Zwischenfrucht 1 Woche nach der Aussaat. Sieht nach einem guten Start aus 🌱.
Ob sie es schafft, der Dichtlagerung auf unseren Sandböden entgegenzuwirken und uns eine mechanische Lockerung zu Mais im Frühjahr erspart, wird sich zeigen.
Heute am 23.10.23 wird in Brasilien erstmals der "Tag der Direktsaat" als gesetzl. Feiertag begangen !
Binnen 10 Jahren hat sich die CA-Fläche dort verdoppelt auf ca. 50 Mio ha, eine Fläche >3x so groß wie die gesamte LN 🇩🇪.
Warum das Ende von Bodenbearbeitung gefeiert wird :
@a_sator@MikeGrunwald Mal völlig abseits von Wirtschaftlichkeit, etc.. - je mehr man sich mit den Themen Bodenbiologie, Ernährung, usw. auseinander setzt, desto klarer wird einem, dass auf diese Weise produzierte Lebensmittel sowie keine langfristig tragbare gesunde Ernährung des Menschen bieten.
@HannesJaenicke Damit unterschreiben Sie für mehr Bodenbearbeitung und somit mittelfristig mehr Herbizideinsatz, mehr Fungizideinsatz, mehr Insektizideinsatz, mehr Mineraldüngereinsatz, mehr Nitratbelastung, mehr Zerstörung von Bodenlebewesen und -biologie, und mehr Bodenerosion und Humusabbau
@GeorgWinter8 @dahm_julia@EFSA_EU@cem_oezdemir Die Direktsaat (rechtes Bild) führt zudem dazu, dass die Böden deutlich gesünder werden, wodurch auch die darauf wachsende Pflanzen deutlich gesünder sind, was vor allem mit der Bodenbiologie zutun hat (welche bei Bodenbearbeitung - wie zb im Biosnbau kontinuierlich zerstört wird
@GeorgWinter8 @dahm_julia@EFSA_EU@cem_oezdemir Glyphosat kann in Deutschland nicht in Lebensmittel gelangen, da keine Ernteprodukte damit behandelt werden.
Das gibt es nur bei genmanipulierten Kulturpflanzen (bspw. In USA), welche hier bekanntermaßen nicht erlaubt sind.
@snscaimito@RemptRene@A_Girl_Insane@dahm_julia@EFSA_EU@cem_oezdemir Es ist toll, dass in einigen Ländern so viel „Pionierarbeit“ geleistet wird, um den Kompromiss zwischen Natur und Nahrungsmittelproduktion zu verringern. Das größte Hemmnis hierzulande ist wohl die Politik. Ein Label für solch eine Wirtschaftsweise würde vermutlich auch helfen.
@snscaimito@A_Girl_Insane@dahm_julia@EFSA_EU@cem_oezdemir Weitere Herausforderungen sind auch die Wirtschaftlichkeit (höchstens über Direktvermarktung und das geht auch nicht überall) und auch die Betriebsstruktur (Arbeitskräfte, Flächenentfernung, Pachtverhältnisse, etc…)
@snscaimito@A_Girl_Insane@dahm_julia@EFSA_EU@cem_oezdemir Ich persönlich finde den Ansatz, Nutztiere zurück auf den Acker zu bringen hoch interessant. Alleine wegen der Förderung der Bodenbiologie und verbesserten Nährstoffkreisläufen. Aber damit das Herbizid zu ersetzen, wird wohl schwierig(wie in anderen Kommentaren schon diskutiert)
@NABU_de@HendrixAvenell Es gibt genügend Studien, und auch ich selbst beobachte es auf den eigenen Vergleichen, dass die Biodivetsität deutlich steigt wenn keine Bodenbearbeitung erfolgt. Um dies langfristig durchzuführen benötigen wir aber Werkzeuge, wie bspw ein Totalherbizid.
@NABU_de@HendrixAvenell Das beschriebene Ziel ist ja gut und auch sehr wichtig (auch für die nachhaltige Landwirtschaft selbst). Nur warum setzt ihr euch dann nicht dafür ein, dass die nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung (Direktsaat) weiter betrieben werden kann?
@guidodeckstein @HendrixAvenell@topagrar @BayWaPresse @Bauern_Verband@agrarheute_com@RAgrarheute@abl_ev Erklärung dazu: In Direktsaat wird die Bodenstruktur nicht durch mechanische Bearbeitung gestört, sondern langfristig sogar deutlich aufgrund der erhöhten biologischen Aktivität verbessert. Dadurch wiederum wird Bodenerosion mit all seinen katastrophalen Folgen verhindert.
@guidodeckstein @HendrixAvenell@topagrar @BayWaPresse @Bauern_Verband@agrarheute_com@RAgrarheute@abl_ev Ganz einfach, wenn es auf bearbeiteten Flächen, wie die im Video, eingesetzt wurde, kann es in offene Gewässer abfließen, zusammen mit Nährstoffen und wertvollen Bodenpartikeln. Wenn es jedoch sinnvoll in Zusammenhang mit Direktsaat eingesetzt wird, nicht.
@obstmart@MartinHaeusling@HartwigCallsen Ich denke es geht um das „nicht wollen“. So ignorant kann kein Mensch wirklich sein, es bei so vielen Fakten aus Wissenschaft und Praxis nicht zu verstehen. Selbst Leute von Nabu und Bund verstehen es. Hat hier also wohl eher rein politische Gründe
@Paskir@HartwigCallsen@MartinHaeusling Hier in Mitteleuropa muss wohl erst das selbe passieren, bevor die Einsicht kommt. Wird zwar aufgrund der kleineren Strukturen etwas langsamer vonstatten gehen als in der Prärie…. Aber von anderen Schicksalen lernen und frühzeitig gegensteuern scheint hier keine Option zu sein🤷🏻♂️
@Alma75614899@MartinHaeusling Der Pflug, der alle Bodenbiologie vergräbt, die Regenwurmgänge, Pilzgeflechte und Nester von Bodenbrütern zerstört ist sicher besser?
Naja da ist eben der Unterschied zwischen Praxis und Theorie…
Schon interessant, das mal so zu sehen. An der freigeräumten Stelle hat die Bodenoberfläche 20-25 °C. Ein paar Meter daneben in der Mulchsaat waren es 50-55 °C! (bei 30 °C Außentemperatur). Erstaunlich, wie gut die Mulchschicht dämmt und die Bodenbiologie vorm Hitzetot schützt.