Liebe Frau Sophia,
wer sich mit Hunden schlafen legt, steht mit Flöhen auf.
Das Sprichwort erklärt sich von selbst: Wer sich mit Leuten einlässt, die Putins Krieg relativieren oder die Brandmauer einreißen wollen, der trägt die Konsequenzen – und die bleibt bei uns fest zementiert.
Herzliche Grüße
Philipp Amthor
Sehr geehrte Frau Cotar,
mit Blick auf Ihre berechtigte Kritik an bestimmten Ausgabenmustern darf ich höflich darauf hinweisen, dass der Strandkorb auf meiner Büroterrasse im Kanzleramt – ein schlichtes, traditionelles Modell ostdeutscher Fertigung – um ein Vielfaches günstiger war als die von Ihnen angeführte zehntägige Unterbringung von 110 Zimmern im Four Seasons Hotel in Naples.
Während dort offenbar erhebliche Mittel für einen monarchischen Familienurlaub mit 16 Ehefrauen aufgewendet wurden, handelt es sich bei meinem Strandkorb um ein bescheidenes, einmaliges Möbelstück zur gelegentlichen Erholung im Dienst. Die Relation der Kosten spricht, so denke ich, für sich.
Mit freundlichen Grüßen
Philipp Amthor
Natürlich habe ich ein Recht auf ein standesgemäßes Umfeld. Wer glaubt, ein Staatsminister könne aus einem schäbigen Büro mit Billigtischkicker heraus den Bund-Länder-Dialog führen, hat von Repräsentation keine Ahnung.
Wie das Sprichwort so treffend sagt: „Wer hoch hinaus will, muss sich zuerst ein solides Fundament bauen.“
Natürlich muss man das erklären: Das Fundament ist in meinem Fall die Dachterrasse und die Cassina-Sitzecke. Ohne diese optische und haptische Qualität der Macht kann ich die schwierigen Gespräche mit den Ländern gar nicht auf Augenhöhe führen. Der Bürger merkt das unbewusst. Ein billiger Schreibtisch würde sofort signalisieren: Hier sitzt jemand, der selbst nicht an die Zukunft der CDU glaubt. Die 30.000 Euro sind also keine Ausgabe, sondern eine Investition in die Glaubwürdigkeit des Amtes.
Verehrter Herr Altmaier,
es gilt das alte Sprichwort: „Man soll das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.“
Das bedeutet im Kern, dass man bewährte Grundsätze nicht vorschnell über Bord wirft, nur weil eine einzelne Messung vorübergehend ungünstig ausfällt. Insofern bleibt die Union ihrer Linie treu.
Gut Ding will Weile haben. Den Kanzleramtsfuchs würde ich selbstverständlich niemals schießen, das verbietet schon das Hausrecht. Das Zielfernrohr im Strandkorb dient ausschließlich der präzisen Beobachtung föderaler Bewegungen im Garten. Man muss die Dinge eben in Ruhe auf sich zukommen lassen.
Sehr geehrter Herr Bauer,
drei Stunden ohne Like – das trifft mich wenig. Zwischen Terminen, Akten und Verpflichtungen bleibt für dieses Medium kaum Zeit. Ich schaue hier so selten vorbei wie die meisten Menschen, die ihren Tag mit Arbeit füllen. Fans zähle ich nicht. Zeit schon.
Mit freundlichen Grüßen
Philipp Amthor
„Frau Kelle, ich verstehe den Spott, aber das Video zeigt doch nur, wie man als Politiker vor Ort präsent sein muss. Man redet, man lächelt, man hält den Kontakt. Dass dabei gelegentlich ein Blick entsteht, der manchen zu selbstsicher vorkommt, liegt schlicht daran, dass ich die Sache ernst nehme. Wer Verantwortung trägt, darf auch mal überzeugt wirken. Alles andere wäre doch unehrlich.“
Sehr geehrter Herr Bimon,
als Staatsminister, der in einem der höchsten Ämter dieses Landes tagtäglich Verantwortung trägt, möchte ich Sie persönlich ansprechen: Aus der Dienstlimousine heraus werde ich künftig noch direkter zu den Menschen sprechen. Ein kräftiges Krächzen ins Mikrofon gehört dabei einfach dazu – norddeutsche Authentizität.
Deutschland setzt sich im Übrigen mit aller Kraft für Künstliche Intelligenz ein. Wir fördern, wir regulieren, wir bringen KI in die Fläche.
Die britische Krone hat ihre Traditionen, wir haben Fortschritt und Kartoffeln. Verantwortung übernimmt man nicht nebenbei, sondern mit vollem Einsatz für unser Land
Der Strandkorb ist Heimat. Ueckermünde. Ostsee. Kein Luxus.
Ich sitze selten drin. Nur wenn ich nach 14 Stunden den Kanzleramtsfuchs beobachte und überlege, warum die CDU in MV unter 5 Prozent liegt.
Verantwortung zu übernehmen heißt: erst den Korb richtig hinstellen, dann den Landesverband retten.
Glaubwürdigkeit kommt zu Fuß. Der Strandkorb mit dem LKW.
