In einem Land, in dem fast jede Woche Ulrike Herrmann (TAZ) und Anja Kohl (Börse vor Acht) als „Wirtschaftsexperten“ in Talkshows sitzen, muss man sich über den zunehmenden ökonomischen Analphabetismus in Deutschland wirklich nicht wundern.
Stehen wir schon am Kipppunkt? Das Problem von inkompetenten und gierigen Politikern: Wenn sie die Steuern immer weiter erhöhen, dann sinken irgendwann die Steuereinnahmen – weil weniger gearbeitet und investiert wird.
Merz und Klingbeil sollten mal nach der "Laffer-Kurve" googeln und sich klarmachen, dass die Einnahmen sogar steigen können, wenn sie die Steuern senken und die Leute mehr im Geldbeutel haben – und die Konjunktur anspringt...
Es beginnt selten mit einem Koffer.
Meistens beginnt es an einem gewöhnlichen Vormittag. Man steht in einer Schlange, liest eine Nachricht, hört einem Politiker zu oder versucht, einen Termin zu bekommen. Nichts davon ist dramatisch. Gerade darin liegt das Problem.
Gesellschaften zerbrechen vermutlich nicht zuerst an großen Katastrophen. Sie werden vorher mühsam.
Man bezahlt Steuern, wartet auf Züge, beantwortet Schreiben und stellt irgendwann fest, dass man sehr viel Zeit damit verbringt, Systeme zu bedienen, von denen man nicht recht weiß, ob sie noch einem selbst dienen.
Dann kommt dieser Gedanke.
Nicht jeden Tag. Nicht einmal besonders ernst.
Man sitzt beim Kaffee und denkt:
Man könnte auch gehen.
Vielleicht Spanien. Österreich. Oder auch Griechenland. Irgendwohin, wo man wenigstens auf eine andere Art genervt wird.
Ungefähr jeder fünfte Mensch in Deutschland kann sich inzwischen vorstellen, das Land zu verlassen. Nur ein kleiner Teil plant es tatsächlich.
Interessanter als jene, die gehen, sind vielleicht jene, die bleiben und trotzdem gelegentlich geistig ihre Wohnung kündigen.
Die innere Auswanderung beginnt lange vor dem Umzug.
Sie beginnt in dem Moment, in dem man sich nicht mehr fragt, wie man die Gesellschaft verbessern könnte, sondern wie weit man sich von ihr entfernen müsste, um sie wieder ertragen zu können.
Das ist etwas anderes als politische Wut.
Wut ist immerhin noch Beteiligung.
Wer wütend ist, erwartet noch etwas. Er schreibt Kommentare, wählt Parteien und glaubt auf eine rührende Weise daran, dass irgendein Mensch in einem Ministerium vielleicht eines Tages seine Argumente liest.
Der innerlich Ausgewanderte erwartet weniger.
Er schaut sich Immobilienpreise in Griechenland an.
Früher demonstrierte man.
Heute öffnet man Immobilienportale.
Natürlich gehen die meisten nicht.
Menschen haben Arbeitsplätze, Kinder, Eltern, Wohnungen und eine beträchtliche Anzahl Kabel, bei denen niemand mehr weiß, zu welchem Gerät sie gehören.
Ein Leben lässt sich schwieriger verlagern als eine politische Meinung.
Also bleibt man.
Man gewöhnt sich daran, gelegentlich nicht hier sein zu wollen.
Vielleicht ist genau das die merkwürdigste Entwicklung unserer Zeit.
Nicht der Protest.
Nicht die Polarisierung.
Sondern diese leise Entfremdung.
Menschen verlieren nicht unbedingt den Glauben an Demokratie oder Rechtsstaat. Sie verlieren etwas Banaleres und womöglich Gefährlicheres:
die Lust auf ihre eigene Gesellschaft.
Sie finden den Ton aggressiver, die Debatten dümmer, die Institutionen schwerfälliger und die Zukunft unklarer.
Natürlich waren Gesellschaften vermutlich nie besonders angenehm. Die Vergangenheit bestand ebenfalls aus Idioten.
Der Unterschied liegt vielleicht darin, dass man früher nicht permanent über deren Meinung informiert wurde.
Das Smartphone hat diese Lücke geschlossen.
Heute trägt jeder die gesamte gesellschaftliche Gereiztheit in der Hosentasche.
Und dennoch sollte man den Wunsch wegzugehen nicht einfach als schlechte Laune behandeln.
Wenn viele Menschen beginnen, ihr eigenes Land weniger als gemeinsamen Lebensraum und mehr als vorläufige Adresse zu betrachten, verändert sich etwas.
Eine Gesellschaft lebt nicht nur davon, dass Menschen Steuern zahlen und Formulare ausfüllen.
Sie lebt von einer stillen Zustimmung.
