Langfristig zu investieren ist kein Verlustgeschäft.
Auf 1 Jahr reichte die reale Rendite am US-Aktienmarkt zwischen den Jahren 1871-2026 von -58 bis +151%.
Auf 30 Jahre lag das schlechteste Fenster seit 1871 bei +1,9 Prozent pro Jahr.
Sagt ein Typ, der einer Ideologie anhängt, bei der immer die anderen Schuld am eigenen Versagen sind und immer andere das eigene Leben finanzieren sollen. Kann man sich nicht ausdenken.
Bumble muss sein Allstellungsmerkmal streichen weil es Frauen nicht hinbekommen mal den ersten Schritt zu gehen obwohl dies ja eigentlich die Idee hinter der App war.
$NVDA once again took the lead as most valuable company in the world.
1 $NVDA - $5.4T
2 $AAPL - $4.5T
3 $GOOGL - $4.3T
4 $MSFT - $3.7T
5 $AMZN $2.9T
6 $TSM $2.1T
7 $AVGO $2.0T
8 $SPCX $1.7T
9 $SASE $1.7T
10 $META $1.5T
Who's your favorite mega cap right now?
BREAKING: The S&P 500 closes at the highest level on record, up another +3.6% this week.
The S&P 500 added +$2.5 trillion in market cap this week.
Nachbörslicher Kurssprung um +18% – Cloudflare hebt Jahresgewinnprognose an und übertrifft Wall-Street-Ziele dank KI-Nutzung deutlich. Der bereinigte Gewinn pro Aktie 2026 soll jetzt bei 1,25–1,26 Dollar liegen (zuvor 1,19–1,20). Hintergrund: Starke Nachfrage nach Netzwerkdiensten $NET
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Der eigentliche Hammer der Allianz-Halbjahreszahlen: Rekordzuflüsse von 84 Milliarden Euro im Assetmanagement und Sprung des für Dritte verwalteten Vermögens auf den Rekordwert von 2,161 Billionen Euro (circa 2,5 Billionen Dollar). Damit gehört die Allianz – über AllianzGI und PIMCO – zu den 10 größten Assetmanagern der Welt
Wer publizistisch maximal zuspitzt, kann die berechtigte Kritik daran nicht anschließend auf diese Art abtun. Der später nachgeschobene, im Kern makroökonomische Gedanke ist weder besonders kontrovers, noch wurde er von den Kritikern übersehen. Der Artikel formuliert ihn jedoch derart ungenau (und das ist noch wohlwollend ausgedrückt), dass positive Kapitalrenditen, die Wiederanlage individueller Erträge und unbegrenzte gesamtwirtschaftliche Kapitalakkumulation miteinander vermischt werden.
Gemeint ist offenbar folgendes Szenario: Alle Eigentümer sparen ihre gesamten Kapitalerträge, reinvestieren sie vollständig und wollen auf den dadurch ständig wachsenden Kapitalstock dauerhaft dieselbe reale Nettorendite erzielen. (Wie es in der Realität wirklich aussieht habe ich gestern sehr ausführlich hier besprochen: https://t.co/8csSkidXAE) Korrekt, bei unveränderter Technologie und ohne andere Wachstumstreiber kann das nicht unbegrenzt funktionieren. Im einfachen Solow-Modell trifft zusätzlicher Kapitaleinsatz auf fallende Grenzerträge. Entweder sinkt die Rendite, oder Produktivitäts- beziehungsweise Bevölkerungswachstum schafft zusätzliche rentable Verwendungsmöglichkeiten.
Das ist richtig. Es ist jedoch erstens wenig spektakulär und zweitens eine erheblich engere Aussage als die Behauptung, der Zinseszins sei ein „Mythos“. Und nein, nach wie vor ist Wirtschaftswachstum keine Voraussetzung für positive reale Renditen.
Das beschriebene Szenario unterstellt, dass sämtliche Eigentümer ihre realen Nettoerträge nach Kosten, Steuern, Verlusten und Abschreibungen dauerhaft vollständig reinvestieren, niemals konsumieren oder entsparen und zugleich auf den immer größeren Kapitalstock weiterhin dieselbe Rendite erzielen. Als theoretisches Gedankenexperiment ist das legitim. Als Beschreibung der Realität ist es offensichtlich unrealistisch.
