Vorschlag zur Güte: Einfach mal nen Monat lang das Internet abschalten und ein gutes Buch in die Hand nehmen. Oder mit der Familie Zeit verbringen. Die Oma nach ihrem Leben fragen. Dem Obdachlosen vorm Lidl 5 Minten Zeit und n Brötchen spendieren. Beruhigt euch. Lebt mal!
@artdivine@dtabken Dem kann ich mich nur anschließen, toll solche Kolleginnen und Kollegen zu haben, die nicht alles mit "geht nicht, dürfen wir nicht, können wir nicht" abtun. Es geht oft viel mehr, als vermittelt wird. Aber bei so manch einem Sonderwunsch muss auch ich mal sagen: definitiv nicht!
@derbunteTod@AndedeAb Hast du auch das Problem, dass du bei Überführungen in der Nacht das Licht komplett ausmachen musst, weil sonst die Flugzeuge alle umgeleitet werden wegen der Strahlung? Ist teilweise echt bisschen nervig... 😅
Meine Fresse, heute ist wieder son Tag, an dem man zu dem Schluss kommen muss, dass sich 30% aller Probleme von selbst lösen würden, wenn die Leute einfach mal 5 Minuten nachdenken würden, bevor sie losplärren... Ist ja furchbar...
Ich möchte Journalisten verteidigen!
Was? Wie kann das sein? Der, der ständig die Nachrichten kritisiert?
Ein Raunen geht durchs Publikum. Im Stadion ist eine fallende Nadel zu hören. Entfernt weint leise ein Kind.
Der durchschnittliche Mitarbeiter einer Nachrichtenredaktion ist 37,6 Jahre alt, weiblich, hat ein Gymnasium besucht, kommt aus Wanne-Eikel oder Ennepetal, ist für ein Journalistik-Studium in „die Großstadt“ gegangen (Wuppertal oder Münster), wählt grün, ist aber mit der nicht so linken Ausrichtung unzufrieden, ernährt sich bewusst und findet Doppelnamen feministisch. Er hat keine Gewalterfahrungen, hat gelernt Diskrepanzen in einem Stuhlkreis zu lösen, hat nicht gedient, findet Waffen unheimlich und Kriege unmenschlich. Er interessiert sich für „Kritische Weißseins-Forschung“ (habe ich kürzlich gelernt), Intersektionalität, Insektendiversität in der Eifel, französische Poesie des ausgehenden 18. Jahrhunderts und findet, dass man die Erklärung der Menschenrechte im Islam wegen „Kultursensibilität“ als gleichwertig verstehen müsste. Die meisten davon haben eine Kette an der Brille, sind Vegetarier und können mindestens einen Inder in Berlin-Prenzlau nennen, bei dem man einen total leckeren Mango-Lassie bekommt.
Weil Rechte auf Uniformen stehen, in der 11. Klasse schon mit Anzug und Aktenkoffer herumlaufen und später Jura oder Wirtschaftswissenschaften studieren. Oder Medizin. Aber das sind meist Juden, die von ihren Müttern gezwungen wurden, weil sie etwas von den Qualen der Geburt erzählten.
Gut, es gibt genug Hauptschüler, aber das ist ein anderes Thema. Die werden eh keine Journalisten.
Die alle mögen Döner und Pizza, wollen dabei aber nicht fotografiert werden.
97,8% aller Journalisten sind links. Der Rest landet bei der FAZ. Oder im Wirtschaftsteil. Oder im Wirtschaftsteil der FAZ.
Hoffe, ich habe wenigstens halbwegs alle Klischees abgearbeitet. Könnte weietrmachen.
Wahrheiten darf sich jeder selber raussuchen. Die macht sich eh jeder selber. (Radikaler Konstruktivismus)
Das Problem liegt ganz woanders. Und ist viel komplexer.
Militär macht keine PR. Die Versuche der Bundeswehr sind erbarmungswürdig.
