Rechts und Links wird behandelt, wie ein Sportereignis. Ein Fußballspiel.
Wenn man noch nicht Fan der einen oder anderen Mannschaft ist, legt man sich halt fest und sucht sich Gründe, warum die Mannschaft geil ist. Seine Mannschaft. Man wird zur Mannschaft, man ist Teild es Teams.
Und wenn man dafür Gegenwind bekommt, wird man so sauer, dass man zum Ultra wird. Aufgestachelt von Social Media, wo es Fan-Blogs und Ultras-Gruppen und gemeinsames Marschieren zum Stadion gibt. Und viel gegenseitiges Anschreien.
Das Problem daran ist nur, dass Radikale selten richtig liegen.
Im Grunde liegt niemand immer richtig. Hat man etwas Distanz, ist das leichter zu ertragen. Aber wenn man radikal ist, drückt man feste die Augen zu, bei den Dingen, die irgendwie nicht so toll sind.
Der Mensch ist nun einmal ein Rudeltier. Und so kann er sich endlich wieder einer Gruppe zugehörig fühlen und mitlaufen.
Die Mitte ist nicht einfach Unentschlossenheit. Es ist das Anerkennen von Dualität. Und Demokratie bedeutet, um jede einzelne Frage zu ringen und zu streiten. Nicht a priori einen Standpunkt einzunehmen, nur weil das eigene Team das so vorgibt.
Man kann trotzdem Fan des einen oder anderen Teams sein. Man muss aber zulassen können, ein Spiel verloren zu geben, wenn das andere Team besser gespielt hat.
Das ist nicht schwach. Sondern viel anstrengender, mühsamer und komplizierter.
Weil man nicht nur Lösungen für Probleme abwägen muss. Sondern sich und seine Überzeugungen immer wieder aufs Neue hinterfragen muss.
Diktaturen sind etwas für Faule, Dumme und Schwache. Egozentrik allemal.
Ich kann ohne weiteres dafür sein, dass Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis konsequent und ohne bürokratisches Zaudern abgeschoben werden. Straftäter sowieso. Ich kann für eine gut ausgestattete Polizei und eine wehrhafte Bundeswehr sein. Und dafür, dass derjenige, der viel arbeitet, mehr haben muss, als jemand, der nicht arbeitet.
Und gleichzeitig kann ich dafür sein, dass der Reichtum eines Landes sich nicht an dem misst, wie reich seine Reichen sind oder wie groß seine Konzerne. Sondern wie es mit seinen Krankenpflegern und Putzfrauen, seinen Brummi-Fahrern und Kellnerinnen umgeht. Mit seinen Schülern und ob man sich lebenslang verschulden muss, wenn man studieren will. Mit seinen Kranken und Alten und denen, die es nicht ohne Hilfe schaffen. Und ob es jedem die Chance gibt, im Rahmen seiner Möglichkeiten ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Ich kann sogar einsehen, dass ein freier Markt Innovation und Wohlstand bringt und trotzdem für eine flache gesellschaftliche Pyramide und eine geringe Schere zwischen Arm und Reich sein.
Aber irgendwie scheint das mehr und mehr Menschen zu anstrengend. Es geht verloren.
Und jedes Mal, wenn ich Social Media aufmache, frage ich mich, wo dieser alte, demokratische Geist unserer Gründerväter ist. Die streitbare, wehrhafte, wundervolle Demokratie. Die uns erst dahin gebracht hat, wo wir heute sind. Denn noch – auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen, weil es ihrer radikalen Agenda widerspricht – leben wir in einem der reichsten und sichersten Länder der Welt.
So steh ich hier und kann nicht anders. Ich kann hier nicht mehr weg, und ich will es nicht.
Ich bin die radikale Mitte.
Oggi abbiamo approvato in Consiglio dei Ministri il decreto sulla scuola.
Un limite del 30% nelle classi per gli studenti che non conoscono adeguatamente l’italiano, più strumenti per imparare la nostra lingua e stop a burqa e niqab a scuola.
Strumenti di buonsenso che non dividono, ma aiutano a integrare davvero, evitando classi-ghetto e dando a tutti gli studenti le stesse opportunità.
È questa la direzione che vogliamo continuare a seguire: una scuola che integra senza rinunciare alle regole, che sostiene chi ha più difficoltà e che mette tutti nelle condizioni di partire dallo stesso punto.
