Nach der offiziellen Veröffentlichung am 20. August 2026 folgt nun das Video der Trauerwache Deutschland zu einem Song, der so viele Menschen tief im Herzen berührt .
https://t.co/5Kc8p79sC6
„Hätte ich gewusst“ spricht aus tiefstem Herzen und gibt Gefühlen Worte, für die viele selbst keine finden. Am 19. September 2026 sind alle herzlich zur nächsten Trauerwache Deutschland auf dem Römerberg in Frankfurt willkommen.
Es ist an der Zeit, uns in diesem Kapitel der Geschichte unseres Landes wieder als Menschen gegenüberzustehen und gemeinsam für Menschlichkeit einzutreten.
Geben wir gemeinsam den vielen Todesopfern seit 2015 eine Stimme und ein Gesicht, so unüberhörbar und unübersehbar, dass niemand mehr wegschauen kann.
Gegen das Vergessen 🖤.
Für die Menschlichkeit 📷.
@trauerwache_deu
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#TrauerwacheDeutschland
#HätteIchGewusst
#GegenDasVergessen
#Menschlichkeit
#Frankfurt
Warum sich die Religion vom begrenzten Kuchen so hartnäckig hält
Warum fallen so viele Menschen auf „Limits to Growth“, Degrowth und die ewige Erzählung vom begrenzten Kuchen herein?
Eigentlich ist die Antwort ziemlich einfach.
Weil diese Weltsicht intuitiv ist.
Da liegt eine bestimmte Menge von etwas auf dem Tisch – Rohstoffe, Energie, Geld, Wohlstand, Wohnraum, was auch immer – und jetzt muss man nur noch entscheiden, wie man sie verteilt. Wenn einer mehr hat, muss ein anderer weniger haben. Wenn wir mehr verbrauchen, ist irgendwann alles weg. Wenn die Wirtschaft wächst, muss irgendwo zwangsläufig etwas zerstört werden.
Das ist ein Nullsummenspiel.
Und Nullsummenspiele sind angenehm einfach.
Man braucht dafür keine Theorie über Innovation, Produktivität, Wissenszuwachs oder technologische Substitution. Man braucht nur einen Kuchen.
Der Kuchen ist endlich.
Also müssen wir teilen.
Fertig.
Die reale Welt ist leider etwas komplizierter.
Natürlich sind viele Rohstoffe endlich. Natürlich kann man nicht unendlich viel Kupfer, Öl, Lithium oder Fläche aus einer endlichen Erde holen.
Aber daraus folgt nicht, dass auch Wohlstand endlich ist.
Denn Wohlstand entsteht nicht nur dadurch, dass wir immer mehr Tonnen von irgendetwas produzieren.
Wohlstand entsteht vor allem durch Wissen.
Nicht mehr Autos.
Bessere Autos.
Nicht mehr Stahl.
Bessere Werkstoffe.
Nicht mehr Energie.
Mehr Leistung aus derselben Energiemenge.
Nicht mehr Rohstoff.
Mehr Nutzen aus demselben Rohstoff.
Ein Smartphone ersetzt heute Dinge, für die man früher Kamera, Telefon, Landkarte, Taschenrechner, Stereoanlage, Fernseher, Lexikon und halbes Büro gebraucht hätte. Tonnen an Rohstoffen!
Das ist kein Nullsummenspiel.
Das ist Produktivitätsgewinn durch Wissen.
Und genau deshalb ist die Vorstellung so falsch, Wirtschaftswachstum bedeute automatisch: immer mehr Kaugummis, immer mehr Krawatten, immer mehr Autos und irgendwann ist die Erde leer.
Wachstum kann genauso bedeuten:
mehr Wert mit weniger Material.
Das Problem ist nur: Dieser Gedanke ist abstrakter als ein Kuchen.
Man muss verstehen, dass Wissen selbst eine Ressource ist, die nicht dadurch kleiner wird, dass man sie benutzt.
Im Gegenteil.
Wissen kann sich vermehren.
Eine Idee kann Millionen Menschen nutzen, ohne dass sie dadurch verbraucht wird.
Ein mathematischer Satz wird nicht weniger wahr, wenn ihn zehn Millionen Menschen kennen.
Ein effizienterer Motor spart Rohstoffe, statt sie zu verbrauchen.
Ein neuer Werkstoff kann aus derselben Menge Material mehr leisten.
Und plötzlich wird aus der endlichen Welt keine unendliche Welt – aber eine Welt mit immer neuen Möglichkeiten.
Genau das überfordert das klassische Nullsummendenken.
Denn dafür muss man dynamisch denken.
Man muss Zeit berücksichtigen.
Innovation.
Substitution.
Technologischen Fortschritt.
Lernkurven.
Produktivität.
Fazit: Intelligenter sein.
Und vor allem muss man akzeptieren, dass die Zukunft nicht einfach eine lineare Verlängerung des heutigen Zustands ist.
Das ist intellektuell anspruchsvoller als:
„Da liegt ein Kuchen. Teilt ihn gerecht.“
Und deshalb ist diese Denkweise politisch so mächtig.
Sie spricht Angst an. Knappheit. Verlust. Schuld.
Wenn jemand überzeugt ist, dass alles bald zur Neige geht, dann braucht man mit ihm irgendwann kaum noch über Details zu diskutieren.
Dann wird jede Gegenrede moralisch verdächtig.
Mehr Energie? Gier.
Wirtschaftswachstum? Zerstörung.
Technologie? Risiko.
Wohlstand? Überkonsum.
Und irgendwann reden Menschen nicht mehr über Sachfragen, sondern über Sünde.
Genau das sieht man in solchen Debatten immer wieder.
Der eine versucht noch zu analysieren weil er die intellektuelle Kapazität dazu hat.
Der andere ist emotional längst auf Endzeit eingestellt, weil er vollkommen überfordert ist.
Und irgendwann zieht die Emotion den ganzen Raum mit.
Das ist übrigens das eigentliche Problem mit Angstpolitik.
Angst macht nicht klüger. Angst verengt.
Wer glaubt, die Menschheit stehe kurz vor dem Untergang, hört irgendwann nicht mehr:
„Lass uns prüfen, ob das Modell stimmt.“
Er hört nur noch:
„Du willst nichts tun.“
Und dann ist die Debatte vorbei.
Gerade Deutschland ist für solche Weltanschauungen erstaunlich empfänglich.
Hier wird aus politischer Prognose schnell Moral.
Aus Moral wird Pflicht.
Aus Pflicht wird Regulierung.
Und aus Regulierung irgendwann Realität, selbst wenn die ursprüngliche Prognose längst korrigiert werden müsste.
Vielleicht liegt genau darin der Reiz dieser ganzen Limits-to-Growth-Religion.
Sie gibt eine einfache Erklärung für eine komplizierte Welt.
Es gibt zu wenig. Ihr verbraucht zu viel. Jemand muss verzichten. Jemand muss verteilen. Jemand muss kontrollieren. Und zufällig ist dieser Jemand meistens der Staat. Wie praktisch.
Dabei lautet die viel spannendere Frage nicht:
„Wie verteilen wir den vorhandenen Kuchen?“
Sondern:
„Wie lernen wir, aus denselben Zutaten einen größeren zu backen?“
Und dafür braucht man keine Angst.
Dafür braucht man Wissen, Intelligenz, Kreativität.
Innovation.
Verantwortung.
Und vor allem die Bereitschaft, zu akzeptieren, dass die Zukunft nicht zwangsläufig ärmer sein muss als die Gegenwart.
Nullsummendenken ist einfach.
Fortschritt ist komplizierter.
Aber genau deshalb hat Fortschritt die Menschheit weitergebracht.
Nicht der Kuchen.
Das Rezept.
https://t.co/JkZcAxkgp8
Ach, jetzt platzt euch der Kragen.
Spannend.
188.000 Unternehmen haben 2025 ihre Geschäftstätigkeit aufgegeben – so viele wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Die Gründe sind vielfältig: hohe Energiepreise, Bürokratie, Fachkräftemangel, fehlende Nachfolger, geopolitische Unsicherheit. Gleichzeitig beschleunigt sich der Arbeitsplatzabbau in der Industrie weiter. Allein im zweiten Quartal 2026 lagen rund 144.000 Industriejobs weniger vor als ein Jahr zuvor.
