Das stolze Türkentum vs. die Realität: Wer ist hier eigentlich wer?
Wehe, man guckt 👀das oft überempfindliche „stolzierte Türkentum“ in Deutschland schief an – sofort kollabiert die nationale Würde im Sekundentakt. Aber schaut man hinter die Kulissen, regiert in der Türkei ein ganz anderes, herrlich absurdes Prinzip: die permanente Hackordnung.
Das magische Mantra dazu lautet: „Weißt du überhaupt, wer ich bin?“ („Sen benim kim olduğumu biliyor musun?“).
Wer zuerst brüllt, gewinnt – selbst wenn sich am nächsten Tag herausstellt, dass der Brüller nur der entfernte Bekannte des Chauffeurs eines Provinz-Abgeordneten war. 😂
Wie man sich mit diesem System schützt, durfte ich damals beim „Bus-Cargo“ in Istanbul erleben. In der Türkei sind die Reisebusse, die Ersatzzüge, zumal die Schiene nicht gut ausgebaut ist.
Ich musste ein Paket 775 km weit verschicken. Der logistische Rat meiner Frau (mit Blick auf die Hackordnung): „Sag einfach, du bist verwandt mit dem Polizisten Ahmet". Dann muckt keiner auf."
Den Polizisten Ahmet gibt es tatsächlich. Ist der Schwager meiner Frau.
Ich, deutsch geeicht, dachte an die Statistik: Es gibt über 1 Million Ahmets in der Türkei und 335.000 Polizisten dazu. Die Chance, dass die den kennen? Gleich null.
Trotzdem der Versuch am Schalter:
🗣️ Ich: „Hallo, ich bin verwandt mit dem Polizisten Ahmet un dmöchte ein Paket nach Kayseri schicken.“
💼 Schaltermitarbeiter (winkt mich sofort durch): „Schmeiß dein Paket dahin!“
🗣️ Ich (irritiert): „Kennen Sie den überhaupt?“
💼 Er (grinsend): „Nö, woher denn? Reicht doch. Er ist Polizist und ist aus Kayseri.“ Dabei hatte ich nichts von Kayseri gesagt. Egal!
Der Clou an der Geschichte: Warum hat das funktioniert? Weil der Schaltermitarbeiter das Risiko nicht eingehen wollte, dass ich wirklich einen einflussreichen Polizisten kenne. Hätte ich mich ohne dieses Schutzschild über irgendetwas beschwert, hätte er mir sofort die Leviten gelesen und gefragt: „Weißt du überhaupt, wer ich bin?“
Merke: In diesem System kuscht man lieber vorsichtshalber vor dem großen Unbekannten, um nicht auf der Verliererseite der Hackordnung zu landen. Man akzeptiert die Rolle des Unterlegenen – aber nur so lange, bis man beim nächsten Mal einfach schneller ist, selbst zuerst brüllt und schwupps... jemand ist. Zumindest bis zum nächsten Mal. 🤣
ARDener
Der gesunde Menschenverstand ist bei einigen da, aber sie hören auf die Linksparteien und handeln nicht für Deutschland.
Das ist gesunder Menschenverstand: Caroline Bosbach sagt: „Ich habe in Sachsen-Anhalt aus Überzeugung und total gerne den Wahlkampf unterstützt. Ich habe großartige Wahlkämpfer und tolle Kandidaten vor Ort kennengelernt, denen ich den Einzug ins Landesparlament von Herzen gewünscht hätte! Aber in jedem Gespräch mit den Bürgern ist sofort klar geworden: die aktuelle Politik im Bund wird einen gewichtigen Anteil am Ergebnis haben.
Ich wünsche mir und hoffe sehr, dass hier endlich eine offene und schonungslose Analyse stattfindet. Das Ergebnis kann nur wehtun. Noch schlimmer wäre es aber, wenn wir jetzt so tun, als hätte das mit uns nichts zu tun. Denn wer nach so einer Niederlager weiter macht wie bisher, wird die nächste gleich mitproduzieren.“
#gegenbetreutesdenken #dasgefühldesausgeliefertseins
ZEITREISE
Das Internet ist voll mit Bildern der Menschen im 80er Look.
Alles wird gut, denn wir fangen von vorne an und überspringen einige Kanzler und die Kanzlerin.