Lieber Herr Reichelt,
ich muss schon sehr schmunzeln über diese kleine, etwas bemühte Wortspielerei mit dem Strandkorb.
Wer so viel Zeit hat, sich über Möbelstücke auf einer Dachterrasse aufzuregen, hat offenbar wenig Ahnung davon, wie verantwortungsvolle Regierungsarbeit wirklich aussieht.
Der Strandkorb steht dort, weil ich ihn privat angeschafft habe. Er dient der gelegentlichen, höchst effizienten Erholung nach langen Arbeitstagen im Dienst des Landes. Von dort aus beobachte ich übrigens auch den Fuchs im Kanzlergarten – ein Zeichen für lebendige Natur mitten in Berlin, das manchen offenbar mehr stört als die tatsächlichen Probleme des Landes.
Was den sogenannten „Wortbruch“ angeht: Der Bundeskanzler hat in schwieriger Zeit Verantwortung übernommen, wo andere nur gezetert haben. Dass man dabei Kompromisse eingehen muss, versteht jeder, der einmal etwas Ernstes geleitet hat – und nicht nur Kommentare schreibt.
Im Übrigen finde ich die Bezeichnung „Emporkömmling“ bemerkenswert. Ich komme aus Vorpommern, habe hart gearbeitet und darf nun in der ersten Reihe dienen. Wer das als Makel betrachtet, verrät vor allem, wie er selbst über Leistung denkt.
Der Kanzler und ich werden uns davon nicht beirren lassen. Wir arbeiten. Andere posieren mit Empörung.
Philipp Amthor
Staatsminister im Bundeskanzleramt
Der Strandkorb ist kein Luxus, sondern norddeutsche Bodenständigkeit.
Wer das nicht versteht, hat offenbar noch nie in der ersten Reihe Verantwortung übernommen. Ich habe ihn extra sichtbar aufgestellt – das ist Transparenz.
Und wenn ich abends den Fuchs im Garten beobachte, halte ich den Bezug zur Natur.
Glaubwürdigkeit entsteht nicht auf einem Plastikstuhl.
Der Herr Bundeskanzler Friedrich Merz hat mich ausdrücklich ermutigt, das Büro so einzurichten, dass man auch mal durchatmen kann.
Der Strandkorb steht deshalb bewusst sichtbar, und der Fuchs bei Sonnenuntergang zeigt doch, wie lebendig und natürlich unser Kanzlergarten ist.
Verantwortung heißt eben nicht, dass man jeden Abend nur Akten wälzt.
@GuntramPross Ich möchte das einmal in aller Klarheit einordnen: Der Strandkorb auf meiner Terrasse ist kein Ausdruck von Dekadenz, sondern ein funktionales Möbelstück norddeutscher Provenienz.
Wer das nicht versteht, hat offenbar noch nie Verantwortung in der ersten Reihe übernommen.
Um 6 Uhr morgens begleite ich Friedrich Merz zur Zentrale.
Wer Deutschland voranbringen will steht früh auf!
Als erster Diener des Landes ist der @bundeskanzler mit ein großes Vorbild.
@queru_lant Red Bull brauche ich nicht, ich habe Prinzipien. Und Arschkriecher? Bitte. Ich diene lediglich mit großer Treue dem Kanzler, der Partei und dem Vaterland. Das ist Haltung, kein Kriechen. Brusthaare bleiben weiterhin diskret
Ihre sogenannte Satire habe ich zur Kenntnis genommen. Nach meiner jüngsten Beförderung bleibt für derartige unseriöse Machwerke naturgemäß wenig Zeit.Ein Mandatsträger von Rang lässt sich durch Kostümierung und Gewehrposen nicht aus der Fassung bringen. Dass Sie mich als „Kinderkönig“ bezeichnen, sagt mehr über Ihren eigenen Reifegrad aus als über mich.Ich weise diese haltlose Verunglimpfung entschieden zurück. Mit freundlichen Grüßen
Philipp Amthor
Sehr geehrter Herr Blogger, Popularitätsrankings ersetzen weder die Verfassung noch den Dienst am Gemeinwohl. Wer sich entscheidet, in der ersten Reihe Verantwortung zu tragen, darf kein Drückeberger sein – auch dann nicht, wenn er sich nach getaner Arbeit fünf Minuten im Strandkorb auf dem Dienstbalkon sammelt. Dass Sie mich in einem Atemzug mit Friedrich Merz nennen, ist im Übrigen eine durchaus ehrenvolle Gesellschaft. Häme hingegen ist keine politische Haltung, sondern lediglich ein Beitrag zur Verrohung des Diskurses.
Die Glaubwürdigkeit eines Staatsministers zeigt sich nicht nur im Büro, sondern auch auf dem Balkon. Von dort aus beobachte ich regelmäßig den Fuchs im Garten des Kanzleramts. Er erinnert mich daran, dass wahre Verantwortung Wachsamkeit und Distanz erfordert. Der Strandkorb dient dabei der notwendigen inneren Sammlung. Wer das feudal findet, hat den Ernst der Lage offenbar noch nicht erfasst.