Il arrive un moment où il ne s'agit plus d'être de gauche ou de droite.
Il s'agit d'être du côté de la violence ou de la paix. Du côté du respect ou du chaos. Du côté de l'éducation et du savoir-vivre, ou de leur absence.
Ce qu'il s'est passé hier soir sur les Champs-Élysées, à la suite de la victoire du PSG, devrait tous nous interpeller, quelles que soient nos convictions politiques. Car avant d'être un sujet de gauche ou de droite, c'est d'abord un problème de société.
On peut aimer le football, célébrer une victoire, être fier de son équipe. Mais rien ne justifie les dégradations, les agressions, les affrontements ou la destruction de biens qui n'appartiennent pas à ceux qui les détruisent.
Le plus paradoxal, c'est que certains minimisent ou excusent ces comportements au nom de leur combat politique. Ils ne réalisent pas qu'en faisant cela, ils alimentent eux-mêmes le sentiment d'insécurité qui pousse une partie croissante de la population vers les partis qu'ils prétendent combattre.
Refuser la violence, exiger le respect des autres et défendre les règles élémentaires du respect ne devrait appartenir à aucun camp politique. Cela devrait simplement relever du bon sens.
Kroatien ist beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) mit dem Song „Andromeda“ aufgetreten.
Worüber keiner im Vorfeld sprach und was auch der grottenschlechte Kommentator der ARD (Thorsten Schorn) mit keinem Wort erwähnte ist der Hintergrund und die Bedeutung des Liedes.
Es wurde anders als der albanische Beitrag auch nicht übersetzt, vermutlich aus purer Absicht um den Zuhörern die Tiefe des Songs vorzuenthalten, stattdessen erzählte Thorsten Schorn irgendwas belangloses mal ganz abgesehen von seinem insgesamt cringe Auftritt.
Die Band, bestehend aus fünf Frauen, -alle tätowiert- singt über ein fast vergessenes Kapitel der Balkangeschichte:
Es handelt von einer Zeit der Besatzung, als die Osmanen bis vor die Tore Österreichs vorrückten und Teile der kroatischen Bevölkerung auf dem Balkan -vor allem dem heutigen Bosnien Herzegowina- islamisierten. Deswegen ist heute übrigens ein Großteil der bosnischen Bevölkerung muslimisch.
Während dieser osmanischen Herrschaft tätowierten sich kroatisch-katholische Frauen in Bosnien Kreuze und Symbole in die Haut um sich vor Osmanen zu schützen, die tätowierte Frauen verwehrten.
Dieses rituelle Tätowieren wird als „Šicanje" bezeichnet, war sehr schmerzhaft und wurde bei jungen Frauen und Mädchen bereits ab einem frühen Alter (+3 Jahre) praktiziert.
Es galt als Schutz vor den Osmanen, die während ihres Eroberungsfeldzugs die starken Söhne raubten, die jungen Mädchen ehelichten oder das Recht der ersten Nacht für sich beanspruchten (sie also schändeten) und die Menschen unter Bedrohung des eigenen Lebens zur Konversion zum Islam zwangen.
Ich kann mich erinnern, als ich klein war, dass ich mich über die sichtbaren Tätowierungen der alten Frauen gewundert habe. Sie trugen sie sichtbar an den Händen, Armen, Brust und im Gesicht.
Für unsere Großmütter sind diese Tätowierungen kein kultureller Schmuck gewesen sondern der letzte Akt des Überlebens und des Widerstands. Sie sind sichtbares Zeichen der eigenen Identität, das selbst Zwangskonversion und Verschleppung überdauern sollte. Diese Frauen wollten ihre Identität bewahren und sichtbar machen, auch wenn ihre Körper missbraucht und ihnen ihre Kinder genommen wurden. Deshalb haben sie sich tätowiert. Um sich selbst zu schützen!
Die Band hat dieses Lied den Urgroßmüttern und ihren Müttern gewidmet und soll an die schwere Zeit erinnern und das Andenken an jene bewahren, die so viel Schmerz ertragen mussten.
Hier die Übersetzung des Songs:
Während du eine Kerze anzündest, frag deine Großmutter
warum sie ihre Töchter in Angst geboren hat
warum so viele den Friedhof gewählt haben (Freitod)
unsere Mütter haben doch keine Sklaven geboren
Viele Tränen flossen wie ein Fluss,
warum wird die Geschichte immer wieder von vorne geschrieben?
Unsere Söhne sind keine Untertanen
Wecken sie euch nachts - die Schreie aus der Wiege?
