Bei dieser ganzen „Streamen ist keine echte Arbeit Debatte“ frage ich mich immer warum das überhaupt in dem Beruf ein ernstgemeintes Thema ist.
Als ich bei der Bank gearbeitet habe, wurde ich nie mit Kommentaren und Vergleichen zu anderen Berufsfelder konfrontiert wie etwa "das ist keine echt Arbeit!!! Warst du mal auf dem Bau???“
Irgendwie wurde das gesellschaftlich betrachtet immer als Arbeiten akzeptiert. (obwohl da teils weniger gearbeitet wurde und mehr AZB gemacht wurde als so mancher Streamer haha)
& auch wenn dort Menschen Burn Out hatten oder Kollegen aufgrund psychischer Probleme ausfielen, wurde das auch nie kritisiert. Bei Streamern schon. Das ist für mich etwas seltsam. So etwas sollte niemals kritisiert werden oder klein geredet werden. Und schon gar nicht davon abhängig gemacht werden welchen Beruf du ausübst???
Jeder Beruf hat seine Baustellen (bei manchen im wortwörtlichen Sinne) & auch seine Herausforderungen. Aber die meisten haben ja den Luxus ihren Beruf frei gewählt zu haben oder übersehe ich etwas? Und das ist ja auch das Schöne, dass dich niemand zu etwas zwingt, sondern du selbst wählen kannst.
Aber warum sprechen wir jetzt die Herausforderungen die Berufe haben ab, weil sie nicht auf der Baustelle stattfinden oder in der Pflege?
Warum wollen wir so tun als würde es nirgends sonst auch Probleme geben?