Wie #Bitcoin mein Leben verbessert hat
Ende 2020 habe ich mir als Neujahrsvorsatz vorgenommen, Bitcoin zu kaufen. Ich konnte nicht ahnen, dass dies eine der besten Entscheidungen meines Lebens sein würde. Ich möchte hier meine Geschichte mit dir teilen und dich für Bitcoin begeistern.
Nachdem ich im Januar 2021 zum ersten Mal Bitcoin gekauft hatte, brach der Kurs von einem All Time High ein und ließ mich nach wenigen Wochen meiner Bitcoin-Reise ratlos zurück. Was anfangs nach einer der lukrativsten Investitionen der Menschheitsgeschichte aussah, entwickelt sich zum Albtraum. Ich habe innerhalb kürzester Zeit fast 70% meiner Ersparnisse "verloren".
Als ich diese Situation realisierte, stellte ich mir die Fragen: "Was habe ich da eigentlich gekauft?", "Was ist Bitcoin eigentlich?". Diese Fragen konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht beantworten, da ich mich nur oberflächlich mit Bitcoin beschäftigt hatte.
Ich hatte also Arbeit vor mir. Ich musste mir selbst beibringen, was Bitcoin überhaupt ist und warum ich jetzt nicht meinen ganzen Einsatz verkaufen sollte. Diese Aufgabe erwies sich als anspruchsvoller, als ich erwartet hatte. Ich fand nicht den richtigen Zugang, ich wusste nicht wo ich anfangen sollte.
Da ich mich in meiner Freizeit mit Investitionen beschäftigte, betrachtete ich Bitcoin weitgehend nur aus dieser Perspektive: Bitcoin als Investition, um mehr Fiat-Geld anzuhäufen.
Nachdem ich mehrere Tage oder Wochen nach der Antwort auf die Frage, was Bitcoin ist, gesucht hatte, wurde mir ein Buch empfohlen: Der Bitcoin-Standard von @saifedean und @aprycotmedia als Verleger. Die Hürde war hoch, aber Bitcoin hat mich gepackt. Das Mysterium hinter dieser Technologie hat mich fasziniert. Warum verstehe ich das nicht, warum kann mir das niemand verständlich erklären? Dieses Buch sollte die Antwort sein!
Am Anfang des Buches wurden die Geschichte des Geldes und die Probleme früherer Geldformen vorgestellt. Ich hatte zwar das Gefühl, dass der Euro Probleme hat, aber ich wusste nicht, dass sie so groß und so verheerend sind. Ich habe Bitcoin zum ersten Mal als alternatives Geldsystem in Betracht gezogen, weil mir klar wurde, dass Bitcoin die besten Geldeigenschaften hat, sogar besser als Gold.
Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, wusste ich nicht mehr, was richtig und was falsch war. Hatte ich mein ganzes, wenn auch kurzes Leben lang eine Lüge gelebt? Die nächsten Wochen sollten die intensivsten und prägendsten meines Lebens werden. Es war, als ob ich von dem Wissen, das mich erwartete, besessen war. Familie und Freunde wussten nicht, was in mich gefahren war. Mein Studium der Wirtschaftspsychologie habe ich abgebrochen, weil ich plötzlich eine andere Sicht auf die Wirtschaft hatte. Die Österreichische Schule der Nationalökonomie zerstörte alle Wirtschaftstheorien, die ich bis dahin gelernt hatte. Innerhalb von zwei Monaten hat sich mein ganzes Leben verändert.
Ich hatte das Bedürfnis, die Informationen, die ich gesammelt hatte, weiterzugeben, und stieß auf Ablehnung. Niemand, dem ich mit Begeisterung von Bitcoin erzählen wollte, interessierte sich für meine Gedanken. "Das wird sich nie durchsetzen", "Du lebst in deiner eigenen Welt", "Das ist viel zu utopisch". Aus heutiger Sicht war diese Zeit schmerzhaft, aber auch notwendig. Ich brauchte Widerstand von außen, um mich selbst von Bitcoin zu überzeugen.
Mein Mitteilungsbedürfnis war trotzdem nicht gestillt. Ich suchte mir ein anderes Ventil: Social Media. Unter dem Namen "@BitBeller" begann ich, meine Gedanken auf Instagram zu teilen. Ich konnte meine Meinung schreiben, ohne auf großen Widerstand zu stoßen. Ich erhielt sogar Zustimmung! @Satoshis_Erbe, @thiele_julius, @bitcoin__apex & @atomicc0805 waren die ersten, von denen ich die gleiche Energie bekam, die ich nach außen tragen wollte. Dafür bin ich sehr dankbar!