Und das, Kinder, das nennt man Antisemitismus.
Und den Akteur: einen Antisemiten.
Wenn man nett ist.
Und sich in Selbstkontrolle übt.
Es gäbe treffendere Wörter.
Ich spare sie mir für später auf.
Ein langes Stück zur Migration, mit sehr persönlichen Erlebnissen. Und neuen Mikrofon, nein, ich bin nicht bei Twitch und ohne Häschenohren. Noch, jedenfalls.
Elonfans, Putinversteher, BSW und AfD Mitglieder und BSW und AfD Wähler, Klimawandelleugner, Covidioten und Impfgegner, Reichsbürger, Hamasfans, Cryptobros, Homöopathiefans
Ihr seid alles Idioten!
Please: RT
🇫🇮 Stubb:
“I don’t think Russia would ever want to attack the most powerful military alliance in the world – NATO.
First, I have intelligence. Second, we have deterrence, and that deterrence is stronger than that of any other military power in the world.
It is based on conventional armed forces, missiles and nuclear weapons. No point for any country in the world test the resolve of that alliance.”
Hopefully he is right. But if the last few years have taught us anything, it is that “Russia would never do that” is probably not the strongest foundation for European security planning.
Deterrence works when your adversary believes you are willing to use it. And history has a rather unpleasant habit of punishing those who assume Russia will always behave rationally.
@Mr_Tomorrow__ I (German) part of a mainly Nordic leadership group, together with a Dutch colleague. The others were almost in panic because we were “fighting” so badly. Well, didn’t, we just discussed as per our culture
Wir müssen uns endlich wehren
Deutschland wird angegriffen. Eine Sprengstoffdrohne verursacht am Flughafen Leipzig/Halle fast eine Katastrophe. Spionagedrohnen kreisen über Bundeswehrkasernen. Kabel werden durchtrennt. Häfen gestört. Verwaltungen gehackt. Debatten gezielt vergiftet. Ein Gegner führt seit vielen Jahren hybriden Krieg gegen uns, geduldig, präzise und kalkuliert. Das Ziel ist nicht der große, plötzliche Schlag. Das Ziel ist die langsame Schwächung unseres Staates.
Wir haben zu lange so getan, als ließen sich hybride Angriffe wie technische Störungen behandeln. Als vereinzelte Vorfälle. Als Probleme für Fachabteilungen. Doch für unseren Gegner sind sie systematische Teile eines großen Konflikts. Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow schrieb schon vor 13 Jahren vom Krieg ohne Kriegserklärung, von Eskalation ohne offene Eskalation, von der Zerstörung staatlicher Stabilität durch politische, wirtschaftliche, informative und verdeckte Mittel, unterstützt durch begrenzte militärische Gewalt. Unser Gegner denkt in Wirkung. Unsere Verwaltungsrepublik denkt dagegen in Zuständigkeiten. Das macht uns sehr verwundbar. Letztlich schauen wir noch immer nur hinterher nach, was passiert ist, finden alles schlimm und verstricken uns dann in Selbstgespräche. Statt zu handeln, diskutieren wir. Statt zu agieren, wägen wir endlos ab. Der Gegner nutzt das aus.
Doch wir können die Logik klassischer Verteidigung und Abschreckung in die hybriden Sphäre übertragen. Abschreckung kann restriktiv wirken. Wir können Häufigkeit und Schwere der Angriffe gegen uns deutlich senken, indem wir auf der anderen Seite endlich Kosten dafür verursachen.
Denn seien wir ehrlich: die viel beschworene „Resilienz“ allein reicht nicht aus. Wir können nicht jedes Kabel schützen, nicht jeden Server perfekt abschirmen, nicht jeden Hafen, jede Bahnstrecke oder jede Stromleitung rund um die Uhr lückenlos überwachen. Wenn wir Sicherheit haben wollen, müssen wir auch den Gegner empfindlich treffen können. Das heißt nicht, dass wir Drohne gegen Drohne setzen sollten oder Hack gegen Hack. Doch wir können dort ansetzen, wo der Gegner es nicht erwartet und wo er verwundbar ist. Wenn eine Sprengstoffdrohne einen Flughafen angreift oder ein deutsches Krankenhaus gehackt wird, darf die Antwort nicht höflicher Protest sein. Als Antwort können wir Finanzströme stoppen und einfrieren, Tarnfirmen blockieren, wir können die Operationsfähigkeit des Gegners gezielt schwächen.
