Quellen:
Datenbank der Gedenkstätte Yad Vashem
Horst-Pierre Bothien - Das braune Bonn
Bonner Geschichtswerkstatt - "tranken dünnen Kaffee und aßen Platz dazu"
u.a. Gabriele Wasser - Stadtrundgang durchs Bonns jüdischer Geschichte
Wikipedia - Stolpersteine
Joseph Roth, Godesberg, Jg. 1896
Joseph Roth war Volksschullehrer an der Godesberger Burgschule, Zentrumspolitiker und lebte in Friesdorf. Der gläubige Katholik war als Gegner der Nazis bekannt.
Kurz vor seiner Entlassung im Oktober 1944 wurde Roth eine Giftspritze injiziert, an deren Folgen er am 22. Januar 1945 qualvoll starb. Joseph Roth liegt auf dem Friesdorfer Friedhof begraben.
Ihre Tochter Selma emigrierte mit ihrem Ehemann Max Heidt 1938 in die USA und entkam so dem Holocaust. Bernhard Arensbergs Geschwister wurden ebenfalls im Holocaust ermordet.
Bernhard Arensberg, Zentrum, Jg. 1865
Der jüdische Metzgermeister Bernhard Arensberg betrieb auf der Kölnstraße eine Metzgerei und war der Bruder von Isaak, Sara und Karl Arensberg. Zusammen mit seiner Ehefrau Ida geb. Benjamin hatte er die Töchter Johanna, Selma und Wilhelmine.
Das Ehepaar Arensberg wurde 1942 zunächst im Kloster Endenich interniert und im Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert. Ida Arensberg ist am 18. September 1942, Bernhard Arensberg am 15. Januar 1943 in Theresienstadt umgekommen.
Hans Fried., Altstadt
Hans Fried. wurde 1942 wegen Diebstahls zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 12. Januar 1943 ist er im KZ Mauthausen umgekommen.
Johanna Spiegel, Godesberg, Jg. 1866
Johanna Spiegel zog 1919 mit ihrer Schwester Rosa zu ihrem verwitweten Bruder Sally Spiegel. Vor dem Ersten Weltkrieg betrieb Johanna Spiegel mit Rosa ein Schuhgeschäft in Köln.
1943 wurde er über das Lager Westerbork nach Sobibor deportiert, wo er am 23. Juli 1942 ermordet wurde. Johanna Spiegel kehrte nach Bonn zurück und wurde im Sammellager Endenich interniert.
Otto Schmitz, Poppelsdorf, Jg. 1906
Otto Schmitz wurde 1906 als Sohn eines Tagelöhners in Poppelsdorf geboren. Nach der Schulzeit arbeitete Schmitz als Arbeiter und Händler. Als er 1936 eine Haftstrafe antreten musste, waren bereits acht Haftstrafen aktenkundig.
Nach seiner Haftentlassung Ende 1936 heiratete Schmitz seine Partnerin und wurde Vater zweier Söhne. 1938 wurde er allerdings wieder straffällig und saß wegen Diebstahl und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte im Zuchthaus Rheinbach ein.
Am 12. Dezember 1942 folgte die Deportation nach Auschwitz, wo er beim Aufbau einer IG-Farben-Fabrik eingesetzt wurde. Fritz Levy wurde am 6. Januar 1943 in Auschwitz ermordet.
Fritz Levy, Beuel, Jg. 1906
Fritz Levy wurde am 15. April 1906 als Sohn des Metzgers Carl Levy und seiner Frau Rosa geb. Voss in Beuel geboren. Sein Vater war Halbbruder der ebenfalls in Beuel lebenden Emilie Kober und Fritz Levy damit Cousin von Margot Barnard.