Und das sage ich ohne Larmoyanz. 😉
#dasgefühldesausgeliefertseins
In Ordnung: Selbst wenn es eine Destabilisierung durch Russland gibt – was bislang vielfach auf Vermutungen beruht –, weiß ich zumindest ziemlich genau, wer Deutschland in den vergangenen Jahren gegen die Wand gefahren hat.
Wovor sollen wir eigentlich mehr Angst haben: vor denen, die Deutschland angeblich destabilisieren wollen – oder vor denen, die es bereits geschafft haben?
#dasgefühldesausgeliefertseins
Netzfund:
ARDener: Der letzte Satz steht für die ersten Tausend Zeilen.
„Als "langgedienter Informatiker“ pflege ich durchaus so etwas wie eine Liebe zu Zahlen und "Mathematik im Allgemeinen“ und behaupte, über eine grundlegendes Verständnis für Statistik und Wahrscheinlichkeiten zu verfügen. Werfen wir also einen kurzen Blick auf die doch recht unterschiedlichen Stimmanteile bei der Urnen- und Briefwahl:
- Wahlberechtigte: (ca.) 1.700.000
- Wahlbeteiligung (77,8%): (ca.) 1.322.600
- Briefwähler (n2): (ca.) 331.775 Stimmen (Anteil: 24,3%)
- Urnenwähler (n1): (ca.) 990.825 Stimmen (Anteil: 51,2%)
Unter der Nullhypothese, daß Urnen- und Briefwähler rein zufällig verteilt sind, ergibt sich ein gewichteter Gesamtanteil p = (0,512*990.825)+(0,243*331.775)/1.322.600 = ca. 0,4445 (44,45%)
und eine Standardabweichung SE = SQR(0,4445*(1-0,4445)*((1/990.825)+(1/331.775))) = ca. 0,0009967 (0,0997%)
Die empirische Differenz beträgt d = 0,512-0,243 = 0,269 (26,9 Prozentpunkte), daraus resultiert ein Z-Score Z = (0,269 / 0,0009967) = ca. 269,88, d.h. die Abweichung liegt um das ca. 270fache über der statistischen Zufallserwartung. Die statistische Wahrscheinlichkeit (p-Wert, log10(p) = (269.88^2)/(2*ln(10))) liegt bei ca. 10^-15.819 - Eine eher unüblich große Zahl mit 15.818 Nullen hinter dem Komma.
Ein Statistiker würde jetzt feststellen, daß es sich um zwei völlig verschiedene Grundgesamtheiten handelt. Da aber kaum davon auszugehen ist, daß Urnen- und Briefwähler aus vollkommen unterschiedlichen Lebenswelten mit komplett anderen politischen Präferenzen stammen, ist eher davon auszugehen, daß die Verteilung keinesfalls stochastisch unabhängig erfolgte.
Einfacher ausgedrückt: An dem Ergebnis stimmt etwas nicht."
#dasgefühldesausgeliefertseins
Ein kühler Kopf ist jetzt wichtiger als Panikmache.“ 🛑
Es ist unbestritten, dass Einschüchterungen und Drohungen in einer Demokratie absolut keinen Platz haben und der Rechtsstaat Betroffene schützen muss. Aber dieses Statement von Gökay Sofuoğlu schießt zum aktuellen Zeitpunkt völlig über das Ziel hinaus.
Eine demokratische Wahl und deren Ergebnis direkt als „massives rechtsstaatliches Sicherheitsproblem“ darzustellen und das Szenario von Fluchtgedanken in den Raum zu stellen, ist in diesem Stadium schlichtweg übertrieben und schürt unnötig Angst.
•Die Realität: Wir leben in einer gefestigten Demokratie mit funktionierenden Institutionen, Gesetzen und Sicherheitsbehörden.
•Das Problem: Solche drastischen Formulierungen spalten die Gesellschaft in einer ohnehin aufgeheizten Stimmung nur noch weiter, anstatt Vertrauen in unsere rechtsstaatlichen Strukturen zu stärken.
Politische Debatten müssen hart in der Sache geführt werden – aber bitte mit Augenmaß und Realitätssinn, statt mit alarmistischer Rhetorik.
