@InternistWey auch ich kenne es so: wenn man nicht mehr so funktioniert, wie die anderen wünschen, ist man selbst nicht mehr erwünscht. Das reduziert den Bekanntenkreis, was gar nicht schlecht ist. Ich bin es leid, dass alle alles können außer arbeiten.
@LiviaClauss@nhilsi Ich bin selbst schon seit 20 Jahren Kassenärztin und frage mich jeden einzelnen Tag, warum ich diesen Irrsinn mitmache. Knappe 30 Euro pro Quartal pro Patient, egal ob er einmal oder 20mal kommt. Und ja, das schaffen gar nicht so wenige. Und das sind meist nicht mal die Alten.
@shPmaco@Querdenkergirl was für ein Quatsch.Auch Privatpatienten lohnen sich kaum noch für mich als Hausarzt.Die Fachärzte frühstücken alles ab,bei uns bleibt nur das Reden für wenig Geld.Asylbewerber behandle ich selbstverständlich,ziehe sie aber keinem vor.Und alle Krankenkassen zahlen gleich schlecht
was versteht ihr unter sozialer Gerechtigkeit? Der Begriff wird häufig verwendet, aber ich glaube jeder versteht darunter was anderes. Bitte für mich mal mit Inhalt füllen.
@BrezelHelle@unbekannt799 wir bekommen als Hausarztpraxis in der Regel zwischen 50 und 100 E-Mails pro Tag. Davon viele länger als eine DIN-A vier Seite. Wer bitteschön soll das noch bearbeiten? Geld gibt es dafür ohnehin nicht.
@Mauer_bluemchen@unbekannt799 aus der Erfahrung der letzten Jahre würde ich sagen insbesondere die alten Menschen gehen mittlerweile sehr viel weniger zum Arzt.Die Wartezimmer sind voll mit jungen Menschen,die irgendwelche Befindlichkeitsstörungen haben und damit natürlich auf gar keinen Fall arbeiten können.
@Cosmo1701@unbekannt799 fast bei jedem Facharzt und auch in jeder Klinik laufen Ansagen, dass wegen Personalmangel keine Telefonate mehr möglich sind. Auch wir erreichen niemanden mehr, um Patienten anzumelden. Manchmal hilft tatsächlich noch das gute alte Fax.
@teckau@unbekannt799@GrenzgaengerNRW Ärzte sind keine Sozialarbeiter, sondern Unternehmer. Sie müssen ihre Mitarbeiter*innen bezahlen, Miete und noch allerlei mehr. Überall werden bei steigenden Kosten diese weitergegeben an den Kunden. Ärzte können das nicht tun sondern sind an veraltete Gebührenordnungen gebunden
@ZentrumVernunft@unbekannt799 Maximal 15 % des gesamten Geldes im Gesundheitssystem werden für ambulante Behandlung ausgegeben. Ebenfalls 15 % gehen an die Verwaltung in den Krankenkassen. Finde den Fehler.
@tweetyfeedy@unbekannt799 auch hier schlägt der demographische Wandel zu. Die Ärzte werden älter und haben immer weniger Lust, 60 Stunden pro Woche zu arbeiten. Und das auch nur mit der Hälfte der Mitarbeiter*innen. Und auch die Patienten werden älter… ist ja nun kein Geheimnis mehr.
@gutemine54 @unbekannt799 Überall werden Stunden reduziert, die Menschen wollen am liebsten eine 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Wieso sollten Ärzte 60 Stunden pro Woche arbeiten? auch die haben ein Recht auf Familienleben und Freizeit.
@steinbg Oh Mann, bei uns gibt es 13. Gehalt und persönliche Geschenke zu jedem Anlass + Weihnachtsessen. Wie kann man in diesen Zeiten nur so ignorant sein. Gute Mitarbeiter sind das Wichtigste und die muss man wertschätzen.
@unadottoressa@DrCWerner genau, solche Patienten bekommen keinen Termin mehr. Meistens rufen Sie nämlich kurz nach dem Termin an und sagen hoch, habe ich vergessen. Kann ich morgen einen neuen haben?
@CaroArt8 Mal im Ernst: wir erklären allen PrEP Patienten wie das geht mit den Abstrichen und es ist ja auch kein Hexenwerk. Freundlich erklären und Stäbchen in die Hand drücken. Spart Zeit und Ärger. Können sicher die anderen Patienten auch.