I feel the same.
Ich bin um das Dokument herumgetanzt und habe aus Angst nur mal hineingesehen.
Als das passierte, war ich immerhin 80 km Straße entfernt.
Das damalige Symbol für „Infiltration“ auf der Red Alert App hatte ich noch nie gesehen (eine Art Zorro-Augenbinde). Es leuchtete dauernd auf.
Sie wollten auch zu uns kommen.
Sie haben es nicht geschafft. Am Sonntag, den 8. Oktober 2023, sickerte langsam durch, dass nicht „nur“ gemordet worden war. Was dort ansatzweise berichtet wurde, war die Spitze des Eisbergs und trotzdem konnte niemand dem Worte geben, so unwirklich bestialisch schien es.
Es hat Wochen gebraucht, um 10% des Geschehenen zu begreifen.
Wenn es 10% waren.
In Israel hat man den Zusammenschnitt des Videomaterials, das nur Journalisten gesehen habe (es handelt sich um Videos der Terroristen) heftig diskutiert. Man wollte den Toten die Demütigung ersparen. Die Dienste haben die schlimmsten Sachen herausgenommen. Bei der ersten Vorführung des „entschärften Rests“ haben hartgesottene Kriegsreporter sich übergeben und/oder den Saal verlassen. Andere brauchten danach eine psychotherapeutische Begleitung.
Ich schaue manchmal noch meine Tweets aus diesen Tagen an. Rache, Vergeltung – das wurde gar nicht diskutiert. Der Schock war zu groß. Und zwar der Schock über die Grausamkeit. Tödliche Angriffe schocken die Gesellschaft in Israel nicht so, wie das bei uns der Fall wäre. Es ging um die Grausamkeit.
Man hat nur den Vergleich zur Shoa gehört.
Ich bin nie mehr ganz aus diesen Tagen herausgekommen. Die Mobilisierung der IDF wurde im Laufe des Sonntag richtig sichtbar. Unter dem Eindruck der Nachrichtenlage sind junge Menschen aufgebrochen, deren Gesichter entsetzter, anders aussah als sonst bei Reservisten.
Die folgenden Jahre, die es ja schon sind, haben viel gesehen. Viel war nicht nur in Deutschland die Rede davon, wie sehr man „beide Seiten“ sehen müsse.
Ich nicht.
Ich muss gar nichts.
Ich kann nicht beide Seiten sehen. Ich habe das immer damit begründete, dass ich Deutscher bin.
Muss man das erklären?
Wäre ich durch einen irgendwie glücklichen Zufall 1943 oder 1944 von einem sicheren Land gewesen und hätte eine politische Diskussion geführt, als Deutscher – hätte man mich zurecht gefragt, wie ich zum Regime in Berlin stehe? Hätte ich antworten müssen? Ja. Hätte ich. Hätte ich damit leben müssen, dass man mich schneidet, angesichts dessen was geschieht?
Ja hätte ich damit leben müssen, obwohl ich 1968 geboren bin, dass man mich in Israel aufgrund meiner Nationalität schneidet, dass man selbst manchmal Juden, die in Deutschland leben, skeptisch begegnet, nach dem allem was passiert ist? Ja. Das ist nie geschehen, das ist ein Wunder aber ja.
An einem bestimmten Punkt, den wir in Deutschland schon einmal erreicht haben, kann man in einem System nicht so viel innere Opposition haben, dass man seine Unschuld behält. Und in Gaza leben nicht 80 Millionen Menschen.
Das ganze Ding ist eine genial ausgebaute Festung, die genau das bewirken soll, was heute als die vermeintliche Zerstörung von Gaza verstanden wird. Weil niemand, der nicht vor Ort war, sich die Dimensionen, an die räumlichen Dimensionen, vorstellen kann, denkt man dann immer an die Städte im Zweiten Weltkrieg. Aber die zerstörten Häuser von Gaza ist nichts anderes als eine zerstörte Festung.
Ich hatte erwartet, dass auch ohne diesen Bericht vielfaches Schweigen, Verachtung, Ächtung, die Forderung nach Aufarbeitung und Bewältigung der eigenen, brutalen Ideologie die Reaktion sein würden. An die Adresse der Palästinenser.
Bis heute warte ich vergeblich.
Wir Deutschen sind so gut weggekommen mit unserer Aufarbeitung, dass wir sie jedem anderen im Voraus allen Gehorsam, den wir gegenüber dem Gebot der Harmonie offenbar empfinden, anscheinend ersparen wollen.
Niemandem tun wir damit einen Gefallen. Mitschuldig machen wir uns.
Brutal gute (und sehr unbequeme) Recherche der »Märkischen Allgemeinen«: Daniel R. und Lucas S., die tatverdächtig sind, den Brandanschlag (mitsamt Hamas-Dreiecken) auf den Antisemitismus-Beauftragten Andreas Büttner verübt zu haben, verkörpern geradezu den Inbegriff des progressiven NGO-Komplexes. Die beiden, so heißt es im Text unter Berfung auf eine Quelle, hätten ein »Geschäftsmodell daraus gemacht, Menschen und Organisationen Fördermittel zu vermitteln.«
Der Artikel rekonstruiert ihre Aktivitäten: bundesweite Kurse und Projekte, 98.000 Euro Förderung vom Bundesfamilienministerium, der »Deutsche Engagementpreis«, Kampf gegen Rassismus sowie ein Erklärkanal auf YouTube. Die beiden Männer posierten 2019 im Kanzleramt neben Merkel – als Jugendliche, »die sich für die Demokratie einsetzen«.
