@Lars_Invest Am besten selber den Weg ins rabbit hole finden.
Ein paar Fragen, die vielleicht helfen dort reinzufallen:
- Was ist Geld?
- Was ist Fiatgeld und wer profitiert im Fiat-System?
- Was ist der Cantillon-Effekt?
- Wieso nennen Bitociner andere Kryptowährungen "Shitcoins"?
@STASolutions1 in den Kommentaren sieht man gut, wie die meisten Menschen nur einen Horizont von 12 bis Mittag haben. Natürlich kann man über OnChain-Daten erkennen, ob ehr Retailer oder Instis kaufen.
@NomisesMedici Danke für die schnelle Antwort. Ich meinte wirklich den Zyklischen Count. Bei eurem Post vom 15.01. ist die zyklische 1 bei circa 180-200K (Alternativ bereits bei 125K) angegeben und folgend die zyklische 2. Die anderen Analysten gehen ja bereits jetzt von der zyklischen 2 aus.
Sehen wir den Beginn einer "stillen" Rezession?
Die Märkte stehen auf Allzeithochs.
Der S&P 500 glänzt.
Nvidia, Apple, Microsoft & Co. schreiben Rekorde.
Doch unter der Oberfläche sieht das Bild ganz anders aus.
Die Magnificent 7 haben zusammen über 20 Billionen US-Dollar erreicht –
und machen inzwischen 35% des gesamten S&P 500 aus.
Mit anderen Worten:
Ein paar wenige Schultern tragen den gesamten Markt.
Aber was passiert außerhalb des Tech-Sektors?
Konsumwerte? Im Minus.
Industrie? Kaum Wachstum.
Und wenn in den USA gebaut wird,
dann fast nur noch Rechenzentren,
keine Fabriken, keine Lagerhallen,
nichts, was eine breite Wirtschaft langfristig trägt.
Gleichzeitig sehen wir:
- steigende Entlassungen bei Amazon, Intel, UPS,
- wachsende Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen,
- Liquiditätsstress im Bankensektor,
- Übernachtfinanzierungen auf dem höchsten Stand seit 2020.
Das alles passiert, während die Börse jubelt.
Warum?
Weil KI-Euphorie Effizienz verspricht.
„Weniger Kosten, mehr Gewinn“, so das Narrativ.
Aber Effizienz hat eine Kehrseite:
Wenn Unternehmen durch Automatisierung und KI Personal abbauen,
dann bricht langfristig eine ihrer wichtigsten Grundlagen weg,
der Konsum.
Natürlich bleibt offen, ob KI langfristig wirklich zu einem breiten Arbeitsplatzabbau führt.
Und noch etwas:
Auch die größte Einnahmequelle der USA hängt an Jobs.
Nicht an Unternehmenssteuern.
Sondern an Einkommenssteuern.
Wenn also Arbeitsplätze verschwinden,
dann schrumpft auch die Steuerbasis.
Die USA verlieren Einnahmen,
während Zinszahlungen und Staatsausgaben weiter steigen.
Das Defizit liegt schon jetzt bei fast 1,8 Billionen US-Dollar.
Allein die Zinslast nähert sich der 1-Billion-Marke.
Und wenn die Einnahmen wegbrechen,
bleibt nur eine Lösung:
Der Gelddrucker.
Aber, und das ist entscheidend,
das passiert nicht sofort.
Quantitative Easing startet in der Regel erst,
wenn die Zinsen nahe 0% liegen oder
der Arbeitsmarkt klar kippt.
Solange Beschäftigung und Konsum noch stabil wirken,
wird die Fed am Kurs festhalten.
Ein anderer Katalysator wäre ein politischer Wechsel:
Sollte Jerome Powell 2026 abgelöst werden,
oder früher durch einen Trump-nahen Notenbankchef ersetzt werden,
steigt die Wahrscheinlichkeit massiv,
dass die Geldschleusen früher geöffnet werden.
Denn in einem Szenario, in dem Defizite steigen,
der Arbeitsmarkt schwächer wird
und fiskalische Mittel fehlen,
wird die Versuchung groß,
wieder zu drucken, um zu stabilisieren.
Und genau dort liegt der Moment,
in dem u.a. Bitcoin profitieren kann.
Denn sobald Liquidität ins System zurückkehrt,
suchen Investoren wieder Risk-Assets,
und das Vertrauen in die Kaufkraft des Dollars sinkt.
Bitcoin ist in so einem Umfeld nicht nur ein spekulatives Asset,
sondern ein Gegenentwurf zu Geldentwertung,
digital, knapp, nicht manipulierbar.
Kurzfristig mag der Markt schwächeln,
weil Liquidität knapp ist.
Aber langfristig wird jede neue Runde Gelddruck
wieder denselben Effekt haben:
Risikokapital fließt und Bitcoin reagiert zuerst.
Die stille Rezession ist also nicht nur ein wirtschaftliches Phänomen.
Sie ist das Vorspiel zu einer neuen Geldpolitik-Phase.
Und die Frage ist nicht, ob diese kommt,
sondern wann.