Die IDF sind Militär. Sie veröffentlichen und argumentieren das, was ihre innere, bürokratische Prüfung durchlaufen hat. Zunächst, was geheimhaltungswürdig ist. Dann das, was taktisch oder strategisch sinnvoll ist. Und am Ende der Kette steht dann der Redakteur-Offizier, der irgendetwas veröffentlichen darf.
Die Palästinenser haben so etwas nicht. Die Linie ist klar. Alles, was die Palästinenser als Opfer dastehen lässt: Hau raus, Kapelle.
Alles was irgendwie dieses Bild beeinflussen könnte: besser nicht.
Inzwischen gibt es im Gazastreifen mehr als ein Dutzend großer Feldhospitäler. Jemals eins davon auf einem Foto gesehen? Jemals die noch stehenden Gebäude gesehen?
Wer sich nicht an die Linie hält, riskiert dass man ihm auf der Straße in die Beine schießt. Zur Abschreckung für andere. Inklusive Video auf Social Media, mit Zoom auf den abstehenden Unterschenkel.
Die Informationen durchlaufen Filter.
Fotos werden üblicherweise an die Andolu Agentur in der Türkei verkauft. Oder direkt an die großen Medien, wie Washington Post, Indian Times, Wall Street Journal, New York Times, usw.
Meldungen werden offen abgesetzt, häufig einfach über Telegram.
Die Agenturen kaufen diese Bilder, sammeln diese Meldungen und Social Media Posts. Und verkaufen sie. Ihr Hintergedanke ist nicht, die „Wahrheit“ zu berichten. Meldungen sind eine Ware. Ihre Kunden sind andere Zeitungen und Sender. Und sie entscheiden danach, was sich verkaufen lässt.
Und weil sie im Krieg wenig Ware bekommen, nehmen sie alles, was sie kriegen können. Da sitzt niemand und denkt sich, wenn er das verkauft, ob das vielleicht ein falsches Bild werfen könnte.
Die Meldungen werden dann an die Medien weltweit verkauft.
Deshalb sind die Meldungen häufig nicht nur ähnlich, sondern manchmal sogar wortgleich. Reuters, Bloomberg, dpa, AP, AFP… in Deutschland gilt das Agenturprivileg: Medien müssen nicht nur nicht angeben, wenn sie Informationen von den Agenturen gekauft haben. Sie sind auch nicht dafür haftbar.
Die nächste Hürde ist eine Etage höher. Die Geschäftsleitung oder die Chefredaktion. Die, wie in den 1960ern mit Satz beim Print, darüber entscheidet, was rausgeht, was eine Titelstory ist, was auf die letzte Seite geht und was unter dem Tittenbildchen auf Seite drei erscheint.
Laut Jobbeschreibung bin ich selber Journalist. Es gibt unzählige hervorragende Journalisten. Hervorragende! Ich kommuniziere mit Journalisten, einige kommentieren, einige fragen mich. In den Mediatheken finden sich hunderte Dokumentationen. Die nicht nur ok sind, sondern geil. Und die ich auch als Quelle nutze.
Das Problem seid Ihr!
Das Problem sind Menschen, die nach dem Motto „Es stand im Internetz, also muss es wahr sein“ zu wenig Medienkompetenz haben. Die tatsächlich noch implizit denken, wenn eine Sophie von der Tann aus ihrer Live-Schaltung aus Jerusalem etwas erzählt, wisse die Bescheid. Weil die is ja in Fernsehn. Die sich abends Lanz und Maischberger reinziehen, völlig verkopfte Debatten, und dann denken, sie hätten jetzt Ahnung. Ich hatte schon anfragen für so einen Scheiß (nicht die beiden genannten), ich habe abgelehnt. Dort darf man sein Lied singen und darauf hoffen mehr Wählerstimmen zu bekommen oder sein neues Buch zu verkaufen. Für paar Hunnies Spesen.
Das Problem sind die, die nicht verstehen, dass das schlicht ein Geschäft ist.
Vielleicht sind einige dieser Journalisten tatsächlich antisemitisch oder antiisraelisch gepolt.
