Positionen wie die von Klaus von Dohnanyi liefern keine Analysen und beruhen nicht auf der tatsächlichen Lage sondern drücken kollektive deutsche Gefühlslagen aus, die tief in der politischen Kultur der Bundesrepublik verankert sind: Es geht um Angst vor Eskalation, Sehnsucht nach Stabilität, Überforderung durch geopolitische Komplexität, Misstrauen gegenüber Machtpolitik und einen Wunsch nach moralischer Entlastung. (“Beide Seiten sind Schuld.”) Diese Aussagen bedienen emotionale Resonanzräume und sind deshalb für sachliche Argumentationen kaum offen. Putin profitiert leider von der emotionalen Rückwärtsgewandtheit und nutzt sie gezielt aus.
Spannend: “Unser kollektives Gehirn hat sich an eine merkwürdige Diät gewöhnt: Es nimmt täglich große Mengen Problemnahrung zu sich. Schlechte Nachrichten, zugespitzte Analysen, politische Nickligkeiten. Das Gehirn liebt das. Es ist evolutionär gebaut für die Bedrohungserkennung. Eine Katastrophe zieht mehr Blicke auf sich als zehn gelungene Projekte. Das war nützlich, als man Säbelzahntiger erspähen musste. Für das Verständnis einer komplexen Gesellschaft ist es schädlich. Und nein, das liegt nicht allein daran, dass viele Journalisten lieber nach dem Haar in der Suppe als nach dem Erfolgsrezept suchen. Die deutsche Anfälligkeit für Pessimismus und fürs Klagen ist eine Volkskrankheit.” @FAHarms@tonline ➡️ https://t.co/Qo5JIbmnTv
@dianastol Wie schön! Liebe Diana, ich wünsche Dir und Deinen Lieben alles erdenklich Gute im neuen Heim! Glück, Gesundheit und nur fröhliche Stunden sollen euch begleiten! 🥰🫶🏻😍💝🤩🥰💚