Nein, die Rechnung ist kein Bullshit sondern wirkt auf mich erstmal sehr plausibel. Die individuellen Gegebenheiten ob Verbrenner, Haus, PV etc vorhanden sind werden hier ja bewusst nicht einbezogen. Macht auch gar keinen Sinn das zu pauschalisieren. Für den einen macht es eben Sinn sich ein EV zuzulegen und für den anderen eben nicht. Wenn dann müsste man zwei gleichwertige Neufahrzeuge miteinander vergleichen.
@Elektro_Robin@xSwingKingx Und was kostet ein CLA oder iX3? Tesla bietet halt das beste Preisleistungsverhältnis, vielleicht mal abgesehen von den Chinesen, aber da traue ich mich noch nicht dran.
Real Talk zurück: Wer Wettbewerbsfähigkeit an der Stechuhr misst, hat das Geschäftsmodell Deutschland nicht verstanden.
Deutschland hat seit Jahrzehnten die kürzesten Jahresarbeitszeiten der OECD – und war im selben Zeitraum Exportnation der Weltspitze. Wenn Arbeitsstunden über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden würden, wären Mexiko und Kolumbien Industriesupermächte. Sind sie nicht. Die produktivsten Volkswirtschaften der Welt sind fast durchweg die mit den kürzesten Arbeitszeiten. Das ist kein Zufall, das ist der Mechanismus.
Und das Beste: Das Experiment, vor dem hier gewarnt wird, läuft längst. Die Metall- und Elektroindustrie – das Herz des deutschen Exports, genau die Branche, die "Kunden in 30 Ländern beliefert" – hat die 35-Stunden-Woche seit 1995. Seit drei Jahrzehnten. Die Lichter sind nicht ausgegangen.
Zur Milchmädchenrechnung "12,5 % weniger Stunden = 12,5 % weniger Output": Das stimmt nur, wenn Output linear mit Anwesenheit wächst. Tut er nicht. Die Arbeitsökonomie zeigt seit über 100 Jahren dasselbe Muster: Jenseits einer bestimmten Wochenstundenzahl bricht die Grenzproduktivität ein – wer 70 Stunden arbeitet, schafft kaum mehr als mit 55, macht aber mehr Fehler, produziert mehr Ausschuss, mehr Unfälle, mehr Krankenstand, mehr Fluktuation. Diese Kosten fehlen in der Rechnung komplett. Wer sie einpreist, rechnet anders.
Zum Shanghai-Argument: Wer ernsthaft vorschlägt, Deutschland solle mit Shanghai und Bangalore über Arbeitsstunden konkurrieren, schlägt in Wahrheit vor, auch über Löhne zu konkurrieren. DAS ist der direkte Weg in die Bedeutungslosigkeit. Deutschland gewinnt über Produktivität, Qualität, Innovation und Kapitalintensität – nicht übers Absitzen. Kleine Randnotiz: Selbst China hat die 996-Kultur (72-Stunden-Woche) 2021 höchstrichterlich für illegal erklärt. Das Vorbild, das hier bemüht wird, schafft sich gerade selbst ab.
Übrigens: Exakt dieselben Untergangsszenarien gab es beim Schritt von 60 auf 48 Stunden. Und von 48 auf 40. Jedes Mal "Selbstmord", jedes Mal "gehen die Lichter aus". Jedes Mal wuchs der Wohlstand trotzdem – weil die Produktivität wuchs.
Und noch ein unbequemer Punkt für 2026: Die knappste Ressource im Mittelstand sind nicht Aufträge, sondern Fachkräfte. "Bei uns wird geklotzt" ist kein Standortvorteil, sondern ein Recruiting-Problem. Wer die besten Leute will, konkurriert auch über Arbeitsbedingungen – und verliert sie sonst an die, die es verstanden haben.
Die echten Standortprobleme heißen Energiepreise, Bürokratie, Digitalisierungsstau und Investitionsschwäche. Wer stattdessen auf fünf Wochenstunden zeigt, lenkt ab – auch von der eigenen Hausaufgabe: Wenn ein Geschäftsmodell nur funktioniert, solange Menschen möglichst lange anwesend sind, hat man kein Arbeitszeitproblem. Man hat ein Führungs- und Prozessproblem.
Leistung ist kein Schimpfwort – völlig richtig. Aber Leistung misst man in Ergebnissen, nicht in Anwesenheit. Wer beides verwechselt, sichert nicht den Wohlstand. Er verwaltet die Vergangenheit.
@GFreiNews Stimme dem ersten Teil vollkommen zu, dass in der Schule Spezialwissen unterrichtet wird was für die meisten Menschen vollkommen nutzlos bleibt.
Finde aber auch nicht, dass es sinnvoll wäre in der Schule etwas über Versicherungen oder Steuern zu unterrichten.
I really hope GPT-5.6 drops today. Fable 5 is a super cool model, but the limits are way too low. Even if it stays in the subscription, I feel like you can't really use it right now because of the constraints.
Die Firmen waren aber auch davor nicht dazu gezwungen, den Wisch erst ab dem vierten Tag zu verlangen, sondern im Arbeitsvertrag konnten diese schon seit jeher festlegen, dass ab dem ersten Tag eine AU-Bescheinigung vorzulegen ist. Das heißt, diese ganze Regelung ist so oder so schwachsinnig.
I'm really not a big fan of Anthropic right now. The Sonnet 5 release was a total letdown—not really a useful model at all. And the Fable 5 re-release was super disappointing too: they shortened how long it's included in the memberships and now you only get up to 50% of your weekly limit, and you can't even use it for coding.
I have no use for Sonnet 5 to be honest. It’s not better than Opus 4.8. It might be a bit cheaper but I don’t care to be honest.
Let‘s hope Fable 5 comes back soon.