Übrigens: Wenn ich „rechts“ bin, wie mir manche jetzt vorhalten, weil ich Maßnahmen gegen religiöse Extremisten befürworte, weil ich die Art und Weise, wie wir hier in Europa leben, verteidigt sehen möchte, weil ich für inakzeptabel halte, dass in europäischen Städten (und ehrlich gesagt: auch in allen anderen Städten der Welt) „muslimische Patrouillen“ durch die Straßen ziehen und Menschen wegen ihrer Kleidung, ihres Alkoholkonsums, wegen ihrer Art zu sein und zu leben maßregeln, weil ich nicht möchte, dass wir künftig Personen- und Taschenkontrollen vor allen Restaurants, Kinos, Hotels, Konzerten, Lesungen, Ausstellungen etc. haben, weil ich nicht möchte, dass wir Terrorangst haben müssen in unserem Alltag, weil ich klare gesellschaftliche Grenzen gesetzt sehen will für das, was bei uns geht und was nicht, weil ich finde, dass ein Vater (und natürlich auch eine Mutter) es akzeptieren muss, wenn seine Tochter sich ihren Freund – oder, ohgottohgott: ihre Freundin – selbst aussucht und mit ihm - oder ihr - auch Sex haben kann, ohne verheiratet zu sein, und weil ich finde, dass sie akzeptieren müssen, dass ihre Kinder ihr Leben so gestalten, wie sie es sich selbst wünschen und nicht so, wie die Eltern es ihnen unter Berufung auf eine Religion vorschreiben wollen, wenn ich also wegen all dieser Dinge „rechts“ bin, dann bin ich eben „rechts“.
Ich halte den Vorwurf zwar für grandios bescheuert, weil das mit „rechts“ und „links“ nichts zu tun hat und die Gefahren, die von islamistischen Extremisten ausgehen, verkennt, aber dann ist das eben so.
Ich war und bin dagegen, pauschal „die Ausländer“, „die Muslime“, „den Islam“ zu beschuldigen, zu diffamieren, zu beschimpfen, von einer „Festung Europa“ zu reden und „keine Muslime mehr reinzulassen“.
Ich bin für eine weltoffene, tolerante, vielfältige Gesellschaft. Aber sie kann nur funktionieren, wenn sie Grenzen hat, die diese Gesellschaft schützen. Dort zu schweigen, wo wir unbedingt hinsehen, reden und handeln müssen, halte ich für fahrlässig und gefährlich.
(Und nein, ich "laufe" niemandem "hinterher" und "rede" auch niemanden "nach dem Mund", sondern habe das schon immer so gesehen.)
Sie strahlen zu Recht: @michaelaszoel, Maria Mucke und Reinhard Stauber halten den diversitas-Hauptpreis für die Initiative WelcomeDiversity@aau wohlverdient in ihren Händen!
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