Von dem Gefühl:
Hier möchte ich sein.
Hier lohnt es sich, etwas aufzubauen.
Wenn dieses Gefühl verschwindet, bleibt zunächst alles stehen.
Die Häuser.
Die Behörden.
Die Parlamente.
Nur die innere Bindung wird dünner.
Vielleicht ist das die eigentliche moderne Auswanderung.
Man muss Deutschland gar nicht verlassen.
Es reicht, sich vorzustellen, dass man es könnte.
Und irgendwo im Hinterkopf liegt bereits ein kleiner imaginärer Koffer.
Noch leer.
Aber griffbereit.
@ulfposh Ja klar. In jedem anderen Land der Welt ist das OK. Nur hier muss man sich natürlich schäbig fühlen, wenn man Mindeststandards an reguläre Migration knüpft.
Auch ein Punkt, der viele Arbeitnehmer aufregt: Du schaffst den ganzen Tag, zahlst Steuern und Sozialabgaben und als Dank wird dein Steuergeld eingesetzt, um Wahlkampf gegen deine Interessen zu machen. https://t.co/fidZhOhu0T
@drumheadberlin Bevor sich die Woken der FDP keinen anderen Laden gesucht haben, macht das alles keinen Sinn. Im entscheidenen Moment wird nicht das Schlimmste verhindert sondern unterstützt.
Du arbeitest → Staat nimmt ~50%
Du verkaufst Aktien → 25% + Soli
Du kaufst ein → 19%
Du tankst und rauchst → bis zu 70%
Du erbst → bis zu 50%.
Und Dir wird erzählt, der Kapitalismus beutet dich aus. Dabei sind es die klebrigen Hände des Staates, die ständig zugreifen.
Sich über die Studien- oder Erwerbsbiografie von Siegmund zu beömmeln scheint mir ebensowenig schlau wie Chrupalla dafür herabzuwürdigen, dass er Malermeister ist. Wer nie ein Werkzeug in der Hand hatte, weiß womöglich nicht, wie ein Bumerang funktioniert.
Deutschland - Der Alimentestaat?
In Deutschland erhalten direkt im offiziellen öffentlichen Dienst rund 5,5 Millionen Menschen ihr Einkommen.
Rechnet man den erweiterten Sektor mit öffentlich be-, geführten oder stark beteiligten Unternehmen (wie z.B. Stadtwerke) sowie indirekte staatliche Abhängigkeiten hinzu, schätzen Wirtschaftsforscher die Zahl auf derzeit bis zu 12 Millionen Personen.
Bis zu 12 Millionen Menschen oder mehr gelten laut volkswirtschaftlichen Studien als direkt oder indirekt vom Staat alimentiert.
Zudem leben in Deutschland ca. 30,5 Millionen Menschen direkt oder indirekt überwiegend von gesetzlichen Renten, staatlichen Pensionen oder sozialen Mindestsicherungsleistungen.
Von 83 Mio. leben folglich knapp 42 Mio. von fremden Geldern.
Diese breite Alimentierung kann volkswirtschaftlich nur ins Chaos führen.
Hätte der Staat die letzten 20 Jahre jährlich 50 Milliarden in Aktien investiert, statt sie zu verplempern – dann wären jetzt die meisten Probleme gelöst und alle würden profitieren!
Es ist offenkundig, dass Deutschland sich in Sachen #Energiewende komplett verrannt hat. Das höre ich aber fast nur im vertraulichen Gespräch, in der Öffentlichkeit fast immer der Gruß an den Gesslerhut: „Wir halten an der Energiewende fest.“ Was soll das? https://t.co/2ahjfQLym8
.@JMilei legt ein neues Gesetz vor.
Wenn der Staat ein Defizit aufweist und dieses Defizit nicht innerhalb weniger Wochen behoben wird, bekommen folgende Personen kein Gehalt mehr:
- der Präsident
- die Vizepräsidentin
- die Minister
- die Staatssekretäre
- die Unterstaatssekretäre
- die Abgeordneten
Milei: „Politiker haben keinerlei Anreiz, auf die Geldbörsen der Argentinier zu achten, denn sie sind es nie, die die Zeche zahlen. Deshalb wird dieser Gesetzentwurf dafür sorgen, dass derjenige, der den Schaden verursacht, ihn letztendlich auch bezahlt.“
Genau DAS brauchen wir in Deutschland.
Ich bin mir sicher, auch ein Klingbeil und eine Bas finden dann Wege, zu sparen.
Geheime Planungen – Bundesnetzagentur bereitet Deutschland auf lang anhaltende Stromausfälle vor. 🙈 Und unserer Politiker denken, wir könnten so Industrienation bleiben und bei KI mitspielen. Nur irre. https://t.co/m8ErrHuCC6