Abschreckung darf dabei bewusst politisch wirken: Das „Russische Haus“ schließen. Visa stornieren. Russische Schiffe nicht in EU-Häfen lassen. Die russische Schattenflotte nicht militärisch angreifen, sondern aus Umweltgründen stilllegen oder gar einmal stoisch und langwierig die Arbeitsverträge und Steuersituation der gesamten Crew prüfen, bis der Betrieb stockt. Das alles wäre nicht‑spiegelnde Abschreckung. Wir können damit Russland treffen, ohne zu eskalieren. Und vor allem können wir damit zeigen, dass wir handlungsfähig sind. Das zwingt den Gegner, seine Kosten neu zu kalkulieren.
Die kommende neue Gesetzgebung für deutsche Nachrichtendienste schafft dafür richtige Grundlagen. Das erlaubt hoffentlich schnellere Aufklärung, bessere Zuordnung und wirksame Reaktion. Wir brauchen dringend Tempo in einen Bereich, in dem auch Geschwindigkeit über Sicherheit entscheidet. Befugnisse allein schaffen zwar noch keine Abschreckung, doch sie können sie überhaupt erst einmal ermöglichen.
Politisch und gesellschaftlich brauchen wir jetzt Klarheit darüber, dass es von jeher zu guter militärischer Verteidigung gehört, den Krieg auf die andere Seite zu tragen und den Angreifer gezielt in die Bredouille zu bringen. Wir müssen unsere Gegner zwingen, auch mal auf unsere Schritte zu reagieren und nicht immer nur umgekehrt. Wer den Gegner in die Klemme bringt, gewinnt bekanntlich Zeit, Raum und Initiative.
Entscheidend dafür sind auch Finanzermittlungen. Geld ist eine Achillesferse autoritärer Akteure. Wer hybride Angriffe führt, braucht Ressourcen, Schattenbanken, Zwischenhändler. Deutschland muss diese Netzwerke aufbrechen - mit forensischer Präzision und mit internationaler Kooperation.
Ebenso entscheidend ist Informationshoheit. Der Gegner operiert bequem im Nebel. Wir müssen diesen Nebel lichten. Faktenblätter reichen dafür längst nicht aus. Wir sind im Informationskrieg viel zu langsam, viel zu brav und viel zu defensiv. Wir müssen Debatten offensiv prägen mit Ressourcen, mit Kreativität und in hoher Geschwindigkeit. Wir dürfen die sozialen Netze nicht weiter anderen überlassen und später lautstark darüber herumjammern, was dort passiert. Bitte keine peinliche Aktentasche mehr auf TikTok und bitte weniger kindische Inhaltsleere der abgestandenen, standardisierten Kommunikation der Politikblase. Können wir emotional und kämpferisch mit Klarheit und Orientierung? Der kritischen Sicherheitslage angemessen? Wer die Informationslage gestaltet, gestaltet öffentliche Widerstandskraft. Wer sie anderen überlässt, verliert.
Endlich rasch handeln und neue Fakten schaffen, statt sich nur endlos zu besprechen – das gilt sicher für sehr viele Bereiche in Deutschland. Sicherheit entsteht jedenfalls nicht im Konferenzraum. Sicherheit entsteht, wenn Sensornetzwerke gegen Kleindrohnen schnell und konsequent verbaut werden. Sicherheit entsteht, wenn Leitungen durch autonome Systeme überwacht werden und wenn Häfen, Netze und Verkehrswege mit modernster Technik ausgestattet werden. Und Sicherheit entsteht vor allem dann, wenn wir uns auch einmal etwas trauen. Wenn wir für die andere Seite nicht ausrechenbar sind. Wenn wir agieren.
Im Kreml muss ankommen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen. Dass jeder Angriff einen Preis hat. Dass Deutschland nicht länger zusieht, wie seine Infrastruktur angegriffen, sein staatliches System unterminiert, seine Behörden gestört, und seine Debatten manipuliert werden. Das muss man nicht hysterisch und nicht martialisch machen, das geht auch ruhig und klug. Doch hybride Verteidigung und Abschreckung sind Voraussetzungen dafür, dass unser Land im Angesicht hoher Bedrohungen handlungsfähig bleibt.