Und jetzt also der große Brief an Merz.
Jetzt drängt die Industrie auf Reformen.
Jetzt ist plötzlich Schluss mit lustig.
Versteht mich nicht falsch: Es ist richtig, dass ihr endlich Druck macht. Aber mein Mitleid hält sich trotzdem in erstaunlich engen Grenzen.
Denn wo wart ihr eigentlich in den vergangenen Jahren?
Wo war dieser Widerstand, als die deutsche Energiepolitik immer teurer, komplizierter und riskanter für den Industriestandort wurde? Wo war der Aufstand gegen immer neue Berichtspflichten, Auflagen, Lieferkettenregeln, Genehmigungsschleifen und den ganzen grünen Transformationskäse? Wo war die große gemeinsame Ansage: Bis hierhin und nicht weiter?
Stattdessen hatte man über Jahre teilweise den Eindruck, große Teile der Wirtschaft wollten bei jeder neuen politischen Mode unbedingt in der ersten Reihe stehen. Transformation? Hervorragend. Klimaneutralität? Selbstverständlich. ESG? Unbedingt. Energiewende? Wir sind dabei. Hauptsache auf dem nächsten Podium saß jemand vom Vorstand neben einem Minister und erklärte, wie entschlossen man den Wandel gemeinsam gestalten werde.
Nun gestaltet der Wandel zurück.
Natürlich ist nicht „Habeck allein“ schuld an 188.000 Unternehmensaufgaben. Das wäre genauso billig wie die Behauptung, Energiepreise spielten überhaupt keine Rolle. Aber dass hohe Energiepreise und Bürokratie inzwischen selbst von Creditreform ausdrücklich als Teil einer „Krisenzange“ genannt werden, ist nun wirklich keine rechte Verschwörungstheorie mehr.
Und genau deshalb kommt mir dieser späte Aufstand ein wenig vor wie ein Mitarbeiter, der fünf Jahre zu spät ins Büro kommt, sich verwundert umsieht und sagt:
„Hoppla. Hier hat sich aber einiges verändert.“
Ja.
Hat es.
Und zwar nicht über Nacht.
Die Probleme waren sichtbar. Die Probleme waren messbar. Investitionen wurden schwächer. Industriearbeitsplätze verschwanden. Unternehmen verlagerten Produktion. Bürokratie wuchs. Energie blieb teuer. Wettbewerbsfähigkeit wurde schlechter.
Und sehr lange kam aus großen Teilen der Wirtschaft dazu erstaunlich wenig Widerstand.
Jetzt schreibt man Briefe.
Das ist immerhin besser, als weiter Hochglanzbroschüren über Transformation zu drucken.
Aber bitte macht diesmal nicht wieder den klassischen deutschen Fehler: einen Brief schreiben, drei Interviews geben, anschließend einen Wirtschaftsgipfel besuchen und nach dem gemeinsamen Foto wieder nach Hause fahren.
Wenn ihr es ernst meint, dann dreht die Daumenschrauben tatsächlich fest.
Nicht irgendwann.
Jetzt.
Denn der Staat kann sich wirtschaftliche Schwäche eine Weile schönreden. Er kann Defizite erhöhen. Sondervermögen schaffen. Steuern verschieben. Subventionen verteilen. Förderprogramme auflegen und sich gegenseitig erklären, dass Wachstum unmittelbar bevorsteht.
Aber irgendwann taucht eine unangenehme Figur auf.
Die Mathematik.
Weniger Unternehmen bedeuten langfristig weniger Investitionen, weniger Beschäftigung und weniger steuerliche Basis. Weniger Industrie bedeutet weniger Wertschöpfung. Und ein Staat, der gleichzeitig immer größere Ausgabenversprechen macht, kann diese Entwicklung nicht unbegrenzt durch neue Schulden und neue Abgaben überdecken.
Ich mag diese pathetischen Sätze wie „Deutschland steht am Abgrund“ normalerweise überhaupt nicht.
Aber man muss auch nicht am Abgrund stehen, um zu merken, dass man seit Jahren in die falsche Richtung läuft.
Deshalb: Ja, liebe Industrieverbände, macht Druck.
Fordert günstige und verlässliche Energie.
Fordert weniger Bürokratie.
Fordert schnellere Genehmigungen.
Fordert wettbewerbsfähige Steuern.
Fordert endlich eine Regierung, die Unternehmen nicht als Kombination aus Steuereinnahmequelle, Klimaprojekt und Formularadressat betrachtet.
Aber erzählt uns bitte nicht, diese Erkenntnis sei plötzlich im August 2026 vom Himmel gefallen.
Ihr seid ungefähr fünf Jahre zu spät.
Besser spät als nie.
Nur sollte der Brief diesmal nicht wieder dort enden, wo deutsche Wirtschaftspolitik seit Jahren endet:
in einem Arbeitskreis.
@dummbrod An dieser Stelle möchte ich einmal sagen:
Vielen Dank für die vielen sehr interessanten Beiträge! Ich lese Ihre Kommentare immer sehr gerne und aufmerksam und gewinne oft neue Erkenntnisse!
Bitte weiter so!
Viele Grüße...
Der Kuchen ist nicht fertig gebacken
Das ist wieder diese wunderbar statische linke Vorstellung von Wirtschaft: Da liegt irgendwo ein fertiger Kuchen auf dem Tisch, und jetzt geht es nur noch darum, möglichst gerecht zu entscheiden, wer welches Stück bekommt.
Hat jemand ein großes Stück, muss er offenbar einem anderen etwas weggenommen haben.
Also besteuern. Umverteilen. Ausgleichen. Problem gelöst.
Nur funktioniert eine Volkswirtschaft leider nicht wie eine Geburtstagstorte.
Der entscheidende Punkt ist nämlich nicht nur, wie Einkommen verteilt wird, sondern wie Einkommen überhaupt entsteht.
Wenn jemand 120.000 oder 180.000 Euro verdient, fällt dieses Einkommen nicht vom Himmel. Dahinter können hochqualifizierte Arbeit, Unternehmensrisiko, Verantwortung, lange Ausbildung, Investitionen oder eine Firma stehen, die Arbeitsplätze schafft. Natürlich gibt es auch glückliche Erben und überbezahlte Manager. Aber daraus folgt nicht, dass hohe Einkommen grundsätzlich ein gesellschaftlicher Defekt sind, den man möglichst schnell wegbesteuern sollte.
Zumal diese Menschen den Laden bereits überproportional finanzieren. Nach Zahlen des Bundesfinanzministeriums tragen die oberen fünf Prozent der Steuerpflichtigen rund 43,6 Prozent der gesamten Lohn- und Einkommensteuer. Die oberen zehn Prozent zahlen sogar 56,3 Prozent.
Das Märchen vom reichen Mann, der sich irgendwie am Staat vorbeischleicht, ist also zumindest bei der Einkommensteuer erstaunlich weit von der Realität entfernt.
Und jetzt kommt der Teil, den das Nullsummendenken regelmäßig übersieht: Steuersätze verändern Verhalten.
Wenn vom zusätzlichen Einkommen immer weniger übrig bleibt, verändert das Entscheidungen. Lohnt sich die zusätzliche Verantwortung? Die Überstunde? Die Unternehmensgründung? Die Investition? Der Wechsel nach Deutschland? Oder vielleicht eher der Wechsel in die Schweiz?
Ökonomen streiten völlig zu Recht darüber, wie groß diese Effekte jeweils sind. Aber dass Anreize überhaupt existieren, ist keine neoliberale Geheimlehre.
Deutschland hat 2026 einen Grenzsteuersatz von 42 Prozent in der oberen Tarifzone und 45 Prozent beim sogenannten Reichensteuersatz – noch bevor man andere Abgaben betrachtet.
Und dann wundert man sich ernsthaft über den Gedanken, Menschen, die viel leisten, investieren oder Unternehmen gründen, könnten ebenfalls von Entlastungen profitieren?
Das ZEW zeigt übrigens sehr schön, worum es politisch tatsächlich geht: SPD, Grüne und Linke wollen tendenziell mehr Mittel beim Staat konzentrieren und stärker umverteilen; Union, FDP und AfD würden den Staatshaushalt eher verkleinern und mehr Geld bei den Haushalten belassen.
