Dringend: Die Situation in Nordostsyrien #Rojava ist katastrophal. Es geht nicht nur um das emanzipative Gesellschaftsmodell der Region, sondern um das nackte Überleben der Menschen.
Lest die verzweifelte Nachricht von Co-Bürgermeisterin Emîna Wêso und Co-Bürgermeister von Kobanê Fewaz Ehmed, Kobanê, 20.01.2026
„Was wir in Kobanê erleben, ist jenseits der Vorstellungskraft der Menschen. Noch bevor die
Angriffe begannen, wurden die Trinkwasserversorgung und die Elektrizität durch die HTS (Hayat Tahrir Al-Sham) unterbrochen. Etwa 400.000 Menschen haben keinen Zugang mehr zu diesen
elementaren Dingen. Hinzu kommt, dass die Stadt vollständig umzingelt ist. Im Norden von
Kobanê verläuft die türkische Grenze. Menschen, die sich dieser Grenze genähert haben, wurden
von türkischen Soldaten beschossen. Die HTS hat uns von drei Seiten eingeschlossen. Wir befinden
uns in einer sehr schwierigen Belagerungssituation.
Kinder, ältere Menschen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit chronischen Krankheiten befinden sich in einer äußerst schwierigen Lage. In
der Stadt gibt es nicht ausreichend Medikamente. Tausende Kinder können nicht zur Schule gehen.
Darüber hinaus stehen Tausende junge Menschen aus Kobanê, die für das Leben, für die Welt und
für die Menschheit gegen die Dunkelheit gekämpft haben, heute einem möglichen Völkermord
gegenüber. Dennoch leisten sie weiterhin Widerstand – mit den geringsten verfügbaren Mitteln. Der türkische Staat und die Übergangsregierung der HTS bombardieren die Dörfer rund um Kobanê
schwer. Zu diesen Dörfern haben wir keinen Kontakt mehr; was dort geschieht, weiß niemand.
Die Grausamkeit und Brutalität, die sich im Umland von Kobanê abspielen, sind herzzerreißend.
Wenn ein Dorf überfallen wird, wird zuerst der Internetzugang gekappt und Telefone werden
beschlagnahmt. Finden sie auf den Telefonen auch nur die geringsten Anzeichen einer
Zusammenarbeit mit der Selbstverwaltung, werden die Menschen brutal massakriert.
Auch wir sind größtenteils von der Außenwelt abgeschnitten. Deshalb hoffen wir und rufen dazu
auf, dass alle demokratischen und friedliebenden Menschen, alle, die während des Widerstands
2014 an der Seite Kobanês standen, nicht schweigen und sich weltweit Gehör verschaffen. Wir in
Kobanê rufen so laut wir können – doch offenbar werden wir nicht gehört. 4.000 unserer
Kämpfer:innen aus Kobanê gaben ihr Leben, um die Menschheit zu verteidigen (gegen den IS).
Wir haben niemanden angegriffen. All unsere Bemühungen galten dem Frieden unserer Völker und
der Nachbarländer. Leider sehen wir heute, dass abgesehen von unseren eigenen Kräften und
unseren jungen Menschen, die sich im Rahmen der Generalmobilmachung verteidigen, sich nur
wenige sich laut an unsere Seite stellen. Wir sind Massakern und einem Genozid ausgesetzt. HTS-
Kämpfer veröffentlichen ständig Videodrohungen, in denen sie ankündigen, die Menschen in
Kobanê zu enthaupten.
Die Welt weiß, wer Kobanê ISIS besiegt hat. Die Bevölkerung von Kobanê hat das dunkle Projekt
des Islamischen Staates zum Scheitern gebracht. Doch heute sehen wir nur noch wenige von denen
an unserer Seite, die einst behauptet haben, solidarisch mit der Bevölkerung von Kobanê zu sein.
Als Bevölkerung von Kobanê haben wir entschieden: Wir werden Widerstand gegen den Genozid leisten. Wir werden uns, unsere Familien und die Errungenschaften unserer Revolution verteidigen.
Wir rufen alle erneut dazu auf, an der Seite der Menschen in Kobanê zu stehen, Solidarität zu
zeigen und Öffentlichkeit herzustellen. Das Schweigen um uns herum ist schlimmer als der Tod
selbst. Schweigt nicht!
