Der Vollwertköstler als „Körnerfresser“: Kaum ein Ernährungsmythos ist so bequem, so haltbar und so verräterisch. Denn wer über Müsli, Dinkel und Sauerteig nörgelt, spricht gar nicht so oft über Essen. Er verteidigt eine Vorstellung von Normalität. Hier das ehrliche Weißbrötchen, dort die Ernährung mit Weltanschauung. Hier Currywurst, dort Hirseauflauf mit Sendungsbewußtsein.
Aber so einfach ist es natürlich nicht. Das Korn ist älter als jede Lifestyle-Debatte. Es steht für Ackerbau, Brot, Bier, Staat, Vorrat und Zivilisation. Der Mensch war Körnerfresser, lange bevor es Reformhäuser, Overnight Oats und Concept Stores mit Nussmuswand gab.
In dieser Folge geht es um das Korn als Kränkung, den Körnerfresser als Spottfigur und die Frage, warum ein gutes Sauerteigbrot am Ende vielleicht die meisten Kulturkämpfe entwaffnet. Auf Spotify:
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Wenn Regionaltourismus durch den Magen geht, ist Bayern klar im Vorteil: Weißwurst, Breze, Bier, Obazda, Haxe und Kaiserschmarrn als Standortpolitik. Einschätzung des bayerischen Genussbotschafters @Markus_Soeder? https://t.co/nO06vvIkAy
#Ernährungsmythos des Alltags: Am Esstisch herrscht doch letztendlich immer #Harmonie. ... oder etwa nicht? - Folge 15, 6 Minuten kostenlos zum anhören auf Spotify: https://t.co/bvb8q0HKsp
Film & Fressen Folge 2: Babettes Fest - Spotifylink https://t.co/7rKqM1R3OW - Eine cineastische Genussreise zu einer französischen Köchin in Jütland.