Nimm mich zu dir
Königin Erde
dir gehört meine Seele
für sie bin ich nur ein ein Körper
Führ mich zu den Sternen
zu zerstörten Nestern
dort wo sie die Soldaten mit Schreien verabschieden
führ mich zu den Sternen
weit weg von den Blicken
Andromeda
All diese Narben
tief eingeschnitten bis auf den Knochen
nicht eine Mutter wird euch das jemals vergeben
Auf dem Tisch der Schande liegt Gold von den Halsketten
während sie sich die Hände mit dem Blut unserer Wunden waschen
Verräter
Verräter
Verräter
Verräter!!!
Andromeda... Andromeda...
Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas einmal öffentlich äußere.
Ich kann gerade nicht mehr.
Ich reiße mich sehr zusammen, dies zu schreiben.
Eine Kommission zur Untersuchung des Massakers vom 07. Oktober 2023 im Hinblick auf den sexualisierten Terror – auch an den Geiseln – hat ihren Bericht veröffentlicht.
In einigen Kommentaren hatte ich schon dazu gelesen. Die meisten von ehemaligen Soldaten, die im OSINT- oder akademischen Bereich in der Richtung öffentlich auftreten. Alle waren erschüttert, selbst Soldaten, die „in der Scheiße“ waren.
Mein Wille war – und ist es noch – zumindest einen kurzen Überblick über das 300-seitige Dokument zu geben, für das über 10.000 Fotos und Video-Segmente und 1800 Stunden Videomaterial ausgewertet wurden. Welches die Palästinenser zumeist selber veröffentlicht haben.
Und das ist auch nicht irgendwie halt eine jüdische Kommission und Hasbara. Sie ist eine Non-Profit-Organisation und wird unterstützt durch die deutsche Botschaft Tel Aviv, Kanada, Microsoft, usw. Mit dabei sind u.a. eine französische Botschafterin für Menschenrechte, ein Professor und Gründer des UN-Gerichts für Sierra Leone, ein ehemaliger Kommissar für Menschenrechte der UN, ein ehemaliger Stabschef des Weißen Hauses, und und und.
Ich wollte zumindest erklären, was dieser Bericht ist, von wem er kommt und einige Zeugenaussagen zitieren. Denn, so grauenvoll wie das ist, halte ich es für meine und unsere Pflicht, sich dem auszusetzen.
Wenn wir nicht in der Lage sind das zu ertragen, wie können wir dann erhobenen Hauptes von den Opfern erwarten, dass sie es erdulden und sich fügen? Ohne ihnen das allzu menschliche zuzugestehen womöglich?
Die Opfer waren nicht nur Juden. Es waren auch Thailänder, Amerikaner, Argentinier, Franzosen, Briten… Und die Deutschen haben es in einer sozialpsychologisch bemerkenswerten Leistung vermocht zu verdrängen, dass auch 22 Deutsche getötet und 17 als Geiseln genommen wurden.
Es geht nicht alleine darum, diese Unmenschlichkeiten zu lesen. (Fotos sind nicht drin, ich kenne eh viele.) „Unmenschlichkeiten“ ist ein absolut treffendes Wort, dass jedoch durch zu häufigen Gebrauch seinen tatsächlichen Inhalt verloren hat.
Das kann ich ab. Ich bin MilBlogger, ich habe viele Stunden Videos erduldet, in denen Menschen von Drohnen getroffen, erschossen und von Minen zerrissen wurden. Und ich habe sehr viele Videos und Bilder des 10/7 gesehen. Mehr als jedem Menschen eigentlich lieb sein sollte.
Es geht darum, nicht in zu lange den Abgrund zu blicken, weil der Abgrund sonst in dich blickt.
Auch vorher schon habe ich öffentlich deutlich gemacht, dass ich keinerlei Empathie mehr für die Palästinenser empfinde. Oder nicht darüber nachdenke, wie sehr sie sich auf das eh nutzlose Völkerrecht berufen.
Denn mein Gedanke ist eigentlich sehr leicht, auch wenn er für viele schwer zu erfassen scheint:
Wir Europäer haben unsere Werte, auf denen das Völkerrecht unbestreitbar basiert, in langen Kriegen untereinander erstritten und mit Churchills Blut, Schweiß und Tränen teuer erkauft. Nicht so sehr basierend auf den christlichen Glauben – dessen Teil ich gar nicht abstreiten will – sondern auf die griechische Philosophie und die Aufklärung.
Es ist aber nur schwer nachvollziehbar, warum wir diese Werte auch auf diejenigen anwenden, sie sogar auf sie projizieren und ihnen die gleichen Werte unterstellen, die so offensichtlich einen Scheiß auf sie geben.
