergangenen Tage.
Neben ihr erhebt sich der Clochard mit einem Ächzen, und auch Celestine richtet sich wieder auf.
„Mit alten Knochen wird das mühsam, aber immer noch machbar.“ Der Clochard klopft sich seinen Mantel ab und umfasst mit beiden Händen den Lenker seines Fahrrads.
„Und sie? Was machen Sie jetzt?“ fragt Celestine den Clochard.
„Ich hab einen alten Freund, auf seiner letzten Reise begleitet und nun wird es Zeit dieses Land zu verlassen, es ist kalt hier geworden“
„Ein guter Freund?“
„Der Beste...“ und in den Augen, und der Stimme des Clochards schwimmt und flutet die Traurigkeit.“
Wir wollten nach Grenoble, schon im Sommer, und jetzt wird es schwer.“ Die Stimme des Clochards versagt, und er wischt sich mit einer Hand die Tränen aus den Augen.
„Dann lassen sie mich helfen, es leichter zu machen.“ und Celestine kramt aus ihrer Börse 50 Euro und hält sie dem Clochard entgegen.
Der sieht Celestine und die 50 Euro ungläubig, ja fassungslos an, ist versucht den Geldschein anzunehmen, hält dann inne und meint:
„Man kann sich nicht frei kaufen, dass wissen sie.“
„Ich weiß. Man kann auch kein Schaukelpferd kaufen, dass einen in alle Welten trägt und man kann auch keinen besten Freund kaufen, aber man kann ganz unbedingt das Reisen ein wenig leichter machen, und das wünsch ich mir für sie, und für ihre alten Knochen, die doch noch so mühelos die Perspektive wechseln.“ unverdrossen hält Celestine den Schein vor sich hin, und der Clochard beginnt zu lachen, klopft sich mit den Händen auf die Oberschenkel
„ Ja gibt’s denn das, 50 Ocken, einfach so“ er lacht und nimmt den Schein, lüpft die schwarze Pudelmütze, löst den Ständer seines Fahrrads und radelt davon, mit all seinen Habseligkeiten, mit einem besten Freund und Grenoble im Herzen.
Celestine bleibt noch vor dem Schaufenster stehen, kann sich darin sehen, tritt näher heran, betrachtet sich ernst, und dann lächelt sie sich an, und sieht ganz mühelos das grüne Kettcar und den Teddy mit den zerzausten Ohren.