Freiheit verlangt, dass wir bereit sind, sie zu verteidigen. Das gilt gerade besonders für den Graubereich zwischen Krieg und Frieden. Churchill sagte einst: „Man kann mit einem Tiger nicht vernünftig reden, wenn der Kopf in seinem Maul ist.“ So ist die Lage. Wir versuchen noch immer, einen Gegner zu besänftigen, der unsere Zurückhaltung als Einladung versteht. Wir müssen uns endlich wehren.
*
Nico Lange ist Gründer und Direktor des Instituts für Risikoanalyse und Internationale Sicherheit (IRIS).
@ungemeve Hörempfehlung.
https://t.co/Gwsq0OaQMV
Neben dem netten holländischen Akzent interessante Forschung zur Motivation von Terroristen. Auch ohne Empathie gut zu wissen
Since the religion of peace struck on four continents this week, I must repost this piece:
Adolf Eichmann, a high-ranking Nazi and one of the architects of the Holocaust, fled to South America after World War II.
In 1962, he was captured and brought to Israel for trial.
During the proceedings, the prosecution brought in survivors from Nazi death camps to testify against him.
One of them, Yehiel Dinur, entered the courtroom and came face to face with Eichmann, who was seated in a glass box. The moment Dinur saw him, he collapsed to the ground, shaking and sobbing uncontrollably.
Years later, in an interview with 60 Minutes, journalist Mike Wallace asked Dinur if his reaction had been caused by traumatic memories from the concentration camps.
"No," Dinur replied. "It was not the memories that made me collapse. It was the realization that Eichmann was not a demon. He was an ordinary man.
Hannah Arendt, a journalist for The New Yorker, attended Eichmann’s trial and later wrote about it.
She noted that Eichmann was not a psychopath, not a man burning with sadistic hatred. He was ordinary.
That is what made him so terrifying. He was a man who followed orders, who did his job, who justified the horrors he participated in without ever questioning them.
All humans have the capacity for evil. We all have within us the ability to justify unspeakable horrors if the conditions are right.
The question is not whether we are capable of evil, but what prevents us from committing it?
Most religions restrain human evil. They set moral boundaries, condemning acts of violence, injustice, and cruelty.
Christianity commands its followers to love their enemies, forgive those who harm them, and refuse vengeance. Judaism, despite its history of persecution, never formed a doctrine commanding global conquest or the extermination of non-Jews.
Islam, however, does the opposite.
When an ISIS fighter beheads a captive, he is not acting outside the teachings of his faith. He is following the example of Muhammad, who personally oversaw the beheading of hundreds of Jewish men in Medina.
When Hamas terrorists slaughter Israeli families, they are not betraying Islam, they are fulfilling the doctrine of jihad, which commands war against non-Muslims until Islam dominates the world.
Unlike Christianity, which calls for self-sacrifice, Islam calls for sacrificing others. Unlike Judaism, which focuses on preserving its own people, Islam commands the subjugation or destruction of all who reject it.
We all have the potential for evil. But the difference between a person who commits atrocities and one who does not is the belief system that shapes them.
A Christian who commits murder is violating his faith. A Muslim who kills an apostate is fulfilling his.
A Buddhist who wages war is going against the teachings of his religion. A jihadist who slaughters unbelievers is doing exactly what his religion commands.
The Nazis did not commit genocide because they were born different from us. They did it because they were indoctrinated into an ideology that justified mass murder.
The same is true for every Hamas terrorist, every suicide bomber, every ISIS militant.
Their faith tells them that their victims are not innocent, not human, not worthy of mercy. And so, they kill without hesitation.
The reality is, Islam is the only major religion that actively commands the atrocities we fear. It is the only faith where genocide, subjugation, and violence are not historical accidents, but divine commandments.
It is a mistake to think Islam is just another religion, rather than the most dangerous ideology the world has ever known.
Society should celebrate heterosexuality, monogamy, traditional gender roles, discipline for children, healthy bodies, fear of God, and humility.
Today, especially in left leaning individuals, the opposite of each of these is celebrated.
Instead of heterosexuality people celebrate everything else (LGB)
Instead of monogamy people celebrate promiscuity and cohabitation and treat divorce like it’s self-discovery.
