Crans-Montana 🧵
Alles, was hier zusammengefasst ist, ist öffentlich zugänglich. Das meiste aus dem französischen und schweizerischen Handelsregister. Die zweitwichtigste Quelle war Facebook, in kursiv sind Aussagen, die aus der Presse übernommen wurden.
Wer meint, Jacques Moretti habe 2004 ein wenig in der Schweiz gesündigt, bis dahin nur einen Reinigungsservice betrieben und sei nach seinen Verurteilungen ab 2010 ein fleißiger Geschäftsmann gewesen, hier das vollständige Bild.
In der untersten Leiste steht sein Alter, das Schema ist nicht auf Tag und Monat exakt. Er hat mit 21 Jahren geheiratet, drei Jahre später war er geschieden. Gemeinsam mit zwei Männern hat er 2001 eine Firma gegründet, die für Instandhaltung, Reinigung, Hausmeister-Service eingetragen wurde. Da war er schon geschieden, aber wurde als verheiratet erklärt, seine Ex-Frau musste mit unterzeichnen. Vermutlich war die Einspruchsfrist noch nicht abgelaufen, damit das Scheidungsurteil nicht rechtskräftig.
Diese Hausmeister-Firma hat er mit zwei anderen Männern gegründet, von denen einer die Mehrheit hatte und die Geschäftsführung übernommen hat. Doch recht schnell erklärte dieser Geschäftsführer, aus persönlichen Gründen zurücktreten zu müssen, so wurde Jacques dort Geschäftsführer. Irgendwann hat einer der Partner seine Anteile an Jacques und den Mehrheitsgesellschafter verkauft.
Einer der beiden hatte dann eine Pizzeria, der andere hat immer noch eine Gärtnerei mit Bootsverleih. Nichts auffälliges. Das gilt auch bisher für die erste Frau von Moretti. Die Hauptarbeit war, all diese Pisten anzusehen und es gilt „Im Zweifel für die Unschuldigen“, weshalb die Namen und Details da draußen bleiben.
Soviel findet man auf jeden Fall auf ersten Blick im französischen Handelsregister über Jacques Moretti.
Laut Medien hatte er ab 2009/10 eine Bar „Lolla Palooza“ im Hafen von Bonifacio betrieben. Da wurde es ein wenig kniffelig. Denn es gab eine GmbH (Sarl = GmbH) namens Lolla, doch die war von einem Paar aus der Finanzberatung gegründet worden. Und das vor 2009, sie war nur kurz aktiv, der Betrieb ging dann über an den Besitzer des Gebäudes.
Erst über die Adresse kamen wir wieder zu Jacques Moretti. Es gibt einen „Jacques Moretti (Lolla Palooza)“, der Mann hat zwei Identitäten im Handelsregister.
Unter dieser zweiten Identität hat er drei Betriebe, die er alle alleine besessen hat. Und das seit dem Jahr 2001, in dem er sich scheiden lies und CMC Services gründete. Der erste Betrieb wurde damals in La Clusaz aktiv, einem französischen Skiort nahe der Schweizer Grenze. Dieser Betrieb hieß Primevères (Primeln) und hatte zum Zweck zu vermieten.
Und in der Tat gibt es in diesem Ort heute noch Appartments zu mieten, die Primel heißen und Nummern tragen.
Dank seiner Verurteilung aus dem Jahre 2008 wissen wir, dass er dort junge französische Frauen für Prostitution rekrutiert und „ausgebildet“ hat. Um sie dann in Massagesalons in die Schweiz zu exportieren, von denen er einen als Strohmann geleitet haben will.
Er gründet 2004 in der Schweiz eine Service-Firma mit einem Franzosen und einem Schweizer. JSLR - doch die geht schnell in Liquidation. Ca 2005 wurde er von der französischen Polizei abgehört, es kam zu der Verurteilung von ihm und einem Geschäftspartner 2008. Ein weiterer war angeklagt, aber freigesprochen worden. Die Primeln stellen ihre Aktivität ein, der Schweizer Betrieb ist in Liquidation.
Nach seiner Verurteilung läuft CMC Services noch kurze Zeit weiter, er gründet unter seiner zweiten Identität einen Betrieb, der „Sonstige Ausarbeiten“ zum Geschäftszweck hat. Vallée Saint-Julien.
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„Sonstige Ausarbeiten“, das sind bauliche Basteleien wie die Umgestaltung eines Keller vom Spielraum in eine Diskothek oder die Errichtung eines Wintergartens vor einem Lokal.
Zeitlich passt das zusammen mit dem Schicksal des späteren Lolla Palooza am Hafen von Bonifacio. Der Besitzer der Lokalität hatte wohl erfolglos versucht, diesen Ort zu beleben, die Lolla GmbH war keine Hilfe gewesen. Deshalb hat er sich mit dem Betreiber eines Nachbarclubs (B52, jaja, genau der) 2009 versucht, den Laden unter dem Namen „Café del Mare“ zum Laufen zu bringen, doch der Versuch scheiterte noch im selben Jahr. Es gibt eine Aufnahme von maps google, mit dem Schriftzug „Café del Mare“.
Jacques Moretti gründet also einen Betrieb und renoviert im Winter 2009/10 die Bude. Ab jetzt heißt sie (wieder?) Lolla Palooza und der Laden läuft. Doch warum heißt diese Renovierungsfirma „Vallée St Julien = Tal Sankt Julian“? Merkt es Euch.