Das ist die eigentliche Debatte.
Nicht gut gegen böse.
Nicht Menschenfreund gegen Menschenfeind.
Sondern:
Wie viel Geld soll der Staat einsammeln, und wie viel soll bei denen bleiben, die es erwirtschaftet haben?
Und da komme ich zu einem Punkt, bei dem ich den deutschen Staat inzwischen nur noch mit einer gewissen Ehrfurcht betrachte: Er verlangt regelmäßig mehr Geld mit dem Hinweis, dass er dann endlich all jene Probleme lösen könne, für deren Lösung er bereits beim letzten Mal mehr Geld verlangt hat.
Das deutsche Haushaltswesen ist in großen Teilen immer noch stark von kameraler Logik geprägt: Einnahmen und Ausgaben, Titel, Haushaltsjahre, Mittelverwendung. Das heißt nicht, dass der Staat buchhalterisch überhaupt nichts messen könnte. Aber der politische Anreiz ist häufig grotesk: Budget verbraucht = gut. Budget nicht verbraucht = nächstes Jahr womöglich weniger Budget.
In einem Unternehmen wäre die Frage:
Was haben wir mit dem Geld erreicht?
Im Staat lautet sie erstaunlich häufig:
Haben wir den Topf ausgeschöpft?
Und dann kommen die Linken und erklären uns, die Lösung bestehe darin, dem Topf noch mehr Geld zu geben.
Nein.
Vielleicht sollte man einmal den revolutionären Gedanken ausprobieren, dass Geld auch bei Bürgern und Unternehmen produktiv eingesetzt werden kann.
Vielleicht gründet jemand eine Firma.
Vielleicht stellt jemand Mitarbeiter ein.
Vielleicht investiert jemand.
Vielleicht arbeitet jemand eine Stunde mehr, weil sich diese Stunde auch für ihn lohnt.
Vielleicht entsteht sogar etwas völlig Verrücktes:
mehr Wohlstand.
Denn Wohlstand wird nicht dadurch geschaffen, dass der Staat vorhandenes Geld möglichst kunstvoll zwischen Taschen verschiebt.
Er entsteht, wenn Menschen Wert schaffen.
Und genau deshalb ist die Frage bei einer Steuerentlastung nicht nur:
„Warum bekommt der mit 180.000 Euro mehr als der mit 40.000?“
Sondern auch:
„Was passiert, wenn wir Leistung, Investitionen und Unternehmertum weniger bestrafen?“
Das ist der Unterschied zwischen Verteilungsdenken und Wachstumsdenken.
Die einen schauen auf den Kuchen und fragen:
„Wer hat zu viel?“
Die anderen fragen:
„Wie backen wir einen größeren?“
Und solange wir diese zweite Frage nicht wieder ernst nehmen, werden wir irgendwann sehr gerecht verteilen.
Nur leider immer weniger.
https://t.co/TTvNrhZh8U
Dänemark hat getan, was Deutschland seit Jahren verweigert:
Es hat gerechnet.
Nicht gefühlt.
Nicht gemoralt.
Nicht „bunt ist schön“.
Nicht „alles Nazis“.
Gerechnet.
Das dänische Finanzministerium hat untersucht, welche Einwanderergruppen die öffentlichen Finanzen entlasten und welche sie belasten. Rein fiskalisch. Also: Steuern und Abgaben rein, Sozialleistungen, Gesundheit, Bildung, Betreuung, Pflege und andere staatliche Kosten raus.
Das ist eine einseitige Sichtweise.
Aber sie ist legitim.
Denn ein Sozialstaat lebt nicht von guten Absichten. Er lebt von Einnahmen.
Und die dänischen Zahlen sind unbequem: Westliche Einwanderer und Nachkommen leisten einen positiven Nettobeitrag. Menschen aus MENAPT-Herkunftsländern — also Naher Osten, Nordafrika, Pakistan, Türkei und ähnliche Herkunftsräume — verursachten dagegen in der dänischen Rechnung hohe Nettokosten.
Noch einmal wichtig:
Das ist keine Aussage über den Wert eines Menschen.
Es ist eine Aussage über die fiskalische Tragfähigkeit von Migration.
Und genau diese Unterscheidung wird in Deutschland systematisch verhindert.
Wer fragt, was Migration kostet, ist angeblich rechts.
Wer fragt, wer arbeitet und wer dauerhaft Transferleistungen bezieht, ist angeblich rechts.
Wer fragt, welche Herkunftsgruppen sich gut integrieren und welche nicht, ist angeblich rechts.
Wer fragt, ob ein Sozialstaat jede Form von Zuwanderung tragen kann, ist angeblich rechts.
Nein.
Das sind normale politische Fragen.
Ein erwachsener Staat muss wissen, wen er aufnimmt, warum er jemanden aufnimmt, welche Kosten entstehen, welche Integrationsleistung nötig ist und ob das Ganze langfristig tragfähig ist.
Dänemark zeigt: Migration ist nicht gleich Migration.
Arbeitsmigration kann ein Gewinn sein.
Qualifizierte Zuwanderung kann ein Gewinn sein.
Menschen, die arbeiten, Steuern zahlen, Unternehmen gründen, Fachkräfteengpässe schließen und wenig Transferleistungen beziehen, stärken den Staat.
Aber Migration in einen Sozialstaat ohne ausreichende Qualifikation, ohne schnelle Arbeitsmarktintegration, mit hohen Transferkosten und kulturellen Integrationsproblemen kann zur Dauerbelastung werden.
Das ist keine Hetze.
Das ist Buchhaltung.
Und wer Buchhaltung für Hetze hält, sollte keinen Staat führen.
Deutschland steckt genau hier fest.
Wir haben einen riesigen Sozialstaat. Der öffentliche Gesamthaushalt lag 2025 bei über 2,2 Billionen Euro Ausgaben. Und trotzdem reicht das Geld nicht. Immer neue Steuerideen, immer neue Beitragserhöhungen, immer neue Schulden, immer neue Löcher.
Und in dieser Lage tut Deutschland so, als könne man über die fiskalische Seite der Migration nicht sprechen.
Doch.
Man muss darüber sprechen.
Gerade wenn man einen Sozialstaat erhalten will.
Denn der Sozialstaat ist kein magischer Brunnen.
Er funktioniert nur, wenn genug Menschen einzahlen, arbeiten, produktiv sind und nicht dauerhaft mehr entnehmen, als sie beitragen.
Wer das ignoriert, zerstört nicht nur Vertrauen.
Er zerstört am Ende genau den Sozialstaat, den er angeblich verteidigt.
Die ehrliche Position lautet:
Ja, Menschen in Not können Schutz brauchen.
Ja, ein zivilisiertes Land kann humanitäre Verantwortung übernehmen.
Ja, qualifizierte Zuwanderung ist wichtig.
Ja, viele Migranten leisten hervorragende Arbeit und tragen viel bei.
Aber nein:
Nicht jede Migration ist automatisch ein Gewinn.
Nicht jede Herkunftsgruppe integriert sich gleich gut.
Nicht jede Aufnahmeentscheidung ist fiskalisch tragfähig.
Nicht jeder, der diese Fragen stellt, ist ein Nazi.
Das dänische Beispiel ist deshalb so gefährlich für die deutsche Debatte, weil es den moralischen Nebel wegbläst.
Plötzlich steht da keine Parole mehr.
Da stehen Zahlen.
Und Zahlen haben eine unangenehme Eigenschaft:
Sie interessieren sich nicht dafür, ob sie ins Weltbild passen.
Der eigentliche Skandal ist nicht, dass Dänemark solche Daten erhebt.
Der Skandal ist, dass Deutschland diese Debatte seit Jahren moralisch abwürgt.
Denn wenn man ein Problem nicht benennen darf, kann man es nicht lösen.
Dann wächst es.
Dann steigen die Kosten.
Dann verlieren Bürger das Vertrauen.
Dann radikalisiert sich die Debatte.
Und dann wundern sich dieselben Leute, die jahrelang jede nüchterne Frage als „rechts“ markiert haben, warum immer mehr Menschen tatsächlich zu den Rändern gehen.