ARDener
#gegenpanikmache
#dasgefühldesausgeliefertseins
Wer sagt es der CDU?
Wie dumm kann eine Partei noch agieren? Es sind doch auch vernünftige Leute dabei, warum machen sie alle mit?
#dasgefühldesausgeliefertseins
Das Projekt-Heidi. Deutschland wird diese Frau noch 40-50 Jahre finanzieren. Sie hat Abnehmer, die sie immer wieder wählen werden.
Verbissen, Ideologie getrieben, Stur, Nervensäge, Deutschland Hasserin …
Zusammengerechnet kommen die vier klassischen Verliererparteien (CDU, Linke, Grüne, SPD) zusammen auf gerade einmal 45,0 Prozent.
Das reicht rein rechnerisch im neuen Landtag wegen der Stimmen für Kleinstparteien unter der Fünf-Prozent-Hürde zwar knapp für eine hauchdünne parlamentarische Mehrheit, hinterlässt politisch aber ein völlig absurdes Viererbündnis aus einer tief gestürzten Union, Sozialdemokraten und Sozialisten.
Die Brandmauer müsste hier also so weit gedehnt werden, dass die CDU mit den Linken ins Bett steigt, um den klaren Wahlsieger irgendwie zu blockieren.
Ein stabiles Regierungsbündnis sieht definitiv anders aus.
#dasgefühldesausgeliefertseins
5 Minuten nur habe ich bei der ARD ausgehalten. Das Ergebnis in Sachsen-Anhalt interessiert die nicht. Sie holen bei Adam und Eva aus und erzählen einen vom Pferd.😂🤪
Trüber Tag bei schönstem Sonnenschein und 25 Grad.
Das Leben da draußen läuft einfach weiter, während drüben in der Türkei meine Welt gerade stillsteht. Wie viele von euch wissen, bin ich aus der Türkei ausgewiesen. Mein sehnlichster Wunsch – meine Mutter nach so vielen Jahren endlich wiederzusehen, ihren Duft zu riechen, sie zu küssen und zu umarmen – ist seit gestern in scheinbar unerreichbare Ferne gerückt.
Meine Mutter hatte einen Hirnschlag. Sie liegt in der Notaufnahme. Eigentlich müsste sie dringend auf die Intensivstation, aber in der ganzen Stadt ist kein einziges Bett frei. Und weil Wochenende ist, arbeitet im Krankenhaus ohnehin nur die Rumpfmannschaft einer Rumpfmannschaft. Die Krankheit möge sich bitte bis Montag gedulden, dann sehen wir weiter. CT und MRT fallen auch aus, weil sie Platin von früheren OPs im Körper trägt. Mein Bruder rotiert aufopferungsvoll vor Ort, aber er kann letztlich auch nur warten. Warten worauf? Dass sie sich selbst heilt? Ohne Eingriff wird nichts besser, heute kann sie schon nicht mehr sprechen.
Mitten in diesem Albtraum klingelt das Handy meines Bruders. Er, die ganze Nacht wach, hofft verzweifelt auf die rettende Nachricht: „Haben Sie ein Bett auf der Intensivstation gefunden?“ Die Antwort des Krankenhauses: „Nein, aber kommen Sie bitte vorbei und machen Sie Ihre Mutter sauber, sie musste mal.“
Wer das türkische Gesundheitssystem nicht kennt, hält das für einen schlechten Scherz. Ich kenne es leider. Als mein Onkel – der frühere Chefarzt genau der betreffenden Klinik! – mit einem Hirnschlag dort lag, dachten wir auch an Sonderbehandlung. Denkste.
Die Schwester rief damals in den Flur: „Können die Begleiter von Dr. XY ihn bitte sauber machen?“ Die Schwestern sind sich dort für die Drecksarbeit schlicht zu fein. Man schickte mich damals erst mal in die Apotheke, um Bettzeug und Unterlagen auf eigene Kosten zu kaufen. Ich kaufte alles, inklusive Schwämmen und Desinfektionsmittel, und fasste das erste Mal in meinem Leben in die Scheiße. Für mein eigenes Fleisch und Blut.