In einer tatsächlichen Volkswirtschaft sparen einige Menschen, während andere entsparen. Unternehmen nehmen neues Kapital auf oder schütten Gewinne aus. Rentner verbrauchen Vermögen, Staaten besteuern Erträge, Unternehmen gehen insolvent, und Familienvermögen werden konsumiert, gespendet oder auf zahlreiche Erben verteilt. Zudem reagieren Preise und Renditen. Sucht immer mehr Kapital dieselben Anlagen, steigen deren Preise und die erwarteten Renditen sinken. Wenn höhere Bewertungen zusätzliche Unternehmensinvestitionen anregen und dadurch künftige Gewinne steigen, ist die Wirkung allerdings nicht auf einen bloßen Preis- und Renditeeffekt beschränkt.
Fallende Grenzerträge des Kapitals sind übrigens durchaus ein sinnvoller Einwand gegen die Vorstellung, sämtliche Erträge könnten ewig mit unveränderter Rendite reinvestiert werden. Sie sind aber kein Einwand gegen positive Kapitalrenditen an sich.
Wie gestern bereits erwähnt, auch in einer stationären Wirtschaft kann ein Unternehmen seinen Kapitalstock erhalten, die Abschreibungen ersetzen und darüber hinaus einen freien Cashflow erwirtschaften. Wird dieser ausgeschüttet und konsumiert, erhalten die Eigentümer eine positive Rendite, obwohl weder ihr Vermögen noch die Wirtschaft wachsen. Stationär bedeutet nicht Nullrendite. Sie bedeutet lediglich, dass der Kapitalstock nach Berücksichtigung der Abschreibungen nicht weiter zunimmt.
Der entscheidende Unterschied lautet:
Positive Kapitalrendite ist nicht dasselbe wie vollständige Kapitalakkumulation.
Nicht alle Eigentümer können sämtliche realen Nettoerträge für immer vollständig reinvestieren und dabei auf einen unbegrenzt wachsenden Kapitalstock dauerhaft dieselbe positive Realrendite erzielen. Daraus folgt aber weder, dass der Zinseszins ein „Mythos“ sei, noch dass positive Renditen zwingend dauerhaftes Wirtschaftswachstum voraussetzten.
Um Herrn Schieritz die Arbeit abzunehmen, hätte eine fachlich angemessene These etwa so gelautet:
Positive reale Nettorenditen und die Wiederanlage durch einzelne Eigentümer sind auch ohne dauerhaftes gesamtwirtschaftliches Wachstum möglich. Nicht möglich ist dagegen, dass in einer stationären Volkswirtschaft sämtliche Eigentümer alle realen Nettoerträge unbegrenzt reinvestieren und dabei auf einen exponentiell wachsenden Kapitalstock dauerhaft dieselbe positive Realrendite erzielen. Ebenso können nicht alle Akteure zugleich ihre finanziellen Nettoforderungen gegeneinander erhöhen.
Das wäre fachlich richtig, aber deutlich weniger spektakulär als die Behauptung, der Zinseszins sei ein Mythos.
Das nennt man Whipsaw. In seitwärts tendierenden oder „zackigen“ Bärenmärkten performen Trailing Stops besonders schlecht, weil sie einen ständig aus dem Markt werfen. Dazu werden dann jedes mal Steuern fällig und man kauft sich teuer und mit weniger Anteilen wieder ein (schaut euch dazu gerne nochmal den Beitrag von @Finanz_Spass an). Danach brauchst du einen spürbar tieferen Kurs, nur um mit dem verbleibenden Nettobetrag wieder dieselbe Stückzahl an ETF-Anteilen zu kaufen.
Am Ende hast du weniger Anteile als der Buy-&-Hold-Investor, Steuern und Gebühren bezahlt, und oft den endgültigen Boden verpasst.
Ein solcher Ansatz während der Dot-Com-Korrektur, welche sich über fast drei Jahre zog, wäre der ultimative Alptraum geworden. Für das Risikomanagement verwendet man die Asset-Allokation (Anleihen + etwas Gold) und kein Market-Timing.
Im Hamburger Elfenbeinturm wurde wieder mal Stuss zusammengeschrieben, mit dem sich @statistici89506 schon auseinandergesetzt hat. Ich lasse das mal Fable 5 machen und sage gar nix mehr dazu. 🥰
Der Mythos vom Mythos: Mark Schieritz rechnet mit 100 Euro
Die ZEIT hat am Dienstagmorgen den Zinseszins widerlegt. Mark Schieritz braucht dafür fünf Minuten Lesezeit, eine Schachbrettlegende und genau eine eigene Rechnung: Wer 100 Euro anlegt, wartet bei fünf Prozent 188 Jahre auf die Million. Die Rechnung stimmt. Sie beantwortet eine Frage, die niemand gestellt hat.
