Audioanalyse von Sellner zur Causa Kickl zusammengefasst:
Seine Einordnung: Die Erklärung sei überraschend und zugleich absehbar gewesen (Aufnahme des Likud in die europäische Parteienfamilie, Vorgespräche). Alle Rechtspopulistischen Parteien (Er nennt hier Vox, Meloni, Le Pen, Orbán und Trump) seien diesen Weg gegangen. Er selbst sei auch kein Antisemit, Nahost- und Ukrainekonflikt seien „nicht unsere Kriege“, und Meinungsvielfalt im Lager sei legitim.
Seine Erklärung für die Annäherung: Israel sei international isoliert und suche neue Partner. Rechtsparteien wollten den Antisemitismus-Vorwurf loswerden und ihre Isolation im Inland ausgleichen. Er sieht auf beiden Seiten „tribales Eigeninteresse“.
Er räumt ein, dass Israel bei jungen Menschen an Rückhalt verliere. Das gelte aber wahrscheinlich vor allem für die linke Jugend. Er sagt aber ausdrücklich, dass er keine „granularen Umfragen“ dazu habe. Die Jugend im FPÖ-Umfeld interessiere sich seiner Einschätzung nach nicht wirklich für diese Konflikte, solange Österreich nicht hineingezogen wird. Dieses Risiko hält er beim Nahostkonflikt für gering.
**Seine drei Kritikpunkte:**
👉 Es fehle eine Absage an die „Politik der Schuld“: keine Erbschuld oder Erbverantwortung, Ende der Instrumentalisierung der Vergangenheit, ohne Verbrechen zu leugnen.
👉 Die Erklärung stehe in Spannung zu Neutralität und Souveränität.
👉 Die Passagen gegen Hass und Extremismus könnten die Meinungsfreiheit einschränken
Kickl sei weder erpressbar noch unglaubwürdig, die FPÖ sei an ihren Taten zu messen, vor allem bei der Remigration. Massive Stimmenverluste oder eine Abspaltung erwartet er nicht.
Sein Appell: Den Nahostkonflikt nicht ins eigene Lager tragen und in einer breiten „Remigrationsallianz“ zusammenhalten.
Soweit erstmal einverstanden, @MartinSellner_ oder habe ich etwas falsch verstanden bzw. etwas Wichtiges übersehen? Ich meine es ernst.
@PWatchguard@LuxNastaII Ich bin mehr als skeptisch und plädiere für einen grundsätzlichen Misstrauensvorschuss. Ob Politiker, Aktivist oder Influencer – sie alle wollen mir etwas verkaufen – doch entgegen einer normalen Transaktion sehe ich den wahren Preis leider erst hinterher.
Ja, denn ohne Frieden ist bekanntlich alles nichts. Die Forderung nach Remigration darf uns nicht blind machen, und wer sagt, dass jede Kröte für das vermeintliche Versprechen auf Remigration zu schlucken sei, verwischt vielleicht zu sehr theoretische Strategieüberlegungen mit dem realen und blanken Horror des Krieges.
Audioanalyse von Sellner zur Causa Kickl zusammengefasst:
Seine Einordnung: Die Erklärung sei überraschend und zugleich absehbar gewesen (Aufnahme des Likud in die europäische Parteienfamilie, Vorgespräche). Alle Rechtspopulistischen Parteien (Er nennt hier Vox, Meloni, Le Pen, Orbán und Trump) seien diesen Weg gegangen. Er selbst sei auch kein Antisemit, Nahost- und Ukrainekonflikt seien „nicht unsere Kriege“, und Meinungsvielfalt im Lager sei legitim.
Seine Erklärung für die Annäherung: Israel sei international isoliert und suche neue Partner. Rechtsparteien wollten den Antisemitismus-Vorwurf loswerden und ihre Isolation im Inland ausgleichen. Er sieht auf beiden Seiten „tribales Eigeninteresse“.
Er räumt ein, dass Israel bei jungen Menschen an Rückhalt verliere. Das gelte aber wahrscheinlich vor allem für die linke Jugend. Er sagt aber ausdrücklich, dass er keine „granularen Umfragen“ dazu habe. Die Jugend im FPÖ-Umfeld interessiere sich seiner Einschätzung nach nicht wirklich für diese Konflikte, solange Österreich nicht hineingezogen wird. Dieses Risiko hält er beim Nahostkonflikt für gering.
**Seine drei Kritikpunkte:**
👉 Es fehle eine Absage an die „Politik der Schuld“: keine Erbschuld oder Erbverantwortung, Ende der Instrumentalisierung der Vergangenheit, ohne Verbrechen zu leugnen.
👉 Die Erklärung stehe in Spannung zu Neutralität und Souveränität.
👉 Die Passagen gegen Hass und Extremismus könnten die Meinungsfreiheit einschränken
Kickl sei weder erpressbar noch unglaubwürdig, die FPÖ sei an ihren Taten zu messen, vor allem bei der Remigration. Massive Stimmenverluste oder eine Abspaltung erwartet er nicht.
Sein Appell: Den Nahostkonflikt nicht ins eigene Lager tragen und in einer breiten „Remigrationsallianz“ zusammenhalten.
Soweit erstmal einverstanden, @MartinSellner_ oder habe ich etwas falsch verstanden bzw. etwas Wichtiges übersehen? Ich meine es ernst.
Zwischen Anteilnahme und Gleichgültigkeit - ein Tag, zwei Welten
Die einen nahmen lange Anfahrten und hohe Kosten auf sich, um den Opfern in Menschlichkeit und Anteilnahme zu gedenken. Andernorts bestimmten Ignoranz und Feststimmung ein Bild.
Jeder Mensch trauert auf seine eigene Weise, doch echtes Gedenken beginnt dort, wo wir innehalten, hinsehen und den Opfern einen würdigen Platz in unserer Erinnerung geben.
#trauerwache #frankfurt #oktoberfest #deutschland
Wo ist das Remigrationsprogramm?
Genau die richtige Frage.
Unter Meloni: Rekord-Einbürgerungen, höhere legale Kontingente, mehr Ausländer im Land.
Über 200.000 Einbürgerungen in den Rekordjahren. Legale Kontingente höher als vor ihr.
Weniger Boote ist keine Wende.
Sie ist nicht die Lösung.
Absolut, und er verkürzt die Thematik Israel auf den aktuellen NahOst-Konflikt und Seine drei Kritikpunkte kamen mir runtergerattert vor; für die Kontextualisierung nahm er sich Zeit.
Aber er kann jetzt halt auf diese drei Punkte verweisen, er hats ja kritisiert.
Tjoa, also letztlich ist alles Strategisch zu betrachten. Wird keine Punkte für FPÖ kosten, und Kickl macht’s schon.
Hätte man auch einfach auf X schreiben können, aber offensichtlich wurde sich dafür entschieden, eine kleine Barriere (Telegramm + über 20 Minuten Audio mit Österreichischem Akzent und permanenten Hintergrundgeräuschen von Geschirr) hinzuzufügen.
Nachtrag 1: Zwei gängige Deutungen weist Martin Sellner zurück: Israel sei nicht der „Vorposten Europas“ gegen den Islam, und Nahostkriege seien nicht die Hauptursache der Migration nach Europa.