Instead of traditional gender roles people celebrate the intentional deconstruction of them and the delusional lies of trans ideology (cue people in the comments pretending trans ideology doesn’t exist).
Instead of discipline for children people celebrate gentle parenting, leading to unruly youth and irresponsible adults.
Instead of healthy bodies people have “healthy at any size” influencers dropping dead at an alarming rate.
Instead of the fear of God we have rage at God. God is seen as not measuring up to the 1st world expectations of modern sarcasm and entitlement.
Instead of humility there are pride parades.
No small tweak will fix this. A whole worldview change is needed in the lives of a society. They need to see that what they love is destructive and what they disregard as outdated is the needed foundation for a good society.
Es reicht.
Es reicht mit den Floskeln. Es reicht mit den inhaltsleeren Kommentaren, die nach jeder Tat dasselbe Vokabular ausrollen und nichts benennen. Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus. Nicht „Radikalisierung” im luftleeren Raum, nicht „Gewalt” ohne Absender, nicht „ein verwirrter Einzeltäter”. Es ist eine Ideologie mit Namen, mit Feindliste und mit einem geschlossenen Weltbild, das das Töten heiligt.
Diese Feindliste ist lang: Juden, Christen, liberale Muslime, Atheisten, Schwule, queere Menschen — jeder, der das Leben feiert, statt es einem Gebot zu unterwerfen. Seit drei Jahren stecken wir mitten in einer Radikalisierungswelle, und der Nahostkonflikt wirkt als ihr Katalysator: Er liefert die Emotion, über die manipuliert, mobilisiert und rekrutiert wird, auf der Straße, online und in Moscheen. Deshalb dürfen nicht nur die Täter im Fokus stehen, sondern die Hintermänner und Hinterfrauen, die im Namen der Toleranz ungestört agieren und Menschen für den Tod gewinnen.
Und wir müssen ehrlich sein, warum das gerade hier geschieht: Islamisten fühlen sich in Europa wohl, auch in Deutschland. Sie verachten unsere Ordnung und nutzen zugleich jede Freiheit, die sie ihnen bietet, um ihre Ideologie zu verbreiten. Sie berufen sich auf die Religionsfreiheit, um genau die Gesellschaft zu untergraben, die ihnen diese Freiheit garantiert. Das muss aufhören. Religionsfreiheit schützt den Glauben — sie ist kein Schutzschild für eine politische Ideologie, die ihr Gift im Namen Gottes verbreitet.
Es ist kein Zufall, dass der Terrorist in eine queere Feier rast. Der CSD ist kein beliebiges Ziel. Er ist das Symbol jener Ordnung, die der Islamist am meisten hasst.
Diese Gesellschaft aber hat das Wegsehen zur Methode gemacht. Man kontextualisiert, man relativiert. Toleranz, die den Feind der Toleranz nicht benennt, schützt am Ende nur ihn. Die Freiheit stirbt nicht am Terror. Sie stirbt an unserer Sprachlosigkeit danach.
„Nur wenn Du das bis zum Schluss anschaust, wirst Du verstehen, wogegen Israel standhalten muss. Von der Hamas in Gaza, der Hisbollah im Libanon, den Huthi im Jemen und den Revolutionsgarden im Iran.“
Da ich nicht auf Instagram aktiv bin und es auch noch auf Englisch ist, habe ich diese beeindruckende Animation von @maxradford10 entliehen. Ich hoffe er verzeiht.
The world's democracies are being targeted one by one. That has to stop.
China has imposed trade boycotts on Australia, Lithuania, South Korea and Canada. Each time, the target stood alone. Each time, it worked.
The answer is not self-sufficiency. It is collective action.
Today I launch After the Rupture: An alliance of middle-power democracies led by a D-7: seven democracies representing 30% of the global economy, acting together on trade, technology, critical minerals and defence.
Not a new institution. A coalition of the willing, and the able.
Full paper → https://t.co/puAxqaYUYQ
Als ich heute Morgen die Spiegel-Schlagzeile sah, dachte ich zuerst: gähn. „Russland bildet Hacker aus.“ Wer hätte das gedacht. Der Spiegel hat hier eine Hausaufgabe fürs Fleißkärtchen gemacht, alles aufgeschrieben, was wir sowieso schon wissen, ab in den Druck.
Falsch gedacht.
