Am heutigen 3. November 2026 wurden Amirhossein Maleki und Amirhossein Ebrahimi in Isfahan hingerichtet. Beide waren im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten im Januar 2026 festgenommen und zum Tode verurteilt worden.
Die Islamische Republik setzt ihre Hinrichtungswelle fort. Die Todesstrafe wird systematisch eingesetzt, um die Bevölkerung einzuschüchtern und Widerstand zu unterdrücken.
Heute ist Welt-#Kobâne-Tag.
134 Tage lang leisteten die Menschen in Kobâne Widerstand gegen den IS. Sie waren ein Bollwerk gegen Islamismus und religiösen Extremismus. Sie kämpften gegen eine mörderische Ideologie, die heute auch in Europa wieder an Boden gewinnt.
Zwölf Jahre später haben wir noch immer nicht verstanden, was dort verteidigt wurde. Auch in Deutschland und Europa nicht. Die Menschen in Kobâne und Rojava stellten sich dem IS entgegen. Doch wir haben unsere Partner und Verbündeten im Stich gelassen.
Ich war 2014 als Kriegsberichterstatterin vor Ort in Kobâne. Ich habe erlebt, wie die Bomben fielen. Die Menschen, die damals alles gegeben haben, werde ich niemals vergessen.
Ich werde nie vergessen, mit welchem Mut sich die Frauen unter dem Ruf „Jin, Jiyan, Azadî“ dieser mörderischen Ideologie entgegenstellten. Manche trugen Handgranaten bei sich, bereit, sich das Leben zu nehmen, um einer Vergewaltigung durch ihre Mörder zu entgehen.
Nie hätte ich für möglich gehalten, dass diese mörderische Ideologie so viele Jahre später auch hier in Europa wieder Fuß fasst. Und jetzt fragen alle, wie das passieren konnte, wo wir seit Jahrzehnten vor warnen. Wer diese mörderische Ideologie nicht dort bekämpft, wo sie aufkeimt darf sich nicht darüber wundern, wenn sie sich weltweit verbreitet.
Kobâne erinnert uns daran, wem wir Solidarität schulden und wen wir verraten haben. Ich habe es immer gesagt und sage es wieder: Wer die Werte dort verraten hat, hat auch sich selbst verraten.
Wir fordern Deutschland und die EU auf, sich konsequent für den Schutz der Familien, die Freilassung willkürlich Inhaftierter und die unabhängige Aufarbeitung schwerer Menschenrechtsverletzungen einzusetzen.
Seit den Massenhinrichtungen der 1980er-Jahre an politischen Gefangenen kämpfen Familien in Iran für Gerechtigkeit und die Aufarbeitung der staatlichen Verbrechen.
Bei Angehörigen von politischen Gefangenen ist das ähnlich, denn sie sind Schallverstärker für ihre inhaftierten Liebsten und können viel (internationale) Solidarität hervorrufen.
Heute gedenken wir dem deutschen Staatsbürger und Aktivisten Jamshid Sharmahd, der vor zwei Jahren in der Islamischen Republik Iran staatlich ermordet wurde.
Sharmahd wurde zuvor aus Dubai entführt, nach Iran verschleppt und jahrelang in Isolationshaft schwer gefoltert.
https://t.co/beDleOakNb fordert Deutschland und die Europäische Union auf, den Schutz der Zivilbevölkerung ins Zentrum ihrer Iran-Politik zu stellen.
Die Menschen in Iran brauchen Sicherheit, wirtschaftliche Perspektiven und Freiheit.
Im August 2026 lagen die Preise für Lebensmittel und Getränke in Iran rund 128 % über dem Vorjahresniveau. Für immer mehr Familien bedeutet das: Sie müssen selbst bei grundlegenden Lebensmitteln sparen. Ausreichende und ausgewogene Ernährung wird zunehmend zum Luxus.