Eine weitere Hürde war zu nehmen. Was fange ich jetzt mit meinem Leben an? Ein weiteres Studium kam für mich nicht in Frage. Ich musste mich umorientieren. Ich hörte von einer Stelle als Social Media Manager bei @Coinfinity, dem ältesten Bitcoin-Broker in Österreich. Mein neues Hobby Bitcoin in den Arbeitsalltag zu integrieren, klang nach einem perfekten Match. Ich bewarb mich und wurde eingestellt. Gemeinsam mit @fabthefoxx und @fichte42 arbeiteten wir an kurzen Artikeln, die Anfängern den Einstieg in Bitcoin so einfach wie möglich machen sollten: Genau das, was mir vor ein paar Jahren noch gefehlt hatte. Die #BitcoinBlinks waren geboren: https://t.co/WPgOuMeWeD Heute gibt es sie sogar als kleines Buch. Darauf bin ich sehr stolz.
Heute ist mir der Einbruch von 70 Prozent egal. Ich habe angefangen, Bitcoin zu "stapeln", regelmäßig Bitcoin zu kaufen. Jeder Bitcoin-Kauf hat mich freier gemacht.
Heute ist mein Leben ganz anders als vor Bitcoin. Ich kann in dem Bereich arbeiten, der mich fasziniert, und jeden Tag anderen Menschen diese Technologie näher bringen. Und noch etwas hat sich in meinem Leben verändert, vielleicht ist das sogar das Wichtigste:
Mit Bitcoin konnte ich meine Zeitpräferenz senken. Ich habe einen Weg gefunden, meine Kaufkraft zu speichern. Ich kann sparen. Mit Bitcoin freue ich mich auf die Zukunft, weil die gesamte Menschheit ein Geldsystem nutzen kann, das unabhängig und für jeden zugänglich ist. Inflation ist für mich kein Thema. Für mich wird mit Bitcoin langfristig alles immer günstiger. Ich kann mich auf das Hier und Jetzt konzentrieren, überlegte Entscheidungen treffen, ohne Angst vor der Zukunft zu haben.
Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um diese Technologie zu verbreiten, egal welche Hindernisse auf mich warten und egal wie viel Gegenwind ich bekomme.
Für mich ist Bitcoin keine Investition mehr. Bitcoin ist für mich Freiheit.
Nach einigen Jahren im Business werden wir unsere beliebte Mediathek endlich neu aufbauen, welche Infos/Features wünscht du dir?
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Gold verliert gerade seine Limitierung, und kaum jemand redet darüber.
Marathon Fusion behauptet, Quecksilber mit Fusionsneutronen in echtes, stabiles Gold verwandelt zu haben, und damit sind wir der industriellen Goldherstellung näher, als die meisten glauben wollen.
Die Richtung ist klar: Gold hat Jahrtausende als Wertspeicher gedient, weil es begrenzt und schwer zu fördern war, und genau diese Begrenzung löst Technologie Schritt für Schritt auf.
Wertlos wird Gold dadurch nicht, es wird einfach zu dem, was es eigentlich ist, ein Industriemetall, das umso nützlicher wird, je mehr wir davon herstellen können.
Was Gold dabei verliert, ist seine monetäre Prämie, und die wandert dorthin, wo Limitierung unumstößlich ist.
Physische Limitierung lässt sich „wegforschen“, Konsens nicht, und egal wie weit der technologische Fortschritt noch geht, ein Bitcoin bleibt ein Bitcoin.
Bitcoin wird deshalb die monetäre Prämie von Gold aufsaugen, genauso wie die aller anderen Güter, die heute nur deshalb als Wertspeicher missbraucht werden, weil unser Geld so schlecht ist.
Du bist nicht bullish genug.
Ich bin vor drei Wochen nach Prag ausgewandert.
Wer Deutschland verlässt, muss sich innerhalb von zwei Wochen abmelden, sonst gibt's ein Bußgeld. Also hab ich direkt online einen Termin beim Bürgeramt gebucht.
Nächster freier Termin: in neun Wochen.
Okay, dann eben Spontantermin. Ich stand um 7:30 Uhr vorm Bürgeramt. Vor mir 6 bis 7 Leute. Mit Klappstühlen. Eine Frau hatte eine Thermoskanne und ein Kreuzworträtselheft dabei, die war offensichtlich nicht zum ersten Mal hier.