Was Spiegel, Le Monde, Guardian, The Insider, Delfi, VSquare und Frontstory da in den letzten Monaten in einem Konsortium ausgewertet haben, sind 2.000 interne Dokumente aus der Moskauer Bauman-Universität. Lehrpläne mit Stundenangaben. Verträge zwischen Dozenten und GRU-Einheiten. Klausuraufgaben („Hacke einen Testserver“). Pflichtseminare („Erstelle ein Social-Video, um ein heißes Thema mit Manipulation und versteckter Propaganda zu promoten oder zu entkräften“). Namenslisten. Notenübersichten. Zuteilung von Praktikumsplätzen.
Der Unterschied zu allem, was wir bisher wussten, rangiert in einer ganz neuen Kategorie:
Ja, wir wussten, dass Russland einen Cyberkrieg führt. Wir wussten aber nicht, dass es dafür einen sechsjährigen Diplomstudiengang gibt. Mit Abschlusszeugnis. Mit Pflicht-Trainingscamp inklusive Bartrasur und Alkoholverbot. Mit benannten Dozenten, die nebenbei aktive Geheimdienstoffiziere sind. Mit einem geheimen „Lehrstuhl 4“, der in keinem offiziellen Organigramm der Universität auftaucht.
Das ist kein „Russland hat Hacker“. Das ist „Russland hat ein Westpoint für hybride Kriegsführung“, mitten in Moskau, vier Kilometer vom Roten Platz entfernt.
Was lernen die jungen Leute dort konkret?
Der Pflichtkurs „Abwehr technischer Aufklärung“ umfasst 144 Stunden über zwei Semester. Inhalt: Passwortattacken, Ausnutzung bekannter IT-Schwachstellen, Trojaner, praktische Hackingübungen, mit denen die Studierenden in Testsysteme einbrechen müssen, DDoS-Angriffe (das sind die Attacken, mit denen kürzlich die Deutsche-Bahn-App lahmgelegt wurde). Modul 6: „Computerviren und Würmer“. Klausuraufgabe: Hacke einen Testserver. Bestehst du nicht, wirst du kein Diplom-Saboteur.
Daneben steht klassische Spionagetechnik: Telefone anzapfen, Richtmikrofone, Wanzendetektion, Überwachung mit hochwertigen Beobachtungsfernrohren von Nikon (eine echte Empfehlung aus den geleakten Folien). Drohnenkunde mit 54 Slides, darunter die „Vector“-Drohne der bayerischen Firma Quantum Systems aus dem Landkreis Starnberg. Also genau das Gerät, das die Ukraine in Massen einsetzt, um russische Stellungen aufzuspüren. Im März 2026 hat der Generalbundesanwalt zwei mutmaßliche russische Agenten festgenommen, die Quantum Systems ausgespäht hatten. Im Auftrag Moskaus, mit Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz einer Zielperson. Wer im Bauman-Lehrplan steht, steht auch auf Russlands Liste.
Und dann das Pflichtseminar, das einem den Kaffee kalt werden lässt: „Entwickeln einer Propagandakampagne“. Praxisaufgabe wörtlich: „Erstelle ein Social-Video für ein beliebiges Thema, indem du Manipulation, Druck und versteckte Propaganda verwendest, um ein ‚heißes‘ Thema zu promoten oder zu entkräften.“ Eine andere Vorlesung heißt schlicht „Propaganda, Agitation, Manipulation und Überzeugung“.
Wer wissen will, wie das Gelernte in der Praxis aussieht, schaut zurück auf den Wahlkampf der letzten Bundestagswahl: Friedrich Merz wurden im Netz psychische Probleme angedichtet, Robert Habeck eine 100-Millionen-Euro-Korruptionsaffäre. Beides war frei erfunden. Beides war keine Improvisation übermütiger Trolle. Es war Lehrstoff. Ausgeführt von Absolventen der Uni für den kleinen James-Bond von Putins Gnaden.
Auffällig: Welche fremden Armeen die Studierenden der Bauman-Universität besonders intensiv studieren müssen. Drei. Die russische, die amerikanische – und die deutsche. Bewaffnung der Bundeswehr-Kampfeinheiten. Eigenes Seminar: „Schutz der Informationssicherheit in Deutschland“. Wer geglaubt hat, wir wären zu klein, zu unwichtig, zu unfähig für besondere Aufmerksamkeit, hat sich geirrt. Deutschland ist Hauptfach.