Aber ich sehe das Problem eher systemisch. Psycho-Fachbegriff: Nicht systematisch: systemisch. Nicht geplant, im System begründet.
Wenn ich dann mitbekomme, dass Nutzerinnen und Nutzer meine Beiträge bei Medien verlinken… Es erzeugt bei mir schlicht Mitleid. Die wissen das doch alles. Ich mach OSINT. Open Source Intelligence. Was ich weiß, wissen die oder könnten es leicht herausfinden. Oder sich einkaufen.
Nachrichten sind ein Geschäft. Mehr nicht.
Es liegt einfach an Euch selber!
Junge...
Bei manchen Kommentaren die hier in aller Herrgottsfrühe so gepostet werden, frage ich mich echt ob die Leute immer noch oder schon wieder besoffen sind, weil anders kann ich mir das echt nicht mehr erklären🤷
Asozial Media at its finest...
Herr Jäkel @lutzjaekel, feige Anonyme hinter „Das siebte Flugblatt“,
Sie überschreiten eine Grenze.
Ich bin zutiefst Demokrat, bin ordoliberaler Linker, habe im Gegensatz zu Ihnen dieser Republik gedient und bin Mitglied der Grünen.
Mich als Extremrechten zu bezeichnen ist absurd.
(Jäkel hat dem widersprochen.)
Ich habe mich oft genug gegen die derzeitige Regierung Netanjahu ausgesprochen, insbesondere gegen Ben Gvir und Smotrich. Ich habe mich gegen die Siedler im Westjordanland positioniert.
Israel zu unterstützen bedeutet nicht zwangsläufig, mit der derzeitigen Regierung konform zu gehen. Die ist in einer Demokratie veränderlich. Noch weniger damit, ob man etwas gegen Faschismus hat, oder nicht. Es ist Krieg, und in einem Krieg gelten andere Regeln und Prioritäten.
Was Sie schlicht ignorieren sind zwei unumstößliche Fakten.
1. Der Einfluss einer Regierung in einer Gewaltenteilung auf die Kriegsführung ist mittelbar und begrenzt. Vielleicht würde eine andere Regierung in Israel mehr auf Verhandlungen setzen. Aber der Krieg würde genau so aussehen, wie er es jetzt tut. Und der auch so aussehen würde, wenn beispielsweise europäische Streitkräfte ihn führen würden. Würden China oder Russland dort agieren, sähe es ganz anders aus. Und die Palästinenser wären sicher auch nicht nett, wenn sie könnten.
2. Seit den 1920ern hat es Massaker an Juden durch die Araber in Palästina gegeben. In der Nacht seiner Gründung wurde Israel angegriffen. Und seitdem immer wieder. Israel ist seit seinem Bestehen existenziell bedroht. 75% aller Palästinenser sind für die Vernichtung Israels.
Der Konflikt hat nicht am 10/7 begonnen. Er hat aber auch nicht mit der Regierung Netanjahu begonnen. Nicht einmal mit der Besetzung. Sondern mit dem Judenhass der Araber und dem bis heute andauernden Anspruch auf ein Land, das ihnen nie gehört hat.
Mich als Rassisten zu bezeichnen, ist schlicht unverschämt.
Daran zeigt sich erneut, dass sehr viele Menschen nach Lust und Laune, nach ihrer Wunschvorstellung und persönlicher Moral urteilen, und nicht danach, was die tatsächlichen Definitionen sind.
Nehme ich ein jüdisches Baby und sozialisiere ich es in Ennepetal, wird daraus ein Mensch mit dem sozio-kulturellen Hintergrund eines Deutschen. Ein Rassist wird gegenüber dem erwachsenen Menschen immer noch rassistisch sein. Weil das unabänderliche Merkmal der Ethnie der Kern seines Rassismus ist. Gleiches gilt für Hautfarbe, Religion, o.ä.
Wenn ich über irgendetwas bezüglich der Araber, der Palästinenser oder der Iraner urteile, dann aufgrund der Gesellschaft oder ihrer Sozialisation.
