@bitterlemmer@welt Es ist die Einstellung. Früher waren Kinder Zukunft, Lebensfreude (sie lachen 400x/Tag, Erwachsene), später familiäres Netz u Perspektive über das eigene Leben hinaus. Heute sind sie "unbezahlte Sorgearbeit". Und später ruft man nach dem Staat wegen Einsamkeit u Pflege.
Vielleicht hat der Einbruch der Geburtenraten weniger mit Geld zu tun, als wir uns gerne einreden.
In den letzten 15 Jahren sind die Geburtenraten fast überall gefallen — in reichen Ländern genauso wie in Schwellenländern, in teuren Städten ebenso wie in Staaten mit vergleichsweise großzügiger Familienpolitik. Daten von EZB, Bundesbank und OECD zeigen im Grunde dieselbe Entwicklung.
Was sich still verändert, ist vielleicht etwas anderes: Es gibt immer weniger stabile Partnerschaften.
Die meisten Menschen sagen weiterhin, dass sie Kinder wollen. Ich glaube nicht, dass dieser Wunsch einfach verschwunden ist. Aber Dating wirkt fragmentierter, Beziehungen instabiler, Heirat wird später verschoben — oder findet gar nicht mehr statt. Gleichzeitig verbringen viele Menschen immer mehr Zeit zwischen digitaler Ablenkung und sozialer Isolation.
Ich glaube nicht, dass Smartphones die sinkenden Geburtenraten direkt verursacht haben. Das wäre zu einfach. Aber möglicherweise haben sie verändert, wie Menschen Nähe, Bindung und Beziehungen erleben. Eine Gesellschaft kann dauerhaft online sein und sich trotzdem emotional voneinander entfernen.
Vielleicht erklärt das auch, warum staatliche Anreize oft kaum wirken. Man kann Wohnen subventionieren oder Steuern senken. Aber Vertrauen, Nähe und langfristige Bindungen entstehen nicht per Gesetz.
In diesem Sinne ist die Geburtenkrise vielleicht auch eine Krise der menschlichen Nähe.
#Demografie #Europa #Wirtschaft #Gesellschaft #Geburtenrate #Deutschland #EZB #OECD
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Wir geben jährlich rund 200 Mio. Euro für #Kuren aus — trotzdem wissen wir erstaunlich wenig darüber, ob sie uns tatsächlich länger gesund, arbeitsfähig und selbstständig halten.
Meine Erwartung ist eher skeptisch: Dauerhafte Verhaltensänderungen lassen sich durch kurze Maßnahmen meist nur schwer erzielen. Belastbare Evidenz wäre wichtig — und vermutlich vergleichsweise leicht zu gewinnen.
das versteht "meine" Alma Mater die Uni Wien unter #Meinungsfreiheit & Wissenschaftsfreiheit?
Zu #Gender und #Postkolonialismus darf man sich nicht mehr kritisch äußern?
Auch nicht zum FWF - kritische Äußerungen unerwünscht?
Gut zu wissen, dann ist es höchst an der Zeit den Mund NICHT zu halten.
@berlinerzeitung Unsinn, man muss differenzieren. Europäer sterben langfristig aus, Afrika explodiert. Sieht man an den Alterspyramiden, gleicher Maßstab. #Demografie
Eine moderne Volkswirtschaft kann nicht davon leben, dass wir alle einander pflegen u verwalten, meine ich in der heutigen Presse. Einige freuen sich hingegen, dass der Staat wächst. Kurzsichtig. #Arbeitsmarkt#Demografie#Budget
@derspiegel Falsch. Die Bevölkerung in Afrika u Teilen Asiens hat sich seit 1960 versechsfacht. Entwaldung, Bodenerosion, sinkender Grundwasserspiegel, etc. sind also großteils hausgemacht. #Klimawandel
Das Finanzierungsproblem der #Pensionen war seit Jahren absehbar. Das Hinausschieben von Reformen macht die nötigen jedes Jahr Veränderungen schmerzhafter. (via @sn_aktuell)
Als ich klein war, hatten die meisten Familien in meinem Umfeld mehrere Kinder. Auch ich bin mit drei Geschwistern aufgewachsen. Wir waren miteinander, haben aufeinander geschaut, gestritten, voneinander gelernt. Heute ist es anders. Immer weniger Kinder werden in Österreich, in ganz Europa geboren. Bei uns im Durchschnitt 1,29 Kinder pro Frau. Viele Großeltern blicken auf wenige Enkelkinder. Inzwischen sterben mehr alte Menschen als Babys auf die Welt kommen.
Diese Entwicklung ist unumkehrbar. Sie hat riesige Folgen für uns alle. Die Pensionskassen leeren sich, das Gesundheits- und Pflegesystem leidet. Die Einsamkeit nimmt zu. Junge Menschen verschieben den Kinderwunsch auf später oder entscheiden sich ganz dagegen. Das hat viele Ursachen: die Unsicherheit in der beruflichen Zukunft, im Privatleben, in der Beziehung, in der Weltlage. Daneben gibt es auch das Leid der ungewollt Kinderlosen.
Was gibt mir trotzdem Hoffnung? Ich beobachte die Freude der Großeltern am Enkelkind. Ich sehe junge Väter, die ihr kleines Kind tragen. Jedes Kind ist ein Stück Zukunft. Das Leben ist stärker!
@HallaMartin Vielleicht liegt es daran, dass die Lage heute ausschließlich negativ dargestellt wird - obwohl objektiv Einkommen, Lebenserwartung gestiegen, Arbeitszeit, Zeit für Hausarbeit u Ungleichheit zurückgegangen sind u zwar nicht nur in Ö, sondern in den meisten OECD-Ländern.
@heikelehner + 1 J beim gesetzlichen Pensionsalter bewirkt nicht + 1 J fakt. Pensionsalter, sondern ca. +0,6 J. + 1 J fakt. PA bringt daher ca 3,7 Mrd.
Geburten-Rekordtief. Früher waren Kinder Freude, Zukunft, familiäres Netz, heute nur „unbezahlte Sorgearbeit“. Dabei Kaufkraft heute 3x so hoch wie im Babyboom der 60er Jahre, Familienleistungen EU-Spitze, Kinderbetreuung weit besser als früher.
#Demografie#Kinder@Statistik_at
@sparbuchfeinde Aufklärung u pos. Framing! Im Diskurs dominieren Nachteile: Kinder = weniger Einkommen, Freizeit, Karriere; "Sorgearbeit". In Filmen nur Singles u Problemfamilien. Zeigt die Vorteile: Lebensfreude (Kinder lachen 400x/Tag), ein familiäres Netz, eine Perspektive übers Leben hinaus