Heute ist die Türkei immerhin „moderner“ geworden. Meinem Bruder wurde ein externer „Begleitservice“ (Özel Refakatçi) angeboten. Kostet 2.000 TL für acht Stunden. Aber Achtung, die nehmen das wörtlich: Der Dienst geht starr von 8 bis 18 Uhr und Kommen, wenn man gerufen wird. Dort absitzen tun sie die acht Stunden nicht. Danach muss man seine Notdurft als Patient eben wieder bis zum nächsten Morgen anhalten – vorausgesetzt, man ist noch bei Besinnung.
Ich frage mich ernsthaft, was die ganzen Krankenschwestern machen, die aus der Türkei nach Deutschland abgeworben werden. Ob sie merken, dass man hier für sein Geld tatsächlich arbeiten und auch mal anfassen muss? In der Türkei haben sie scheinbar den Status von Halbgöttern in Weiß, während die Angehörigen den Rest erledigen.
Aber wer denkt, diese Absurdität gäbe es nur im Krankenhaus, der irrt sich gewaltig. Das zieht sich durch das ganze Land. Als ich mal mein polizeiliches Führungszeugnis abholen wollte, sagte der Beamte trocken zu mir: „Geh mal rüber zum Kiosk und hol zwei Packungen weißes A4-Papier, 80 Gramm. In der Zeit mache ich das Dokument fertig.“ Schön zu wissen, dass die Deutsche Industrienorm (DIN A4) auch in der türkischen Bürokratie gilt – das Schmiergeld und die „Extras“ gehören dort einfach zum guten Ton.
Es klingt verrückt, einen Post über den Schlaganfall meiner Mutter mit solchen System-Absurditäten zu füllen. Aber das hier ist meine Art, nicht völlig im Grübeln zu versinken. Großen Dank an meinen Bruder, der die ganze Last trägt. Auf die Gesundheit!
Ahmet
UNHEIL BEGINNT MEIST MIT EINER LÜGE
Russland, und vor allem Putin, wird uns im Westen als die große Gefahr präsentiert. Manchmal entsteht dabei der Eindruck, als stünden russische Panzer schon kurz vor Frankfurt.
Da stelle ich mir eine ziemlich banale Frage: Was genau sollte Putin eigentlich mit Deutschland anfangen wollen?
Ist er scharf auf unsere marode Infrastruktur? Auf Brücken, bei denen man besser vorher nachfragt, ob sie noch stehen? Auf die gebrauchten Maschinen jener Betriebe, die gerade schließen oder ihre Produktion verlagern? Oder auf unsere gesellschaftlichen Probleme, die wir selbst kaum noch in den Griff bekommen?
Natürlich ist Russland eine militärische Großmacht, die mit dem Angriff auf die Ukraine gezeigt hat, dass sie bereit ist, Grenzen mit Gewalt zu verändern. Das sollte niemand verniedlichen. Daraus folgt aber noch lange nicht automatisch, dass Putin Deutschland erobern möchte.
Viel gefährlicher erscheint mir eine andere Entwicklung: Wenn Politik irgendwann nicht mehr fragt, wie ein Krieg verhindert werden kann, sondern nur noch, wie man sich auf ihn vorbereitet. Wenn jede Forderung nach Verhandlungen als Naivität und jede Warnung vor Eskalation als Putin-Versteherei abgetan wird.
Denn Geschichte lehrt noch etwas anderes:
Unheil beginnt erstaunlich oft mit einer Geschichte, die die Menschen unbedingt glauben sollen.
Heute, am 6. September, jährt sich dafür ein Ereignis, das ich als gebürtiger Istanbuler nie vergessen möchte.
Am 6. September 1955 verbreiteten der staatliche türkische Rundfunk und Zeitungen die Nachricht, auf das Geburtshaus Mustafa Kemal Atatürks in Thessaloniki sei ein Bombenanschlag verübt worden. Schon zuvor hatte der Zypern-Konflikt die antigriechische Stimmung aufgeheizt. Später kam heraus, dass der Anschlag von einem türkischen Zyprer ausgeführt und vom türkischen Geheimdienst angezettelt worden war.
Die Meldung lieferte den Funken.
Noch am selben Tag begann in Istanbul das, was heute als Pogrom vom 6./7. September 1955 bekannt ist.