Und einer der besten Deutschland-„Experten“ kommt jetzt zu uns. Dank der Rechercher wissen wir, dass er existiert. Wir wissen, dass er in der Spionage-Fakultät ausgebildet wurde. Wir wissen sogar seinen echten Namen. Wir wissen nur nicht, wie er sich in Deutschland präsentieren wird, wann und wo er genau auftauchen wird. Als Phantom kann ihn niemand stoppen:
Der junge Mann heißt Iwan Makarow. Er wurde in Moskau geboren, sein Vater wohnt unter derselben Postadresse wie GRU-Einheit 26165 (die Truppe, die 2015 den Bundestag gehackt und Merkels Postfach kopiert hat). Nicht ungewöhnlich, denn Spionage ist bei Russen ein Familiengeschäft – die Nachkommen treten gern in die Fußstapfen der Väter, so werden Loyalitätsfragen geregelt.
Im März 2024 hat der russische Staat dem jungen Makarow einen neuen Pass ausgestellt und ihm eine neue Sozialversicherungsnummer gegeben. Sein neuer Name: Mark Fisher.
Diese Praxis kennt der Westen seit Sergey Cherkasov, der als „Victor Muller Ferreira“ jahrelang als Brasilianer durch Europa lief, bis er 2022 in den Niederlanden aufflog, als er sich ausgerechnet in Den Haag dort einschleusen wollte, wo russische Verbrechen gegen die Menschlichkeit untersucht werden.
Mark Fisher hat seinen Bauman-Abschluss für Hacker mit falscher Identität gerade gemacht. Er ist nicht mehr in Moskau. Er ist irgendwo. Vielleicht in Berlin, vielleicht in München, vielleicht in Frankfurt. Vielleicht ist er der nette Typ, der heute Morgen bei Starbucks neben dir gestanden hat und mit ganz leichtem, charmantem Akzent „a flat white please“ bestellt hat. Vielleicht ist er dein neuer Kollege im IT-Team. Vielleicht hat er dich auf LinkedIn angeschrieben, weil ihn dein Profil so interessiert.
Bleibt eine Frage: Glauben die Macher hinter all dem eigentlich selbst an ihre Sache?
Eher nicht. Der Mann, der den Lehrstuhl 4 als stellvertretender Leiter prägt, heißt Kirill Stupakow. Er ist Oberstleutnant, Jahrgang 1982. Er hält die Vorlesung über Spionagetechnik und verfügt über einen mustergültigen militärischen Lebenslauf.
Denkste! Dem Spiegel ist es gelungen, ihm Telegram-Chats zuzuordnen: Dort nennt Stupakow seinen Präsidenten einen „Opa“. Den ehemaligen Präsidenten Medwedjew einen Alkoholiker. Den russischen Generalstabschef Gerassimow eine „dumme Fotze“. Über den Krieg, in den er seine Studenten Sommer für Sommer verabschiedet, schreibt er: „Wird schlecht für uns enden.“
Und am Montag steht er wieder vor der Klasse und drillt den jungen Männern ein, dass die Ukraine von „Nationalisten und Neonazis“ beherrscht werde, dass die „Spezialoperation unausweichlich“ gewesen sei, dass sie ihre Feinde schlagen sollen wie Väter, Großväter und Urgroßväter. Im täglichen Newsletter, der an der Uni zirkuliert, steht das so. Auf Russisch. Schwarz auf weiß.
Das ist die wahre Lehre der Bauman-Files: Autoritäre Apparate funktionieren nicht, weil ihre Funktionäre an die Sache glauben. Sie funktionieren, weil ihre Funktionäre auch dann weitermachen, wenn sie nicht mehr an die Sache glauben. Stupakow hält Putin für einen Greis, Gerassimow für einen Vollidioten und den Krieg für verloren – und schickt trotzdem fünfzehn neue Cyberkrieger pro Jahrgang nach Anapa, Sewastopol, Kursk, irgendwann womöglich auch nach Berlin.
Wer geglaubt hat, dieses System bricht zusammen, wenn die Eliten innerlich kündigen, hat den Charakter dieses Systems nicht verstanden. Sie haben längst gekündigt. Sie machen trotzdem weiter. Genau deshalb müssen wir es ernst nehmen.