Um 7:58 Uhr kommt ein Mann raus und klebt einen Zettel an die Tür: „Heute keine Spontantermine wegen Systemumstellung."
Die Frau mit der Thermoskanne hat nur genickt und ihr Rätselheft eingepackt. Als wäre das ein ganz normaler Dienstag.
Nach meinem Umzug habe ich dort angerufen. 47 Minuten Warteschleife. Dann: „Sie können sich auch per Fax abmelden."
Ich bin in Prag in eine Apotheke gegangen und hab gefragt, ob ich da was faxen kann. Die Apothekerin hat mich angeschaut, als hätte ich nach einem Telegramm gefragt. Sie hat es dann gemacht, wahrscheinlich aus Mitleid.
Soweit so gut.
Eine Woche später ruf ich wieder an. „Das Fax ist angekommen. Aber wir brauchen die Unterschrift im Original."
Warum gibt es dann die Fax-Option?
„Das kann ich Ihnen nicht sagen."
Also bin ich zurück nach Deutschland gefahren. Fünf Stunden. 6:30 Uhr vorm Bürgeramt. Diesmal hat es geklappt.
Die Sachbearbeiterin tippt alles ein, stempelt, druckt die Abmeldebescheinigung aus, perfekt. Ich will gerade aufstehen.
„Ach, Moment. Sie sind ja schon seit drei Wochen weg. Die Frist ist zwei Wochen. Das ist eine Ordnungswidrigkeit, das muss ich weitergeben."
Ich hab ihr erklärt, dass ich am ersten Tag einen Termin gebucht habe und das Bürgeramt mir einfach keinen früheren gegeben hat.
Sie hat mich ganz ruhig angeschaut und gesagt: „Das ist nicht mein Problem und außerdem bin ich dafür nicht zuständig."
Gestern kam der Bußgeldbescheid: 35 Euro.
An meine neue Adresse in Prag. Hier sind die natürlich ganz schnell.
Das ist das beste Deutschland aller Zeiten.
Neue Plastiksteuer ab Juli 2027. Laut Branche braucht der Bund dafür 800 neue Stellen.
800 Beamte, die Joghurtbecher wiegen.
Und dann wundern sich alle, warum keiner mehr was gründet.
Der IWF hebt seine Prognose für Deutschland deutlich an: 1,3 % Wachstum für 2026, fast doppelt so viel wie im Juli erwartet und genau auf Linie mit der Bundesregierung. Die Schlagzeilen klingt, als wären wir über den Berg.
Doch woher kommt das Wachstum? Staatliche Investitionen steigen dieses Jahr um 2,7 % und nächstes Jahr um 6,6 %. Private Investitionen: magere 0,2 Prozent. (!)
Das Wachstum kommt nicht aus der Wirtschaft, es wird aus der Zukunft gestohlen. Allein 2026 macht der Staat rund 180 Milliarden Euro neue Schulden, und die Geldmenge im Euroraum wächst den vierten Monat in Folge schneller. Mehr Geld im System, die Zahlen steigen, die Leute glauben an den Aufschwung.
Dieses Muster gab es schon einmal...
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Geldmenge massiv ausgeweitet, 1920 kehrte Ruhe ein. Über ein Jahr lang wirkte alles stabil. Der Staat pumpte weiter Geld in die Wirtschaft, die Produktion wuchs, fast Vollbeschäftigung, alle dachten, das Schlimmste sei vorbei. Später nannte man das „Inflationskonjunktur". Mir gefällt dieser Ausdruck, weil man das heutige Geschehen genau so bezeichnen kann.
Ab Sommer 1921 beschleunigte sich die Geldentwertung wieder, 1922 kippte die Lage, und im Juli 1923 kostete ein Dollar eine Million Mark.
Die Ersparnisse einer ganzen Generation waren weg.
Heute ist der Verlauf erschreckend ähnlich: In der Corona-Zeit wuchs die Geldmenge um 12,5 % pro Jahr, dann beruhigte sie sich, alle atmeten auf. Jetzt zieht sie wieder an, während das Wachstum mit neuem Geld subventioniert wird.
Wir befinden uns noch nicht in einer Hyperinflation. Aber wir stecken genau in der Phase, in der die Menschen denken, dass es wirtschaftlich wieder bergauf geht.