Bewaffnete Gruppen zogen durch jene Viertel, in denen vor allem Griechen, aber auch Armenier und Juden lebten. Geschäfte wurden eingeschlagen, Wohnungen geplündert, Kirchen verwüstet, Friedhöfe geschändet und Menschen misshandelt. Die Polizei griff vielerorts nicht ein; einzelne Polizisten beteiligten sich sogar an der Gewalt.
Und vieles spricht dagegen, dass hier lediglich ein spontaner Mob außer Kontrolle geraten war.
Spätere Untersuchungen und Gerichtsverfahren brachten Hinweise auf eine weitreichende Organisation ans Licht: Menschen waren aus Anatolien herangeschafft worden, Werkzeuge standen bereit, und offenbar waren bereits vorher Listen mit Adressen nichtmuslimischer Einwohner verteilt worden. Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt, vieles spreche dafür, dass Parteiapparat, Geheimdienst und Polizei an Planung und Durchführung beteiligt waren.
Die Bilanz ist erschütternd: 4.214 Wohnungen, 1.004 Geschäfte, 73 Kirchen, zwei Klöster, eine Synagoge und 26 Schulen wurden zerstört oder beschädigt. Je nach Quelle starben 11 bis 15 Menschen, Hunderte wurden verletzt. Das Pogrom wurde zu einem entscheidenden Einschnitt für die jahrhundertealte griechische Gemeinschaft Istanbuls.
Was mich daran bis heute beschäftigt, ist der Mechanismus.
Man braucht Angst.
Man braucht einen Gegner.
Man braucht eine Geschichte.
Und irgendwann braucht man nur noch den Funken.
1955 hieß die Geschichte: „Sie haben Atatürks Geburtshaus angegriffen.“
Die Menschen glaubten sie – oder wollten sie glauben.
Wenige Stunden später lag ein Teil Istanbuls in Trümmern.
Ich setze das heutige Europa selbstverständlich nicht mit dem Istanbul von 1955 gleich. Geschichte wiederholt sich nicht auf Bestellung. Aber ihre Mechanismen sollte man kennen.
Deshalb werde ich misstrauisch, wenn mir jemand erklärt, ein Krieg sei beinahe unvermeidlich. Wenn aus Möglichkeiten plötzlich Gewissheiten werden. Wenn Angst politische Entscheidungen ersetzen soll.
Gerade weil Russland die Ukraine angegriffen hat, brauchen wir einen kühlen Kopf und keine romantischen Vorstellungen über Putin. Aber ebenso wenig brauchen wir Menschen, die uns einreden, Diplomatie sei Feigheit und immer mehr Eskalation der einzige Weg zum Frieden.
Unheil beginnt selten mit der Wahrheit. Manchmal genügt eine einzige Lüge, damit Millionen Menschen bereit sind, das Falsche für das Richtige zu halten.
ARDener
#dasgefühldesausgeliefertseins
Egal, wie es heute Abend ausgeht: Etwas zu feiern werden die linken Parteien auf jeden Fall finden. Die CDU zähle ich inzwischen dazu – schließlich folgt sie ihnen in vielem.
Was genau gefeiert wird, ist fast zweitrangig. Es kommt nur auf den richtigen Blickwinkel an.
In der Politik ist schließlich auch eine Niederlage manchmal ein Sieg – man muss sie nur richtig erklären.
#blickwinkel #sachsenanhalt #dasgefühldesausgeliefertseins
Finde den Fehler.
Gestern noch international gesuchter Terrorchef, heute Staatsgast mit rotem Teppich: Der syrische Interimspräsident Ahmed al-Scharaa wurde in Ankara mit militärischen Ehren empfangen.
Wer die Geschichte nicht vergisst, dem stockt der Atem. Jahrzehntelang führte dieser Mann unter dem Namen Abu Muhammad al-Dschaulani blutige dschihadistische Milizen an. Auf seinen Kopf waren 10 Millionen Dollar Kopfgeld ausgesetzt, seine Organisationen stehen für rücksichtslose Gewalt, Entführungen und schwerste Kriegsverbrechen.
Heute schüttelt er Ministern und Staatspräsidenten die Hände, schreitet die Ehrengarde ab und wird von der türkischen Führung als offizieller Staatsmann hofiert.
Die Realpolitik kennt keine Moral. Gestern Terrorfürst, heute Partner.
#dasgefühldesausgeliefertseins