Ein Staat muss nicht hart sein, weil er grausam ist.
Er muss klar sein, weil Unklarheit am Ende alle trifft:
die Steuerzahler,
die Kommunen,
die Schulen,
die Polizei,
die Sozialkassen,
die wirklich Schutzbedürftigen
und die gut integrierten Migranten, die nicht mit problematischen Gruppen in einen Topf geworfen werden wollen.
Das ist die eigentliche Aufklärung:
Humanität ohne Rechnung ist keine Politik.
Es ist eine moralische Geste auf Kosten Dritter.
Und irgendwann kommen diese Dritten mit der Rechnung zurück.
https://t.co/7XqUTwjfmZ
BILD greift hier leider zu kurz.
Ja, Deutschland braucht mehr Produktivität. Aber Produktivität bedeutet nicht einfach: mehr arbeiten, mehr Schichten, mehr Krawatten, mehr Kaugummis, mehr Zeug.
Das ist Denken von 1986.
Die Welt verändert sich gerade mit einer Geschwindigkeit, die die industrielle Revolution in den Schatten stellen kann. KI übernimmt Analyse, Text, Programmierung, Design, Verwaltung, Recherche, Support, Planung, Automatisierung.
Und Deutschland?
Deutschland diskutiert immer noch, als säßen wir in einem Behördenflur von 1965: Linoleumboden, Bona-Wachs, Dienstpost, Aktenwagen, Stempel, Faxgerät und irgendwo ein Amtsleiter, der „Digitalisierung“ sagt, wenn das PDF jetzt per E-Mail kommt.
Das Problem ist nicht nur, dass wir zu wenig produzieren.
Das Problem ist, dass wir zu wenig Neues können.
Wirtschaftswachstum entsteht nicht dadurch, dass ein Land einfach mehr arbeitet.
Wirtschaftswachstum entsteht, wenn Wissen produktiv wird.
Wenn Menschen bessere Werkzeuge bauen.
Bessere Software.
Bessere Maschinen.
Bessere Prozesse.
Bessere Medizin.
Bessere Energie.
Bessere Organisation.
Bessere Geschäftsmodelle.
Produktivität heißt nicht: Der gleiche Mensch rennt schneller im Hamsterrad.
Produktivität heißt: Das Hamsterrad wird abgeschafft, automatisiert oder durch etwas Besseres ersetzt.
Und genau da versagt Deutschland.
Wir haben nicht zu wenig Arbeitsmoral.
Wir haben zu viel Staat, zu viel Bürokratie, zu hohe Abgaben, zu teure Energie, zu viel Regulierung, zu viel Angst vor Risiko und zu wenig Lust auf Wissen.
Deutschland will Sicherheit produzieren.
Aber Wohlstand entsteht nicht aus Sicherheit.
Wohlstand entsteht aus Risiko, Lernen, Scheitern, Erfinden, Verbessern, Gründen, Automatisieren und Bauen.
Wenn junge Menschen vor allem vom sicheren Staatsjob träumen, ist das kein Zeichen von Stabilität.
Es ist ein Alarmzeichen.
Leben bedeutet Entwicklung. Risiko. Versuch. Irrtum. Erkenntnis. Bewegung.
Das deutsche Beamtentum ist oft das genaue Gegenteil davon: verwaltete Bewegungslosigkeit mit Pensionsanspruch.
Natürlich braucht ein Land Polizei, Richter, Lehrer, Verwaltung, Infrastruktur. Niemand bestreitet das.
Aber wenn der Staat immer größer wird und die produktive Wirtschaft immer stärker belastet, dann kippt das System.
Dann werden diejenigen mehr, die verwalten.
Und diejenigen weniger, die schaffen.
Genau das ist Deutschlands Problem.
Die Staatsquote liegt inzwischen wieder über 50 Prozent. Der Staat nimmt also nicht nur einen Rahmen ein. Er wird selbst zum alles überragenden Akteur.
Und ein Staat, der so groß wird, erstickt irgendwann genau die Kräfte, von denen er lebt.
Unternehmer.
Ingenieure.
Handwerker.
Gründer.
Forscher.
Programmierer.
Mittelstand.
Industrie.
Selbständige.
Leute, die Wert schaffen, bevor der Staat ihn verteilt.
Wir brauchen keine fünf Prozent mehr Fleiß im alten System.
Wir brauchen ein anderes System.
Halbierung der Bürokratie.
Radikale Digitalisierung.
Weniger Ministerien.
Weniger Gesetze.
Weniger Berichtspflichten.
Weniger Abgaben.
Günstigere Energie.
Mehr Freiheit.
Mehr Risiko.
Mehr Kapital für Gründer.
Mehr technische Bildung.
Mehr KI-Kompetenz.
Mehr Respekt vor Leistung.
Der Staat muss kleiner werden, damit das Land wieder größer denken kann.
Momentan kann man in Deutschland kaum Luft holen, ohne dass irgendwo ein Formular, eine Auflage, eine Quote, eine Steuer, eine Berichtspflicht oder eine EU-Verordnung wartet.
Und dann wundert man sich, dass keine Dynamik entsteht.
Das ist, als würde man einem Läufer 40 Kilo Beton auf den Rücken binden und ihm dann erklären, er müsse einfach produktiver sprinten.
Nein.
Deutschland hat kein reines Produktivitätsproblem.
Deutschland hat ein Freiheitsproblem.
Ein Wissensproblem.
Ein Staatsproblem.
Ein Mentalitätsproblem.
Die Politik glaubt, Zukunft lasse sich verwalten.
Aber Zukunft wird nicht verwaltet.
Sie wird erfunden.
Und solange Deutschland lieber Sicherheit, Kontrolle und Umverteilung produziert als Wissen, Innovation und Wertschöpfung, wird es weiter stagnieren.
BILD beschreibt das Symptom.
Die Krankheit heißt:
Ein Land von gestern will mit Behördenmethoden von vorgestern die Wirtschaft von morgen gewinnen.
Note für den Artikel: 5 minus.
Bisher weitgehend unter dem Radar: Bei der Verfassungsschutz-Einstufung als „gesichert rechtsextrem“ soll in Zukunft kurzer Prozess gemacht werden.
Im Rahmen der Geheimdienstreform der Bundesregierung soll es statt drei künftig nur noch eine einzige Instanz geben, die über eine Hochstufung bspw. der AfD entscheiden würde - das Bundesverwaltungsgericht.
Es gäbe keine Berufung oder Revision mehr, die zugrundeliegenden Tatsachen können nicht neu überprüft werden.
https://t.co/cyg46djc7n
Wir müssen Wirtschaftswachstum endlich richtig verstehen.
Wachstum bedeutet nicht, dass ein Land jedes Jahr mehr Krawatten, Kaugummis und Plastikbecher verkauft, bis die Erde voller Krawatten ist.
Echtes Wachstum bedeutet: Eine Gesellschaft lernt dazu.
Sie lernt, mit derselben Arbeitszeit mehr Wert zu schaffen.
Sie lernt, bessere Maschinen zu bauen.
Bessere Medizin.
Bessere Software.
Bessere Energie.
Bessere Logistik.
Bessere Materialien.
Bessere Organisation.
Ein Auto von heute wäre im Jahr 1910 kein Auto gewesen.
Es wäre ein außerirdisches Objekt gewesen.
Steuergeräte, Sensoren, Einspritztechnik, Software, Crashtests, Halbleiter, Assistenzsysteme, Materialwissenschaft, Roboterfertigung — all das ist nicht vom Himmel gefallen.
Das ist gespeichertes Wissen auf Rädern.
Wohlstand entsteht nicht dadurch, dass der Staat den vorhandenen Kuchen immer kunstvoller zerschneidet.
Umverteilung kann soziale Härten abfedern. Sie kann politisch gewollt sein. Aber sie erzeugt kein neues Wissen.
Sie entwickelt keinen Chip.
Sie baut keine Batterie.
Sie programmiert keine KI.
Sie erfindet kein Medikament.
Sie macht keine Fabrik produktiver.
Sie ersetzt keine Forschung.
Man kann Wohlstand verteilen.
Aber zuerst muss ihn jemand schaffen.