Das hat absolut nichts mit Rassismus zu tun. Es ist eine Beurteilung einer Gruppe oder eines Individuums der Gruppe - ob richtig oder falsch - wie es in den Sozialwissenschaften oder der Sozialpsychologie ständiger Teil des Handwerks ist.
Sie stellen sich erneut ein Zeugnis aus. Indem Sie Ihre Moral und Wünschen über Fakten stellen. Weshalb ich Ihr Feindbild bin.
Völlig unfähig die Ebene zu wechseln, machen Sie es mir zum Vorwurf keine Empathie zu empfinden, obwohl ich das selber völlig offen sage.
Und wieder und wieder erkenne ich bei Menschen wie Ihnen den zwanghaften Drang, die Bevölkerung von ihrer Regierung zu trennen. Was bei Nazideutschland und Kaiserreichs-Japan nicht galt, in keinem Krieg galt, soll plötzlich beim Iran und den Palästinensern gelten.
Dass ich dem allen widerspreche, greift Ihr Wertesystem derart an, dass Sie nicht anders können, als mich als Person anzugreifen. Ich habe von Ihnen beiden, ebenso wenig wie von irgendwem anderen, der so argumentiert wie Sie, jemals eine tatsächliche, sachliche, fachliche und inhaltliche Erwiderung zu dem gelesen, was ich tatsächlich sage. Es geht immer nur um meinen angeblichen Rassismus, meine angebliche politische Ausrichtung, um Fragen nach Quellenangaben oder sonst was auf der Meta-Ebene.
Solidaritätsbekundungen bekommen Sie. Für was? Ist aus einer nebensächlichen Maulfechterei auf Social Media schon ein Klassenkampf geworden, in dem jeder irrelevante Dahergelaufene sich mit irgendwem solidarisieren muss?
Ist das irgendwie so ein psychologischer Mechanismus, der - wie bei den Palästinensern oder Russen - vergessen lässt, wer der Angreifer ist?
Sie haben in meiner Welt gar nicht stattgefunden. Ich wusste nichts von Ihnen. Bis Sie angefangen haben, mich anzugreifen. Bis Sie öffentlich vor mir „gewarnt“ haben, mich als „Aktivisten“ bezeichnet haben, mich öffentlich als Sesselfurzer bezeichnet haben, mir eine aufgesetzte Presseanfrage geschickt oder mir Rassismus oder „Radikalrechts“ unterstellt haben.
Sie bekommen wieder und wieder Gegenwind in ihren eigenen Kommentarspalten, und halten nicht einmal inne, um wenigstens mal darüber nachzudenken. Wenn einem auf der Autobahn hunderte Autos entgegenkommen, sollte man sich zumindest für einen Moment mal fragen, ob man nicht selber der Geisterfahrer ist.
Sie sollen sich nicht einschüchtern lassen, liest man von Ihren Unterstützern. Wer ankündigt sich mich „demnächst mal vorzunehmen“ oder wer öffentlich vor mir warnt soll sich nicht einschüchtern lassen? Was ist das für ein Rollentausch?
Ich verspreche Ihnen, nichts was Sie sagen können, kann mich einschüchtern. Nichts kann meine Einstellung, Meinung, meine Sprache oder sonst etwas ändern. Das Einzige, was sich ändert, ist wie Sie selber wahrgenommen werden. Umso mehr, wenn Sie meine Leserinnen und Leser gerne gleich mal durch die Bank mit diskreditieren.
Sie agieren, ich reagiere.
Re-agiere.
Immer her damit. Meine Leserinnen und Leser amüsieren sich, ein wenig Gossip geht immer wie geschnitten Brot und Sie schenken mir damit leichten Content, um die Algorithmen zu füttern.
Ich will Sie einschüchtern? Mundtot machen?
Aber nicht doch. Hau raus, Kapelle.
Ich warte nur darauf, dass endlich einmal was Inhaltliches kommt.
Versuch 6 auf dieser kaputt gesparten Exkrementenschleuder.
