To fellow conservatives: The left wrecked its ship by embracing identitarian ideology and identity politics. It would be spectacularly foolish not to learn from their mistake. We need to stay a million miles away from identitarianism. Make that two million. No, three million.
Am Donnerstag spreche und diskutiere ich in Bochum über Wissenschaftsfreiheit für die Geschichtswissenschaft und Geschichtskultur
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Barbara Zehnpfennig anlässlich meiner Ausladung: "Es sind keine Argumente, mit denen man Wissenschaftlern, deren politische oder wissenschaftliche Position einem nicht passt, entgegentritt. Es sind persönliche Diffamierungen und moralische Abwertungen in Kombination mit dem gar nicht so subtilen Hinweis, dass ein Auftritt des Verfemten massive Auseinandersetzungen zur Folge haben würde."
Richard Traunmüller über eine neue Studie zur Cancel Culture unter Studenten. Danach ist der Wunsch zu canceln "auf der linken Seite ausgeprägter", weil man glaubt, "dass man auf der guten Seite steht". Grundlage ist "eine sehr einfache Schwarz-Weiß-Ideologie: Unterdrückte, Unterdrücker, privilegiert, nicht privilegiert, gut, böse". Sie ist "intellektuell nicht sehr anspruchsvoll", hat aber "ein hohes emotionales Plausibilitäts-, Identifikations- und Mobilisierungspotenzial". https://t.co/pn5x3QkylD
Cancel Culture an der Hochschule für Philosophie in München: Der katholische Philosoph PD Dr. Sebastian Ostritsch war eingeladen, zum - brisanten! - Thema "Ist Gottes Existenz eine Sache der Vernunfterkenntnis? Thomas von Aquin vs. Immanuel Kant" vorzutragen. Der Vortrag wurde abgesagt, nachdem Studenten der Hochschule eine Hetzkampagne gegen ihn gestartet haben, in der sie ihn als "rechtsextremen Fundamentalisten" denunzieren, und mit Demonstrationen gegen den Vortrag drohen.
https://t.co/o1x38omHqx
„Tagespost“-Redakteur von Universität gecancelt
Der Philosoph Sebastian Ostritsch @vernunftrausch keinen Vortrag an der Münchner Jesuitenhochschule für Philosophie der @jesuiten halten. Studenten hatten protestiert, die Universitätsleitung knickte ein. #München #Cancleculture #ThomasvonAquin @KNA_Newsroom
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Von Mythen umzingelt
Ist der Mythos nur eine Lüge? Nein, vielmehr sinnstiftend und unvermeidbar, argumentiert der Historiker Benjamin Hasselhorn mit Beispielen von Jeanne d’Arc über Luther bis Churchill.
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„Versachlichung, wie Hasselhorn sie fordert, wäre in jedem Fall wünschenswert. Das hier besprochene Buch trägt dazu vor allem durch neue Quellen und neue Methoden bei.“
Rezension meines Buches „Die Bedeutung des Kronprinzen Wilhelm“ von Antonia Baraniuk.
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ganz unabhängig davon, ob sie den Standards historischer Forschung entsprechen.
Deshalb können wir uns Mythen nicht entziehen. Selbst wenn wir sie kritisieren oder bekämpfen, bewegen wir uns immer noch in ihrer Logik.
#Geschichtsmythen#Geschichte#Mythen#PublicHistory
These 10: Geschichtsmythen sind konstitutiv für menschliches Zusammenleben.
Mythen sind kein Überbleibsel archaischer Zeiten, sondern prägen auch moderne Gesellschaften.
Sie geben Orientierung, stiften Identität und entfalten „formative Kraft“ –
These 9: Geschichtsmythen sind unzerstörbar – wenn sie gebraucht werden.
Wissenschaft kann Mythen widerlegen. Aber verschwinden sie dadurch?
Nur selten.
Wenn ein Mythos ein lebendiges Sinnbedürfnis befriedigt, überlebt er selbst massive Kritik.
These 8: Mythen geben der Geschichte Bedeutung – auf zwei Wegen.
Mythen wirken in der Regel auf zwei Arten:
1.Als Präfiguration: Die Vergangenheit erscheint als Vorbild für heutiges Handeln.
2.Als Beglaubigung: Eine Idee wird durch Bezug auf „geschichtliches Erbe“ legitimiert.
These 7: Umstrittene Mythen sind lebendige Mythen.
Ein Mythos ist dann besonders wirksam, wenn verschiedene Gruppen darum kämpfen, wer ihn nutzen darf. Und sogar, wenn er bekämpft wird.
Wer um einen Mythos kämpft, erkennt dessen Wirksamkeit an. Wer ihn bekämpft, aber auch!
Die #Atombomben brachten in Japan ein verbrecherisches Regime zu Fall. Adorno und Gehlen akzeptierten keine #Brandmauer. Palästinensische Mörder bedrohen die Zivilisation. Und Geschichtsmythen sind unausrottbar. https://t.co/pN0M7aYuwJ
Der Wilhelm-der-Große-Mythos dagegen knüpfte zwar an manches Etablierte an, wurde aber doch von Wilhelm II. „konstruiert“, und zwar, um dem Bismarck-Mythos etwas entgegenzusetzen. Der Versuch scheiterte daher.
#Geschichtsmythen#Geschichte#Mythen#PublicHistory#WissKomm
These 6: Spontan entstandene Mythen sind erfolgreicher als gemachte.
Wenn ein Mythos aus der Gesellschaft heraus entsteht, trifft er oft besser deren Sinnbedarf.
„Gemachte“ Mythen scheitern oft daran, dass sie den Sinnbedarf verfehlen und nicht geglaubt werden.
Ein Beispiel:
Der Bismarck-Mythos entstand unmittelbar nach der Reichsgründung 1871, steigerte sich nach Bismarcks Entlassung 1890 und wurde nach dessen Tod 1898 kanonisch. An ihm arbeiteten von Beginn an so viele Akteure, dass es keinen identifizierbaren Macher des Mythos gibt.