Und genau da liegt Deutschlands Problem.
Wir reden ständig über Verteilung, Gerechtigkeit, Regulierung, Klimaziele, Förderprogramme, Verbote, Auflagen, Berichtspflichten und Transformation.
Aber viel zu selten über die Frage:
Wo entsteht hier eigentlich noch neues produktives Wissen?
Deutschland hat nicht zu wenig Moral.
Deutschland hat zu wenig Erneuerung.
Zu viel Staat.
Zu viel Bürokratie.
Zu hohe Energiepreise.
Zu viel Misstrauen gegen Unternehmer.
Zu wenig technische Bildung.
Zu wenig Risiko.
Zu wenig Freiheit.
Zu wenig Respekt vor Leistung.
Wenn ein Land wirtschaftlich stagniert, heißt das in harter Übersetzung:
Es lernt nicht schnell genug dazu — oder es verhindert, dass Wissen produktiv wird.
Genau das passiert, wenn der Staat immer größer wird und glaubt, er könne Zukunft verwalten.
Sozialismus erzeugt keinen Wohlstand.
Er verteilt den Wohlstand, den andere vorher geschaffen haben.
Und wenn die Schöpfer von Wissen, Kapital, Technik und Wertschöpfung irgendwann gehen, bleibt nur noch Verwaltung übrig.
Deutschland steht an diesem Punkt.
Die entscheidende Frage ist nicht, wie wir noch mehr Kapital ins Land locken.
Kapital kommt von selbst, wenn ein Land wieder Zukunft ausstrahlt.
Die Frage ist:
Wird Deutschland wieder ein Ort des Wissens, der Technik, der Industrie, der Forschung, der Kreativität und des produktiven Mutes?
Oder wird es ein Land, das seine Vergangenheit verwaltet, seine Gegenwart reguliert und seine Zukunft besteuert?
Wachstum ist kein Konsumrausch.
Wachstum ist gelerntes Können.
Und wer das Lernen abwürgt, würgt irgendwann den Wohlstand ab.
https://t.co/SjojFnhfCW
Die Doofen wählen falsch
Ach, so ist das also.
Die AfD wird offenbar besonders dort gewählt, wo Menschen nicht genügend akademisch veredelt wurden. Bei den Handwerkern. Bei den Bauarbeitern. Bei den Kanalreinigern. Bei den Straßenfegern. Bei den Leuten mit Lehre, Meisterbrief, Schichtplan, Werkzeugkoffer, öligen Händen und einem seltsamen Hang dazu, morgens aufzustehen und tatsächlich etwas zu reparieren.
Der Plebs also.
Na dann ist ja alles erklärt.
Wenn der Wasserhahn tropft, rufen wir künftig bitte nicht mehr den Klempner. Der könnte ja politisch falsch vorgeprägt sein. Dann lieber eine frisch habilitierte Genderforscherin mit moralisch einwandfreiem Haltungsprofil. Wenn der Abfluss verstopft ist, bitte keine Rohrreinigung. Zu gefährlich. Wer weiß, was diese Leute wählen. Dann lieber ein intersektionales Team für Abwasserdiversität. Wenn der Strom ausfällt, bitte keinen Elektriker mit Berufsschule und Gesellenbrief. Vielleicht hat der am Ende eine Meinung zur Energiepolitik. Dann doch lieber einen sozialpädagogischen Arbeitskreis mit Kerzenkreis und Netzanschlussfantasie.
So sieht die neue deutsche Klassenverachtung aus. Früher schaute der Adel auf die Arbeiter herab. Heute macht das ein Teil des akademischen Milieus mit Masterabschluss, MacBook und Angst vor körperlicher Arbeit.
Und natürlich klingt es immer besorgt. Nie verächtlich. Man spricht nicht von dummen Leuten. Man spricht von „Bildungsgrad“, „Polarisierung“, „Demokratiekompetenz“, „Anfälligkeit“, „Desinformation“ und „sozioökonomischen Faktoren“. Das ist viel eleganter. So kann man Verachtung in Tabellenform bringen und sich dabei für aufgeklärt halten.
Dabei wäre die eigentliche Frage gar nicht so schwer.
Warum fühlen sich ausgerechnet jene Menschen von SPD, Linken und Grünen nicht mehr vertreten, die früher angeblich deren Kernklientel waren? Warum wenden sich Arbeiter, Handwerker, kleine Selbstständige, Menschen außerhalb der urbanen Wohlfühlzonen ab? Warum haben Parteien, die jahrzehntelang von Arbeit, Aufstieg und sozialer Sicherheit gesprochen haben, heute oft mehr Verständnis für akademische Symbolkämpfe als für Leute, die unter Energiepreisen, Migration, Bürokratie und Abgabenlast ganz praktisch leben?
Aber diese Frage ist unbequem.
Viel angenehmer ist die Diagnose: Die Leute sind halt nicht gebildet genug.
Das ist wunderbar praktisch. Dann muss man sich mit den eigenen Fehlern nicht beschäftigen. Nicht mit der Energiewende, die von sehr klugen Akademikern geplant wurde und nun Industrie, Netze und Strompreise stresst. Nicht mit Bürokratiegesetzen, die ebenfalls nicht von Kanalreinigern geschrieben werden. Nicht mit Sozialstaatsversprechen, die von gebildeten Politikern formuliert werden, bis irgendwann andere sie bezahlen müssen. Nicht mit Kontrollgesetzen, Berichtspflichten, Förderprogrammen, Quotenlogiken, Verordnungen und moralischen Belehrungen, die selten aus der Meisterwerkstatt kommen.
Die ganzen „Doofen“ bauen Häuser, reparieren Heizungen, verlegen Kabel, fahren Müllwagen, schweißen Geländer, reinigen Rohre, asphaltieren Straßen, gründen Betriebe, bilden Lehrlinge aus und zahlen Steuern.
Die ganz Klugen schreiben ihnen dann auf, welche Formulare sie dabei vergessen haben.
Herzlichen Glückwunsch.
Natürlich schützt ein niedriger Bildungsabschluss nicht vor Unsinn. Aber ein akademischer Abschluss schützt ebenfalls nicht vor Ideologie. Das ist vielleicht die größte Kränkung für jene, die Bildung mit Weisheit verwechseln. Man kann promoviert sein und trotzdem wirtschaftlich naiv. Man kann Professor sein und trotzdem keine Ahnung haben, wie ein Betrieb läuft. Man kann wissenschaftlich sprechen und politisch vollkommen weltfremd sein.
Und man kann Hauptschule, Lehre und Meisterbrief haben — und am Ende eine Firma führen, Arbeitsplätze schaffen und mehr reale Verantwortung tragen als ein ganzes Seminar über postkoloniale Stadtmöblierung.
Vielleicht ist genau das der blinde Fleck.
Dieses Land wird nicht nur von Menschen getragen, die reden können. Es wird von Menschen getragen, die etwas können.
Und wenn diese Menschen politisch abwandern, ist die dümmste aller Reaktionen, ihnen zu erklären, dass sie vermutlich zu wenig Bildung haben. Das ist ungefähr so klug, wie einen langjährigen Stammkunden beim Hinausgehen noch schnell zu beleidigen und sich danach über sinkende Umsätze zu wundern.
Die Jugendstudie „Jugend in Deutschland 2024“ zeigte schon, dass die AfD bei jungen Menschen stark zulegte; zugleich wurde viel über Unsicherheit, Zukunftsangst und politische Unzufriedenheit gesprochen. Genau das wäre der Ansatzpunkt: Warum verlieren etablierte Parteien gerade bei denen Vertrauen, die sie angeblich schützen wollen?
Aber statt das ernsthaft zu fragen, kommt wieder der alte Reflex: Wer falsch wählt, wurde falsch belehrt.
Das ist kein demokratischer Gedanke. Das ist Erziehungsfantasie.
Eine erwachsene Politik würde sagen: Wenn Arbeiter, Handwerker, kleine Selbstständige und junge Menschen uns nicht mehr glauben, müssen wir herausfinden, was wir falsch machen.
Eine selbstgerechte Politik sagt:
Diese Leute müssen besser informiert werden.
Und genau deshalb stehen wir, wo wir stehen.
