Sozialismus ist das perfekte Geschäftsmodell für Politiker: Er erzeugt Abhängigkeit, und Abhängigkeit erzeugt Wähler. Wer vom Staat lebt – durch Transferleistungen, Subventionen, „soziale“ Absicherung, planwirtschaftliche Privilegien – wählt denjenigen, der die Hähne aufdreht. Der Politiker wird zum Versorger, der Bürger zum Klienten. Je größer die Abhängigkeit, desto größer die Macht. Deshalb lieben sie ihn. Nicht aus Ideologie, sondern aus nacktem Eigeninteresse.
Kapitalismus hingegen ist für die politische Klasse eine existenzielle Bedrohung. Er belohnt Eigenverantwortung, Risiko, Innovation und private Initiative. Er macht Menschen unabhängig vom Staat – und damit unkontrollierbar. Wer seinen Lebensunterhalt selbst verdient, seine Entscheidungen selbst trifft und seinen Wohlstand selbst schafft, braucht keine Gönner in Berlin, Brüssel oder sonstwo.
Jede Regulierung, die „den Markt zähmen“ soll, ist in Wahrheit ein Instrument, um Wettbewerb zu ersticken und etablierte Interessen zu schützen. Der freie Markt braucht keinen Politiker als Mittler. Der Politiker braucht den freien Markt als Feindbild.
Deshalb die ewige Rhetorik: Kapitalismus wird als „gierig“, „ungerecht“, „unsozial“ gebrandmarkt – während der Staat, der mit Gewalt monopolisiert, umverteilt und kontrolliert, als moralische Instanz auftritt. Es ist die älteste Strategie der Macht: die Abhängigkeit als Tugend verkaufen und die Unabhängigkeit als Gefahr.
Der Staat hat kein Interesse an freien Menschen. Er hat Interesse an Untertanen, die ihm dankbar sind. Sozialismus liefert die Untertanen. Kapitalismus liefert die Freien.
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