Es folgten Einladungen ins EU-Parlament, in den Bundestag und zum Bundespresseball. 2020 gründeten sie eine Stiftung für Bildungsarbeit, aus der später eine Firma hervorging, die der Kinderopfer des Nationalsozialismus (!) gedenken wollte – und zu diesem Zweck Spenden sammelte, um 5.000 Schuhpaare aus Fiberglas herzustellen (!!). Auch die zerstörte Synagoge in Prenzlau planten R. und S., mit Spenden wieder aufzubauen. Den Antisemitismus-Beauftragten Büttner sollen sie zudem gedrängt haben, mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier »nach Israel zu fliegen«. Büttner gründete mit ihnen eine Firma, die sich jenem (auf Bundesmittel angewiesenen) Kampf verschrieben hat.
Man bleibt sprachlos zurück.
https://t.co/N9an1CoHZG
Die Denkfabrik R21 begrüßt zwei herausragende Persönlichkeiten als neue Mitglieder in ihrem Beirat: Die Jura-Professorin Frauke Rostalski und den Strategieberater Knut Walter.
https://t.co/OASzdp8dzq
Wenn Christian Ulmen unschuldig wäre, dann hätte er das hoffentlich geäußert. Ob er Deepfakes erstellt oder nicht, ist eine Nebelkerze. Dass NIUS die Gegenposition einnimmt, ist Protokoll und langweilig und ein wirklich unangenehmes Geschäftsmodell. Dass Luisa Neubauer zu Demos aufruft, ist Protokoll und ein unangenehmes Geschäftsmodell. Alle wollen Nutzen aus diesem Wahnsinn ziehen. Die Debatte wird mit Scheiße geflutet. Und am Ende redet niemand über irgendwas, weil alle nur das absehbare Protokoll ihres vorhersehbaren Kulturkampfs betreiben. Und zerrieben in diesem Kulturkampf werden die Opfer, die sich eigentlich nicht vorstellen konnten, wie beschissen diese Welt ist, und sich nicht vorstellen können, dass die Menschen wirklich so beschissen sind, dass es nie um die Opfer geht, sondern immer nur um sich selber.
Schulleiter als "Handlanger" des "faschistischen Systems", Ärzte als "psychiatrischer Mob" – #Beleidigung oder von der #Meinungsfreiheit gedeckt? Auch Gerichte machen bei dieser Abgrenzung Fehler, zeigen zwei neue Beschlüsse des BVerfG. https://t.co/F7bwppvaDN
@ChanasitJonas@berlinerzeitung Diejenigen, die KL als Nachfolger vorschlagen, wollen auf jeden Fall keine Reform der WHO, sondern den Erhalt ihrer an die Dogmen der Organisation gebundenen Geschäfts- und Gesellschaftsmodelle.
🎮 Did microtransactions in Call of Duty appear because of Epstein?
The released files contain a real 2013 email exchange between Jeffrey Epstein, Pablo Holman, and Bobby Kotick — then the head of Activision.
The author of the email openly says he is “all for indoctrinating kids into the economy” and praises the idea of rewards — virtual items in games and bonuses from the real world.
Kotick replies by discussing “rewards”: phone minutes, iPhone credits, and in-game items.
This is who raised a generation of young gambling addicts.
@EichholtzAlex Und man kann sich die hohen Zinsen nicht mehr leisten. Da die von Ihnen genannten Finanzierungsquellen natürlich nicht in Frage kommen, brauchte man eine neue. Zölle.
@EichholtzAlex Ihre Herleitung ist sehr logisch und nachvollziehbar.
Leider ist die Realität so, dass dies genau das Ziel der aktuellen Regierungspolitik ist. Man glaubt, dass man über hohe Zinsen für Staatsanleihen jahrzehntelang den Wohlstand ausl. Anleger (Staaten) finanziert hat. 1/2
31 Raubüberfälle einer syrischen Bande in EINEM Monat. Und wir führen eine Stadtbild-Debatte.
Frohe Weihnachten.
https://t.co/fbL1DWCnhs
@freie_presse
@peterunfried „Was es jetzt braucht, sind Leute, die … den Willen zu Differenzierung und strategischem Denken aufbringen und die Kraft, die allgegenwärtigen Widersprüche auszuhalten, um die Verwirrung individuell und mehrheitlich produktiv aufzulösen.“
Dann lassen Sie uns damit beginnen.
Das muss diese wunderbare Fan-Kultur sein, für gerade demonstriert wird. Und für die wir die Polizeieinsätze zahlen.
Raten wir gemeinsam, wieviele ähnliche Vorfälle es in @NFL@NBA@NHL@MLB gibt… Genau.
@armin_schuster@BILD https://t.co/dc2ZadOLY5
@peterunfried@wochentaz Die Analyse ist sehr spannend und bedarf einer längeren Diskussion. Oder eines nächsten Textes, der sich dann stärker mit den Fehlern beschäftig. Wann wurden die Realisten so unversöhnlich? Warum wurde die Realität plötzlich ausgeblendet, als man in Verantwortung kam?