Die angeblich Dummen wählen vielleicht falsch.
Aber die angeblich Klugen haben das Land vorher so regiert, dass die angeblich Dummen, der Plebs, überhaupt erst auf diese Idee kamen.
Es ist großartig, was Argentiniens Präsident Javier Milei plant: "Zum ersten Mal in unserer Geschichte wird, wenn die Politik ihre Hausaufgaben nicht macht, die Politik die Kosten tragen, nicht die Bevölkerung." Milei hat am Donnerstag einen Gesetzentwurf mit einer "Fiskalfessel" vorgestellt. Wenn das Haushaltsergebnis mehrere Monate hintereinander defizitär ist, hat der Kongress einige Wochen Zeit, die Konten wieder ins Gleichgewicht zu bringen; andernfalls tritt automatisch ein "Shutdown" der nicht essenziellen Staatstätigkeiten ein. Während dieser Zeit erhalten der Präsident, die Vizepräsidentin, die Senatoren, die Abgeordneten, die Minister, die Staatssekretäre und die Unterstaatssekretäre "keinen einzigen Peso Gehalt".
Quelle: @BILD
Das Sperrgitter war nicht für Attentäter gedacht
Man muss diesen Satz erst einmal wirken lassen:
Der mutmaßliche Täter soll ein Absperrgitter selbst beiseitegeschoben haben.
Das klingt im ersten Moment fast absurd. Wie eine Szene aus einer deutschen Sicherheitskomödie.
Da steht ein Gitter.
Der normale Bürger denkt:
Da darf ich nicht durch.
Der deutsche Bürger denkt zusätzlich:
Da wird sich schon jemand etwas dabei gedacht haben.
Der Beamte denkt:
Absperrung vorhanden. Maßnahme umgesetzt.
Der Attentäter denkt:
Ich schiebe das Ding weg.
Und genau hier liegt das Problem.
Dieses Gitter war offenbar nicht gegen Täter gedacht.
Es war gegen normale Menschen gedacht.
Gegen den Bürger, der sich an Regeln hält. Gegen den Autofahrer, der ein rot-weißes Band sieht und sofort umdreht. Gegen den Deutschen, der beim Sturm auf den Bahnhof wahrscheinlich tatsächlich noch fragt, ob er vorher eine Bahnsteigkarte braucht.
Solche Sperren funktionieren in einer Gesellschaft, die Regelbefolgung tief verinnerlicht hat.
Sie funktionieren gegen den braven Bürger.
Sie funktionieren gegen den Falschparker.
Sie funktionieren gegen den Rentner, der nicht weiß, ob er da jetzt wirklich lang darf.
Aber sie funktionieren nicht gegen jemanden, der Gewalt will.
Sie funktionieren nicht gegen jemanden, der nicht fragt, ob er darf.
Sie funktionieren nicht gegen jemanden, der die Lücke sucht.
Und sie funktionieren schon gar nicht gegen jemanden, der versteht, dass deutsche Sicherheitsarchitektur oft nur symbolisch ist.
Das ist der eigentliche Punkt.
Deutschland baut viel zu oft Sicherheit für Menschen, die ohnehin keine Gefahr sind.
Für alle anderen schreibt man Konzepte. Der Staat denkt in Dienstvorschriften.
In Zuständigkeiten.
In Absperrplänen.
In Risikoabwägungen.
In Einsatzprotokollen.
In „wurde geprüft“.
In „nach aktueller Lage ausreichend“.
In „grundsätzlich bewährt“.
Und dann kommt jemand, der nicht in Dienstvorschriften denkt.
Sondern in Gelegenheit. In Schwachstelle, Bewegung, Dreistigkeit und Gewalt.
Und plötzlich steht dieses ganze deutsche Sicherheitsdenken nackt im Raum.
Nicht, weil jedes Risiko vermeidbar wäre, oder weil jede Veranstaltung komplett gepanzert werden kann.
Nicht, weil Polizei und Einsatzkräfte keine schwere Arbeit leisten.
Sondern weil Deutschland oft so tut, als sei Regelbefolgung eine universelle menschliche Eigenschaft.
Ist sie aber nicht.
Der normale Deutsche sieht ein Schild und gehorcht.
Der Täter sieht ein Schild und fragt:
Was passiert, wenn ich es ignoriere?
Das ist der Unterschied.
Und genau diesen Unterschied unterschätzt dieses Land seit Jahren.
Man sieht es nicht nur bei Absperrgittern.
Man sieht es auch bei Abschiebungen.
Da wird angekündigt, informiert, geschrieben, geladen, geprüft, erinnert, erneut geladen, rechtlich begleitet und menschlich abgefedert.
Und dann ist der Betroffene weg.
Welch Überraschung.
Wer hätte ahnen können, dass jemand, der nicht ausreisen will, auf einen Brief mit „Bitte erscheinen Sie zur Abschiebung“ nicht mit deutscher Termintreue reagiert?
Das ist die deutsche Verwaltungsillusion:
Man glaubt, ein Schreiben ersetze Durchsetzung.
Man glaubt, eine Absperrung ersetze Sicherung.
Man glaubt, ein Verbot ersetze Kontrolle.
Man glaubt, ein Konzept ersetze Realität.
Und warum glaubt man das?
Weil es bei der eigenen Bevölkerung oft funktioniert.
Der Deutsche ist dressiert auf Regelbefolgung.
Er wartet an roten Ampeln nachts um halb drei, auch wenn weit und breit kein Auto kommt.
Er füllt Formulare aus, die niemand versteht.
Er zahlt Gebühren, obwohl er innerlich kocht.
Er entschuldigt sich, wenn er im Amt stört.
Er fragt, ob er helfen darf, bevor er hilft.
Er hält sich an Regeln, selbst wenn die Regeln absurd sind.
Das ist einerseits zivilisatorisch wertvoll.
Ohne Regelvertrauen funktioniert keine Gesellschaft.
Aber es hat eine Schattenseite:
Ein Staat, der nur noch mit braven Bürgern rechnet, wird blind für unbrave Täter.
Und eine Bevölkerung, die sich zu lange wie beaufsichtigte Schulkinder verhält, bekommt irgendwann auch Sicherheitsmaßnahmen für beaufsichtigte Schulkinder.
Bändchen.
Gitterchen.
Hinweisschildchen.
Bitte-nicht-durchfahren.
Bitte-nicht-stören.
Bitte-nicht-gewalttätig-sein.
Das Problem ist nicht, dass Bürger Regeln befolgen.
Das Problem ist, dass der Staat daraus eine falsche Sicherheitslogik baut.
Er verwechselt Ordnung mit Sicherheit.
Ordnung ist: Da steht ein Gitter.
Sicherheit ist: Niemand kann es wegschieben.
Ordnung ist: Da gibt es ein Verbot.
Sicherheit ist: Das Verbot wird durchgesetzt.
Ordnung ist: Jemand soll abgeschoben werden.
Sicherheit ist: Er ist danach wirklich weg.
Ordnung ist Papier.
Sicherheit ist Realität.
Deutschland ist großartig in Papier.
Und oft erschreckend schwach in Realität.
Deshalb ist dieser Fall so bitter.
Nicht wegen des Gitters allein.
Sondern wegen der Denkweise dahinter.
Wir leben in einem Land, das harmlose Bürger mit immer neuen Vorschriften überzieht, aber bei gefährlichen Menschen oft erstaunlich naiv wirkt.
Der Bürger bekommt Bußgeldbescheid, Mahnung, Vollstreckung.
Der Gefährder bekommt Beratung, Einschätzung, Deradikalisierungstermin.
Der Handwerker bekommt Auflagen.
Der Täter bekommt Lücken.
Der Steuerzahler bekommt Fristen.
Der Abschiebepflichtige bekommt Schreiben.
Der normale Bürger wird verwaltet.
Der gefährliche Mensch wird unterschätzt.
Und dann stehen alle vor der Katastrophe und fragen:
Wie konnte das passieren?
Ganz einfach:
Weil man Sicherheit für Menschen geplant hat, die sich an Regeln halten.
Und nicht für Menschen, die Regeln brechen wollen.
Das Fazit ist nicht, dass die Opfer so etwas verdient hätten.