Es ist vollbracht, mein erster eigener Song!
prod. by: https://t.co/nl5myF7w8d
Mix/Master: @m_t_mask
Gejaule: Ich
Viel Spaß mit Vater Schmerz in "Opferdrang"!
Vorausgesetzt es sendet diesmal auch, du Raketenbastard.
Durch diese Mootskette von Grok ist mir aufgefallen, dass wir uns in einem recht großem Kreis alle gegenseitig folgen.
Ich will mal aus diesem Kreis ausbrechen.
Könnt ihr das mal bitte reposten um den Fckn Bobr auf eine Reise zu schicken? Bitti??? 👉👈
Ich komme endlich voran.
Ich schreibe wieder Texte.
Ich erzähle euch meine Geschichte.
Ich werde über so vieles rappen.
Es werden einige ihr Fett wegkriegen. Die Zeit des Wange hinhaltens sind vorbei.
Wir werden reden. Über Gewalt, Erfahrungen, falsche Freunde und den Tod.
@TawhakiTheGod Unfortunately not. The only reference could be Gog from Magog which might derive from Gogmagog, a legendary giant of Cornwall who was wrestled off a cliff (pretty badass tho) but even then ge would be a giant. Sry to disappoint 🤷
Ich ziehe mich für den Rest des Monats aus Social Media zurück.
Das bedeutet nicht, dass ich Urlaub mache.
Ich werde endlich die nach einem Hacker-Angriff wiederhergestellte Homepage in Angriff nehmen, aufgetürmtes Administratives abarbeiten und aufgeschobene Texte schreiben.
Es wird auch noch zwei bis drei Tage dauern, bis auf den Kanälen Funkstille ist.
Ich habe einen Grund. Den ich erklären möchte.
Ich werde beschimpft und bedroht. Wahlweise bin ich „linksgrün-versifft“ oder „rechtsextrem“.
Das läuft mir den Buckel runter und endet als warmer Schweiß in der Kimme. Mein Selbstbild ist recht gesund.
Das nächst schlimmste, was man einem Menschen antun kann, ist sein Wertesystem anzugreifen.
Das passiert gerade massiv.
Ich entwickle Symptome von Burnout.
Ich möchte nicht zu viel über meine Sozialisation und Gründe öffentlich diskutieren. Nur dass ich damit aufgewachsen bin, keine Extrawurst zu sein. Mein Vater, jahrelang Spieler in einem Jugend-Football-Team mit bis zu 50 Spielern, Soldat, Psychologie. Team, Glied einer Kette.
In meinem atheistischen Wertesystem ist die Logik der höchste zu verehrende Gott. Das ist es, was mich zutiefst bestimmt. Aristoteles (den ich tätowiert habe), Descartes, Popper, Watzlawick.
Selbstverständlich sind wir alle Menschen. Ich bin nicht emotionsfrei und behaupte es nicht.
Aber ich erwarte von jedem mündigen Menschen, dass er sich selber hinterfragt und prüft. Kann er das nicht, halte ich ihn nicht für mündig.
Vielleicht, und das wurde mir häufig gesagt, erwarte ich zu viel von Menschen. Aber ich kann da nicht mehr raus.
Das akute Problem ist nicht, dass Menschen pro-palästinensisch argumentieren.
Mein Problem ist auch nicht, dass diese Menschen zumeist eigene, in ihrer Psyche liegende Gründe dafür haben. Es muss nicht einmal Antisemitismus sein. Kompetenzlosigkeit, Pazifismus, Propaganda, Kolonialismus, Kapitalismus… Rollenvertauschung von Angreifer und Verteidiger, nur weil einer überlegen ist… die zum Teil völlige Unkenntnis der Geschichte oder der Realitäten der palästinensischen Gesellschaft, politische Illusionen alle anderen als Extremisten zu erkennen…
Mit all dem kann ich leben.
Ich kann sogar damit leben, dass viele schlicht ignorieren, was der tatsächliche „Nahost-Konflikt“ ist. Dass die Araber seit Bestehen Israels und davor die Juden nicht in ihrer Sphäre akzeptieren wollen.