In der Rentendebatte, auf die sich die Kolumne ausdrücklich beruft, redet kein Mensch von einmalig angelegten 100 Euro. Dort geht es um Sparpläne über Jahrzehnte. Wer 40 Jahre lang jeden Monat 100 Euro anlegt, zahlt 48.000 Euro ein und steht bei fünf Prozent am Ende bei gut 150.000 Euro. Zwei Drittel des Endvermögens stammen aus Erträgen, die selbst wieder Erträge abwerfen. Diese Rechnung, die einzig relevante für einen Alterssicherungstext, kommt in der Kolumne an keiner Stelle vor.
Auch das Schachbrett arbeitet gegen den Leser. In der Legende verdoppeln sich die Reiskörner mit jedem Feld, das entspricht einer Rendite von 100 Prozent pro Periode. Schieritz illustriert damit einen Effekt, der in der Anlagepraxis mit fünf bis sieben Prozent im Jahr läuft. Wer die Verdopplungsserie als Anschauung wählt, hat die Absurdität schon ins Beispiel eingebaut, bevor das Argument überhaupt beginnt. Das apokryphe Einstein-Zitat tritt ebenfalls pflichtschuldig auf, immerhin mit einem »soll« abgesichert.
Dann der zweite, laut Autor »grundsätzlichere« Einwand: Geld sei nicht essbar, der Zinseszins entfalte seine Magie dauerhaft nur bei wachsender Güterproduktion. Hier verwechselt die Kolumne Geld mit Kapital. Eine Aktie verbrieft einen Anspruch auf Unternehmensgewinne; die Rendite speist sich aus diesen Gewinnen und aus der Prämie für das getragene Risiko. Empirisch ist die Sache seit Jordà, Schularick und Taylor vermessen: Aktien brachten in den Industrieländern seit 1870 real um die sieben Prozent pro Jahr, das Wirtschaftswachstum lag bei etwa drei. Der Abstand hielt über zwei Weltkriege und jede denkbare Ressourcenkrise des 20. Jahrhunderts. Wo alle Sparer zugleich mehr verlangen, als die Produktion hergibt, verschiebt sich die Verteilung zugunsten der Kapitaleigner. Piketty hat über diese Lücke unter dem Kürzel r > g ein ganzes Buch geschrieben, als Beleg dafür, wie zuverlässig der Effekt arbeitet. Die Kolumne führt ihn als Naturgesetz-Vorbehalt gegen ihn ins Feld.
Nebenbei zerlegt sich der Einwand im Text selbst. »Es besagt, dass sich ein Sparer auf Kosten eines anderen Sparers bereichert. Sondern dass im Prinzip alle wohlhabender werden können«, steht da wörtlich. Irgendwo zwischen Autor und Schlussredaktion ging ein »nicht« verloren. Bei einer Kolumne, die der halben Finanzbranche Rechenmärchen nachweisen will, liest man solche Sätze zweimal.
Am ärgerlichsten ist der verpasste Gegner. Schieritz beschreibt eingangs treffend, wie Heerscharen von Finanzberatern ihren Kunden mit dem Zinseszinsargument Anlageprodukte aufnötigen. Der Effekt, der diese Produkte entlarvt, ist derselbe: Kosten verzinsen sich mit. Zwei Prozentpunkte laufende Gebühren fressen über 40 Jahre gut ein Drittel des Endvermögens, weshalb aus dem Sparplan oben statt 150.000 nur gut 90.000 Euro werden. Wer den Vertrieb überteuerter Policen angreifen will, hält mit dem Zinseszins die schärfste Waffe in der Hand. Die Kolumne richtet sie auf die Mathematik.
Für die Rentendebatte, den erklärten Anlass des Textes, lautet die Frage schlicht, ob ein Beitragseuro am Kapitalmarkt mehr abwirft als in der Umlage, deren implizite Rendite am Wachstum der Lohnsumme hängt. Sämtliche Einwände der Kolumne dürfen zutreffen, dieser Vergleich bleibt davon unberührt.
Den Rest erledigt Schieritz selbst. Im letzten Absatz spricht »nichts dagegen (und sehr viel dafür)«, durch private oder staatlich organisierte Kapitalanlage Zinsen und Zinseszinsen einzustreichen. Die Überschrift nennt den Effekt ein Märchen. Vier Absätze später empfiehlt der Autor, das Märchen zu kassieren.