Ungewisse Zukunft für #Cobra11
Die Filme, die RTL zum 30-Jährigen des Action-Klassikers "Alarm für Cobra 11" zeigt, wurden vor zwei Jahren gedreht. Seither ruht die Produktion – ohne Aussicht auf Fortsetzung. Die legendäre Produktionsfirma Action Concept hat sich verkleinert.
Im deutschen Markt sorgt die Fusion von Banijay und All3Media dafür, dass Banijay an Leonine vorbeizieht und neue Nummer eins der Produktionsgruppen wird.
Alle zwei Jahre vermisst Goldmedia im NRW-Auftrag den Produktionsmarkt. Nach Jahren des Booms gingen die produzierten Minuten um drei Prozent zurück. Banijay produziert am meisten, Leonine führt beim Umsatz, Beta Film hat den höchsten Umsatz pro Minute.
In Windeseile hat die kanadische Streaming-Serie #HeatedRivalry um zwei schwule Eishockey-Profis eine globale Fan-Community aufgebaut. Der Erfolg wirkt sich bereits auf die Nachfrage nach Buchrechten und auf die Offenheit für Romanzen mit queeren Hauptfiguren aus.
Eigentlich war die endgültige Trennung zum Jahresende 2023 geplant. Doch dann behielt Stefan Raab seinen 10-Prozent-Anteil an der deutschen Banijay-Gruppe, weil man sich nicht auf einen Preis einigen konnte. Jetzt hat der Verkauf doch noch geklappt.
Liebeserklärung im Gewand einer Dramedy: Johann Buchholz adaptiert für Disney+ das französische Serienformat "Call My Agent" und schafft dabei einen absurd-warmherzigen Mikrokosmos mit Berlin-Babelsberger Verortung. Die größten Stars spielen sich selbst.
Im Jahr zwei nach Übernahme durch die französische Mediawan-Gruppe kann Leonine-Chef Fred Kogel Export-Erfolge vorweisen – vom US-Remake der "Wochenendrebellen" bis zum RTL-"Gehaltsranking". Derweil hat er unbemerkt eine Beteiligung abgestoßen.
Mit der neu gegründeten BetaBerlin Productions, an der auch Nico Hofmann beteiligt ist, wollen die Konzernchefs Jan Mojto und Moritz von Kruedener noch mehr kreative Köpfe an sich binden. In Köln soll Rosebank derweil gründungswillige Produzenten auftun.
Der NDR erklärt die Rückgänge bei Studio Hamburg damit, dass die Öffentlich-Rechtlichen auf "preiswertere Formate" setzen. CEO Johannes Züll verspricht dennoch ein "solides Ergebnis". Seit wenigen Wochen hat seine Gruppe eine Tochterfirma in Italien.
Weil das Kerngeschäft TV-Produktion unter Preisdruck steht, setzt Banijay-Germany-CEO Marcus Wolter mehr denn je auf Live-Entertainment-Formate und auf direktes Geschäft mit Konsumgüter-Marken. Zu den Gesellschaftern zählt noch immer Stefan Raab.