Niemand verdient, dass staatliche Naivität tödlich wird.
Das Fazit ist härter:
Eine Bevölkerung, die sich dauerhaft wie unmündige Regelkinder behandeln lässt, bekommt irgendwann einen Staat, der auch so plant.
Einen Staat, der glaubt, ein Schild sei Schutz.
Und dann kommt die Wirklichkeit, schiebt das Gitter zur Seite und fährt einfach durch.
Vielleicht ist genau das die Lektion:
Sicherheit entsteht nicht durch Symbolik.
Sicherheit entsteht nicht durch Dienstvorschriften.
Sicherheit entsteht nicht durch das Vertrauen, dass sich schon alle benehmen werden.
Sicherheit entsteht durch Durchsetzung.
Durch gesundes Misstrauen gegenüber Tätern.
Die braven Bürger sind nicht das Problem.
Also hört auf, Sicherheitskonzepte für brave Bürger zu bauen.
Baut sie für die, die keine Regeln akzeptieren, oder lasst es ganz, ist billiger.
Was an „alle“ ist nicht zu verstehen?
Sprache: Das generische Maskulinum meint nicht jemanden „mit“. Es meint. Es meint alle.
Symbole: Eine Staatsflagge steht nicht „auch“ für jemanden. Sie steht für alle Bürger des Landes. Für alle. Immer.
Recht: Eine Verfassung bedarf keiner
Erwähnung eines singulären Gesellschaftsteils. Sie eint alle. Alle. Immer. Sie gibt den Rahmen für uns alle.
Die Bestrebung der sprachlichen oder gesetzlichen Partikularisierung ist einer Gesellschaft nicht zuträglich. Natürlich bilden wir durch unsere Art und Weise, unser Leben zu führen, soziale Gruppen, das ist gut und richtig und Gruppen sind als Identifikationspunkte, zur Erkennung, Zugehörigkeit, Interessenvertretung hochrelevant. Genau deshalb ist es so wichtig, das wir einende Elemente haben, nicht trennende.
Eine gute Sprache wirft die Frage nicht auf, wer gemeint ist, weil immer alle gemeint sind. Eine Staatsflagge inkludiert natürlich alle. Eine gute Verfassung macht natürlich - auch ohne explizite Nennung - deutlich, dass sie alle Staatsbürger unter ihrem Recht vereint und im Übrigen in dem Staat, in dem sie gilt, sogar auf alle, auch Nicht-Staatsbürger, anzuwenden ist.
Wer künstlich trennt, will Macht ausüben.
„Zehn der 150 Zierbrunnen, die aufgrund technischer oder örtlicher Gegebenheiten zu den Spitzenverbrauchern zählen, werden innerhalb von 1 bis 2 Werktagen abgeschaltet. Dies spart 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen ein.“
Damit begründete München Anfang Juli die Abschaltung mehrerer Brunnen, darunter auch des Fischbrunnen am Marienplatz.
Nun hat die Stadt mir auf Anfrage konkrete Zahlen dazu mitgeteilt: Bezogen auf den täglichen Spitzenverbrauch von 370 Millionen Litern, mit dem die Stadt ihre Wasser-Verordnung für die Bürger begründete, spart die Maßnahme lediglich 0,19 Prozent.
https://t.co/HL2AsECzw0
Wenn Kritik am eigenen Land schon als rechts gilt, hat ein Land ein Problem
Es gibt Sätze, die in Deutschland inzwischen fast reflexhaft fallen. Wer über Verwahrlosung spricht, ist rechts. Wer über Migration spricht, ist rechts. Wer über innere Sicherheit spricht, ist rechts. Wer über nationale Interessen spricht, ist rechts. Wer über Tradition, Leistung, Ordnung, Sprache, Kultur oder Heimat spricht, steht angeblich schon mit einem Bein im politischen Abgrund.
Diese Mechanik ist nicht nur intellektuell billig. Sie ist gefährlich.
Denn sie verhindert genau das, was eine offene Gesellschaft braucht: ehrliche Selbstkorrektur.
Ein Land, das Fehler nicht mehr benennen kann, weil jede Kritik sofort moralisch verdächtigt wird, verliert seine Fähigkeit zur Erneuerung. Dann wird aus Debatte ein Gesinnungstest. Aus Sorge wird Verdacht. Aus Bürgern werden Problemfälle. Und aus offenkundigen Missständen werden Themen, über die man nur noch hinter vorgehaltener Hand spricht.
Dabei ist vieles, was Menschen heute umtreibt, keineswegs radikal. Es ist oft schlicht beobachtbar.
Wer durch deutsche Innenstädte geht, sieht an vielen Orten Verwahrlosung, Müll, offene Drogenprobleme, Gewalt, Respektverlust, kaputte Infrastruktur, aggressive Gruppen, überforderte Behörden und ein Gefühl schwindender öffentlicher Ordnung. Man muss kein Extremist sein, um das zu sehen. Man muss nur mit offenen Augen durch den Bahnhof gehen.
Und doch wird ausgerechnet diese Beobachtung häufig sofort politisch pathologisiert.
Wer sagt, dass Deutschland in Teilen unsicherer, schmutziger, härter und sozial gespaltener geworden ist, bekommt nicht selten die Antwort: „Das ist rechte Rhetorik.“
Nein.
Das ist zunächst einmal eine Beschreibung.
Man kann über Ursachen streiten. Man kann über Lösungen streiten. Man kann Zahlen prüfen, Entwicklungen differenzieren, regionale Unterschiede benennen. Aber man darf Bürgern nicht einreden, ihre Wahrnehmung sei schon deshalb illegitim, weil sie dem offiziellen Optimismus widerspricht.
Genau hier beginnt der Vertrauensverlust.
Viele Menschen erleben eine Realität, die politisch und medial nur noch beschönigt, relativiert oder moralisch umetikettiert wird. Sie sehen Probleme im Alltag, hören aber in Debatten vor allem Sprachregelungen. Sie erleben Kontrollverlust, bekommen aber erklärt, sie hätten ein Haltungsproblem. Sie sehen, dass nationale Interessen in anderen Ländern selbstverständlich vertreten werden, während in Deutschland schon der Begriff „deutsch“ vielen peinlich ist.
Das führt zu einer tiefen Entfremdung.
Der Kern des Problems ist nicht, dass Deutschland zu wenig Selbstkritik hätte. Im Gegenteil: Deutschland hat eine lange, oft notwendige Kultur der Selbstkritik. Nach 1945 war das verständlich und richtig. Dieses Land musste sich mit Schuld, Verbrechen, Verantwortung und Erinnerung auseinandersetzen. Das war keine Schwäche. Das war eine zivilisatorische Pflicht.
Aber irgendwann ist aus historischer Verantwortung in Teilen des politischen Milieus etwas anderes geworden: eine Art vorauseilende Selbstverleugnung.
Nicht mehr: Wir kennen unsere Geschichte und ziehen daraus Lehren.
Sondern: Wir misstrauen allem Eigenen.
Nicht mehr: Nie wieder Diktatur, Rassenwahn, Entmenschlichung und Krieg.
Sondern: Jede Form nationaler Normalität ist verdächtig.
Das ist ein entscheidender Unterschied.
Historische Verantwortung bedeutet nicht, dass ein Land seine Kultur, seine Sprache, seine Symbole, seine Grenzen, seine Interessen und seine innere Ordnung aufgeben muss. Sie bedeutet gerade, dass ein Land stark genug sein muss, Freiheit, Recht und Würde zu schützen.
Wer aus der deutschen Geschichte den Schluss zieht, Deutschland dürfe nie wieder selbstbewusst, geordnet, leistungsfähig oder kulturell erkennbar sein, hat die falsche Lehre gezogen.
Die richtige Lehre aus der Geschichte lautet nicht Selbstauflösung.
Sie lautet Maß, Recht, Freiheit, Verantwortung und Wehrhaftigkeit.
Ein Land darf seine Fahne zeigen, ohne in Nationalismus zu verfallen. Es darf seine Sprache erwarten, ohne fremdenfeindlich zu sein. Es darf Migration ordnen, ohne unmenschlich zu handeln. Es darf religiöse Freiheit gewähren, ohne die eigene kulturelle Prägung zu verleugnen. Es darf Traditionen pflegen, ohne andere Traditionen zu verachten.
