Sehr empfehlenswert. Hier wird vielleicht klar, weshalb die Menschen im Osten verstärkt von den sogenannten Altparteien die Schnauze voll haben. https://t.co/VVFufo01Hu
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Als Arzt mit jahrelanger Erfahrung in einer JVA habe ich Fragen zu dem Suizid, über den aktuell berichtet wird. Wenn man sich anschaut, was da in Bremervörde gelaufen sein soll, platzt jedem, der auch nur ansatzweise Ahnung von Vollzugsmedizin hat, der Kragen.
Sollten sich meine Befürchtungen bewahrheiten, wäre das ein Desaster mit Ansage – entstanden aus einer haarsträubenden Mischung aus administrativer und medizinischer Ahnungslosigkeit, organisatorischer Faulheit und naiver Gläubigkeit.
Wer nach gerade einmal 22 Tagen U-Haft und einem mutmaßlichen Sechsfachmord auf das schlichte Wort eines Insassen vertraut haben sollte, der angab, nicht mehr suizidal zu sein, hätte fahrlässig gehandelt. Anders wäre es ja nicht zu erklären, dass der Verstorbene sich in einer Einzelzelle suizidieren konnte.
Jeder Arzt, der auch nur ein paar Wochen Dienst in einer Haftanstalt geschoben hat, kennt dieses Phänomen: Wenn die initiale Gefühlslage nach der Tat langsam in die harte Realität übergeht und dem Täter klar wird, dass vor ihm nur noch lebenslange Haft und die Sicherungsverwahrung liegen könnten, schnellt das Suizidrisiko steil nach oben.
In genau dieser Phase geben sich viele Insassen plötzlich vollkommen angepasst, ruhig und kooperativ. Sie sagen genau das, was das Personal hören will, um aus den Verschärfungen herauszukommen.
Sollte die JVA-Führung mithilfe des ärztlichen bzw. psychologischen Dienstes voreilig Entwarnung gegeben haben, wäre das eine fatale Fehlentscheidung gewesen. Das ließe sich im Nachhinein natürlich schwer widerlegen, schützte den Verantwortlichen juristisch den Rücken und entlarvte gleichzeitig eine völlige Überforderung mit den Grundlagen der Vollzugsmedizin bzw. Vollzugspsychologie.
Dass man diesen Mann nicht monatelang im besonders gesicherten Haftraum ohne Hängepunkte und in reißfester Kleidung hätte unterbringen können, ist vollzugsrechtlich nachvollziehbar.
Aber sollte man den Schritt von der Krisenintervention direkt in die einfache Einzelzelle gemacht haben, hätte man von den Abläufen hinter den Gittern offenbar wenig verstanden.
Eine Einzelzelle ist für einen Inhaftierten mit vorherigen Suizidabsichten in dieser Phase keine Schutzmaßnahme, sondern eine Einladung. Man gäbe ihm stundenlange, ungestörte Zeitfenster, um in aller Ruhe Pläne zu schmieden und sie umzusetzen.
Die simpelste, effektivste und fachlich einzig logische Lösung wäre ein Raum mit einer 24-Stunden-Videoüberwachung gewesen. Ist so ein Raum nicht verfügbar, dann wäre eine Mehrpersonen- oder Doppelbelegung geboten gewesen.
Eine Gemeinschaftszelle hätte den Vorteil einer dauerhaften sozialen Kontrolle, weil kaum ein Mitinhaftierter tatenlos zusähe, wie sich jemand im Raum ein Laken verknotet oder nachts verdächtig hantiert. Wenn diese Option verworfen wurde, weil eine Doppelbelegung in der U-Haft Aufwand bedeutet und die Belegungsplanung Arbeit macht, hätte man sich schlicht für den bequemsten Weg entschieden: Einzelzelle, Tür zu, fertig.
Wenn man sich dann noch anschaut, dass der Notarzt morgens um kurz nach sechs Uhr nur noch den Tod feststellen konnte und die Leiche bereits ausgekühlt gewesen sein soll, muss man sich ernsthaft fragen, was in dieser Nachtschicht tatsächlich kontrolliert wurde.
Ja, Strangulationsvorgänge können, wenn sie gut geplant sind, auch schnell gehen. Wer nachts vorschriftsmäßig die sogenannte Lebendkontrolle durchführt, dem könnte jedoch das Zurechtlegen nutzbarer Utensilien auffallen. Dem könnte eine Vorbereitung zu einem Suizid auffallen.
Sollten da stattdessen nur Alibi-Kontrollen gelaufen sein, bei denen das Häkchen im Buch schneller gesetzt wurde, als der Schritt zur Zellentür gemacht wurde, passte das nahtlos ins Gesamtbild.
Es stimmt, zwischen jeder Kontrolle – auch wenn sie engmaschig ist – gibt es eine nutzbare Lücke. Wenn der Leichnam aber schon wie berichtet abgekühlt ist, im Sommer bei Zimmertemperatur, dann spricht vieles dafür, dass es beispielsweise keine Kontrollen im 15-Minuten-Takt gab. Wenn dem so war, weshalb war das nicht leistbar? Zu wenig Personal? Das wäre wohl die naheliegende Erklärung, sollte das so zutreffen.