Co-Bürgermeisterin und Co-Bürgermeister von Kobanê Emîna Wêso und Fewaz Ehmed, Kobanê, 20.01.2026“
Solidarität mit den Menschen in Nordostsyrien #Rojava, das Schweigen brechen, handeln.
ÜBER LITERATUR
Ich verdanke der Literatur, dass sie mich in Bereiche geführt hat, die mein eigenes Erleben niemals auch nur gestreift hätte. Ich verdanke der Literatur mehr als Erleben - Erfahrung.
Ich verdanke ihr Widerspruch gegen die Welt.
Ich verdanke ihr die Beantwortung meiner eigenen Mangelerscheinungen.
Ich verdanke ihr die Abbildung der Welt weit über die Grenzen dessen, was ich mir hätte beibringen können.
Ich bin ein Hoffräulein gewesen aus dem
12. Jahrhundert in Japan, ich bin ein Arbeiter aus den Schlachthöfen in Chicago in den zwanziger Jahren. Ich hab mich auf den Straßen Amerikas oder Afrikas rumgetrieben.
Die Literatur hat mich in alle Bereiche geführt,
sie hat mir Denkformen, Fühlformen beigebracht, die ich selber hätte niemals aufbringen können. Sie hat mich völlig ernüchtert, sie hat mich reduziert auf Rumpfteile des Körpers, wesentliche Bauprinzipien des eigenen Bewusstseins verdanke ich der Literatur.
ROGER WILLEMSEN
( 1955 - 2016 )
Ich muss oft an dieses Foto denken.
Das Foto vom Chanukka-Leuchter
Kiel im Dezember 1932:
Rosi Rachel Posner, die Frau des Kieler Rabbiners rückt den Chanukka-Leuchter der Familie auf der Fensterbank zurecht, nimmt ihre Kamera und drückt auf den Auslöser. Das Foto, das dabei entsteht, wird Jahrzehnte später international berühmt, ist aber in Deutschland weitgehend unbekannt. Durch einen bizarren Zufall leben die Posners direkt gegenüber der Kreisgeschäftsstelle der NSDAP.
Und so sieht man den Leuchter im Vordergrund und unscharf im Hintergrund die Hakenkreuzfahne, die aus dem Bürofenster der Nazis hängt.
Als Frau Posner den Abzug bekommt, schreibt sie ein Gedicht auf die Rückseite: "Juda verrecke, die Fahne spricht. Juda lebt ewig, erwidert das Licht".
Düstere Prophezeiung im Bild
Ein Foto, ein Gedicht voller Vorahnungen auf das, was kommen wird. Im März übernehmen die Nazis die Macht auch in Kiel, im Juni emigriert die Rabbinerfamilie - zunächst nach Belgien, dann nach Israel. Den Chanukka-Leuchter und das Foto der Rabbinerfrau retten die Posners durch alle Wirren - bis in die Gegenwart. Der Enkel der Posners, Yehuda Mansbach, hat den Leuchter der Gedenkstätte Yad Va´Shem gestiftet, aber unter einer Bedingung: Jedes Jahr im Dezember fährt er in das Museum und holt den Leuchter aus der Vitrine, um ihn zu Hause in Beit Shemesh ins Fenster zu stellen und mit seiner Familie das Lichterfest zu feiern. Es ist ein Stück Geschichte und seine Erinnerung an die Leidensgeschichte seiner Familie.“
https://t.co/dHQL4Cizsq
Egal, was auf uns Juden zukommt – ob in Deutschland, Sydney, Pittsburgh oder wo auch immer –, manche Lichter lassen sich nicht löschen.
Chag Sameach.
Heute vor 77 Jahren griff Elisabeth Selbert zum Äußersten.
Nachdem ihr Formulierungsvorschlag "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." für Art. 3 Abs. 2 nach der 3. Lesung erneut durchgefallen war, mobilisierte sie weiblichen Widerstand.
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#DisinfoAwarenessDay 📢
Desinformation nutzt Emotionen, Feindbilder und Halbwahrheiten, um unsere Demokratie zu schwächen. Das Ziel von Desinformation ist es, uns in polarisierte Gruppen zu spalten und dadurch unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt zu minimieren. Wer nicht mehr miteinander redet, wird sich auch nicht gemeinsam gegen Feinde von außen zur Wehr setzen.