Das ist in vielen Ländern selbstverständlich. In der Schweiz hängen Schweizer Fahnen, ohne dass daraus täglich ein moralisches Tribunal entsteht. In Frankreich wird über französische Kultur gesprochen, ohne dass jeder zweite Satz unter Extremismusverdacht steht. In den USA gehört die Flagge zum öffentlichen Raum. In vielen Ländern der Welt ist nationale Zugehörigkeit kein peinlicher Betriebsunfall, sondern eine normale soziale Tatsache.
Nur in Deutschland wirkt es oft, als müsse jede Form von Eigenständigkeit erst durch einen historischen Schuldausschuss.
Das ist ungesund.
Denn Gesellschaften brauchen gemeinsame Bezugspunkte. Sprache. Regeln. Symbole. Rituale. Geschichte. Öffentlichkeit. Ein Mindestmaß an kultureller Selbstverständlichkeit. Ohne das wird ein Land nicht toleranter, sondern leerer. Und in diese Leere treten dann Milieus, Parallelgesellschaften, Ideologien und Gruppenidentitäten.
Wer das Eigene systematisch schwächt, schafft nicht automatisch Offenheit.
Er schafft Orientierungslosigkeit.
Natürlich darf jeder Mensch seine Religion ausüben. Natürlich gehören Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtungen zu Deutschland, wenn sie hier leben, arbeiten, die Regeln achten und Teil dieser Gesellschaft sein wollen. Eine freie Gesellschaft muss religiöse und kulturelle Vielfalt aushalten.
Aber Vielfalt funktioniert nur auf einem gemeinsamen Fundament.
Dieses Fundament kann nicht heißen: Die Mehrheitsgesellschaft zieht sich aus Rücksicht auf alle anderen immer weiter zurück.
Respekt ist keine Einbahnstraße.
Wer nach Deutschland kommt, darf Schutz, Chancen und Freiheit erwarten. Aber er muss auch akzeptieren, dass dieses Land eine eigene Geschichte, eigene Normen, eigene Sprache, eigene Gesetze und eigene kulturelle Prägungen hat. Integration bedeutet nicht, dass sich das Land dem Neuankömmling vollständig anpasst. Integration bedeutet, dass der Neuankömmling Teil des Landes wird.
Auch das auszusprechen ist nicht rechtsradikal. Es ist die Mindestvoraussetzung jeder funktionierenden Einwanderungsgesellschaft.
Das eigentlich Absurde ist: Gerade jene, die ständig von Zusammenhalt sprechen, zerstören oft die Bedingungen dafür. Denn Zusammenhalt entsteht nicht durch Beschwichtigung, nicht durch Tabus und nicht durch die permanente Diffamierung derer, die Probleme benennen.
Zusammenhalt entsteht durch Wahrheit.
Eine Gesellschaft muss sagen können: Ja, wir haben Probleme mit Migration. Ja, wir haben Probleme mit Gewalt. Ja, wir haben Probleme mit Verwahrlosung. Ja, wir haben Probleme mit Bildung. Ja, wir haben Probleme mit Parallelmilieus. Ja, wir haben Probleme mit innerer Sicherheit. Ja, wir haben Probleme mit wirtschaftlichem Abstieg. Ja, wir haben Probleme mit dem Verlust kultureller Selbstverständlichkeit.
Erst danach kann man über Lösungen sprechen.
Wer diesen ersten Schritt verhindert, schützt nicht die Demokratie. Er erstickt sie.
Besonders gefährlich ist die inflationäre Verwendung der Begriffe „Nazi“, „rechtsradikal“ und „Faschist“. Diese Begriffe bezeichnen historische und politische Extreme. Wer sie ständig auf normale konservative, patriotische oder ordnungspolitische Positionen wirft, klärt nicht auf. Er stumpft ab.
Wenn alles „Nazi“ ist, ist am Ende nichts mehr Nazi.
Dann wird der Nationalsozialismus nicht bekämpft, sondern verharmlost. Denn ein totalitäres, antisemitisches, rassistisches, mörderisches Regime wird sprachlich auf eine Stufe gestellt mit Menschen, die saubere Städte, sichere Grenzen, funktionierende Schulen, Respekt vor der Polizei und eine normale Beziehung zur eigenen Fahne wollen.
Das ist keine politische Bildung.
Das ist Begriffszerstörung.
Und Begriffszerstörung ist immer der Anfang von Realitätsverlust.
Ein Land muss Kritik an sich selbst aushalten. Aber es muss auch Liebe zu sich selbst aushalten. Es muss möglich sein, Deutschland zu mögen, ohne sich ständig entschuldigen zu müssen. Es muss möglich sein, die deutsche Geschichte ernst zu nehmen, ohne aus ihr einen Auftrag zur Selbstabschaffung zu machen. Es muss möglich sein, Missstände zu benennen, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden.
Denn wer sein Land liebt, will nicht, dass es zugrunde geht.
Er will, dass es besser wird.
Genau das wird in Deutschland viel zu oft verwechselt.
Patriotismus ist nicht die Behauptung, das eigene Land sei perfekt. Patriotismus ist die Weigerung, gleichgültig zuzusehen, wie es schlechter wird.
Man kann über jeden Punkt streiten. Über Migration. Über Religion. Über Sicherheit. Über Kultur. Über Wirtschaft. Über Leistung. Über Identität.
Aber man muss streiten dürfen.
Ohne Etiketten.
Ohne moralische Erpressung.
Ohne den ewigen Reflex, jede unbequeme Beobachtung als „rechts“ zu entsorgen.
Deutschland braucht keine neue Selbstverachtung.
Deutschland braucht eine erwachsene Form von Selbstachtung.
Eine Selbstachtung, die die Vergangenheit kennt, aber nicht in ihr gefangen bleibt. Eine Selbstachtung, die offen ist, aber nicht naiv. Eine Selbstachtung, die tolerant ist, aber nicht unterwürfig. Eine Selbstachtung, die Fremde respektiert, aber das Eigene nicht verachtet.
Denn eine Gesellschaft, die sich selbst nicht mehr ernst nimmt, wird irgendwann auch von anderen nicht mehr ernst genommen.
Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem wir stehen.
Fazit:
Ein Land muss sich kritisieren können. Aber es darf sich nicht selbst verachten.
Wer aus historischer Verantwortung eine dauerhafte Selbstanklage macht, zerstört irgendwann nicht Schuld, sondern Substanz: Sprache, Kultur, Vertrauen, Zusammenhalt, Eigenständigkeit und den Willen, sich selbst zu erhalten.
Freiwillige, vorauseilende Selbstverleugnung ist keine Moral.
Sie ist politischer Selbstabbau.
Ein Land, das alles Eigene nur noch als verdächtig betrachtet, hört irgendwann auf, sich als Land zu begreifen. Dann bleibt ein Verwaltungsgebiet mit Bevölkerung, aber keine gemeinsame Kultur, kein gemeinsames Wir, kein gemeinsamer Wille.
Und Gesellschaften, die kein eigenes Zentrum mehr haben, werden nicht besonders offen.
Sie werden leer.
In diese Leere treten dann andere Kräfte: Parallelmilieus, Ideologien, Clanstrukturen, religiöse Machtansprüche, globale Interessen und politische Ersatzreligionen.
Wer nicht mehr weiß, wer er ist, wird irgendwann von anderen definiert.
Das ist der eigentliche Punkt.
Deutschland muss nicht überheblich werden.
Aber es muss endlich aufhören, sich für seine bloße Existenz zu entschuldigen.
🚨URGENT: SAVE ADAN
Adan is a Christian girl from Pakistan.
She was kidnapped, raped, then forced to convert to Islam and marry her abductor.
Adan is trying to escape. But she’s now facing execution as an ‘apostate’ under Sharia Law.
This is life or death.
We must save her.
Ich hab's getan und es hat nur bedingt weh getan. @UlrichVosgerau tut Großartiges, um die Lügen aufzudecken und die Demokratie wieder vernünftig werden zu lassen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Scheiße mehr als 2 Jahre durchgehalten hätte. Er hat's! Er ist der @CorrectivTerminator!
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