Man darf nicht ein Knecht des Angelernten, sondern muss ein freier Sohn sein, der über die Schätze des Hauses verfügt und altes und neues hervorzubringen vermag. In diesem Sinne dürfen wir sagen: je wissenschaftlicher die Theologie ist, um so praktischer wird sie sein."
GL, 8f
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Dass also Christus, seine Person und seine Geschichte, wunderbarer Art ist, ist so wenig ein Zeugnis wider ihn, dass er vielmehr der nicht wäre, der er uns sein soll, d.h. unser Heiland und Erlöser, wenn er nicht ein Wunder wäre."
Die christliche Glaubenslehre 1906, 231
"Die Wirklichkeit des Wunders wird in der Welt des Heils offenbar sein, d.h. in Christus und im Christen. Denn Christus ist nur dadurch der Heiland der Menschen, dass er nicht ein natürliches Erzeugnis, sondern eine neue Gabe Gottes ist.
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"Die Notwendigkeit des Wunders tritt dann ein, wenn es durch den Fortschritt oder Zusammenhang der göttlichen Regierung erfordert ist, dass in den Verlauf des Bisherigen ein Neues hereintrete, welches nicht Erzeugnis des Gegebenen ist."
GL, 230
Umso wirksameres Zeugnis werden unsere Predigten ablegen, je mehr das Eigene zurücktritt, damit Christus hervortrete."
Das Heil in Jesu Christo, 3. Auflage 1887, Vorwort
Anlässlich des heutigen 120. Todestages Luthardts:
"Wir sollen Gott mit unserem Eigensten und Besten dienen. Aber doch nur so, dass Er Alles zuerst sich aneignet und seine Gestalt aufprägt.
und seines Willens. Sie sind nicht starre Schranken, wie die Teile einer Maschine, sondern lebendige, gleichsam stets flüssige Formen in der Hand des Meisters, der seine Hand im Gange der Gesamtheit hat."
Die christliche Glaubenslehre, 228-230
"Im Wunder tritt Gott uns unmittelbar entgegen, sodass wir sein Werk unverhüllt schauen. Ist Gott sonst durch die Natur tätig, so ist er hier nur allein & nicht die Natur tätig.
Aber kann Gott Wunder tun? So sollte man gar nicht fragen. Nicht nur, weil er tun kann, was er will,
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sondern, weil er als Schöpfer der Welt auch Herr der Welt ist und die Natur als Mittel gebraucht. Aber widerspricht das nicht dem von Gott selbst gesetzten Zusammenhang aller Dinge? - Die Gesetze des Naturgeschehens sind nur Erscheinungen der göttlichen Gegenwart
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"Da das Leben überhaupt Aktivität ist, wird es beim Glaubensgerechten zu einer dem entsprechenden neuen und gottgemäßen Aktivität kommen. Jene Aktivität trägt den Charakter des Habens, nicht des Verlangens an sich."
Geschichte der christlichen Ethik II, München 1865, 14.
‚weißt du nicht, da[ss] dich Gottes Güte zur Buße leitet?‘ war die Antwort, die ich auf jenes Bekenntniß allezeit vernahm und vernehme. Gott hat mich durch Güte, mit der er mich überhäufte, weich machen und unauflöslich an sich binden wollen.“
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Zitat bei Kunze, 37f
„Es ist mir stets ein Trost gewesen wider verzagende Gedanken, dass ich nicht selbst die Bahn gewählt, auf der ich nun stehe, sondern von Gott diesen Weg geführt wurde. Er wird es wissen, warum und wie lange.
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Er hat mein Thun über Verhoffen gesegnet und meinen Gang in einer Weise beschleunigt, die mich demüthigte und fast erschrocken machte. ‚Ich bin nicht werth aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte gethan hast‘, das stand mir allezeit vor Augen; und:
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Und doch ist die Schrift voll Wunder und das Christentum selbst bezeichnet sich als ein Produkt des Wunders, wenigstens im Sinne der Schrift."
Glaubenslehre, 227f
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"Es sind wenige Sätze der christlichen Lehre, welche dem herrschenden Bewusstsein des modernen Denkens so sehr widerstreiten wie die Lehre vom #Wunder. Religion will man noch haben, aber eine Religion, aus der alle Wunder ausgetan sein sollen.
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"Nicht hat Gott den Menschen geschaffen, weil er eine Welt wollte, sondern er hat die Welt gewollt, nur weil er den Menschen wollte."
Die christliche Glaubenslehre 1906, 218
"Wie die Trinität in Beziehung zum ewigen Liebeswillen und dieser zur Trinität steht, so wiederholt sich dies bei der Verwirklichung des Liebeswillens Gottes, die ihren Anfang in der Schöpfung genommen hat."
Glaubenslehre, 218
"Eine Wesensverwandtschaft von Gott & Welt anzunehmen, ist heidn. Denken. Das Anfangswort der Schrift setzt einen wesentl. Unterschied zwischen beiden; die Welt steht Gott als ein anderes gegenüber; nur dass Gott diesem anderen sich eingebildet und es sich aneignet hat."
GL,217