Im Jahr 2010, Jahr der Eröffnung von Lolla Palooza wird ein weiterer Betrieb von Jacques Moretti aktiv, er erklärt ihn zu seiner Hauptaktivität. Er firmiert unter Lolla Palooza, scheint alles klar wie Kloßbrühe. Doch da gibt es zwei kleine Details. Zum einen sitzt dieser Betrieb nicht da, wo die Party stattfindet. Sondern im dritten Stockwerk des Gebäudes. Und dann der Betriebszweck. Der ist nicht Gastronomie, die betreibt der Hausbesitzer in den Lokalitäten des Lolla Palooza. Der Geschäftszweck von Moretti im dritten Stockwerk ist „Sonstige persönliche Dienstleistungen“.
Diese „Bar“ hatte eine FB-Seite, einen Disc-Jockey mit eigenem FB-Account, es wurde Table Dance mit privaten Momenten angeboten. Siehe mein früherer Post. Manches wird sogar noch dieser Tage gelöscht, aber ich habe phantastische Helfer, die mir vor allem bei meinem schlechten Namensgedächtnis geholfen und screenshots gemacht haben.
Rund fünf Jahre lang läuft der Laden, im März 2014 wird renoviert. Mit Photos belegt, fast wie bei Le Constellation. In der folgenden Saison wird sogar eine Misswahl veranstaltet. Und dann, im September 2014, wird der Laden auf einmal geschlossen. Um diese Zeit herum werden auch die Betriebe „Vallée St Julien“ und „Jacques Moretti (Lolla Palooza) eingestellt.
Moretti trauert derzeit um eine Schwiegertochter. Er habe seinen Adoptiv-Sohn zehn Jahre lang großgezogen. Dieser Adoptivsohn hat BFMTV anonym ein Interview gegeben. Er war der DJ von Lolla Palooza und hat nach „fünf verrückten Jahren“ auf dem FB-Account seine Schließung bekannt gegeben. Wurde dann Koch im Le Vieux Châlet in Lens und hat in den letzten Tagen genau diesen Job von seinem Profil gelöscht.
Die Mutter des Ziehsohnes - also die ehemalige Lebensgefährtin von Jacques Moretti, war mit drei Klicks zu finden, ebenfalls auf FB. Im Diagramm habe ich unten in grau die „Beziehung“ eingezeichnet, wie sie nach deren Angaben in die Chronologie passen könnte.
Sie vermietet inzwischen eine Villa für bis zu 12.500 Euro pro Woche in Bonifacio. Diese liegt in einem Viertel namens Vallée St. Julien - Tal des Sankt-Julian.
In den Google-Rezensionen gibt es zunehmend Kritik. Feuchte Räume, Kanalisation verstopft, Klima-Anlage funktioniert nicht. Zweien wurde eine Pauschale für die tägliche Putzfrau berechnet, die dann plötzlich außer Service war. Die Antworten der Dame auf Kritik ähnelt frappierend den Antworten, die Jacques Moretti den kritischen Gästen seiner Betriebe in Crans-Montana gegeben hat.
Und nein, das ist nicht Gastfreundschaft auf korsisch. Das ist eine Spezies von Menschen, die man überall finden kann. Sie versuchen, schnelles Geld zu machen. Wenn ihnen jemand dabei quer kommt, dann wird Druck ausgeübt, Drohungsszenario aufgebaut. Moretti drohte, man werde Kritiker als deren Schüler bei einer renommierten Hotelfachschule anzeigen. Seine Ex meinte ebenfalls, sie solle einen kritischen Gast anzeigen.
Und jetzt überlasse ich es den Lesern, Schlüsse aus diesen Fakten zu ziehen. Soviel für heute.
@KatrinKemmler1 Immer noch unklar die Architektur.
Streetview der Rte de Tèlèphériques, fotografiert im Juni 2024.
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Erkennbar das Treppenhaus des Wohnhauses, hinter dem Geländer ein Ausgang, unter dem Holzgeländer drei geschlossene Öffnungen
@FWarweg@Team_Luftwaffe Eine Frage ist ja auch ob der Transponder absichtlich eingeschaltet wurde, vielleicht sogar als eine Art Protest gegen den Einsatz. Was sind denn die möglichen dienstrechtlichen Folgen? Wie wird überhaupt über solche Verfahren informiert?
@Berliner_Fw Ich verstehe, dass man bei so einem Brand erst einmal den Kopf voll hat. Die Warnung hätte aber trotzdem vorher losgehen müssen. Zwei volle Stunden später wurden wir das erste Mal gewarnt. Ich denke, die Windrichtung lässt sich deutlich schneller feststellen.
Ich habe gerade gemeinsam mit den Vertreter:innen des YAAM den langfristigen Mietvertrag unterschrieben. Ein schöner Tag für das @YAAMBerlin und für Friedrichshain-Kreuzberg. @Klagesspiegel@herrgold#Friedrichshain
Die #Stadtklause ist eine wichtige Institution im Kiez und Teil der berühmten Kreuzberger Mischung. Ich appelliere an die*den Vermieter*in, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen und der Kiezkneipe eine Perspektive am Standort zu bieten. #xhain@TspBerlin
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