Immer wieder lese und höre ich, der Konflikt hätte ja nicht am 10/7 angefangen. Was völlig richtig ist. Da begann nur der Krieg. Durch einen der widerwärtigsten Angriffe, den es in der Menschheitsgeschichte jemals gegeben hat.
Der Konflikt begann spätestens in den 1920ern, mit den Massakern der Araber an Juden. Er setzte sich fort mit den Massakern des arabischen Aufstandes in den 1930ern. Und er kulminierte, als alle umliegenden arabischen Staaten Israel in der Nacht seiner Gründung angriffen.
Besetzung, Bombardements, Gefängnisse, Ungleichbehandlung, alles resultiert ausschließlich daraus. Und die heutige rechte Regierung.
Die Palästinenser greifen wieder und wieder Israel an. Keinen einzigen Krieg haben sie gewonnen. Aber sie laufen weiter mit dem Kopf vor die Wand.
Es wird dieser Tage ignoriert.
Was mich fassungslos zurücklässt, ist die Bereitschaft von Akademikern und anderen, Narrative zu übernehmen. Menschen, von denen ich geglaubt habe, dass sie mein Wertesystem teilen. Logik, wie sie im Grundstudium empirischer Wissenschaften gelehrt wird.
Ich habe es nicht thematisiert, aber in einer Maulfechterei auf X mit dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk stieß ich auf ein Posting seiner Frau Susan Arndt. Ihrerseits Professorin. Zitat Wikipedia: „westafrikanische Literatur von Frauen, Kritische Weißseinsforschung, britische Literatur mit einem Schwerpunkt Shakespeare, Sexismus, Intersektionalität, Feminismus und Rassismus“.
Sie schrieb am 22.08.2024 auf ihrem X-Account auf Englisch „Israel greift immer wieder palästinensische Zivilisten an. Das muss aufhören. Deutschland steht in der Verantwortung, endlich einzugreifen!“
Und das ist mein Problem unter einem Brennglas. Ich verstehe, dass diese Frau keine Ahnung von Militär hat. Ich verstehe alle Ebenen, wie sie zu dieser Meinung kommt.
Aber es ist mir jetzt unmöglich geworden zu übersehen, dass sie völlig kompetenzlos hier eine Meinungsäußerung als Tatsachenbehauptung verkauft. Dass Sie auf die Filter scheißt, die sie in meinem Wertesystem davon abhalten sollten, so etwas zu äußern.
Verkopfte Akademiker äußern sich zu Dingen, die sie gar nicht verstehen.
Und durch die Medienberichterstattung wird dieser dünne Firnis aus Politik und persönlichen Schicksalen als Nachrichten verkauft. Was eine Desinformation zur Folge hat, für die mir gerade jeder Vergleich fehlt. Die Menschen werden nicht informiert, sie werden bespielt mit einem Blabla, weil jenen, die sie informieren sollen, jegliche Kompetenz fehlt.
Unwidersprochen ist das Narrativ vom Genozid längst in die Medien eingesickert. Ohne dass es dafür irgendeinen Nachweis, geschweige denn ein Urteil gäbe. Die Definition von Genozid ignorierend. Stattdessen sagt Amnesty international, die Definition würde zu streng ausgelegt. Was bedeuten könnte, dass man u.a. der Ukraine einen Genozid vorwerfen könnte.
Es ist nur noch absurd.
Die Palästinenser werden von der Verantwortlichkeit ihrer Regierung getrennt, was die gleichen Menschen bei Nazis niemals zulassen würden. Ein faschistisches System wird unterstützt von Menschen, die dieses System sofort von einem Dach werfen würde. Der Anspruch von Menschen auf ein Land wird diskutiert, die dieses Land nie besessen haben und zu der Zeit nicht einmal ein Volk waren.
Bevor ich mich reinsteigere, denn ich könnte lange so weitermachen:
Ich bin raus.