Nach nur wenigen Stunden der Arbeit an diesem Bericht kämpfe ich mit Dämonen.
Ich möchte auch weiterhin für eine Zweistaatenlösung sein können. Ich möchte auch weiterhin nicht von der passiven Empathielosigkeit in offene Aggression verfallen. Ich möchte auch weiterhin nicht den Hass als einfachste Lösung bevorzugen. Ich will nicht alles auf den Islam projizieren.
Doch mit jeder Seite, mit jeder Zeugenaussage und mit jedem Bericht eines Helfers, in der nüchternen, fast wissenschaftlichen Zusammenfassung und Forensik, fällt es zunehmend schwer. So unglaublich schwer, dass ich mich dabei erwischt habe, alleine im Büro laut Debatten zu führen. (Normalerweise eine gute Schreib-Technik um Argumentationen zu üben.)
In unserem europäischen Hirn sortieren wir die Hamas gerne als Terrororganisation ein, die losgelöst von der palästinensischen Bevölkerung agiert. Dieses Bild beginnt zu bröckeln in dem Moment, in dem wir uns klar machen müssen, dass mindestens die Gaza-Palästinenser sich ja in dieser Gesellschaft eingerichtet haben. In der sie mit Cousins verheiratet werden, ihren Kindern in UNRWA-Schulen der Hass auf Juden beigebracht wird und jeder Angestellte eines Krankenhauses oder einer Uni die Hamas als Arbeitgeber auf der Lohnabrechnung hat. Das geht weit über Nazi-Mitläufer hinaus.
Wie lange kann jemand in einem solchen System tatsächlich unschuldig sein?
Und mehr noch: Wie muss eine Gesellschaft gestrickt sein, in der es als Machtdemonstration gilt, wenn junge Männer im Kreis um eine Geisel stehen, ihre sexuelle Frustration und soziale Inkompetenz kompensieren und sie reihum vergewaltigen? Selbst wenn sie tot ist, noch den rotten Pimmel unter dem Gelächter der Umstehenden in die Rotze des Vorgängers stecken?
Wenn diese Formulierung Ihnen zu hart war, sind Sie nicht ansatzweise bereit für die Realitäten. Damit müssen Sie klarkommen, nicht ich. Sich bei mir über die Formulierungen zu beklagen ist das deutlichste Zeichen dafür, sich den Realitäten nicht stellen zu wollen.
„Die Männer zerrten eine Frau aus dem Fahrzeug... entfernten gewaltsam die Kleidung und vergewaltigten sie... Sie stachen wiederholt auf sie ein und töteten sie... und vergewaltigten sie weiter, nachdem sie tot war.“
Raz Cohen, Überlebender des Nova Festivals
Wir können ja noch nicht einmal deutlich darüber debattieren. Weil unsere Regularien und unser sozialer Konsens es unterbinden auszusprechen, was die Realität ist. Ich kann noch nicht einmal Fotos posten, weil ich befürchten muss, dass die Social Media Plattformen mich dafür blockieren. Ich kann teilweise nicht einmal Links zu Fotos anderer Plattformen posten.
Wir bekommen eine heile Welt aufgezwungen, während um die Ecke das passiert, was wir als „unmenschlich“ aus unserer Welt entfernen wollen. Und leisten damit denen Bärendienste, die diese Realität verschwinden lassen wollen, während sie sie vorher noch stolz veröffentlicht haben.
Mir braucht keiner mehr mit Völkerrecht und Empathie gegenüber den Palästinensern kommen. Ich erlaube mir den menschlichen Reflex zumindest soweit.
Aber ich will nicht in diesen Abgrund. Und das ist anstrengend. Ich hatte Wuttränen.
Und ich musste mir Luft machen.
Der Artikel wird kommen.
Ich habe nicht das Recht wegzusehen.
Aber jetzt gerade kann ich einfach nicht mehr.
https://t.co/0dnFJY0PeS
Anmerkung: In den Datenbanken mit Pressebildern gibt es nur sehr wenige Bilder des 10/7 aus Israel, da dort Persönlichkeitsrechte und Opferschutz geachtet werden. Weshalb ich auch für die meisten auf Social Media gesperrt würde. Aber dafür sehr viele aus dem Gazastreifen, schon am ersten Tag.
Aus meinem Archiv…
Foto 1: Getötete Zivilisten auf der Straße nach Sderot
Foto 2: Israelische Truppen versuchen Sderot wieder unter Kontrolle zu bringen
Foto 3: Palästinenser überqueren zum Morden und Vergewaltigen die eingerissene Grenze nach Israel