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Neben dem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien steht ein weiterer Punkt im Fokus unseres Maßnahmenpapiers an die zukünftige Landesregierung: die Wärmewende im Land.
Die Koalitionsverhandlungen in BW laufen. Und damit werden auch die Weichen für die Energiewende im Südwesten gestellt. Wir haben im Vorfeld der Verhandlungen 15 Vorschläge formuliert. Im Zentrum der Empfehlungen stehen der deutlich beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien.
Die steigende Zahl neu errichteter und beantragter Windenergieanlagen in BW ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis klarer politischer Weichenstellungen und einer konsequenten Beschleunigung der Genehmigungsprozesse.
Mehr als 100 neue Windräder – jedes Jahr. ♻️
So ambitioniert ist der Weg zur Klimaneutralität in BW.
Bis 2040 soll das Land klimaneutral sein. Dafür braucht es rund 3.000 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von etwa 12.000 MW.
👉🏼 Derzeit liegen in BW rund 1.400 Anlagen zur Genehmigung bei den Landratsämtern
👉🏼 Die hohen Planungsaufwände brauchen Zeit: Anträge haben Vorlaufzeiten von 6-12 Monaten.
👉🏼 Die Kosten für eine Genehmigung können bei bis zu 100.000 Euro liegen.
Windkraftausbau in BW: Wo stehen wir wirklich?
Im Jahr 2025 wuchs der Bestand der Windenergieanlagen in BW um 24 Anlagen. Das entspricht einer installierten Leistung von rund 171 MW.
Besonders positiv an den neuesten Zahlen: Genehmigt wurden 2025 insgesamt 98 Anlagen.
Um den Wegfall der Einspeisevergütung abzufedern, ist neben dem Direktvermarktungsangebot eine weitere Änderungen nötig: Das bidirektionale Laden. Sie hat der Gesetzgeber eine Woche nach unserer Forderung am 13. November umgesetzt.
Gerade für kleine Anlagen lässt sich noch kein Direktvermarkter finden. Wer eine Hausdachanlage mit 10 KW installierter Leistung besitzt, wird nur geringe Mengen Solarstrom an der Börse handeln können. Ein Angebot hierfür gibt es noch nicht.
Die europarechtlich abgesicherte Einspeisevergütung besteht nur noch bis Ende 2026. Dann ändert sich für die Eigentümer privater Anlagen einiges. Künftig sollen sich Anlageneigentümer mehr am Markt orientieren und den nicht selbst genutzten Strom an der Börse verkaufen.
Private PV-Anlagen auf Gebäudedächern sorgen für günstige Stromkosten und machen den Strommix im Südwesten klimafreundlicher. Zur Finanzierung der Anlagen trägt die Einspeisevergütung über das EEG bei. In dieser Form ist die Förderung nur noch bis Ende 2026 abgesichert.
Ein Lichtblick: Die Zahl der geplanten Windenergieanlagen im Südwesten nimmt zu. Aktuell liegen für rund 1.280 Anlagen Genehmigungsanträge bei den entsprechenden Landratsämtern. Davon wurden knapp 1.100 Anlagen erst in diesem Jahr eingereicht.
Der Windenergie-Ausbau in BW geht voran.
Die Windenergie-Zahlen im Überblick:
🌪️ 20 neue Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 126 MW sind ans Netz gegangen
🌪️ 38 Windkraftanlagen wurden genehmigt
🌪️ Für 1.200 Anlagen liegen Genehmigungsanträge bei Behörden
Schon gewusst? Von Januar bis Juni 2025 wurden rund 990 MW neue PV-Leistung in BW installiert. Das ist genug, um rund 280.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.
Und dennoch: die Ausbauzahlen reichen noch lange nicht aus.
Die öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland zeigt, wie vielfältig der Energiemix in Deutschland ist.
Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich: erneuerbare Energien tragen einen entscheidenden Anteil dazu bei, doch konventionelle Energieträger spielen weiterhin eine Rolle.
Insgesamt sind 800 Windenergieanlagen in BW mit einer installierten Leistung von rund 1.950 MW in Betrieb. Rechnet man die eingereichten Anträge hinzu, wird sich die Anzahl in den nächsten Jahren nahezu verdoppeln.
Zwischenstand: Der Ausbau der Windenergie in BW war im ersten Halbjahr 2025 noch zu niedrig, um die geplanten Ziele zu erreichen. Insgesamt wurden 13 Anlagen neu errichtet und 16 genehmigt. Die gute Nachricht: Bis zum 30. Juni wurden in BW 800 Genehmigungsanträge eingereicht.