Vater von drei Männern: Deutsch für Du. Religionen und politische Ideologien sind des Teufels, mag lieber schlechte Witze. Jetzt auch: @radamisto.bsky.social
The same donald trump who threatened "years in jail" for people who touch the peeling paint in the Reflecting pool pardoned 1500 people who destroyed the Capitol on Jan. 6.
Ein alter jüdischer Witz:
Was ist der Unterschied zwischen einem Pessimisten und einem Optimisten?
Der Pessimist sagt: “Schlimmer als es ist kann es nicht mehr werden.”
Der Optimist sagt: “Doch.“
Bitte:
🥔 Warum die Kartoffel der unbesungene König der Welternährung ist (und Fleisch in puncto Effizienz komplett deklassiert) 🧵
Wenn wir über Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit sprechen, reden alle über Insektenprotein oder Laborfleisch. Dabei liegt die Lösung längst im Supermarktregal.
Die Kartoffel ist die wohl unterschätzteste "Technologie" der Menschheit. Ein Thread über die absolute Urgewalt der Flächeneffizienz. 👇
1. Das Monster der Flächeneffizienz 🚜
Flächeneffizienz bedeutet: Wie viel Nahrung hole ich aus einem Quadratmeter Boden?
Vergleich zu Getreide: Während ein Hektar Weizen ca. 7–8 Tonnen Ertrag bringt, wirft ein Hektar Kartoffeln locker 40 bis 50 Tonnen ab. Das ist die 2- bis 3-fache Menge an reiner Nahrungsenergie (Kalorien) pro Quadratmeter.
Der Grund: Kartoffeln wachsen unterirdisch. Sie nutzen den dreidimensionalen Raum des Bodens perfekt aus, während Getreide nach oben wachsen und viel Energie in unverdauliche Halme stecken muss.
2. Der Endgegner-Vergleich: Kartoffel vs. Fleisch 🥩
Richtig extrem wird es, wenn wir die Kartoffel mit tierischen Produkten vergleichen. Grund dafür ist der biologische Veredelungsverlust. Tiere verbrauchen ca. 90 % der gefütterten Kalorien für ihren eigenen Stoffwechsel. Das ist pure Ineffizienz.
Rindfleisch: Ein Hektar Land (Weide + Futteranbau) ernährt im Schnitt 1 bis 2 Menschen pro Jahr.
Kartoffeln: Derselbe Hektar macht 15 bis 22 Menschen ein ganzes Jahr lang satt.
Die Kartoffel ist auf derselben Fläche also rund 10- bis 20-mal effizienter bei der Kalorienbereitstellung als Rindfleisch.
3. Der Ressourcen-Check (Die Zahlen lügen nicht) 📊
Schaut man sich den ökologischen Fußabdruck pro Kilo Lebensmittel an, wird der Unterschied fast absurd:
Wasserbedarf:
1 kg Kartoffeln: ca. 250 Liter
1 kg Rindfleisch: ca. 15.000 Liter 💧
CO₂-Ausstoß:
1 kg Kartoffeln: ca. 0,2 kg CO₂
1 kg Rindfleisch: ca. 60 kg CO₂ 💨
4. Das Protein-Märchen 🥚
"Aber Fleisch liefert Protein!" Ja – aber zu welchem Preis? Rechnet man hoch, wie viel Fläche man benötigt, um 100g Protein zu erzeugen, deklassieren pflanzliche Lebensmittel tierische Produkte komplett.
Da die Kartoffel so gigantische Erntemengen pro Hektar abwirft, liefert sie rein rechnerisch pro Quadratmeter oft mehr verwertbares Protein als die Viehzucht auf derselben Fläche. Zudem hat Kartoffeleiweiß eine extrem hohe biologische Wertigkeit!
Fazit: Die mächtigste Knolle der Welt 🌍
In einer Welt mit schrumpfenden Agrarflächen, schwindendem Wasser und wachsender Bevölkerung können wir es uns eigentlich nicht mehr leisten, den Umweg über das Tier zu gehen.
Die Kartoffel ist kein simpler, billiger Sattmacher. Sie ist hocheffizient, vollgepackt mit Vitamin C und Kalium und der absolute Endgegner im Kampf um die effizienteste Nutzung unseres Planeten.
Nächstes Mal beim Kochen also: Mehr Respekt vor der Knolle! 🥔
SVPler erzählen euch, dass der öffentliche Verkehr am Anschlag ist – wegen Ausländern.
Dann geht der SVPler ins Parlament und versucht, Investitionen in den ÖV zusammenzustreichen.
Und es gibt Leute, die wählen das.
100 Jahre hat man versucht, mit Netzsperren, Tarifstufen etc unseren Stromverbrauch an Bandstrom von Flusskraftwerken & AKWs anzupassen, mit mässigem Erfolg👇. Inzwischen liefert Solar die günstigste Energie, dann, wenn wie sie brauchen, und die Konserven jaulen: Flatterstrom!
Die Energiedebatte krankt an einem kolossalen Denkfehler: dem Missbrauch der „Volllaststunden“. Wer diesen Wert heute noch als das ultimative Maß für die Qualität eines Kraftwerks verkauft, betreibt entweder bewusste Irreführung oder hat das moderne Stromsystem schlicht nicht verstanden.
Nehmen wir zuerst den Mythos der fossilen und nuklearen „Zuverlässigkeit“: Dass Atom- und Braunkohlekraftwerke historisch auf 7.000 bis 8.000 Volllaststunden im Jahr kamen, war keine Meisterleistung, sondern ein technologisches Korsett. Diese thermischen Giganten sind so träge, dass das Hoch- und Herunterfahren Stunden oder Tage dauert und das Material massiv verschleißt. Sie liefen im Dauerbetrieb durch, weil sie der Last *schlecht* folgen konnten, nicht weil der Markt sie permanent brauchte. Dauerfeuer war das Symptom von Inflexibilität, nicht von moderner Effizienz. Sie haben die Netze verstopft, weil sie sich nicht anpassen konnten.
Auf der Gegenseite steht das systematische Schlechtrechnen der Erneuerbaren Energien. Das Argument „Solaranlagen in Deutschland haben nur 1.000 Volllaststunden, die laufen ja kaum“ ist mathematischer Analphabetismus. Eine Volllaststunde ist kein Zeitmaß, sondern ein rein rechnerischer Quotient aus Jahresertrag und Nennleistung. In der Realität produziert eine Solaranlage an weit über 3.500 Stunden im Jahr Strom – also in fast der Hälfte aller Stunden des Jahres!
Sie läuft nur eben meistens im Teillastbereich: morgens, abends oder bei Bewölkung. Wenn Wind- oder Solaranlagen 10 Stunden lang bei 20 % Leistung verlässlich Strom ins Netz einspeisen, versorgen sie 10 Stunden lang real das Land. Rechnerisch ergeben diese 10 Stunden im Teillastbereich aber nur mickrige 2 „Volllaststunden“. Tiefe Volllaststunden belegen also niemals, dass Erneuerbare selten Strom produzieren – sondern nur, dass sie wetterbedingt selten unter maximalen Laborbedingungen laufen.
Das Konzept der Volllaststunden stammt aus der industriellen Steinzeit, in der Kraftwerke wie unflexible Fließbandfabriken stumpf durchlaufen mussten. Wer heute hohe Volllaststunden feiert, applaudiert der Starrheit von gestern. Die Gegenwart und Zukunft des Energiesystems gehört der maximalen Flexibilität.