Daher: Lies über die Überschrift hinaus. Prüfe, wer davon profitiert. Vergleiche mehrere seriös (!!!) Quellen.
Demokratie braucht INFORMIERTE Bürger, keine verunsicherten
Guten Morgen in einer neuen Welt.
WIR SIND VERARSCHT WORDEN.
Die Russen haben es geschafft, IHREN Plan niemand Geringerem als Donald Trump als seinen eigenen unterzuschieben.
Der renommierte US-Journalist @michaeldweiss hat diese Geschichte bereits VORGESTERN veröffentlicht. Kaum jemand hat es bisher wahrgenommen.
Dabei steht die Ukraine unter maximalem Druck, diesem Fake-Plan zuzustimmen – weil der russische Entwurf auf wundersame Weise zum "Trump-Plan" wurde.
Und nicht einmal die US-Regierung weiß es sicher. Sie streiten, dementieren, widersprechen sich gegenseitig.
ABER JETZT, IN DIESEM MOMENT, fahren unsere Politiker in die Schweiz, um über das Schicksal der Ukraine zu entscheiden.
Mit einer Deadline in VIER TAGEN: 27. November.
Danach, so Trump, gibt es keine US-Hilfe mehr.
Das muss gestoppt werden. SOFORT.
Die Amerikaner streiten sich gerade in Zeitlupe, wer was wusste und wer recht hat.
Was gerade in Echtzeit passiert:
Senator Angus King: "Das ist nicht die Position der Administration – es ist die Wunschliste der Russen"
Senator Rounds bestätigt: "Der Plan wurde an Witkoff übergeben – von jemandem, der Russland vertritt"
Außenminister Rubio ruft Kongressdelegation an: "Das ist kein US-Plan"
Trumps Deputy Spokesperson widerspricht: "Der Plan wurde von den USA geschrieben"
Christo Grozev (Bellingcat): "Ich habe eine frühe Version vor 6 Monaten gesehen – war ein rein russisches Konzept"
Die eigene Regierung widerspricht sich selbst. Live. Auf X. Während die Deadline läuft.
Unter diesen Bedingungen kann die Zukunft der Ukraine nicht verhandelt werden.
Und schon gar nicht auf Basis eines Plans, den die Russen der Trump-Chaos-Truppe Weißen Haus untergejubelt haben.
Hier die ganze Geschichte, die ich gestern Nacht zusammengefasst habe:
Das glaubt ihr jetzt nicht!
Das ist die Story zum 28-Punkte-Friedensplan, die der Journalist Michael Weiss auf Substack gepostet hat.
Dieser Plan, der gerade Europa in den Abgrund reißen will, ist demnach von vorne bis hinten ein einziger Fake, der sich auf wundersame Weise verselbständigt hat.
Dan wurde er brandheiß und gipfelt nun darin, dass die ganze Welt gerade Panik schiebt, wie es mit der Ukraine weitergeht.
Die Europäer redeten sich darüber in Johannesburg den Mund fusselig. Und morgen geht das Drama in der Schweiz weiter - wohlgemerkt mit Ultimatum am 27.11.!
Hier die Geschichte, auch wenn sie sich nicht kurz erzählen lässt. Lest den Originalartikel von Michael Weiss, er ist köstlich geschrieben! Link folgt im nächsten Post.
Die Chronologie der Ereignisse
1. K. (Kirill Dmitriev) schreibt den Plan.
Er ist der tatsächliche Autor bzw. Hauptarchitekt der „28 Punkte“.
Das geht aus mehreren Stellen eindeutig hervor.
2. K. leakt den Plan an die Presse — bevor irgendjemand in den USA ihn offiziell hat.
Der Substack-Artikel sagt ausdrücklich, dass Dmitriev selbst der primäre On-Record-Informant von Axios war.
Er schickt die Story raus, bevor sie überhaupt intern abgestimmt ist.
→Das heißt: Der Plan ist öffentlich, bevor er „existiert“.
3. Erst danach wird Steve Witkoff von K. überhaupt eingeklinkt.
Witkoff trifft Dmitriev nur für ein paar Stunden (nicht drei Tage), nachdem der Plan bereits als Leak im Umlauf ist.
Dann erhält er seine „Version“ — quasi als nachgereichte Legitimation.