Das Justizministerium lenkt jetzt brav ab und verweist auf laufende Ermittlungen, aber der politische und rechtliche Schaden ist bereits da. Sollte der Staat hier versagt haben, hätte er erst die Opfer vor der Tat nicht geschützt und danach den mutmaßlichen Täter nicht vor sich selbst, um ihn wenigstens vor Gericht zu stellen.
Den Angehörigen der sechs Opfer würde durch eine solche Schlamperei die einzige Chance genommen, im Rahmen eines öffentlichen Prozesses jemals zu erfahren, warum ihre Familien zerstört wurden. Und genau deshalb ist dieses mutmaßliche Behördenversagen der perfekte Nährboden für Spekulationen.
Wenn der Staat bei der Sicherung des wichtigsten U-Häftlings des Landes derart versagen sollte, braucht sich niemand zu wundern, wenn die Öffentlichkeit Vertuschung wittert und das Vertrauen in die Justiz komplett verliert.
@1900HO Der dazugehörige Artikel in der Thüringer Allgemeinen Zeitung hat das am Ende auch thematisiert, wenn auch lustig. Das war zum letzten Arbeitstag meines Vaters 2008. https://t.co/vCIKIETzJO
@MatthiasHartel Ich war 02/74 vor der Einschulung zur Kur, weil ich zu klein und zu dünn war. Gute Erinnerungen an die Kur in Thüringen habe ich nicht. Das Essen war schlecht. Nachts zur Toilette gehen war zu gruselig. Ich habe also meine "Wurst" im Schlafraum gemacht, unter dem Bett versteckt
@PeterBe54437287@tomdabassman Danke für den Link. Interessant wäre ja, mit Menschen zu sprechen, die in so eine "Einrichtung" zwangseingeliefert wurden.
@tomdabassman Das ist insofern merkwürdig, weil der Beschluss doch unmittelbar nach Bekanntgabe zurückgenommen wurde. Und das war, sofern ich mich richtig erinnere, 2020!
@OmasGegRechtsLE Diese Dame sagt, dass sie es so toll in unserer Demokratie findet, dass sie ihren eigenen Sender kritisieren und ihre Meinung äußern kann. Nun, es kommt auf die Meinung an. Mit welchen Scheuklappen lebt sie?
Marius war 22. Geschichtsstudent in Trier. Gerade die letzte Klausur geschrieben. Dann ging er einkaufen. Auf dem Heimweg wurde er erstochen – von einem Mann, den er nie zuvor gesehen hatte. Ein Zufallsopfer. In Deutschland. Am helllichten Tag.
Meine Gedanken sind bei seinen Eltern, seiner Familie, seinen Freunden. Ihr Verlust ist unermesslich.
Solche Taten machen mich wütend – und traurig.
Man kann jetzt schweigen. Relativieren. Whataboutism betreiben. Oder ehrlich sein: Wer immer noch vom Einzelfall spricht, hat aufgehört zu zählen.
Viele Migranten wie ich haben Deutschland bewusst als Heimat gewählt, weil sie hier Sicherheit, Freiheit und Rechtsstaat gefunden haben. Ich liebe dieses Land. Aber es verändert sich. Nicht nur zum Guten. Und das ist sichtbar. Angst um die eigenen Kinder ein häufiger Begleiter auf der Straße, im Freibad, sogar in der Schule. Die Migrationspolitik ist katastrophal gelaufen. Wer das benennt, ist ein Realist. Wer es verschweigt, will die Wirklichkeit einfach nicht sehen.
Es wird immer unfassbarer. #Stade Der Mörder hat keinen Aufenthaltstitel, lediglich die türkische Staatsbürgerschaft. Vom Haftbefehl in der Türkei wussten wir ja schon. https://t.co/vcSvLeRzKI
Es wird immer unfassbarer. #Stade Der Mörder hat keinen Aufenthaltstitel, lediglich die türkische Staatsbürgerschaft. Vom Haftbefehl in der Türkei wussten wir ja schon. https://t.co/vcSvLeRzKI
Netzfund. Ein Migrant zum brutalen Mord an Marius D. in Trier: „Was ist los mit euch, Deutschland? Was ist los mit der Politik?...Das sage sogar ich euch als Migrant.“
Und nun schon wieder: „Messerangriff auf Dorfparty: Acht Verletzte und Not-OP – Polizei nennt erste Details zum Täter“.
Ein Kommentar unter dem Video:
„Der junge Mann war ein Freund von mir. Ich war fassungslos als ich das erfahren habe. Er war ein sehr schlauer und extrem motivierter mensch. Er war einer der liebsten personen die ich kannte. Er war zu allen immer freundlich und auch hilfsbereit…Ein guter der noch nie mist in seinem leben gebaut hat. Er blieb immer auf seinem Weg und wollte vor allem anderen Leuten helfen...“
Nun, die berechtigte Kritik an Oliver Schmidts Kommentatorenleistung wird bei ihm und beim ZDF abprallen. Ich habe gestern auf FB geschrieben, dass er seine politische Meinung gern für sich behalten darf. Das war gestern wie das DDR - Fernsehen. #ZDF