Der Artikel macht klar: Dmitriev hat ein Produkt verkauft, das noch niemand im Regal hatte.
→Er nutzt Witkoff, um dem Ganzen nachträglich „Gewicht“ zu geben.
4. Der Plan ist draußen – aber alle im Weißen Haus sind komplett überrumpelt.
State Department: keine Ahnung.
Rubio: distanziert sich.
Graham: weiß von nichts.
Pentagon/Intelligence: laufen normal weiter, autorisieren ATACMS.
Treasury verhängt zeitgleich neue Sanktionen.
→Ein enttarnter Amateurputsch gegen die US-Außenpolitik.
5. Dann kommt Witkoffs fataler Tweet, ihr erinnert euch sicher
Der Tweet sollte eigentlich eine DM sein, wird aber öffentlich gepostet:
„Er muss das von K bekommen haben.“
Damit bestätigt Witkoff unabsichtlich:
dass K. der Autor ist
dass der Plan nicht aus den USA stammt
dass die Story von Axios ein russischer PR-Move war
→ Der entscheidende Fehler, der für Weiss alles enttarnt.
6. Trump kriegt Wind davon und lobt den Plan.
Trump ist 24 Stunden still — ungewöhnlich.
Dann, nachdem die Story um den Friedensplan explodiert, bestätigt ein „hochrangiger Beamter“, der Plan habe Trumps Unterstützung.
Später lobt Trump den Plan öffentlich und tut so, als sei es sein großer Wurf.
→Trump, der Entertainer, übernimmt die Show, wie immer.
7. Das Ultimatum kommt – „Ukraine muss zustimmen oder verlieren.“
Die Deadline wird gesetzt.
Eine Form von außenpolitischem Zeitdruck, die keinerlei diplomatische Grundlage hat.
→Das ist der Moment, in dem die Gefahr real wird.
8. Selenskyj hält seine „Auch Stahl kann brechen“-Rede, die ihn beinahe tatsächlich bricht.
„Wir verlieren unsere Würde oder die USA als Partner.“
Die Stimmung ist düster, existenziell.
→Der Moment, in dem klar wird, wie gefährlich die Sache tatsächlich geworden ist.
9. Heute ruderte Trump übrigens leicht zurück. Das stand aber nicht im Weiss-Artikel:
Auf Nachfrage, ob wirklich „kein Spielraum“ besteht, sagt er „Nein“ — es gebe natürlich Optionen, er wolle ja nur Frieden.
Trumps klassisches Verhaltensmuster, wenn er spürt, dass die öffentliche Lage kippt.
ℹ️ Zitate Putins zur NATO
„Es ist nach wie vor beeindruckend. Man hätte nur zuhören müssen.“
Kopiert von der wegen Hackerangriffs im Neuaufbau befindlichen Homepage vom Januar 23.
▶️ Per Mail an alle Abonnenten.
Ohne Bezahlschranke.
https://t.co/uJEwHPYSU1
Er hatte recht, recht und nochmal recht.
Dass wir diesen Mann aus der politischen Verantwortung gehetzt haben, wird uns so gewaltig auf die Füsse fallen…es ist unsäglich!
Dr. Jane Goodall filmed an interview in March 2025 with the understanding it would only be released after her death. This is her final message from it.
Jane Goodall war Forscherin, Vorbild und sanfte Aktivistin. Vor allem war sie Mutmacherin in einer Welt, die Hoffnung braucht. Erinnerung an eine Frau, die fehlen wird https://t.co/hiy0K6z3qR
"Only if we understand, can we care. Only if we care, we will help. Only if we help, we shall be saved."
"What you do makes a difference, and you have to decide what kind of difference you want to make."
Jane Goodall was the best of us.
You cannot get through a single day without having an impact on the world around you. What you do makes a difference, and you have to decide what kind of difference you want to make.
- Dr. Jane Goodall
Zum Tod von Jane Goodall (1934-2025) habe ich von ihr dieses schöne Gedicht gefunden; übersetzt von Erika Ifang. Es stammt aus dem Buch "Reason For Hope" von 1999.
@lrinaldetti
Anne Will hat in ihrem Podcast gefragt, warum die Grünen denn jetzt wirklich einen Untersuchungsausschuss #Spahn wollen. Und weil das nicht in einen Satz passt haben wir da mal was vorbereitet. #maskendeals